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FKK als immaterielles Kulturerbe

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Re: FKK als immaterielles Kulturerbe

Beitrag von Trixi » Fr 16. Okt 2026, 17:46

Zu früh gefreut. :?

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Re: FKK als immaterielles Kulturerbe

Beitrag von Bingo » Di 20. Okt 2026, 12:43

Hallo,

die zweite Bemühung, um ein Prädikat als „immaterielles Kulturerbe“ für die ehemalige FKK-Bewegung zu bekommen, ist auch wieder gescheiter. Lasst es bitte sein, auch ein drittes Mal so einen Versuch zu starten. Etwas in der Vergangenheit Untergegangenes wieder aktivieren zu wollen, das nicht mehr in irgendeiner Form noch gelebt wird, macht keinen Sinn. Die alte FKK-Bewegung existiert nicht mehr. Um Nacktheit im öffentlichen Raum zu leben, braucht bei unseren heutigen Rechtsnormen niemand ein Wiederbeleben der FKK oder gar ein Testat als „immaterielles Kulturerbe“. Lasst die FKK in Frieden ruhen und seid Verfassungspatrioten! Mit dem Art. 2 Grundgesetz sind wir sehr gut bedient!

Es gilt doch für Alle:

https://drive.google.com/file/d/1K-tRyv ... sp=sharing

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Re: FKK als immaterielles Kulturerbe

Beitrag von Campingliesel » Di 20. Okt 2026, 19:40

Ich sehe das anders. Es wird vielleicht nicht mehr so, wie es war, aber das ist ja auch nicht von heute auf morgen entstanden. NIemand wußte am Anfang Ende des 19, Jhdts, wie es sich ab den 1950ern bis 1980ern entwickelt und verändert. Das kam auch alles irgendwie von selbst. DAs hat niemand bewußt gesteuert. Und die Flaute in den 90ern und das große Loch bei den jungen Leuten bis jetzt muß ja nicht so bleiben. Junge Leute können auch von selber wieder drauf kommen und es kann sich auch wieder entwickeln - wie auch immer. Das wissen wir heute noch nicht. Und ob wir das noch erleben werden, auch nicht. Aber wir Älteren sollten nicht aufhören, den jungen Leuten zu erzählen, was FKK ist, welche Grundgedanken da wichtig sind und was es auf keinen Fall ist!

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Re: FKK als immaterielles Kulturerbe

Beitrag von Hannes 2.0 » Di 20. Okt 2026, 21:12

Ein frommer Wunsch, dem ich gerne folgen möchte...
Aber wir können das Rad der Zeit nicht zurückdrehen und in Zeiten des Internets und der Handykameras
hat in vielen Bereichen die Nacktheit in der Öffentlichkeit ihre Unschuld verloren - leider.

Diesen entspannten "Spirit", der in den Siebzigern vorherrschte, wird es daher so nur noch in kleinen Teilbereichen geben können.
Hinzu kommt auch, dass sich die Freizeitgestaltung bei jungen Menschen verändert hat.
Sie fliegen z.B. bevorzugt in Länder, in denen FKK nicht üblich, bzw. unmöglich ist! Und posten ihre Erlebnisse lieber auf Plattformen
wie Instagram und Co um möglichst viele Likes zu bekommen. Einfache Nacktheit ist dafür einfach zu unattraktiv.

Aber auch die jungen Menschen werden älter und haben die Chance sich darauf zu besinnen, worauf es im Leben wirklich ankommt
und was sie brauchen um "runter zu kommen".

 
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Re: FKK als immaterielles Kulturerbe

Beitrag von Campingliesel » Di 20. Okt 2026, 21:30

Hatte ich ja auch gesagt, daß es sicher nie mehr so wird wie in den 70ern und Internet und Handys haben sicher viel verändert. Aber auch das wird mal so selbstverständlich, daß man das auch getrost mal weglegen kann und sich auf andere Dinge konzentrieren kann. Man konnte das mit dem Fernsehen oder Telefon ja auch. Damals brauchte man im Urlaub kein Fernsehen oder TElefon. Aufs Handy wird man sicher nicht gänzlich verzichten, weil es ja viele Nutzungsmöglichkeiten gibt, aber trotzdem wird es mal nicht mehr die zentrale Position haben wie es heute noch ist. Man kann sich durchaus mal mit anderen persönlich unterhalten, zusammen Gesellschaft genießen. Und man kann sich trotz allem auf FKK konzentrieren und das genießen wie es sein soll. Und daß man nicht wild in der Gegend herumfotografiert, gehörte sich damals nicht und sollte auch heute der Anstand verbieten. So gibt man Eltern und Kindern wieder die Möglichkeit, unbefangen nackt zu sein. Ich war in diesem und letzten Sommer im Elsass in einem FKK-Verein campen. Es gab da zwar auch nicht viele Kinder, aber wenn, dann waren die selbstverständlich nackt und hätte da jemand mit Handy herumfotografiert, wäre das schnell aufgefallen. An einem Urlaubsstrand muß man halt mehr aufpassen.

