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Nackt zu Hause mit Kindern

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Re: Nackt zu Hause mit Kindern

Beitrag von tytoalba » So 26. Sep 2021, 14:04

Campingliesel hat geschrieben: Es geht einfach um das schlechte Image der FKK, das durch die Medien und Mißbrauch der Bezeichnung hervorgerufen wurde.
Aber warum um alles in der Welt protegierst du dieses "schlechte Image" permanent? Ich hab nun wirklich aufgrund meines Ruhestandes reichlich Gelegenheit mit meinem Camper die unterschiedlichen "FKK" oder naturistischen Camps aufzusuchen und ich tue das auch.
Etwas, was auch nur ein wenig deiner hier impertinent unterstellten pervertierten "FKK" entspräche, hab ich NIE erlebt, gesehen oder nur erahnt.
Womöglich hab ich den dazu nötigen selektiven Blick nicht...

Naja. Wir sind unterschiedlich.

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Re: Nackt zu Hause mit Kindern

Beitrag von tytoalba » So 26. Sep 2021, 14:08

NaWa hat geschrieben:PS: Was hat Erektion mit Pervers zu tun?
Für MICH nichts.

Deshalb (Lesefähigkeit) schrieb ich: " Für die Perversen hier"...
Schön, dass du DAS aufgegriffen hast.

 
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Re: Nackt zu Hause mit Kindern

Beitrag von sonnentempel » Do 14. Okt 2021, 10:22

Hallo Ihr,

hier muss ich ebenso meinen "Senf" dazugeben:
Erstens-ist eine Erregung etwas völlig normales, nur sieht man/frau es bei nackten Männern eben leichter.
Zweitens-sind wir zuhause auch nackt, ich mit Tochter/14 und das geht problemlos seit zwei Jahren.
Drittens-ist es unbedeutend, ob das Andere toll finden oder nicht, wir sind die Nudistinnen.
Viertens-sollen die Männer hier im Forum nicht stets alltägliche, natürliche, normale Tatsachen dramatisieren.

LG., Lisa

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Re: Nackt zu Hause mit Kindern

Beitrag von tytoalba » Do 14. Okt 2021, 14:26

sonnentempel hat geschrieben:sollen die Männer hier im Forum nicht stets alltägliche, natürliche, normale Tatsachen dramatisieren.
Die Männer hier?

Ach so.
Klar, sind ja "Männer" :roll:

DIE sind ja alle gleichmäßig bekloppt.

Im Ernst, ich mag Differenzierung....

 
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Re: Nackt zu Hause mit Kindern

Beitrag von Campingliesel » Do 14. Okt 2021, 15:56

@ NaWa hat geschrieben:

PS: Was hat Erektion mit Pervers zu tun?

Grundsätzlich nichts. Nur kommt es eben auf die Situation und der Umgebung an. In der Öffentlichkeit kann eine Erektion auch als ein exhibitionistisches Zeichen empfunden werden. egal, ob am FKK-Platz oder woanders. Dort ist das eben nicht erwünscht.
Auch im privaten Bereich gibt es Unterschiede. Beim Sex mit dem/der Partner/in ist es sicher erwünscht, aber z.B. ist es nicht so toll, wenn ein Vater dauernd mit einer Erektion vor den Kindern herumläuft. Oder wenn sich ein Verwandter so den Kindern nähert.
Für Kinder sollte das eben nicht als normal erscheinen, wenn ein Mann das tut. Dann können sie nämlich auch nicht mehr unterscheiden, was unnormal wäre, wenn sich ihnen jemand nähert, der sie dann nur mißbrauchen will.
Schon allein deshalb soll man ja auch Kindern fremde Leute nicht als Tante oder Onkel vorstellen, die das eigentlich nicht sind. z.B. "Tante" für die Kassiererin oder Verkäuferin im Laden. Selbst im Kindergarten ist es nicht mehr üblich, die Gruppenleiterin als "Tante" zu bezeichnen.

 
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Re: Nackt zu Hause mit Kindern

Beitrag von Campingliesel » Do 14. Okt 2021, 16:01

sonnentempel hat geschrieben:Hallo Ihr,

hier muss ich ebenso meinen "Senf" dazugeben:
Erstens-ist eine Erregung etwas völlig normales, nur sieht man/frau es bei nackten Männern eben leichter.
Zweitens-sind wir zuhause auch nackt, ich mit Tochter/14 und das geht problemlos seit zwei Jahren.
Drittens-ist es unbedeutend, ob das Andere toll finden oder nicht, wir sind die Nudistinnen.
Viertens-sollen die Männer hier im Forum nicht stets alltägliche, natürliche, normale Tatsachen dramatisieren.

