Konrad R. hat geschrieben:Aber die genannten Punkte, dazu das gemeinsame nackte Leben sind historisch gesehen für die Freikörperkultur wesentlich. Heutiges reguliertes Nacktsein in Gehegen oder an Badeorten hat mit dieser nichts mehr gemein. Das "FKK" Kürzel ist heute für das einfache Nacktsein Synonym "ich gehe zum FKK", mehr nicht.
FKK als Kultur gab es wenn dann nur an Badeorten. Alles Andere war nie ne Kultur, sondern höchsten ne Subkultur oder eine kulturelle Nische. Ich muß es jetzt doch nochmal posten:
https://www.nd-aktuell.de/artikel/10607 ... eicht.html„ Die Nacktheit in der DDR war nicht verordnet. FKK wurde zu einer Massenbewegung von der Ostsee bis zur Erzgebirgstalsperre, vom Kiessee bis zum Braunkohlenrestloch, spontan, völlig freiwillig und - unorganisiert. Vereine wären von der Bevölkerung nicht akzeptiert worden. Insbesondere Frauen, die wahren Katalysatoren von FKK, hätten da nicht mitgemacht. Nacktheit zu organisieren, in Vereinen dem Hobby Nacktsein zu frönen, Nacktveranstaltungen zu arrangieren, FKK-Inseln zu erkämpfen, das ist eine Form des Widerstandes gegen ein überbordendes Nacktheitstabu und behördliche Reglementierungen. Aber alle diese Formen haben mit dem DDR-FKK nichts zu tun. DDR-FKK war nicht Subkultur, sondern Kultur, nicht partielles Ungut, sondern Allgemeingut, nicht Szene oder Inszenierung, sondern einfach Leben, naives Leben, verbunden mit der einfachen Frage: »Warum bekleidet ins Wasser gehen?«“