Konrad R. hat geschrieben:Bleibt abzuwarten, ob der aktuelle Zeitungsartikel etwas bewirkt.
Der Artikel ist erstaunlich umfangreich und beleuchtet diese ("ehemalige") Institution
Harzer Naturistenstieg umfassend - auch ist das KI-generierte Titelbild eine schöne Werbebotschaft.
Der Autorin könnte hier ein erhöhtes Interesse an der Sache zugesprochen werden - und damit ist auf jeden Fall die Problematik "Pflegerückstand und Streckenprobleme" in der lokalen Presse bzw. Umgebung sichtbar gemacht. An das reine "Füllen eines journalistischen Sommerlochs" (Fotos aus dem Winterhalbjahr) möchte ich nicht ganz glauben...
Wie bereits von Mehreren aufgezeigt, müßte eine "ausführende Wirkung" in erster Line von lokalen Institutionen ausgehen, wobei natürlich der reine Selbstzweck einer gewissen Motivation, z.B. etwas für Bevölkerung und Tourismus zu schaffen, untergeordnet ist. Außerdem hilft es, wenn der Grundeigentümer darin keinen Nachteil sieht (Benehmen der Besucher, keine Vermüllung, etc.).
Konrad R. hat geschrieben:Ehrenamtliches Engagement muß ja nicht nur von Ortsansässigen kommen. ... Wie wäre es mit einem nackten "Aufräumevent" oder auch mehrere.

Hier mußte ich schmunzeln - denn diese Idee ist nicht "neu". Warum erläutere ich euch gleich an (m)einem Beispiel.
Zuerst verlinke ich beispielhaft drei (textile) Adressen (aus "Bayern"), die als Quelle für mögliche Anfragen zu verstehen sind, ob es Vergleichbares auch im Harz, oder wenn interessiert, in eurer Umgebung gibt. Eine Zusammenarbeit mit "dem Staatsforst" ist dabei oft elementar:
-
Aktion Schutzwald (DAV) -
Bergwaldprojekt (Verein) -
Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Dann komme ich zu (m)einem nackten(!) Beispiel:
Es betrifft die Idee, eine
Nacktwander-Möglichkeit "Kaltenbachteiche" fernab von Harz und Heide bei "Out of Rosenheim" zu initiieren.
Mit der publizierenden Beschreibung und der umfassenderen Erkundung ist mir am Südufer des östlichen Teichs (
vgl. OSM) eine alte, aufgegebene Spur aufgefallen, die mitunter aufgrund von umgestürzten Bäumen zunehmend von der Natur vereinnahmt wurde. Nun, anstatt irgendwo nackt herum zu spazieren, habe ich an mehreren Tagen im verg. Jahr dort etappenweise - und nackt(!) - mit der Handsäge etwas aufgeräumt, so dass zumindest in der vegetationsarmen Zeit diese Spur wieder als "Trampelpfad" (barfuß) zu begehen ist. Er ist natürlich nicht "kinderwagentauglich" bzw. "rollatorgerecht", die großen Stämme sind zu überkraxeln... Meine "Hoffnung" besteht darin, dass mit der Zeit dieser Pfad wieder deutlicher ausgetreten wird - und dann vielleicht auch die Stämme durchschnitten werden...
Der
Harzer Naturistenstieg ist durch das weitläufigere Gelände natürlich eine andere Klasse, doch "Kleinigkeiten" lassen sich durch etwas Eigeninitiative - das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden - sicher auch in eurer Wohn-Umgebung beseitigen. Mit der Zeit wird ein (noch nicht zu stark verfallener) Pfad zunehmend (naturnah) begehbar - und quasi euer ganz persönlicher "Nacktwanderweg" (es liegt an euch, den Zugangsbereich nicht "aufzuräumen" und so die textilen Begegnungen außen vor zu halten).
In gewisser Weise ist es so etwas wie eine Patenschaft, die sich wohnortnah durchaus als Ort der Entspannung und Freude "lohnen"' kann.
Einen von mir eher lange Zeit unbeachteten Berg in Tagesausflug-Distanz näher erkundend, habe ich dieses Frühjahr zufällig einen (alten) Steig entdeckt, der von einem Einheimischen während der letzten Jahre in durchaus liebevoller Arbeit wieder hergerichtet wurde. Bei einer selbstgezimmerten Rastbank mit viel Aussicht gibt es ein "Steigbuch", aus dem etwas die "Arbeitsfrequenz" und die seltene Begehungshäufigkeit anderer Bergwanderer hervor geht - ich war dort natürlich nackt unterwegs und habe ihm dies darin ergänzend zu meinem Dank auch so mitgeteilt...
Zurück zum Thema: Der
Harzer Naturistenstieg ist also noch nicht "verloren", er benötigt "lediglich" (lokale) Initiative, die (nackte) Gemeinschaft zum "Aufräumen" zu mobilisieren, ergänzende Unterstützung von Eigentümer und Institutionen zu organisieren, und - solange die Natur nicht allzu sehr "wütet" - eine jährliche Unterhaltungskontrolle.
Auch Begeher dieser "fast vergessenen Strecke" können "im Vorbeigehen" einen kleinen Betrag des Aufräumens leisten, z.B. eine Klappsäge im Rucksack dabei haben und "als Gegenleistung" nebenbei herein hängende Äste entfernen (Schlauberger kommen nun ganz sicher mit dem Argument der Sachbeschädigung...). Wenn dies entsprechend häufig gemacht wird, "pflegt" sich der
Harzer Naturistenstieg quasi selbst.