LG., Lisa


Gibts in Eurem Haushalt auch Männer, die häufig erregt herumlaufen? Für Kinder soll und darf eine Erregung nicht als sowas Normales erscheinen, daß sie sich nichts mehr dabei denken. Das kann mal zu fatalen Folgen und Mißverständnissen führen!
Ich finde das sehr gedanken- und verantwortungslos. Mit Nudismus hat das auch nichts zu tun.

Das ist eine total falsche Darstellung für Kinder, die noch nicht wissen können, welche Bedeutung das für die Erwachsenen hat.
Und ich wette, daß Deine Tochter da in kurzer Zeit auch anders darüber denken wird!

 
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Re: Nackt zu Hause mit Kindern

Beitrag von Hans H. » Sa 16. Okt 2021, 00:33

Hiermit hat Campingliesel vollkommen Recht. Die sichtbare Erregung ist nicht an jedem Ort und nicht in jeder Situation normal. Bei der FKK kommt das äußerst selten vor und ist deshalb dort nicht normal.
Wie oft habe ich das in sechs FKK-Jahrzehnten gesehen? Ein einziges Mal! Das zeigt doch, dass nahezu alle Männer bei der FKK damit umzugehen wissen. Und nackt zu Hause mit Kindern sollte sich an der FKK orientieren.

Man hat bei der FKK keine erotischen Gedanken, wie wenn man sich im Privatbereich ohne Gegenwart von Kindern vor der Partnerin auszieht, weil das eben nicht dorthin gehört! Damit hat das Ausziehen allein schon mal nicht die Wirkung, dass eine Erregung mit Versteifung auftritt. Und das sollte in Gegenwart von Kindern nicht anders sein.

Wenn man am Strand in Halbschlaf verfällt und die Sonne den Bauch und die Schamregion aufheizt, kann das durchaus zu einer Verhärtung führen. Das bemerkt man aber und dreht sich entweder auf den Bauch oder geht schnell zur Abkühlung ins Wasser. Dann sieht das niemand. Das ist das, was ich meine mit "bei der FKK damit umzugehen wissen".

Wenn Jugendliche befürchten, allein durch die innere Erregung beim ersten Ausziehen vor Anderen "eine Latte" bekommen zu können, dann liegt das an deren Unsicherheit und der fehlenden Erfahrung, dass FKK total unerotisch ist. Diese Gefahr besteht daher nur ganz am Anfang und der schnelle Sprung ins Wasser hilft auch da, dass es niemand bemerkt. Nach kurzer Gewöhnung an FKK gibt sich das und diese Erregung tritt nicht mehr ein. Wer das anders sieht, verwechselt meiner Meinung nach FKK mit gewissen Etablissements, die diese Abkürzung nur missbräuchlich benutzen.

Und wer FKK gewohnt ist, verhält sich in Gegenwart von Kindern nicht anders, als in der Öffentlichkeit am FKK-Strand.

 
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Re: Nackt zu Hause mit Kindern

Beitrag von Campingliesel » Sa 16. Okt 2021, 12:59

@ Hans H.

schön, daß Du das hier so siehst.

Genau deswegen verstehe ich aber nicht, was an dieser Erklärung von mir falsch sein soll:


Cammpingliesel hat geschrieben:Richtig. das Schamgefühl verschwindet nicht einfach total, sondern wird nur anders betrachtet. Auf einem FKK-Platz ist eben das Schamgefühl, daß einem normalerweise verbietet, nackt vor anderen zu sein, nicht notwendig. Und das geht ja auch nicht überall.
In einem textilen Schwimmbad kann man nicht einfach nackt herumlaufen. Da hält einem das normale Schamgefühl davon ab.
Auf gemischten Plätzen ist das wieder anders, weil man von vornherein weiß, daß beides möglich ist und daß eben sowohl Nackte wie Angezogene dort sind.

In Thermen müßte man eigentlich ja auch kein Schamgefühl haben, wenn man nackt in der Saunakabine sitzt. Aber sobald man die wieder verläßt, meldet sich bei vielen eben doch wieder das Schamgefühl, weshalb sie sich sofort wieder einhüllen.