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Re: FKK als immaterielles Kulturerbe

Beitrag von Bingo » Mi 21. Okt 2026, 06:47

Hallo,
das ist doch eine völlige Fehlinterpretation der Änderung der Haltung der Allgemeinheit, dass: „die Nacktheit in der Öffentlichkeit ihre Unschuld verloren“ hat.

Die redliche Nacktheit in der Öffentlichkeit ist so unschuldig wie schon immer! Siehe Art. 2 Grundgesetz angelehnt an das Naturrecht. Es ist historisch leicht zu erkennen, dass das Verhalten der Gesellschaft sich zu der „unschuldigen Nacktheit in der Öffentlichkeit“ immer wieder geändert hat!

Und wenn hier im Thread „FKK als immaterielles Kulturerbe“ von scheinbaren Apologeten der ehemaligen FKK-Bewegung die schönen 70er Jahre erwähnt werden, muss diesen gesagt werden, dass in der Zeitspanne 1965 – 1975 die große Abkehr von der FKK-Bewegung stattgefunden hat!

In dieser Zeit hat man sich von den Ideologien der FKK zu Gunsten einer zwanglosen Haltung zur öffentlichen Nacktheit losgesagt. Um diese „Erkenntnis“ nachzuvollziehen, empfehle ich das Lesen des Buches von Kerstin Steinbach „Es gab einmal eine bessere Zeit…“ – AHRIMAN-Verlag.
Der Begriff „FKK“ wurde zwar noch teilweise verwendet, wenn von Nacktheit berichtet und geschrieben wurde; aber es ging nur noch um die Freude an der ganz einfachen Nacktheit. Und zwar nicht mehr hinter Thuyahecken und blickdichten Zäunen. Kindheitserinnerungen, von denen hier geschrieben wird, sind keine korrekte Geschichtsschreibung.

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Re: FKK als immaterielles Kulturerbe

Beitrag von Campingliesel » Mi 21. Okt 2026, 18:20

Der Begriff „FKK“ wurde zwar noch teilweise verwendet, wenn von Nacktheit berichtet und geschrieben wurde; aber es ging nur noch um die Freude an der ganz einfachen Nacktheit. Und zwar nicht mehr hinter Thuyahecken und blickdichten Zäunen. Kindheitserinnerungen, von denen hier geschrieben wird, sind keine korrekte Geschichtsschreibung.


Was heißt hier "nur noch"? und "ganz einfache Nacktheit"? Mehr als nackt kann man nicht nackt sein Und in den Vereinen gab es noch längst Hecken und blickdichte Zäune! Die gibts da sogar heute noch! Außer natürlich in der DDR. Auf FKK-Campingplätzen WAREN eben alle uneingeschränkt nackt, auch da, wo es heute meistens nicht mehr üblich ist. In der Rezeption, in Supermärkten, in Restaurants und beim Sport meint man heute, etwas anziehen zu müssen. Und das war überall so, im Inland wie im Ausland, wo FKK üblich war..Nur in Frankreich ist es teilweise noch nicht ganz so. DA ist man noch viel konsequenter nackt. DAs sind nicht bloß verschwommene Kindheitserinnerungen, sondern kann man auf entsprechenden Bildern sehen. Ich weiß ja nicht, wo du warst, aber in den 60ern bis 80ern war das einfach so. Die Anzieherei fing erst langsam in den 90ern an.Und heute hat men eher das Gefühl, auf einem gemischten Platz zu sein.

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Re: FKK als immaterielles Kulturerbe

Beitrag von Bingo » Mi 21. Okt 2026, 19:03

Für die Zeit und die Nacktkultur, von der ich geschrieben habe, steht symbolhaft die damalige Nacktheit im „Englischen Garten“. Die Nacktheit dort, die sich vergleichsweise in ganz Deutschland so zeigte, hatte nichts mehr mit der historischen FKK-Bewegung zu tun. Dort lebte man die einfache Freude am Nacktsein!

Selbstverständlich gab es auch damals FKK-Vereine nach altem Muster. Aber die Gesamtzahl der Mitglieder in den damaligen FKK-Vereinen war nur ein unbedeutender Bruchteil der Freunde an der Freude am Nacktsein, wie diese sich im erwähnten „Englischen Garten“ usw. zeigten.

