Campingliesel hat geschrieben:@ Bummler: Es ist nur schade, daß man den Artikel nur ganz lesen kann, wenn man die Zeitung "Welt" abonniert oder sich anmeldet.
Natürlich ist das schade, weil die Recherche Dinge benannt hat, welche das heile Bild von Wikipedia ziemlich beschädigen. Von Editier-Krieg über Lobbyismus bis hin zu Rückzug von genervten serösen Autoren, alles sauber recherchiert und nachgewiesen. Da guckt man schon verwundert.
Zeitungsjournalisten schreiben auch nur ihre persönliche Meinung.
Die sie sich in der Regel aufgrund von Recherchen bilden, natürlich mit Ausnahmen wie Relotius oder Janet Cooke (1981 Washigton Post). Wobei man ja wirklich nicht weiß, ob das Ausnahmen sind, hier werden ja auch oft Artikel zur FKK gepostet, bei denen man weiß, das der Inhalt Unsinn ist.
Die Geschichte gibt zu denken: Um die Verkaufszahlen zu steigern, griff ein Zeitungsverleger im 19. Jahrhundert auf sensationelle, teils erfundene Meldungen zurück. Er gilt heute als Erfinder der "Yellow Press" - der Klatsch- und Sensationspresse. Zusammen mit seinem Erzrivalen, dem Verleger William Randolph Hearst, schürte er eine fremdenfeindliche Stimmung, die mit zur Kriegslust in der amerikanischen Bevölkerung beigetragen haben könnte - und damit zum Spanisch-Amerikanischen Krieg im Jahr 1898.
Dieser Verleger hieß Joseph Pulitzer, Namensgeber der renommiertesten Preise der USA,...
https://www.dw.com/de/im-spiegel-der-ge ... a-43393992Da braucht man sich heute also nicht aufregen über Fake News, das sind alles alte Hüte und nichts außergewöhnliches.
Es war und ist schwierig sich zu orientieren.