Hallo Konrad,
es ist etwas schwierig, hier ein so sensibles und komplexes, individuell geprägtes Thema zu behandeln...
Aber ich versuche es nochmal: Dazu verlasse ich mal den sexuellen Bereich und begebe mich in die Kindheit zurück.
Viele Bedürfnisse, die Kinder haben werden von ihnen spontan und direkt mehr oder weniger verständlich artikuliert
um den Wunsch nach Nähe, Zärtlichkeit, Nahrung, Bewegung....erfüllt zu bekommen. Eine Art Überlebensgarantie in den ersten Jahren
und die Garantie für eine gesunde Entwicklung. Später, wenn der Mensch heranwächst und damit auch seine Sexualität erkennt
und die Bedürfnisse auf diesem Gebiet, muss er erkennen, dass er nicht so wie damals als Kind einfach direkt und spontan seinen
Bedürfnissen entsprechend reagieren kann. Die Gesellschaft in der er gerade lebt mit all ihren Regeln und Normen lässt das nicht zu!
Ich möchte das völlig wertfrei verstanden wissen, denn es geht mir nicht darum etwas zu kritisieren oder in Frage zu stellen, sondern
lediglich darauf hinzuweisen, dass wir in vielen Dingen (um nicht wiedder das Wort Bedürfnisse zu verwenden), geprägt sind von der
Gesellschaft, in der wir gerade (zufällig) leben. Ob es unseren elemtaren Gefühlen und Wünschen entspricht,
steht dabei häufig nicht an erster Stelle.
Das betrifft natürlich sehr vielfältige Lebensbereiche aber eben auch den sexuellen.
Mir sind einige Beispiele bekannt, bei denen Menschen gezwungen sind, ihre sexuellen Bedürfnisse heimlich auszuleben,
weil die Gesellschaft in der sie leben es auf direktem und ehrlichem Weg nicht zulässt. Das sind dann in meinen Augen
die ungesunden Auswüchse, resultierend aus dem "Trainingsprogramm" der Gesellschaft.
Über dieses Thema ließe sich sicher noch sehr lange und ausgiebig diskutieren...
Und wenn ich mich (für dich) immer noch nicht klar genug ausgedrückt habe, tut es mir leid, aber damit kann ich dann auch leben.

P.S. der Gewaltakt mit Kinnhaken kam von "regenmacher" (nur so zum Verständnis
