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FKK als immaterielles Kulturerbe

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Re: FKK als immaterielles Kulturerbe

Beitrag von ynda » Mi 21. Okt 2026, 20:03

Campingliesel hat geschrieben:und nach der Wende setzte sich das freie Nacktbaden auch an Seen durch, wo es nicht vorherbestimmt war. Das hatte auch mit den Möglichkeiten zu tun, die man vorher nur in der DDR kannte und dann sich auch im Westen durchsetzte.

Liesel! Ich hatte dir schon mal berichtet, dass es schon ganz zu Anfang der 70er die freien "FKK" Stellen gab, also
Bademöglichkeiten zum Nackbaden.
Ich bin in 1971 zum Nackt baden gekommen und hab dann festgestellt, dass es in Kassel ein solches Gelände schon gab.
Offiziell! Von der Stadt so ausgeschildert! Und das in Sichtweite des FKK Vereinsgeländes, zum Ärger des selbigen ;) !
Ähnliche Gelände gab es auch im Raum Göttingen und bei einigen anderen Städten, nicht nur Unistädte.
Vielleicht nicht in den eher ländlichen, katholisch/konservativen Gegenden, das weiß ich nicht, vermute es aber.
Nur weil man es nicht mit bekommen hat, heißt das nicht, dass es das nicht gab. Und wenn man auf Vereine fixiert war,
vorzugsweise auch diese aufgesucht hat, wusste man von den anderen Stellen auch nichts.
Die sprach sich bei Interessierten durch Mund Propaganda rum, den die Besucher dieser Stellen wollten mit den FKK
Vereinen eher nix zu tun haben. ;) :)
Sorry wenn ich dir da widersprochen hab, ich hab jetzt nur von meinen Erfahrungen und denen meines Umfeldes berichtet.

 
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Re: FKK als immaterielles Kulturerbe

Beitrag von Campingliesel » Mi 21. Okt 2026, 20:22

Es mag schon sein, aber eben relativ wenig. Und das wußten auch nur die Einheimischen der jeweiligen Gegend. Es ist auch sicher so, daß je weiter man nach Süden ging, das immer weniger bekannt war. Mittelfranken, wo ich lebe und Nürnberg ist zwar nicht überwiegend katholisch, trotzdem war das alles noch nicht denkbar. Ich deinem Umfeld mag das sicher anders gewesen sein. Womöglich gab es auch in Franken irgendwo ein paar so "Geheimtipps" , aber wenn man das nicht weiß, nützt es nichts. Der Dinkelsbühler Verein, den es damals schon gab und immer noch gibt, war für uns schon "Geheimtipp" genug. Das lag in einem Wald, mit Zugang zu einem Weiher, und in den 60ern waren nur ganz wenig Leute da. WAs sich später mal änderte, aber dann schlief das wieder fast ganz ein und heute wurde wieder einiges gemacht, und es gibt jetzt wohl auch wieder mehr Mitglieder. Wir fuhren damals allein deswegen hin, weil es eben den WEiher gab, wo man schön schwimmen konnte, was in dem anderen Verein fast ganz fehlte. Erst als dann ein SChwimmbecken gebaut wurde und man auch seinen Wohnwagen das ganze Jahre dort nutzen konnte, waren wir nur noch in dem Nürnberger Verein. Außer natürlich in den Ferien, wo wir fleißig unterwegs waren.
Bei uns gab es während der Bauzeit des Brombachsees schon mal einen inoffiziellen FKK-Strand, der wohl auch ungefähr da war, wo der heutige ist. Damals nannte man das einfach nur Baggersee. Den offiziellen FKK-Strand gab es erst ab 2005, UNd am Altmühlsee noch viel später.

 
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Re: FKK als immaterielles Kulturerbe

Beitrag von riedfritz » Mi 21. Okt 2026, 20:38

Campingliesel hat geschrieben:Bis dahin gab es im Westen nur wenig solche Möglichkeiten
Dass es schon Ende der 60-er Jahre sicher mehr "ungebundene" Nacktbader gab als FKK-Vereinsmitglieder, dürfte dir als Mitglied vielleicht entgangen sein. Auch im Bereich des heutigen Brombachsees trafen sich in Sandgruben bereits Leute zum nackten Freizeitvergnügen. Um München herum wurde an den meisten Kiesgruben, und derer gab es unzählige östlich und westlich des Stadtgebiets, nackt gebadet. Sicher mehr als auf Vereinsgelände. Du beweist mit deinem letzten Beitrag nur, dass du ausser dem "Nürbberger Umland" nicht weiter herumgekommen bist und deshalb nicht kompetent urteilen kannst.

