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Reine Nacktheit im öffentlichen Raum aus ethischer Sicht

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Re: Reine Nacktheit im öffentlichen Raum aus ethischer Sicht

Beitrag von Campingliesel » Do 25. Nov 2021, 20:44

@ Eule
Wenn überzeugte FKK’ler, die sich ihrer Freiheit über viele gesellschaftlichen Beschränkungen erfreuen und solches propagieren, mit den gleichen Vorbehalten untereinander reagieren, dann stimmt etwas nicht. Entweder fehlt es ihnen an der Freiheit, an der inneren Freiheit oder diese Freiheit ist nicht vollständig vorhanden.

Ich weiß nicht genau, was du hier mit den Freiheiten meinst. Eines stimmt aber sicher nicht mehr: Die Leute wissen heute oft nicht mehr, was FKK ist und was dazu gehört und was nicht. Und jeder sieht es anders und richtet sich nur nach dem, was er selber will. Und jeder soll das alles akzeptieren. Aber das funktioniert nicht.

Stimmt, aber sie hören davon, wenn darüber gesprochen wird.

Es ist doch völlig unwichtig, was sie davon hören. Sie verstehen die ganze FKK sowieso nicht. Wenn ihnen jemand erzählt, daß es auf einem FKK.Platz völlig egal ist, wie man aussieht, dann glauben sie es ja auch nicht.

Campingliesel, glaube mir wirklich, die Modewelle der Intimrasur hat auf die Frage der Akzeptanz der FKK keinen Einfluss. Als die Intimrasur aufkam, habe ich die Diskussionen innerhalb der DFK-Vereine mitbekommen. Ich habe das einhellige Gegen in der Verbandszeitschrift des DFK gelesen. Du bist in dieser Zeitepoche aufgewachsen und hast diese damals verkündete Meinung verinnerlicht. OK, dieses ist so und ich kann dieses auch so akzeptieren. Es hat den FKK-Vereinen nur insofern geschadet, als sie diese Menschen nicht aufgenommen haben und so viele potentielle Mitglieder verloren haben.


Nein, das glaube ich Dir nicht. Daß der DFK was dagegen gehabt hat, kann schon sein. Aber die Mitglieder sind nicht deshalb so wenig geworden, weil man diese Menschen nicht aufgenommen hat. Die sind nämlich schon lange vorher weggeblieben. Wie erklärst Du Dir dann, daß dasselbe auch auf FKK-Campingplätzen und an Stränden passierte, daß die jungen Leute weggeblieben sind? Und egal, ob die nun rasiert sein wollten oder nicht? Du vergißt immer noch, daß der große Schwund der jungen Leute nichts mit den Vereinen zu tun hatte, und auch nicht nur da sichtbar war. Das hatte eben mit dem Einfluß der Sexualität auf die FKK allgemein zu tun. Und zwar überall. Auch in der ehem. DDR, wo es ja keine Vereine gab.

In der Zeit, wo ich im Verein war, war die Intimrasur nie ein Thema. Dieses existierte einfach gar nicht. Deshalb gab es auch kein Verbot, so jemanden aufzunehmen. Es hat nämlich auch niemand danach gefragt, ob er mit Rasur aufgenommen werden könnte. Weil keiner von einer Intimrasur was wußte. Auf den FKK-Campingplätzen war das auch nicht anders.

Dass das Personal bekleidet ist hat nur damit was zu tun, dass diese als solche erkannt werden.


Es hat sicher nicht nur damit zu tun. Das kommt auf das Land an. Besonders in Kroatien ist das Personal vor allem deswegen angezogen, weil die Kroaten allgemein nur wenig FKK-begeistert sind. Viele sind einfach froh, überhaupt im Tourismus eine Arbeit zu haben. Und da sehen sie halt dann auch auf FKK-PLätzen innerlich weg. Sie könnten ja in ihrer Freizeit auch nackt dort sein und mal ein erfrischendes Bad nackt nach der Arbeit machen. Tun sie aber auch nicht.

In Frankreich ist das bestimmt anders.
In Österreich habe ich das auch noch nicht gesehen, daß die Angestellten in ihrer Freizeit mal nackt schwimmen gehen.

Unsere Mitbürger sind schon intelligent genug, um zu wissen, dass FKK und das Rotlichtmilieu nicht zusammen gehören.


