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FKK und Sex

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Re: FKK und Sex

Beitrag von regenmacher » Mi 10. Dez 2025, 10:11

Teilzeit-FKKler hat geschrieben:
regenmacher hat geschrieben:Dazu ein farbiges Beispiel, dem du sofort zustimmen wirst: Ein Diebstahl ist und bleibt ein Diebstahl - auch dann, wenn "alle total locker drauf sind" und sich "niemand daran stört".
Der Vergleich ist völlig absurd. Durch sexuelle Aktivitäten eines Nudisten in einer einsamen Waldlichtung wird niemand geschädigt, durch Ladendiebstahl aber schon.
Kein Vergleich - sondern nur ein zugegeben farbiges Beispiel für einen Gesetzesverstoß. Nicht mehr und nicht weniger. Aber ich will gerne zugeben, dass so gut wie jedes Beispiel "ein wenig hinkt". Hier ist es nur eingeworfen, weil ich nur ungerne über die sexuellen Aktivitäten einzelner Nudisten schreiben will. Aber wenn es denn unbedingt sein muss und es dich vermutlich doch interessiert, dann einmal doch: Sooo einsam kann die von dir zitierte einsame Waldlichtung ja nicht sein, wenn doch schon zumindest der einsame Nudist dort sexuelle Aktivitäten betreibt. Ich kenne mich im Sexualstrafrecht nicht aus, aber meines Wissens nach kommt dieses spätestens dann ins Spiel, wenn Unbeteiligte hinzutreten. Ich sage das nicht als "puritanischer Sittenwächter", sondern als Unbeteiligter und quasi im Rahmen der Fürsorge für den einsamen Nudisten auf der vermutlich gar nicht so einsamen Waldlichtung.

Jetzt aber schnell noch zum deutlich interessanteren Teil :
Teilzeit-FKKler hat geschrieben:Zudem ist es schon erstaunlich, dass ausgerechnet du den puristischen Sittenwächter gibst, obwohl du es doch bist, der mit fragwürdigen Aktionen wie "Nackt im Museum" die Grenzen bzw. die Toleranz der textilen Mitmenschen regelmäßig austestest und vermutlich auch herausforderst.
Ich würde mich nicht als puristischen Sittenwächter bezeichnen - wenngleich das hier keine Rolle spielt. Aber die Gesetze sollten doch schon eingehalten werden. Das hat mit "puristisch" oder "Sittenwächter" nichts zu tun und ist hier sicherlich unstrittig.
Die Aktionen, die du als "fragwürdig" bezeichnest, waren/sind es im Sinne der Gesetze nicht. Du darfst wir glauben, dass war immer mehrfach juristisch abgesichert. Da wurde - nicht nur von mir, aber auch durch mich - einiges an Arbeit reingesteckt. Allein zur Vorbereitung der Bonner Nacktwanderungen, für die ich seinerzeit verantwortlich war, hatte sich hier bei mir ein halbes Regal an Literatur zum § 118 OwiG ergeben. Viel Aufwand und viel Absprache mit Juristen ( in meinem Fall eigentlich nur mit einem Juristen, den ich indirekt über eine Bekannte noch aus Studententagen kannte) Das alles, um Probleme zu vermeiden. Andernfalls wären z.B. die Frauen und Kinder auf den Nacktwanderungen auch nicht mitgekommen.

Andere Aktionen (beispielhaft nennst du "Nackt ins Museum"), die u.a. auch ich im europäischen und außereuropäischen Ausland mit dem von mir seinerzeit verwalteten Fond finanziell unterstützte, sind übrigens ebenfalls immer zuvor nach den jeweiligen Gesetzen ausführlichst überprüft worden. Meinst du denn im Ernst, dass diese andernfalls von den jeweiligen Naturistenverbänden mitgetragen worden wären ? Nicht selten waren die offiziellen Verbände sogar "Hauptinitiatoren" der von dir als "fragwürdig" bezeichneten Aktionen.

Bezüglich Toleranz : Es geht nicht darum z.B. im Falle des Nacktwanderns eine Toleranz der Gesellschaft einzufordern. Da fordert niemand Toleranz der Gesellschaft - denn die ist eh schon da. Das ist bezüglich der von dir thematisierten sexuellen Aktivitäten des Nudisten im öffentlichen Raum sicherlich nicht der Fall.

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Re: FKK und Sex

Beitrag von ynda » Mi 10. Dez 2025, 10:24

regenmacher hat geschrieben:Da fordert niemand Toleranz der Gesellschaft - denn die ist eh schon da.

