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Nackt in der Öffentlichkeit

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Re: Nackt in der Öffentlichkeit

Beitrag von Saunapaar03 » Fr 9. Jan 2026, 11:00

60er Paar hat geschrieben:Wir sind neu hier und lesen uns durch die Themen und Foren hier.
Zu dem was du schreibst sagen wir nur, wir leben nach dem ganz einfachen Prinzip. Leben und leben lassen. Wem etwas nicht gefällt hat ja das recht einfach nicht hinzuschauen.
Wir haben einen sehr schönen Garten der von gleich drei Seiten mehr oder weniger frei einsehbar ist. Auf dem sind wir so oft es geht Nackt, feiern dort FKK Partys und ja manchmal spielen wir auch miteinander. Ob das immer unsere Nachbarn gefällt oder nicht es ist unser Eigentum und unser Refugium. Sollten die Nachbarn sich gestört oder sonst wie daran stören haben sie das uneingeschränkte recht nicht rüber zu schauen oder einfach einen Sichtschutz aufzustellen oder zu pflanzen. Gott sei Dank stört sich aber keiner der Nachbarn an unserem Anblick. Und wir nicht an deren Anblick.
Schöne Grüße

Nette Grüße aus Südbrandenburg, woher seid Ihr denn?

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Re: Nackt in der Öffentlichkeit

Beitrag von hanno3009 » Mo 30. Mär 2026, 12:43

SachsenPaar70+ hat geschrieben:Ich bleibe bei meiner Meinung, dass unbedingt praktizierte Nacktheit in der textilen Öffentlichkeit und an jedem Ort, ob zu Fuß oder auf dem Rad, nur noch mehr dafür sorgt, dass Nudisten als Spinner bezeichnet und abgelehnt werden. Daraus wiederum folgt, dass sich immer mehr junge Menschen von der FKK fernhalten, um nicht ebenfalls dazugezählt und abgelehnt zu werden.
Jedes an seinem Platz, und das nach Belieben ausgiebig. Wir nutzen jede Gelegenheit, ob zu Hause in der Wohnung, im Garten, am Badesee, auf der Waldwanderung und sonstwo die Zeit nackt zu verbringen. Wie ich in unserer Vorstellung bereits schrieb selbst im textilen Urlaub, wo wir gleich am ersten Tag nach Möglichkeiten suchen, uns ungestört nackt zu bewegen. Aber wie gesagt, alles an seinem Platz.
Wohl die meisten von uns FKKlern monieren es, wenn sich TextilerInnen in FKK-Bereichen breit machen. Aber wir FKKlerInnen wollen unsere uneingeschränkte Freiheit in der Fußgängerzone in Anspruch nehmen? Da ist das Urteil der anderen doch wohl naheliegend siehe oben.

LG m von SachsenPaar70+


Besser kann man es nicht schreiben. Wir sehen das genauso und versuchen auhc so zu leben.
Viele Grüße aus Niedersachsen nach Sachsen

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Re: Nackt in der Öffentlichkeit

Beitrag von regenmacher » Mo 30. Mär 2026, 21:35

hanno3009 hat geschrieben:
SachsenPaar70+ hat geschrieben:Ich bleibe bei meiner Meinung, dass unbedingt praktizierte Nacktheit in der textilen Öffentlichkeit und an jedem Ort, ob zu Fuß oder auf dem Rad, nur noch mehr dafür sorgt, dass Nudisten als Spinner bezeichnet und abgelehnt werden. Daraus wiederum folgt, dass sich immer mehr junge Menschen von der FKK fernhalten, um nicht ebenfalls dazugezählt und abgelehnt zu werden.
Besser kann man es nicht schreiben. Wir sehen das genauso und versuchen auhc so zu leben.
Viele Grüße aus Niedersachsen nach Sachsen
Sicherlich nicht an jedem Ort und auch nicht unbedingt - aber ...

Wenn es keine Begegnungen von Nackten mit Bekleideten mehr gibt, die jeweiligen Bereiche also strikt voneinander getrennt sind, entsteht schnell ein ernstes Problem: Die Lücke, die duch nicht sichtbare, einfache Nackte entsteht wird durch sexuelle Fantasie der Bekleideten gefüllt: "Welch unmoralischen Dinge wohl hinter den Hecken passieren ??"

Die Folgen konnten die älteren FKKler vor wenigen Jahrzehnten im benachbarten Belgien erleben, als es FKKlern dort verboten war, ihre eigenen Kinder mit auf das abgetrennte FKK-Gelände mitzunehmen. FKK-Gelände auf den Niveau von Bordellen - das geht - wir sind uns hoffentlich einig - gar nicht. Die Situation verbesserte sich erst, als FKKler in breiter Öffentlichkeit durch Berichte in Presse/TV sichtbar wurden. Ein gewisser Grad an Öffentlichkeit ist also der Idee förderlich.

