Aktuelle Zeit: Fr 23. Okt 2026, 23:12

FKK-Freunde.info

Dein Forum für nackte Aktivitäten und Naturismus

FKK als immaterielles Kulturerbe

Alles rund um das Thema FKK
Benutzeravatar
 
Beiträge: 318
Registriert: 31.03.2026
Wohnort: Am Waldrand 56355
Geschlecht: Männlich ♂
Alter: 100

Re: FKK als immaterielles Kulturerbe

Beitrag von Bingo » Do 22. Okt 2026, 14:42

Schon wieder ein weiterer vorzüglicher Beitrag zum Thema „Kulturerbe“.

 
Beiträge: 4071
Registriert: 03.01.2022
Wohnort: Lüneburg
Geschlecht: Männlich ♂

Re: FKK als immaterielles Kulturerbe

Beitrag von Konrad R. » Do 22. Okt 2026, 23:16

regenmacher hat geschrieben: Ich kann auch nicht sagen, wie viele privat betriebene Saunen es gibt.

Es gibt viele, z.B. in Hotels oder Fitnessstudios.
regenmacher hat geschrieben:
Konrad R. hat geschrieben: Dazu kommen Aufenthalte an Stränden und FKK-Urlaube im In- und Ausland.
Sommerliche Urlaubsaufenthalte an Stränden im In- und Ausland können wir nicht hinzurechnen, denn in seltensten Fällen gibt es am touristischen Urlaubsstrand eine Sauna.

Was hat meine Aussage mit Saunen zu tun? Der von mir genannte Personenkreis kann, muss sich aber nicht mit Saunagängern überschneiden.
aus https://www.spiegel.de/reise/deutschlan ... 83379.html
"Rund 28 Prozent der Befragten gaben an, sich schon einmal ohne Bikini oder Badehose am Strand gesonnt zu haben. Das ist fast jeder Dritte."

Benutzeravatar
 
Beiträge: 1191
Registriert: 04.10.2003
Wohnort: 53498 Bad Breisig
Geschlecht: Männlich ♂
Alter: 73

Re: FKK als immaterielles Kulturerbe

Beitrag von regenmacher » Fr 23. Okt 2026, 00:31

Konrad R. hat geschrieben: Was hat meine Aussage mit Saunen zu tun?
Gar nichts. Und ganau das war meine Aussage. Es ging um die von mir bezweifelte Zahl von regelmäßigen Saunagängern ("mehr als jeder dritte Deutsche")

Konrad R. hat geschrieben:aus https://www.spiegel.de/reise/deutschlan ... 83379.html
"Rund 28 Prozent der Befragten gaben an, sich schon einmal ohne Bikini oder Badehose am Strand gesonnt zu haben. Das ist fast jeder Dritte."
Das ist wiederum eine weitere Ausage, die ich ernsthaft bezweifle. Wenn fast jeder Dritte sich am öffentlichen Strand nackt gesonnt hat (privater Balkon oder Garten zählt also nicht dazu), dann ist es nicht verständlich, dass (auch hier) immer wieder von wegfallenden Möglichkeiten geschrieben wird, sich im öffentlichen Raum nackt sonnen zu können.
Immerhin wird von "schon einmal" geschrieben, was singuläres, vielleicht sogar sehr weit in die Vergangenheit zurückliegendes nackt sonnen einschließt.

Benutzeravatar
 
Beiträge: 1191
Registriert: 04.10.2003
Wohnort: 53498 Bad Breisig
Geschlecht: Männlich ♂
Alter: 73

Re: FKK als immaterielles Kulturerbe

Beitrag von regenmacher » Fr 23. Okt 2026, 00:56

Bingo hat geschrieben: Wenn man Kritik z. B. an „statista“ übt, sollte man das, was „statista“ berichtet, auch gelesen haben. Z. B.: Wie viele sich unter Nackten „unwohl fühlen“, ist auch ablesbar, wenn man ablesen will.
Ich will die Arbeit von statista nicht in Frage stellen - obwohl ich nur die Graphic auf deiner page sehe und keinerlei Infos zu den von YouGrov durchgeführten Umfrage habe (YouGrov ist wohl wirklich diejenige, die von Teilen ihres bezahlten Panells Antworten bekommen hat) Was "statista" gemacht hat, kann ich nicht sagen - vielleicht sogar nur die Graphic gefertigt. Irgendwer muss das alles auch bezahlt haben. Aus meiner Sicht wird die Höhe der eingesetzten finanziellen Mittel entscheidenden Einfluß auf die Tiefe und damit auf die Qualität der Auswertung haben.