. . . und man sollte sie nicht unnötig überfordern, die Toleranz der anderen. ;)

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Re: FKK und Sex

Beitrag von Hannes 2.0 » Mi 10. Dez 2025, 14:35

Grundsätzlich ist das Liebesspiel in der freien Natur in Deutschland ja nicht verboten.
Solange niemand dadurch gestört wird, oder sich niemand daran stört.
Und damit schließt sich diese Aktivität an öffentlichen FKK-Bereichen bereits aus.

Gegen einen Quickie im eigenen Garten, sichtgeschützt vor den Nachbarn und der öffentlichen Straße,
oder in einem von Blicken geschützten Waldgebiet, das sich im Privatbesitz befindet,
ist natürlich nichts zu sagen.

Wo kein Kläger ist, ist auch kein Richter - trotzdem bewegen wir uns hierbei in einer sog. Grauzone.
Diskretion und Vorsicht sind also angebracht, machen aber sicher auch den Reiz mit aus.

 
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Re: FKK und Sex

Beitrag von riedfritz » Mi 10. Dez 2025, 15:20

trotzdem bewegen wir uns hierbei in einer sog. Grauzone.
Was soll da "Grauzone" sein? Diebstahl ist auch verboten, trotzdem wird nur der bestraft, der dabei erwischt wird!

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Re: FKK und Sex

Beitrag von Hannes 2.0 » Mi 10. Dez 2025, 16:00

Hallo riedfritz,
mit Grauzone meine ich, dass es ja grundsätzlich nicht verboten ist unter den erwähnten Umständen.
Im Falle des Falles liegt es im Ermessen der zu ermittelnden Beamten, ob es sich um eine Ordnungswidrigkeit handelt,
und damit ein Bußgeld fällig wird, oder sogar der Tatbestand "Erregung öffentlichen Ärgernisses" nach §183a
gegeben ist, dann kann es richtig unangenehm werden...oder es aufgrund mildernder Umstände bloß zu einer Verwarnung kommt.

Diebstahl ist dafür sicher kein passender Vergleich, denn der ist definitiv verboten und muss immer strafrechtlich
verfolgt werden. Natürlich immer und in beiden Fällen vorausgesetzt, man wurde erwischt und es kommt zur Anzeige.

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Re: FKK und Sex

Beitrag von regenmacher » Mi 10. Dez 2025, 18:20

Hannes 2.0 hat geschrieben:Diebstahl ist dafür sicher kein passender Vergleich, denn der ist definitiv verboten und muss immer strafrechtlich verfolgt werden
Extrem offtopic - aber damit das nicht stehen bleibt: Diebstahl ist zwar ein Offizialdelikt, aber in der Praxis gibt es sehr, sehr häufige Ausnahmen, die es zumeist zum "relativen Antragsdelikt" machen. § 183 StgB ist zwar kein Offizialdekikt, aber auch hier gibt es eine wichtige Ausnahme: Wenn ein besonderes öffentliches Interesse besteht, kann die Staatsanwaltschaft von sich aus ein Verfahren eröffnen. Wenn man also die "Ausnahmen", die in der Praxis gar nicht selten vorkommen, mit einrechnet, dann ist diesbezüglich Diebstahl sogar ein halbwegs passender Vergleich.

Hannes 2.0 hat geschrieben:Gegen einen Quickie im eigenen Garten, sichtgeschützt vor den Nachbarn und der öffentlichen Straße,
oder in einem von Blicken geschützten Waldgebiet, das sich im Privatbesitz befindet, ist natürlich nichts zu sagen.
Dagegen ist strafrechtlich nichts zu sagen. Wenngleich ich in aller Bescheidenheit ergänzen möchte, dass das Quickie nicht unbedingt quick sein muss, sondern auch etwas länger daueren darf. Es tut mir aufrichtig leid, aber ich kann die Diskussion hier einfach nicht ernst nehmen. Es ist mir schlichtweg unmöglich.

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Re: FKK und Sex

Beitrag von Arno Nühm » Mi 10. Dez 2025, 20:58

Wendelin1971 hat geschrieben: Die "strikten Trenner" gegen die "ach, was soll's, stört mich nicht".

Da muss ich dich jetzt enttäuschen. Ich bin für eine Trennung, obwohl es mich persönlich eigentlich nicht stören würde. Schon weil die große Mehrheit der FKK-Freunde eben keine sexuellen Aktivitäten am FKK-Strand sehen will, sollte man, ganz im Sinne von "leben und leben lassen", Schweinchenstrand-Dinge eben am Schweinchenstrand tun und nicht am normalen FKK-Strand.

Wendelin1971 hat geschrieben: Mal eine provokante These: was schadet einem Kind/Jugendlichen, wenn er andere beim Sex am FKK-Strand beobachtet?

