Es geht hier um die Petition und deren Inhalte, nicht um ungefragte Ferndiagnose einzelner Mitglieder bezüglich Komplexen und deren vermeintliche Therapiebedürftigkeit. Auch das Kommunikationsverhalten hier im Forum darf Empathie und zwischenmenschliche Zugewandtheit zeigen.
Was HTJ anspricht (und Hannes indirekt auch) ist doch ein tatsächliches Problem der schwedischen Regelung und des Vorschlags gemäß der Petition: In jungen Jahren, also quasi in der Lern- und Experimentierphase, wo man in seinem Selbstbewußtsein eventuell noch nicht so gefestigt ist, insbesondere nicht in Sachen sexueller Interaktion, ist die Anforderung, es müsse über jedwede sexuelle Handlung vorher ausdrücklich gesprochen werden, eine ggf. recht hohe Hürde. Das wird in dem Tagesschaubericht, den Ynda oben verlinkt hatte, auch als Problematik der schwedischen Regelung angesprochen.
Daraus resultiert ein gewisser Zielkonflikt, weil einerseits junge Menschen in dieser Phase ihres Lebens ja besonderen Schutzes bedürfen, andererseits von ihnen selbst aber eine ausdrückliche und in jedem Schritt und jeder Handlung immer verbalisierte Kommunikation schlechter verlangt werden kann. Die Petition löst diesen Zielkonflikt in Richtung des Schutzes auf, und was HTJ als mögliche Konsequenz beschreibt ist: Diejenigen, die sich forsch und selbstbewußt über die Regelung hinwegsetzen (also nicht jede einzelne sexuelle Handlung vorher verbalisiert auf Zustimmung abfragen), die "profitieren", weil diejenigen, die schüchterner, zurückhaltender und weniger selbstbewußt sind sich zurückhalten müssten.
Das kann man doch als Problematik zumindest verstehen und ggf. auch sachlich diskutieren.