Benutzeravatar
 
Beiträge: 318
Registriert: 31.03.2026
Wohnort: Am Waldrand 56355
Geschlecht: Männlich ♂
Alter: 100

Re: FKK als immaterielles Kulturerbe

Beitrag von Bingo » Fr 23. Okt 2026, 06:13

Sehr interessant berichtet Konrad R.

„aus https://www.spiegel.de/reise/deutschlan ... 83379.html
"Rund 28 Prozent der Befragten gaben an, sich schon einmal ohne Bikini oder Badehose am Strand gesonnt zu haben. Das ist fast jeder Dritte
."

Das deckt sich sehr exakt mit den von mir geposteten Daten von YouGrov/statista, in welchem Umfang sich Bürger in Deutschland unter Nackten mindestens wohl fühlen und findet dann große Bedeutung, wenn von den „Administrationen“ Nacktheit gemäß § 118 OWiG als Belästigung der Allgemeinheit gesehen werden will.
Denn viele weitere Bürger als die erwähnten „sich Wohlfühlenden unter Nackten“ wissen um die Pflicht der Toleranz anderer als die eigene Lebensart und sehen damit auch die redliche Nacktheit im öffentlichen Raum nicht als Belästigung. Mit diesen Daten „in der Tasche“ kann es keine Bußgeld-Urteile wegen redlicher Nacktheit gemäß § 118 OWiG mehr geben. Bzw. maximal Fehlurteile!

Denn die Allgemeinheit (im §118 OWiG) sieht weit in der Mehrheit redliche Nacktheit nicht als Belästigung und nur auf die Meinung der Allgemeinheit kommt es in diesem Fall an. Nicht auf die Meinung eines einzelnen Bürgers.

Axel Geertz

Benutzeravatar
 
Beiträge: 318
Registriert: 31.03.2026
Wohnort: Am Waldrand 56355
Geschlecht: Männlich ♂
Alter: 100

Re: FKK als immaterielles Kulturerbe

Beitrag von Bingo » Fr 23. Okt 2026, 06:37

Nachtrag:

Diese „Daten aus dem Spiegel“ und von „YouGrov/statista“ stützen meine immer wieder hier gepostete Ansicht, dass redliche Nacktheit als zugestandene Handlungsfreiheit gemäß Art. 2 – Grundgesetz rechtskonform ist, da die Pflicht mindestens der Toleranz neben der Akzeptanz nicht verbotener Lebensarten von einem sehr großen Teil der Allgemeinheit gelebt wird. Dieser Teil der Allgemeinheit muss nicht die Mehrheit der Allgemeinheit sein, denn auch bedeutende Minderheiten genießen in einem Rechtsstaat Rechtssicherheit. Meiner Einschätzung nach ist er aber in überragender Mehrheit – bei mindestens 95 Prozent.

Diese Ausführungen gehören aber eigentlich in das Unterforum „Recht“. Wer bringt sie passend dort hin?

 
Beiträge: 764
Registriert: 14.11.2023

Re: FKK als immaterielles Kulturerbe

Beitrag von Arno Nühm » Fr 23. Okt 2026, 07:48

regenmacher hat geschrieben: Immerhin wird von "schon einmal" geschrieben, was singuläres, vielleicht sogar sehr weit in die Vergangenheit zurückliegendes nackt sonnen einschließt.