Das ist m.E. ein komplexes Thema welches den Rahmen dieses Forums sprengen dürfte.
Aber man sollte schon im Hinterkopf haben, dass besagte Kinder / Jugendliche zumindest in ihrer übergroßen Mehrheit mit der aktuellen gesellschaftlichen Sichtweise auf Sex und alles was damit zusammenhängt sozialisiert sind. Und da kann es schon traumatisierend sein, wenn sie plötzlich sehen wie jemand "so etwas" macht.
Man kann sicherlich argumentieren dass sich die Frage anders stellen würde, wenn die Kinder / Jugendlichen von vornherein eine offenere und positivere Sicht auf die Sexualität gewöhnt wären. Aber wir leben nun mal im Deutschland des Jahres 2025 (immerhin nicht in den USA oder Saudi-Arabien) und nicht auf den Trobriand-Inseln.

Was der (angebliche?) steigende Pornokonsum Jugendlicher im Netz in diesem Kontext bedeutet lasse ich mal außen vor...

Wendelin1971 hat geschrieben: Und jetzt steinigt mich. :D

Bei den aktuellen Preisen für Kies? Vergiss es!
Wobei, für zwei Spitze und zwei Flache könnte es noch reichen...

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Re: FKK und Sex

Beitrag von NackeDuDaDei » Do 11. Dez 2025, 04:07

gesine hat geschrieben:Es stimmt nicht ganz, dass Sex und FKK nie etwas miteinander zu tun hätten. In Cap d'Agde und Ran du Chabrier sind sie eindeutig miteinander korreliert, und es werden Leute angesprochen, die beides gut finden. Auf beide Fälle trifft zu, dass die Entwicklung zum Swingercamp mit dem Angebot als FKK-Platz begonnen hat.

Leider hat diese Kombination vor allem im Fall von Cap d'Agde das immer noch stellenweise verbreitete Schmuddelimage der FKK begünstigt.


Ich glaube nicht, daß die Leute, die FKK "und dieses ganze Nacktzeug" (und Gesocks und lange Haare und Punker und Rocker und Zocker etc.pp. die übliche Litanei der vernagelten Landeier) vehement ablehnen, von diesen beiden Orten je gehört haben, geschweige denn sie aussprechen oder gar buchstabieren könnten.

Wenn mal wieder ein spießiger Bürgermeister und sein Gemeinderat ein Naturschutzgebiet roden, weil dort Nackte sind, werden *immer* "hohe Kriminalität" angeführt (selbst wenn der zuständige Polizeidirektor in der Presse widerspricht), "Belästigungen von Frauen" (obwohl dort praktisch nie Frauen sind und schon gar keine Belästigungen stattfinden, anders als in Freibädern oder in der Straßenbahn) und dann noch "die armen Kinder" (die von vernünftigen Eltern aber gar nie in diesen Bereich geführt werden, so wie man diese nicht an Fußballstadien oder Kneipenvierteln mit und ohne Rotlichtbetrieb bringt).

Die etwas Naiveren wiederum haben ihre "Kenntnisse" aus der Presse, wo der "Relax-FKK-Club" die "scharfe Barbara" oder die "lustige Ludmilla" annonciert.

kuma hat geschrieben:Es ist schon spannnd, (und Urkomisch) wie sich FKKler sich von Sexuellen in der Nacktscene Distantieren wollen.
Und die Textilen es gar nicht abstreiten, das sie Sexuelle gedanken hegen.


Das ist wohl so ähnlich wie bei der Homosexualität, wo nicht selten die größten offenen Schwulenhasser selbst unterdrückte homosexuelle Neigungen haben. So eine Art sublimierter oder fehlkanalisierter Selbsthaß. Katholische Geistliche erklären sogar Sex in der Ehe zur Sünde, wenn er ohne Fortpflanzungswille geschieht, haben aber kein Problem damit, massenhaft und systematisch Kinder zu mißbrauchen und seelisch zu zerstören.

Muß ja niemand nackt im Wald vögeln. Aber man muß auch kein Faß aufmachen, wenn man mal davon gehört hat, daß da oder dort im Wald Nackte vögeln. Ist insbesondere bei Leuten, die selber Sex haben, bigott.

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Re: FKK und Sex

Beitrag von Mandragora » Do 11. Dez 2025, 13:35

Das ist wohl so ähnlich wie bei der Homosexualität, wo nicht selten die größten offenen Schwulenhasser selbst unterdrückte homosexuelle Neigungen haben.

Mr. Garrison?

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Re: FKK und Sex

Beitrag von radarin » Do 11. Dez 2025, 23:45

Arno Nühm hat geschrieben:
Wendelin1971 hat geschrieben: ...Schweinchenstrand-Dinge eben am Schweinchenstrand tun und nicht am normalen FKK-Strand.


Wo endet der FKK-Strand und wo beginnt der Schweinchenstrand?

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