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Nacktes Leben – Eine persönliche Betrachtung

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Re: Nacktes Leben – Eine persönliche Betrachtung

Beitrag von Bingo » Di 27. Okt 2026, 08:06

Dazu:
„Das wäre aber nicht meine primäre Intention.“

Das ist auch nicht meine „primäre Intention“, z. B. nackt zu wandern. Aber solches Nacktwandern hat zwangsläufig den Nebeneffekt der „positiven Subversion“.
Nämlich deutlich zu machen, dass z. B. das allgemeine Sozialverhalten – z. B. bekleidet zu wandern – nicht die einzige mögliche Lebensart ist und damit auf die Vielfalt der zugestandenen Lebensarten einer offenen Gesellschaft aufmerksam zu machen.

Änderungen des gesellschaftlichen Verhaltens sind auch außerhalb des Mainstreams wünschenswert, wenn sich die Gesellschaft positiv weiterentwickeln soll.

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Re: Nacktes Leben – Eine persönliche Betrachtung

Beitrag von thomasundMyriam » Di 27. Okt 2026, 08:25

also wir haben vor 25 Jahren nackt zu hause zu leben, das ganze jähr. Nie mehr würden wir klmaooten zu hause tragen

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Re: Nacktes Leben – Eine persönliche Betrachtung

Beitrag von eisbaer » Di 27. Okt 2026, 08:39

Hallo,

umstürzlerisch muss man sicher nicht unterwegs sein, aber ich finde schon, dass man einander in einer liberalen und demokratischen Gesellschaft ein bisschen etwas zumuten kann, im Rahmen des Zumutbaren (OK, das definiert jeder für sich). Sonst gibt es keine Veränderung. So fand ich zum Beispiel den WNBR gut, auch wenn ich nicht dabei war: Nackt radeln mitten durch die Hauptstadt. Was man auf jeden Fall tun kann, ist für Akzeptanz zu werben. Darum bin ich auch Mitglied bei GetNakedGermany. Um ein bisschen Werbung zu machen. ;)

 

Re: Nacktes Leben – Eine persönliche Betrachtung

Beitrag von Bingo » Di 27. Okt 2026, 08:43

Ich habe noch etwas zum Thema „Handeln“ – nackt Wandern - unter dem Aspekt "positive Subversivität" recherchiert und bin dabei selbstverständlich bei Kant gelandet. Also zitiere ich aus dem Internet:

"Die zweite Formulierung des „Kategorischen Imperativs“ von Immanuel Kant, auch Selbstzweckformel genannt, lautet:

Kant: „Handle so, dass du die Menschheit sowohl in deiner Person als in der Person eines jeden anderen jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß als Mittel brauchest.“

Die Formel fängt Intuitionen über Ausbeutung, Nötigung und Täuschung ein. Wer jemanden täuscht, behandelt ihn auf eine Weise, der dieser nicht vernünftig zustimmen könnte; die Zustimmung wird ihm gerade durch die Täuschung verwehrt. Die Formel liefert damit inhaltliche moralische Orientierung
."

Als eine solche Zweckbestimmung sehe ich als Nebeneffekt die angesprochene "positive Subversivität"

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Re: Nacktes Leben – Eine persönliche Betrachtung

Beitrag von IchBinSoFrei » Sa 31. Okt 2026, 11:18

svench hat geschrieben:für mich sind Kleider der Schutz vor den Elementen, Verletzungen und dem Gesetzgeber.

Die Formulierung gefällt mir.

svench hat geschrieben:Was denken die Leute oder wie reagieren die, wenn man dabei gesehen wird. Man kann noch so abgelegen Nackt sein, die Möglichkeit besteht immer, das man Begegnungen hat.

Ist mir bis jetzt nur einmal passiert. Auf einem zugewachsenen Weg, wo mir noch nie jemand begegnete, kam mir ein älterer Herr mit Hund entgegen. Und meine Klamotten lagen am Ende des Weges. Also mit einem freundlichen Gruß vorbeigelaufen und gut war's. Das war mehr als ungewohnt und ich fühlte mich sehr verletzbar dabei. Reaktion gab es zum Glück keine.

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