Das stimmt mit Sicherheit nicht. Wie sonst kann es denn FKK-Clubs und FKK-Bordelle geben? Oder FKK-Swinger-Clubs? Da wird das sogar ganz bewußt zusammengeführt. Und wer dahingeht, dem ist es auch völig egal, ob das eigentlich falsch ist. Und es gibt sicher viele, die das auch noch für normal halten.

 
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Re: Reine Nacktheit im öffentlichen Raum aus ethischer Sicht

Beitrag von Campingliesel » Do 25. Nov 2021, 21:02

@ Eule:
Das ist auch typisch für den DFK. Der hielt es ja auch nicht für notwendig, die Bezeichnung FKK schützen zu lassen. Die FKKler wüßten ja, was FKK ist und was nicht. Trotzdem wurde und wird das Kürzel vielfach mißbraucht. Der DFK ist eben auch oft mit Schlafmützen besetzt, der nicht merkt, wenn eine Entwicklung aus dem Ruder läuft. Und jetzt kommt er nicht mehr dagegen an. Genau wie die Politiker.

 
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Re: Reine Nacktheit im öffentlichen Raum aus ethischer Sicht

Beitrag von PundV » Do 25. Nov 2021, 21:29

Campingliesel hat geschrieben:@ Eule:
Das ist auch typisch für den DFK. Der hielt es ja auch nicht für notwendig, die Bezeichnung FKK schützen zu lassen. Die FKKler wüßten ja, was FKK ist und was nicht. Trotzdem wurde und wird das Kürzel vielfach mißbraucht. Der DFK ist eben auch oft mit Schlafmützen besetzt, der nicht merkt, wenn eine Entwicklung aus dem Ruder läuft. Und jetzt kommt er nicht mehr dagegen an. Genau wie die Politiker.


Warum hast du sie nicht schützen lassen?

 
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Re: Reine Nacktheit im öffentlichen Raum aus ethischer Sicht

Beitrag von Hans H. » Do 25. Nov 2021, 21:29

MathiasF hat geschrieben:Ich kann in den ersten Beiträgen von Chico nichts lesen, wo er nach dem Einfluß der Kirche fragt. Ihm geht es um das Hier und Jetzt und nicht ums Gestern.
Es gibt immer und zu jedem Thema Aspekte, die man für eine umfassende Diskussion berücksichtigen muss, weil sie sonst einfach unvollständig ist, die aber im Eingangsbeitrag noch nicht genannt waren. Sollte jeder in seinem Eingangsbeitrag alles nennen, was zum Thema gehört, dann wäre so ein Beitrag sehr lang. Und wenn man immer alles ausschließt, was nicht wörtlich bereits genannt wurde im Eingangsbeitrag, dann bleibt man sehr oft in einer Sackgasse hängen, weil man ohne die Aspekte, die eine Rolle spielen, einfach nicht das Thema vollständig betrachtet.
MathiasF hat geschrieben:Das Problem ist doch, daß dieses Thema nur eine Minderheit interessiert. Für die Allgemeinheit sind solche Diskussionen zu wissenschaftlich.
Was daran bisher wissenschaftlich sein soll, kann ich nicht erkennen. Wissenschaftlich wäre es, wenn ich die in meinem vorherigen Beitrag genannten Einflüsse aus biologoscher Sicht einbeziehen würde (da würden Aspekte der Verhaltensforschung dazu gehören, die bestimmte Dinge erklären, die sich bei allen Gesellschaften auch ohne Religionen als Normen bzw. Ethikregeln zum Zusammenleben entwickelt haben). Das habe ich nicht begonnen, weil es wissenschaftlich wäre und diese Wissenschafts-Phobie in diesem Forum mir inzwischen bekannt ist.
Aber das was hier jetzt zuletzt diskutiert wurde, ist ein Bereich, in dem ich selbst absolut nichts aus der Wissenschaft beitragen kann, weil es nicht mein Fach ist. Wenn ich da aber als Laie in diesem Gebiet doch mitdiskutieren konnte, können diese Aspekte in der Diskussion wohl kaum wissenschaftlicher Natur gewesen sein. Und wenn es nur eine Minderheit interessiert, was nahezu bei jedem Thema der Fall ist, hat jeder die Möglichkeit, nur die Diskussionen zu öffnen, die ihn interessieren.