Und heute gibt es wohl noch ca. 32.000 Mitglieder in den FKK-Vereinen, von denen wieviel Prozent die historische FKK noch leben? Sind es mehr als 5 Prozent? „Sehr wohl“ und „wohl“ unter Nackten fühlen sich laut Meinungsforschungsinstitut 28 % der Bürger in Deutschland soweit sie über 18 Jahre alt sind. Dazu hier:

https://drive.google.com/file/d/1qiOYFQ ... sp=sharing

Das Erbe der historischen FKK-Bewegung leben lächerlich wenige Menschen in Deutschland und das rechtfertigt schlich kein Testat „immaterielles Kulturerbe“, da es praktische nicht mehr gelebt wird. Von einem solchen Erbe will kaum einer noch etwas wissen! Abgesehen von denjenigen, die an eine Steuervergünstigung denken. Und so erklären sich die von mir oben erwähnten 5 Prozent.

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Re: FKK als immaterielles Kulturerbe

Beitrag von Bingo » Mi 21. Okt 2026, 19:18

Und um die Frage von Campingliesel zu beantworten:

In den 60er und 70er Jahren war ich viel an der Ostsee (Dahme / Grube), auf Amrum, auf Bornholm, in Schweden und Norwegen usw. Fotos aus dieser Zeit zeigen, wie unproblematisch einfache Nacktheit öffentlich gelebt werden konnte. Und viel anders ist es heute auch nicht hinsichtlich der Toleranz dieser redlichen Nacktheit.

 
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Re: FKK als immaterielles Kulturerbe

Beitrag von Campingliesel » Mi 21. Okt 2026, 19:36

Sowas wie im Englischen Garten war aber nicht die Regel. Das waren einfach Leute, die die Vereine nicht mehr wollten und nach der Wende setzte sich das freie Nacktbaden auch an Seen durch, wo es nicht vorherbestimmt war. Das hatte auch mit den Möglichkeiten zu tun, die man vorher nur in der DDR kannte und dann sich auch im Westen durchsetzte. Bis dahin gab es im Westen nur wenig solche Möglichkeiten, In den Vereinen waren immer noch wesentlich mehr Mitglieder als die, die sich im Englischen Garten oder an vergleichbaren Stellen aufhielten. Und das ist heute auch meistens Vergangenheit. Die Vereine haben natürlich mit Nachwuchsmangel zu kämpfen und so öffneten sich viele für einen Campingplatz, wo auch Nichtmitglieder hinkonnten. In Vereinen ist man bekanntermaßen meistens noch konsequenter nackt, auch wenn man den Jugendlichen mal Ausnahmen einräumt, aber die Pubertät dauert ja nur ein paar Jahre und das sollte dann auch überwunden sein. Trotzdem bleibt nackt eben nackt. Und es gibt keinen Unterschied zwischen "Einfacher" oder anderer Nacktheit. Komplizierter oder was eigentlich?
WAs verstehst du unter historischer Nacktheit? Nur weil die damals mehr Gymnastik an der frischen Luft gemacht haben? Heute macht man halt Sport. Sicher gibt es nicht mehr so viele, die die Grundsätze der FKK noch kennen. Aber gelten tun die immer noch! Und die Älteren ab ca 50, 60 oder 70 wissen das auch noch sehr wohl. Und leben auch danach. Sie müßten das nur mehr an die jungen Leute weitergeben, solange das noch möglich ist. Was genau wird denn nicht mehr gelebt? Man sollte die Kinder einfach mehr mitnehmen und nicht vor Entscheidungen stellen, die sie gar nicht verstehen können. Und Jugendliche sollten wissen, daß auch diese Zeit kein Grund sind, sich zu schämen. Und man könnte mal diese blödsinnige Intimrasur abschaffen. Ich habe jetzt schon einige gesehen, die das von selbst gemerkt haben, daß das nicht im Sinne der FKK ist. DAs ist nur eine verirrte Mode aus den 90ern gewesen und die Älteren sollten da vielleicht auch mal umdenken. Man muß doch als Erwachsener nicht aussehen wie kleine Kinder. Und das ist das, was die Jugendlichen nicht verstehen können. Warum sollen sie weiter so herumlaufen wie als Kinder, wenn sie gerade auf dem Weg zum Erwachsensein sind? Und da gehört nunmal die Behaarung dazu! Die Intimrasur hat eben mit der FKK-Gesinnung nichts zu tun! Das gehört in den sexuellen Bereich. Und da kam es ja auch her. Das gehört sicher auch nicht zum immateriellen Kulturerbe der FKK! Was das mit Steuervergünstigung zu tun haben soll, erschließt sich mir ja gar nicht!

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