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Re: FKK als immaterielles Kulturerbe

Beitrag von regenmacher » Mi 21. Okt 2026, 21:03

Ich habe weder die Zeit noch sonderlich große Lust, alle posts hier zu lesen, aber bei der schnellen Durchsicht fällt mir doch ein ganz schlimmes Missverstänniss auf: Es geht bei einer eventuellen Anerkennung als "immaterielles Kulturerbe" nicht darum, vergangene Geschichte festzuhalten. Oder irgendetwas zu konservieren. Es geht um das aktuelle nackte Leben - ob das nun auf privatrechtlichen FKK-Vereinsgeländen, dem nächtgelegenen Strand, beim Nacktwandern oder durch nackten Besuch einer Ausstellung praktiziert wird (wie z.B. in Hannover, an der - vorne weg - z.B. Wilfried Blaschke - der auch schon einmal Präsident des DFKs war - teilnam.)
Es ist durchaus zulässig, die FKK-Idee "weiter zu entwickeln" - das ist sogar sinnvoll, denn nur so lässt sie sich sinnvoll in die heutige Gesellschaft einbetten. Vereinfacht: Ein "immaterielle Kulturerbe" macht nur dann Sinn, wenn es - im gewissen Sinne - "lebt", was u.A. auch eine Weiterenticklung beinhaltet.

An einer anderen Stelle schreibt hier jemand von "redlicher Nacktheit" - als Gegensatz zur FKK - jedenfalls so wie er die FKK versteht. Das kann z.B. bezüglich Nacktwandern definitiv nicht der Fall sein. In meinem Archiv befindet sich ein über 80 Jahre alte Titelbild einer hiesigen FKK-Zeitschrift, in der Nacktwandern in positiver Weise dargestellt wird. (dank an bruno saurez, aus marseille, der darauf aufmerksam machte) Da ich unterwegs bin, habe ich allerdings keinen Zugriff auf das Archiv, kann aber ersatzweise wenigstes das inwischen immerhin nahezu 2 Jahrzehnte alte Titelbild einer FKK-Zeitschrift der britischen BN angeben, welches ich übrigens auch anläßlich der Einweihung des Harzer Naturistenstiegs verwendete:

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Re: FKK als immaterielles Kulturerbe

Beitrag von Hannes 2.0 » Mi 21. Okt 2026, 21:41

Campingliesel hat geschrieben:Man muß doch als Erwachsener nicht aussehen wie kleine Kinder. Und das ist das, was die Jugendlichen nicht verstehen können. Warum sollen sie weiter so herumlaufen wie als Kinder, wenn sie gerade auf dem Weg zum Erwachsensein sind? Und da gehört nunmal die Behaarung dazu! Die Intimrasur hat eben mit der FKK-Gesinnung nichts zu tun! Das gehört in den sexuellen Bereich. Und da kam es ja auch her. Das gehört sicher auch nicht zum immateriellen Kulturerbe der FKK! Was das mit Steuervergünstigung zu tun haben soll, erschließt sich mir ja gar nicht!


Sorry, aber das kann ich nicht so einfach unkommentiert stehen lassen!
Erstens sieht man mit einer Intim Rasur natürlich noch lange nicht wie ein Kind aus
und zweitens ist die Intim Rasur heute längst auch im Naturismus und FKK-Bereich angekommen und das ist auch gut so!
Genau dieser rückwärtsgewandte Dogmatismus verhindert, dass sich junge Menschen beim FKK wieder Zuhause fühlen können.
Fehlt nur noch, das auch Tattoos nicht zum FKK passen... :evil:

 
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Re: FKK als immaterielles Kulturerbe

Beitrag von Konrad R. » Mi 21. Okt 2026, 22:07

Hatten wir DIESE Diskussionen nicht schon mehr als einmal. :(

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Re: FKK als immaterielles Kulturerbe

Beitrag von Horst » Mi 21. Okt 2026, 22:11

Ja! Und das soll jetzt bitte nicht weiter ausgeführt werden!

Gruß
Horst

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Re: FKK als immaterielles Kulturerbe

Beitrag von NaturKraxler » Mi 21. Okt 2026, 22:28

Campingliesel hat geschrieben:Es mag schon sein, aber ... das wußten auch nur die Einheimischen der jeweiligen Gegend. Es ist auch sicher so, daß je weiter man nach Süden ging, das immer weniger bekannt war. ...

"Zu dumm", dass das Internet - bzw. das World Wide Web (HTML, HTTP und URLs) - erst so richtig im Jahr 1989 "erfunden" und das Web für die breite Öffentlichkeit erst ab Mitte der 90er Jahre einigermaßen nutzbar wurde. Nicht auszudenken, wenn ein "Social Media" bereits zu Anfang der 70er Jahre die freien "FKK" Stellen bekannt gegeben hätte... ;)

Ich verweise hinsichtlich "FKK als immaterielles Kulturerbe" mal auf eine Info aus "FKK in den Medien" mit SWR: ..., in der auf diese Sendung Das Jahr 1978 - So war's im Südwesten (Staffel 2, Folge 1 - Sa. 17.08.2024 SWR) hingewiesen wurde (inzw. nicht mehr in der ARD-Mediathek verfügbar).

PS: (British) "Naturism - Nothing's better" gefällt mir. :)

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Re: FKK als immaterielles Kulturerbe

Beitrag von ynda » Mi 21. Okt 2026, 23:32

Ja Konrad und Horst, hatten wir! Und auch plädiere ausdrücklich dafür dieses Tehe dort zu lassen, wohin es eine
Zeit lang verschwunden war: In der Versenkung!
Können wir es dabei belassen, dass es eine Privatsache ist und jeder vorm Spiegel selbst entscheiden soll? :roll:

 
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Re: FKK als immaterielles Kulturerbe

Beitrag von Konrad R. » Mi 21. Okt 2026, 23:52

WIR ja, aber.... :roll:

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