 
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Re: Reine Nacktheit im öffentlichen Raum aus ethischer Sicht

Beitrag von Campingliesel » Do 25. Nov 2021, 21:47

PundV hat geschrieben:
Campingliesel hat geschrieben:@ Eule:
Das ist auch typisch für den DFK. Der hielt es ja auch nicht für notwendig, die Bezeichnung FKK schützen zu lassen. Die FKKler wüßten ja, was FKK ist und was nicht. Trotzdem wurde und wird das Kürzel vielfach mißbraucht. Der DFK ist eben auch oft mit Schlafmützen besetzt, der nicht merkt, wenn eine Entwicklung aus dem Ruder läuft. Und jetzt kommt er nicht mehr dagegen an. Genau wie die Politiker.


Warum hast du sie nicht schützen lassen?


Wie sollte ich das tun? Es ist ja nicht meine Erfindung. Es wäre doch die Aufgabe des INF oder DFK gewesen, das zu tun. Z.B. auf dem Weltkongreß 1974 hätte man das evtl tun können, als festgelegt wurde, was die FKK ist. Oder wer wäre sonst noch berechtigt gewesen?

 
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Re: Reine Nacktheit im öffentlichen Raum aus ethischer Sicht

Beitrag von PundV » Do 25. Nov 2021, 22:48

Campingliesel hat geschrieben:
PundV hat geschrieben:
Campingliesel hat geschrieben:@ Eule:
Das ist auch typisch für den DFK. Der hielt es ja auch nicht für notwendig, die Bezeichnung FKK schützen zu lassen. Die FKKler wüßten ja, was FKK ist und was nicht. Trotzdem wurde und wird das Kürzel vielfach mißbraucht. Der DFK ist eben auch oft mit Schlafmützen besetzt, der nicht merkt, wenn eine Entwicklung aus dem Ruder läuft. Und jetzt kommt er nicht mehr dagegen an. Genau wie die Politiker.


Warum hast du sie nicht schützen lassen?


Wie sollte ich das tun? Es ist ja nicht meine Erfindung. Es wäre doch die Aufgabe des INF oder DFK gewesen, das zu tun. Z.B. auf dem Weltkongreß 1974 hätte man das evtl tun können, als festgelegt wurde, was die FKK ist. Oder wer wäre sonst noch berechtigt gewesen?


Sie haben den Begriff nicht erfunden.

So, 1974 wurde festgelegt, verbindlich für alle auf der Welt für alle Zeiten, was FKK ist?

Auch wenn andere Leute den Begriff gebrauchen oder missbrauchen oder für ganz andere Sachen brauchen, hat dies nichts mit eventuellen Änderungen der FKK zu tun. Nichts. Gar nichts.

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Re: Reine Nacktheit im öffentlichen Raum aus ethischer Sicht

Beitrag von tytoalba » Fr 26. Nov 2021, 03:04

Kann mir irgendjemand nachvollziehbar erläutern, was der Blödsinn der letzten Beiträge soll?
Zieht euch NICHT an, falls ihr wollt, oder packt euch ein wie ich es nicht einmal bei einem Weihnachtsgeschenk täte.
Aber die eigene Blödheit in fast jedem Satz zu zeigen...

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Re: Reine Nacktheit im öffentlichen Raum aus ethischer Sicht

Beitrag von MathiasF » Fr 26. Nov 2021, 09:13

tytoalba hat geschrieben:......, was der Blödsinn der letzten Beiträge soll?


Ma bissl genauer.

 
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Re: Reine Nacktheit im öffentlichen Raum aus ethischer Sicht

Beitrag von riedfritz » Fr 26. Nov 2021, 09:58

....., was der Blödsinn der letzten Beiträge soll?
Die Frage verstehe ich so: Was haben Markenrechte (FKK als "Gebrauchsmuster :lol: ") oder angeblicher Missbrauch des Begriffs mit der ethischen Sicht auf "FKK" zu tun.

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Re: Reine Nacktheit im öffentlichen Raum aus ethischer Sicht

Beitrag von Bummler » Fr 26. Nov 2021, 13:36

CHICO hat geschrieben:Unter ethischen Gesichtspunkten muss also das Moralisieren der reinen Nacktheit im öffentlichen Raum mit der Beurteilung „Missachtung“ zurückgewiesen werden und der sogenannte Zeitgeist darf sich bei einer solchen Einschätzung aus ethischer Sicht nicht hinter einer zweifelghaften Moral verstecken.


Und wer soll das machen, also die Missachtung zurück weisen?
Eigentlich müsste sich die Politik darum kümmern und die Medien.
Aber die ersten sind ein Totalausfall und die zweiten können wir auch vergessen.

Und alleine wird das nichts.

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