Zumal der verlinkte Spiegel-Artikel von 2014 ist (Die zugrundeliegende Umfrage scheint nicht mehr zugänglich zu sein). D.h. ein erheblicher Teil der Befragten (alle die älter als ~40 waren) haben die 80er noch bewusst miterlebt. Und in der Kohorte halte ich so hohe Zahlen von Leuten, die FKK zumindest mal probiert haben, für nicht völlig unrealistisch. Bzw. unter den Ossis dürfte die Zahl noch wesentlich höher sein.
Andererseits erinnere ich mich an eine Studie aus der selben Zeit (Mitte 2010er) die einen Anteil der aktiven FKK-Anhänger, d.h. derer die regelmäßig an den FKK-Strand o.ä. gehen, von ca. 3% (2% im Westen, 5% im Osten) gefunden hat. Die demografische Gruppe mit dem höchsten Anteil waren, nicht ganz überraschend, Ost-Männer über 40 mit ca. 10%. Und die Studie war auch von einer wissenschaftlichen Einrichtung erstellt worden, d.h. ich gehe mal davon aus dass die Methodik korrekt war, wovon ich bei den manchmal auftauchenden Umfragen z.B, im Auftrag von Reiseveranstaltern o.ä. nicht immer sicher bin. Leider habe ich keinen Link mehr zu der Studie,

A.

PS. Irgendwann in den 2020ern habe ich auch mal eine Umfrage gesehen derzufolge die Deutschen bzgl. der FKK-Anhängerschaft inzwischen auf den 3. Platz zurückgefallen sind (hinter Spanien und Österreich).

 
Beiträge: 4071
Registriert: 03.01.2022
Wohnort: Lüneburg
Geschlecht: Männlich ♂

Re: FKK als immaterielles Kulturerbe

Beitrag von Konrad R. » Fr 23. Okt 2026, 10:52

regenmacher hat geschrieben:.... Das ist wiederum eine weitere Ausage, die ich ernsthaft bezweifle....

Ist OK regenmacher, was Deiner subjektiven Ansicht nach nicht sein kann, das darf auch nicht sein.
Vielleicht findest Du ja noch eine Umfrage, die Deine bisher nur vermuteten Aussagen stützt.
Nochmal: Aus den genannten Quoten kann man nicht folgen, dass es mehr FKK-Möglichkeiten in Bädern etc. geben müsste. Die Saunangebote und Bademöglichkeiten sind anscheinen ausreichend. Auch hier gibt es Einge, die nur Strandurlaube zum Nacktsein nutzen.

Benutzeravatar
 
Beiträge: 1191
Registriert: 04.10.2003
Wohnort: 53498 Bad Breisig
Geschlecht: Männlich ♂
Alter: 73

Re: FKK als immaterielles Kulturerbe

Beitrag von regenmacher » Fr 23. Okt 2026, 19:30

Konrad R. hat geschrieben: regenmacher, was Deiner subjektiven Ansicht nach nicht sein kann, das darf auch nicht sein.
Das würde ich etwas anders formulieren zu : "Prüfe Zahlen, die deine Haltung/deinen Wunsch unterstützen, ganz, ganz besonders streng." Jedenfalls deutlich strenger, als Zahlen, die deinem Wunsch nicht entsprechen.

Warum ?
Das hat jetzt sogar wieder etwas mit dem Thema "Antrag immaterielles Kulturerbe" zu tun. Denn wenn sich herausstellt, dass die verwendeten Begründungen auf falschen/nicht korrekten Zahlen beruhen, dann stürzt das Argumetations-Gerüst laut krachend zusammen, was es zu vermeiden gilt.

 
Beiträge: 4071
Registriert: 03.01.2022
Wohnort: Lüneburg
Geschlecht: Männlich ♂

Re: FKK als immaterielles Kulturerbe

Beitrag von Konrad R. » Fr 23. Okt 2026, 21:42

Arno Nühm hat geschrieben:Andererseits erinnere ich mich an eine Studie aus der selben Zeit (Mitte 2010er) die einen Anteil der aktiven FKK-Anhänger, d.h. derer die regelmäßig an den FKK-Strand o.ä. gehen, von ca. 3% (2% im Westen, 5% im Osten) gefunden hat.

Das widerspricht aber nicht der Aussage:
"....19.572.000 Bürger Deutschlands, die sich laut statista „sehr wohl“ oder mindestens „wohl unter Nackten fühlen“.
Es wurde nicht erläutert, bzw. weiter nachgefragt, wie oft und wo dieses Gefühl erlebt wurde. Gelegentliche Saunagänger, FKK-Strandbesucher/urlauber gehören genauso dazu.
Die "Wohlfühlzahlen" taugen natürlich nicht zur Argumentation für ein immaterielles Kulturerbe.

Vorherige

Zurück zu FKK Allgemein

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Tom1003 und 16 Gäste