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Re: Nackt in der Öffentlichkeit

Beitrag von Bingo » Di 31. Mär 2026, 10:50

@SachsenPaar70+
Ich sehe nicht – und das aus eigener Erfahrung, dass Nackte in der Öffentlichkeit pauschal als „als Spinner bezeichnet und abgelehnt werden“. Wer sich nackt sozialgemäß verhält, wird fast immer nackt akzeptiert oder toleriert. Angemessene Nacktheit muss sichtbar sein und sichtbarer werden. Siehe dazu auch Ausführungen auf „nudare-aude“.

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Re: Nackt in der Öffentlichkeit

Beitrag von Arno Nühm » Di 31. Mär 2026, 18:45

Bingo hat geschrieben: Ich sehe nicht – und das aus eigener Erfahrung, dass Nackte in der Öffentlichkeit pauschal als „als Spinner bezeichnet und abgelehnt werden“.

Da wäre ich eher bei @SachsenPaar70+ Vielleicht nicht immer und nicht pauschal, aber ich höre in Unterhaltungen mit Bekannten typischerweise schon ein, diplomatisch ausgedrückt, "gewisses Unverständnis" heraus wenn in den Medien etwas über nackte Aktivitäten in der Öffentlichkeit abseits "etablierter" FKK-Orte berichtet wird.

regenmacher hat geschrieben: Wenn es keine Begegnungen von Nackten mit Bekleideten mehr gibt, die jeweiligen Bereiche also strikt voneinander getrennt sind, entsteht schnell ein ernstes Problem:

Ich glaube nicht dass "Begegnungen" hier wirklich das Entscheidende sind. Ich denke, dass die Präsenz der FKK im gesellschaftlichen und medialen Diskurs da wesentlich wichtiger ist. D.h. dass medial über FKK berichtet wird und das (a) realistisch und (b) auch und vor allem über die "Mainstream"-FKK (baden, sonnen, etc. am FKK-Strand oder See), die von schätzungsweise 2-3 Millionen Menschen in Deutschland betrieben wird und nicht nur über "Randbereiche" (das ist keine Wertung meinerseits!!) der FKK die nur von ein paar hundert oder bestenfalls wenigen tausend Menschen betrieben werden.

regenmacher hat geschrieben: Die Lücke, die duch nicht sichtbare, einfache Nackte entsteht wird durch sexuelle Fantasie der Bekleideten gefüllt: "Welch unmoralischen Dinge wohl hinter den Hecken passieren ??"

Ich denke aber nicht dass es da hilft, wenn die Leute plötzlich im Wald einem Nacktwanderer gegenüberstehen - schon gar nicht, wenn es sich dabei, um das Klischee zu bedienen, um einen einzelnen älteren Herrn handelt.

regenmacher hat geschrieben: Die Situation verbesserte sich erst, als FKKler in breiter Öffentlichkeit durch Berichte in Presse/TV sichtbar wurden. Ein gewisser Grad an Öffentlichkeit ist also der Idee förderlich.

Da würde ich absolut mitgehen. Wobei es aber eben auch auf die Art der Öffentlichkeit ankommt (siehe oben).
Auch wenn ich mich bei einigen Leuten hier jetzt wahrscheinlich ziemlich in die Nesseln setze:
Ich denke, dass die eine oder andere beiläufig Erwähnung populärer / gut besuchter FKK-Strände in einer Fernseh-Reisereportage über entsprechende Gebiete (Ostseeküste, frz. Atlantik,...) mehr zur gesellschaftlichen Akzeptanz der FKK als "normal" beitragen würde als so mancher Bericht über Nackt-"Aktionen" (Wandern, Radtouren, Museumsbesuche ...) einiger weniger Aktivisten, die, bei aller Wertschätzung für Macher und Beteiligte von meiner Seite, dann doch von einem großen Teil der Bevölkerung als Außenseiter angesehen werden - was heutzutage ja mehr oder weniger gleichbedeutend mit "Spinner" ist.
Auch hier gilt halt "Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler" - und der Fisch ist nun mal die breite Bevölkerung und nicht die bereits von FKK überzeugten.

A.

 
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Re: Nackt in der Öffentlichkeit

Beitrag von Bingo » Di 31. Mär 2026, 19:14

Arno Nühm schreibt:
Da wäre ich eher bei @SachsenPaar70+“ wenn es um die Einschätzung der Nacktheit in der Öffentlichkeit geht. Für meine Einschätzung sprechen die nicht unwesentlichen Erhebungen von „YouGove“ und „statista“. Dazu habe ich gefunden – auch hier im Forum:
Ausgehend von einer Anzahl von 69.900.000 Personen – stammt aus einer Frage an KI-Copilot - in Deutschland per Ende 2024 und über 18 Jahre alt Lebenden, kann man von folgenden Daten ausgehen.
Die Datenanbieter „YouGove“ und „statista“ - Infografik: So fühlen sich die Deutschen nackt | Statista - nennen von den oben erwähnten 69.900.000 Personen 28 Prozent, die sich unter Nackten sehr wohl, bzw. wohl fühlen. Diese ca. 19.572.000 Bürger sehe ich Nacktheit nicht unbedingt praktizierend aber einer solchen Lebensweise positiv gegenüberstehend.

