Wenn ich da mal etwas zu sagen, bzw. schreiben darf - ich bin ja auch nicht mehr so jung,
gehöre mittlerweile auch zur älteren Generation und wenn ich jetzt mal von mir ausgehe,
dann kann ich sagen: Mit zunehmendem Alter ist mir Vieles nicht mehr peinlich, oder ich mache mir einfach
nicht mehr so viele Gedanken darüber, was Andere von mir denken.
Als junger Mensch war es mir wichtig, nicht unangenehm aufzufallen und mich den Wünschen und
Vorstellungen der Anderen anzupassen. Diesen Anspruch an mich selbst habe ich über Bord geworfen, was
sicher auch damit zusammenhängt, dass mir bewusst wurde, wie kurz das Leben sein kann und welche Dinge
im Leben wirklich wichtig sind. Ich würde mal behaupten, meine Prioritäten haben sich deutlich verschoben,
dahingehend, dass es mir egal ist, was Andere von mir denken. Nicht egal ist mir natürlich, wie meine Familie
und meine Freunde mich sehen, aber das ist eine andere Geschichte.
Was ich damit sagen möchte: es muss nicht zwingend ein "Zur-Schau-stellen-Gedanke dahinter stecken,
nur weil man sich beim Cockringanlegen (um bei diesem Beispiel zu bleiben) nicht versteckt.
Ich erlebe das auch häufig im Umkleideraum meines Fitness-Studios, die jungen Männer halten sich ein Handtuch
vor die Hüften, wenn sie sich ihre Shorts an, oder ausziehen, die "alten Säcke" machen das wesentlich weniger
und haben auch kein Problem damit, sich nackt zu bücken um sich die Socken an oder auszuziehen...
Um es mal salopp auszudrücken: Ab einem gewissen Alter geht einem Vieles am Arsch vorbei!
