Durchaus möglich, dass man das als "Betroffene Person" nicht so wahrnimmt und beurteilen kann, weil man nicht den nötigen Abstand hat.Ich war in den 70ern im jugendlichen Alter. Und seltsamerweise hatte damals niemand wegen der Pubertät ein Problem mit der FKK.
riedfritz hat geschrieben:Durchaus möglich, dass man das als "Betroffene Person" nicht so wahrnimmt und beurteilen kann, weil man nicht den nötigen Abstand hat..Ich war in den 70ern im jugendlichen Alter. Und seltsamerweise hatte damals niemand wegen der Pubertät ein Problem mit der FKK.
MOCKSI2 hat geschrieben:naja die einfache Antwort wäre wohl, dass es inzwischen als erwiesen gilt dass mit zunehmendem Socialmedia Konsum zum Einen das Bildungsniveau sinkt und zum Anderen die Angststörungen und Depressionen steigen. Dies ist Folge der massiv als Norm wahrgenommen Photoshop Models auf reals, stories etc. Dies führt mittelfristig zu einer Abnahme der Tolleranz zu sich und seinem Körper ausserhalb dieser "Norm"
Campingliesel hat geschrieben:Ich war in den 70ern im jugendlichen Alter. Und seltsamerweise hatte damals niemand wegen der Pubertät ein Problem mit der FKK. Das lag wohl an der natürlichen Einstellung der FKK zum Körper und auch zu den Veränderungen, die eben in diesem Alter jeder erlebt. Jeder wollte erwachsen sein und konnte es gar nicht erwarten, dann auch so auszusehen wie eben Erwachsene aussehen. incl der Behaarung. Keiner wäre je herumgelaufen wie kleine Kinder. Die in den 90ern entstandene plötzliche "Gschamigkeit" der Jugend hatte also gar nichts mit der Pubertät zu tun. Das war ja nichts Neues. Das lag allein an der aufkommenden Sexualisierung. Es wurde nur meistens von den Eltern auf die Pubertät geschoben. Vor allem diejenigen, die die FKK nicht von kleinauf kannten und diese Phase der Pubertät nicht mit der FKK erlebt haben. Meine Eltern kannten das damals zwar auch nicht, aber sie sahen dabei auch keine Probleme. Wo keine Probleme sind, muß man auch keine herbeireden. Und so sind wir alle problemlos durch die Pubertät gekommen und erwachsen geworden. Wenn manche mal eine kurze Zeit Probleme mit ihrem Körper hatten, dann hat sich das schnell wieder gelegt und hat gemerkt, daß niemand deswegen schief angeschaut wird, sondern daß das alles völlig normal ist. Heute reden die Eltern immer davon, daß man Kinder oder Jugendliche nicht zwingen soll. Aber das tut ja auch keiner. Man kann den Nachwuchs schon einfach dadurch motivieren, indem man eben selber ein gutes Vorbild ist und die Kinder einfach "mitnimmt". Jeder ist da eben nackt. Punkt. Früher funktionierte das eben auch genauso. Das Problem ist aber heute leider oft, daß eben dieses ausnahmslose Vorbild fehlt. Man macht schon die Kinder von vornherein zu einer Ausnahme, obwohl die von sich aus gar kein Problem damit hätten, wenn man nicht sagen würde: "Du brauchst nicht, wenn du nicht willst" Warum sollten sie denn eine Ausnahme sein? Und kleinere Geschwister machen es dann oft den größeren nach. Ich habe das alles schon erlebt in den letzten 25 Jahren. Da fehlt einfach die entsprechende Motivation von seiten der Eltern. Es kann sein, daß mancher vielleicht ein paar Tage braucht, aber dann klappt das in der Regel. Solange eben die Ausnahme nicht zur Regel wird. Auch Erwachsene, die zum 1. Mal auf einem FKK-Strand sind, können ein paar Tage brauchen, bis sie merken, daß es kein Problem ist, nackt zu sein. Aber sie können auch dann vom Partner lernen, der das meistens schon kennt.
Otti hat geschrieben:Gründe für den Rückgang der Popularität der FKK (allgemein)
oder
Gründe für den Rückgang der Popularität der FKK (Vereine)
Vorweg, ich hatte keine Lust, die vorherigen 46 Seiten ganz durchzulesen.
Hier wird viel nach Gründen gesucht und geforscht, deren Ergebnisse analysiert und diskutiert. Dabei wird allerdings EINES ganz übersehen und zwar die Jugend und jungen Leute selbst. Was suchen sie, was wünschen sie sich von der FKK?
Wandern ??? Einfach nur wandern, egal ob textil oder nackt, damit lockt man keinen Teenager von seiner Playstation
Da muss ein wenig mehr Unterhaltung in eine Wanderung "eingebaut" werden, eben mit einem Blick auf die Natur und Pausen für etwas Sport und Spiel.
Und wenn es um die Vereine geht, dann müssen diese auch noch sehr viel an sich arbeiten, was bei der eigenen Webseite anfängt. Die meisten Internetauftritte gleichen eher einer Werbung für Kleingartenvereine, man sieht bei den meisten Webseiten nur das Gelände, die Natur, Vereinshaus, Sauna, Schwimmbecken oder See, Spiel- und Sportplätze ... aber keine Menschen, schon überhaupt keine nackten Menschen - und wenn mal ein Mensch erkennbar ist, dann ist er garantiert bekleidet.
Schaut Euch mal die Webseite des kanadischen Vereines https://www.bareoaks.ca/ an. Fröhliche Menschen, vollkommen unbekleidet bei Sport und Spiel. Man wird sofort neidisch und möchte mitmachen. Hier wird gezeigt, was der Verein eigentlich bietet, nämlich Unterhaltung für Groß und (!) Klein.
Was brauchen die Kinder und was können die Vereine dazu beitragen ? Richtig, einen Schwimmunterricht.
Gerade wo jedes Jahr leider viele Kinder nicht schwimmen können und ertrinken, würde ich hier einen Ansatz sehen, junge Familien in die Verein zu holen, vorausgesetzt natürlich, man hat auch selbst einen Schwimmlehrer. In Hamburg kostet ein Schwimmkurs (städt. Bad) so um die 150 €, was ungefähr dem Jahresbeitrag eines Vereines entspräche.
Meine Kinder und Enkel haben im FKK-Verein alle kostenfrei schwimmen gelernt und ihr Schwimmabzeichen gemacht (nur eine kleine Gebühr für Prüfung, Ausweis und das Abzeichen).
Die meisten Vereine haben es schon getan, die Abschaffung der Pflicht-Arbeitsstunden.
Es kommt halt auf die Arbeit drauf an, wie zum Beispiel beim Rasenmähen, wo darum gelost werden muss, wer mit dem Aufsitzrasenmäher über das Gelände rasen darf - oder, ob es darum geht, die Toiletten und Duschen sauber zu halten. Aber auch dafür gibt es Lösungen, wie etwa ein Rabatt bei dem Jahresbeitrag.
Es reicht nicht aus, nur nach den Gründen für den Rückgang der FKK zu suchen, man muss auch etwas aktiv tun, damit es wieder aufwärts geht.
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