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Re: Nackt in der Öffentlichkeit

Beitrag von Hannes 2.0 » Di 31. Mär 2026, 19:30

Ich bin nicht auf dieser Welt, um es der Masse Recht zu machen.
Und wenn sie mich als Außenseiter oder Spinner bezeichnen, zeigt das nur ihr Unvermögen
sich auf andere Bedürfnisse einzustellen, bzw. zeugt von einer gewissen Engstirnigkeit,
die zu meinem Glück nicht meins ist.
Ich tue ja nichts Verbotenes, bin also auf der sicheren Seite in diesem Land wenn ich nackt in der Öffentlichkeit bin.
Natürlich unter der Berücksichtigung gewisser Grenzen - das versteht sich von selbst.

Und was die Menschen denken, wenn sie von heckenbegrenzten FKK-Geländen, oder offiziellen Nacktwanderwegen
hören oder lesen, darauf habe ich keinen Einfluss und will das auch gar nicht.
Wie gesagt, ich bin ja nicht auf der Welt um es der Masse Recht zu machen, sondern lebe mein Leben so,
wie es mir gefällt und da darf der Spaßfaktor definitiv nicht zu kurz kommen!

Wo möglich, ohne gesellschaftliche Zwänge, die häufig dazu führen, dass so viele Menschen
unzufrieden durch ihr Leben gehen.

 
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Re: Nackt in der Öffentlichkeit

Beitrag von Bingo » Di 31. Mär 2026, 19:52

Ja, da bin ich mit Hannes 2.0 sehr einer Meinung.
Was wäre es für eine traurige Welt – ein trauriges Dasein -, wenn ich mich nach der Meinung einer scheinbaren Mehrheit zu richten hätte. Und ggf. als Außenseiter angesehen zu werden, ist für mich nicht ehrenrührig. Es mag schon einige Leute geben, die Außenseiter als Spinner bezeichnen; aber wohl nur eine Minderheit; denn Außenseiter haben auch – siehe die Historie – sehr viel bewirkt, was heute anerkannt ist und eher von einer Mehrheit geschätzt wird. In einer Minderheitsposition – aus welchem Grund auch immer – befindet sich fast jeder in Deutschland. Alle diese Bürger können keine Spinner sein oder von einer relevanten Mehrheit so gesehen werden. Es ließe sich umdrehen: Wer Außenseiter als Spinner bezeichnet, outet sich als der eigentliche Spinner.

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Re: Nackt in der Öffentlichkeit

Beitrag von Hannes 2.0 » Di 31. Mär 2026, 20:36

Gratuliere zu dieser Einstellung! - kann ich alles so unterschreiben. :)

 
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Re: Nackt in der Öffentlichkeit

Beitrag von Bingo » Mi 1. Apr 2026, 06:46

Nackt in der Öffentlichkeit“, der Titel dieses Threads, wird massiv von der „Pornoindustrie“ vornehmlich unter dem Stichwort „nude in public“ genutzt und gebraucht. Wer mit diesen Stichworten ins Internet geht, findet fast keine sozialpassende – sozial akzeptierte oder tolerierte – Nacktheit. Wenn wir, Freunde des korrekten Nacktseins, in der Öffentlichkeit mehr Akzeptanz finden wollen, müssen wir uns der Auseinandersetzung mit der „Pornoindustrie“ auf indirekte Art stellen. Wir müssen der Öffentlichkeit mit unserer Nacktheit aufzeigen, dass diese Nacktheit ihrer Natürlichkeit wegen selbstverständlich akzeptiert oder toleriert werden kann und rechtlich erlaubt ist.

Zum sogenannten Weltnaturistentag 2026 wird auf der Website nudare-aude.com hier:

Demo-Nacktwanderung Freiburg 07.06.2026 – Weltnaturistentag

zu einer Demo aufgerufen. Das ist sehr hübsch; aber sicher von unbedeutender Wirkung. Die hiesige Community sollte jede Gelegenheit – nicht vielleicht einmal im Jahr – nutzen, ihre sozialadäquate Nacktheit öffentlich sichtbar zu machen. Beim Sonnen, Wandern, Sport, Gärtnern usw. Das ist rechtlich in Ordnung und wird irgendwann den pornografischen Touch von „Nackt in der Öffentlichkeit“ und „nude in public“ verdrängen. Dazu dann noch die passende Motivation aus berufenem Mund: Erick Kästner: „Es geschieht nichts Gutes, außer man tut es“. Packen wir es an!

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