Scham ist ein Produkt von Erziehung, das, denke ich, kann man mal so stehen lassen.
Kleidung ist ein Produkt der Kultur und dient, in erster Linie, dem Schutz. Vor Kälte, Nässe, Verletzungen, etc.
Kulturell betrachtet, wird in Naturvölkern nicht selten auf Kleidung verzichtet oder die sekundären Geschlechtsmerkmale (des Mannes) zwar verdeckt, aber auch um die zu betonen, auffälliger zu präsentieren (z.B. Penisköcher). Die weibliche Brust bleibt oft schlicht unbedeckt. Kleidung hat oft auch schlicht einen rituellen und zeremoniellen Charakter und wird zweckgebunden getragen.
Kurz: Scham ist nicht zwingend natürlich und somit ein Produkt unserer Erziehung, seit Jahrhunderten. Somit auch die Vorbehalte oder gar Ekel vor den sekundären Geschlechtsmerkmalen des Menschen, vor Penis und Vulva. Weibliche Brüste sind jedoch sozial anerkannt, wenn sie entblößt dargestellt werden, sofern der Kontext (z. B. Werbung) stimmt. Männer in engen Slips oder gar ganz nackt findet man eher nicht in der Werbung, sondern in einschlägigen Magazinen und Medien, mit sexuellem Kontext und somit kaum oder gar nicht öffentlich.
Dadurch wird Jungen angezogen, daß der Penis "Pfuix ist und Mädchen bekommen gesagt, daß sie ihre Brüste offen zeigen dürfen, dich wenn sie es tun, sind sie Schlampen, weil sie kein Produkt damit bewerben - außer sich selbst, wofür die Natur sie auch gebaut hat: als sexuelles Lockmittel.
Ich weiß, daß ich gewiß in manchen Dingen provokant formuliert habe, aber durch die Blume kann ich schlecht.
