Wendelin1971 hat geschrieben:Gefühle ... [ z.B. Wut, Freude, Liebe, Hass, Scham, Ekel, Furcht ] ... entstehen nicht im Kopf
Es ist schon off-topic. Aber um wenigstens ein wenig Bezug zu diesem Forum herzustellen, ein praktisches Beispiel: Vor etlicher Zeit gab es hier mal einen recht bekannten Vielposter, der zumindest von den meisten hier irgendwie als Intellektueller gesehen wurde. Nennen wir in P. Eines sonnigen Tages zeigten sie mir ein schnell gelöschtes Post jenes P, in dem er zur Tötung von Claudia R. (Bündnis 90/Die Grünen) aufrief. Heutzutage würde man das als Hass-Post (wenn nicht sogar deutlich mehr) bewerten. Ich kenne nicht den Zusammenhang und habe auch keine Ahnung über den seinerzeitigen Gemütszustand von P, aber wenn das Gefühl "Hass" nicht im Kopf zu verorten ist, wo sonst ? In seinem rechten Fuß ? Oder in seiner linken Hand ?? Freude, Hass, Ekel etc. entstehen tatsächlich im Kopf. Das kann man sogar messtechnisch zeigen.
Wendelin1971 hat geschrieben:Selbst negativen Gefühlen ihren Raum zu geben und sie bedenkenlos auszuleben ist nicht falsch, sondern gesund. Dazu bedarf es aber geschützter Räume, wie z.B. sogenannte "Wuträume", wo man, nach Herzenslust, Dinge zerstören kann.
Abgesehen davon, dass dies auch nicht bedenkenlos geschieht, sondern (hoffentlich) vorher darüber nachgedacht bzw. vor-gedacht wurde, ist es - wenn nicht zwingend falsch - so doch in der Regel ziemlich ungeschickt. Es ist ungeschickt, Wut in unproduktive Zerstörung fließen zu lassen. Weitaus intelligenter ist es, "Wut"-Energie als Quelle für gewinnbringende, aufbauende Dinge zu nutzen, sie sozusagen ins Positive "umzuleiten".
Wendelin1971 hat geschrieben:Moral und Ethik sind menschengemacht. Andere Kulturkreise haben andere moralische und ethische Vorgaben.
Nicht nur andere Kulturkreise. Jeder Mensch hat da seine eigene Moral - seine eigene Bewertung was "gut" bzw. "böse" ist. Was du vermutlich meinst, ist das "Mittel" all dieser Moralvorstellungen in einem Kulturkreis, das sich dann ja auch in der Norm (den Gesetzen) niederschlägt.
Wendelin1971 hat geschrieben:Sich der Freude hinzugeben, sie zu leben und genießen ist doch ein wesentlicher Teil der FKK. Man freut sich ... weil man dabei nicht nur die Kleidung ablegt, sondern auch gewisse moralische, ethische und gesellschaftliche Zwänge. Man schaltet den Kopf aus!
Na ja - zumindest ich lege ganz bewusst (also mit eingeschaltetem Kopf) Kleidung ab. Auch um "gesellschaftliche Zwänge" ( ebenfalls mit eingeschaltetem Kopf ) "abzulegen". Das Nackig-machen ist dann sogar eine "Kopfsache".
Wendelin1971 hat geschrieben:Was mich betrifft, der sich ja, laut geäußerter Meinung, nicht diesem Forum oder auch der FKK zugehörig fühlt:
Ich fühle mich zu nichts zugehörig. Außer zur Gattung Homo Sapiens Sapiens
Vielleicht habe ich dein "ihr" auch einfach nur falsch verstanden. Oder es vielleicht auch nur zu ernst genommen. Nebenbei: Auch du wirst irgendeiner Idee "anhängen", dich irgendeiner Idee zurechnen. In deinem Fall also dem "gerne nackt" sein und nicht - nach deinen Angaben - der FKK, dem Nudismus oder dem Naturismus.
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