Das bedeutet, daß das Schamgefühl im Zusammenhang mit der Nacktheit immer vorhanden ist. Nur der Verstand sagt einem, wo das eigentlich nicht nötig ist. Genauso wie einem der Verstand sagt, daß es in bestimmten Fällen notwendig ist, daß man sich beim Arzt ausziehen muß und man sich da auch nicht schämen muß.

Es gibt eben Situationen, wo es sinnvoll ist, das Schamgefühl zu haben und wo man es mal einfach ignorieren kann. Und das sind die FKK-Plätze z.B.
Wer nackt wandern will und damit rechnen muß, daß ihm angezogene Leute begegnen und die vlt noch meckern, dann muß man eben selbstbewußt genug sein, um dazu zu stehen. Oder man läßt das bleiben.

FKKler sind also nicht schamlos und auch nicht asexuell. Sie wissen eben nur, wo das Schamgefühl angebracht ist und wo nicht. Und wo sexuelle Dinge und Handlungen angebracht sind und wo nicht.


Im Grunde sagt das doch genau dasselbe aus, was Du nun geschrieben hattest. Und genau das ist auch damit gemeint.

 
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Re: Nackt zu Hause mit Kindern

Beitrag von Hans H. » Sa 16. Okt 2021, 20:45

Ganz einfach: weil das Schamgefühl nicht einfach wie ein Lichtschalter je nach Bedarf ein- und ausgeschaltet werden kann. Das wird aber mit diesen Aussagen zum Ausdruck gebracht: Wo es nicht notwendig ist, schaltet man es einfach aus, und schon ist es weg. Nein, so geht es nicht! So wie auch niemand Flugangst einfach ausschalten kann, wenn er nur die Unfallstatistiken zwischen Luftverkehr und Straßenverkehr vergleicht. Da müsste man nur noch panische Straßenverkehrs- und keine Flugangst mehr haben. Aber ein Gefühl allein mit Wissen ein- und ausschalten, das funktioniert nicht. (Zitate aus vorherigem Beitrag von CL sind nachfolgend in kursiver Schrift geschrieben)

Damit ist bereits der Beginn falsch: "Auf einem FKK-Platz ist eben das Schamgefühl, daß einem normalerweise verbietet, nackt vor anderen zu sein, nicht notwendig." Das Wissen, ob irgendwo das Schamgefühl notwendig ist, oder nicht, kann nicht beeinflussen, ob es da ist.

Genau so dann kurz vor Schluss: "Sie wissen eben nur, wo das Schamgefühl angebracht ist und wo nicht." Wir können angeborene und/oder in früher Kindheit gelernte Gefühle zu kontrollieren lernen, aber nicht ausschalten. Dabei unterlasse ich hier die frühere Diskussion, ob es angeboren ist oder in früher Kindheit gelernt bzw. geprägt wurde, denn das spielt für die Fähigkeit, zu lernen, es zu kontrollieren, keinerlei Rolle. Es hat also nichts damit zu tun, "zu wissen, wo das Schamgefühl angebracht ist und wo nicht", sondern es geht darum, wo man dem vorhandenen Schamgefühl folgt und bekleidet bleibt, und wo man es kontrolliert unterdrücken kann.

Dazu braucht es einen Lerneffekt. Dieser fällt manchen schwerer, manchen leichter, abhängig von der Prägung im Kindesalter. Deshalb können viele, obwohl sie wissen, dass man sich am FKK-Strand ausziehen sollte und nur angezogen der auffallende Außenseiter ist, sich nur sehr schwer überwinden, hin zu gehen oder sich tatsächlich auszuziehen. Das ist eben die Folge davon, dass ein Wissen, wo das Schamgefühl nicht angebracht ist, nichts nützt, sondern zuerst gelernt werden muss, es zu kontrollieren und sich dann trotz des weiterhin vorhandenen Schamgefühls zu entkleiden.

Natürlich ist es nicht mehr fühlbar da, wenn man jahrzehntelang FKK gewohnt ist. Es ist dann fast bis ganz vollständig abtrainiert, so wie man auch Höhenangst, Spinnenangst etc. abtrainieren kann.
Wenn man überwiegend nackt lebt, wie einige hier beschrieben haben, dann zieht man sich nicht an, weil man weiß, dass das Schamgefühl für das, was man vorhat, angebracht ist, sondern weil man weiß, dass man sonst Ärger bekommen könnte. Also auch dann hat es nichts mit "angebrachtem Schamgefühl" zu tun, sondern einfach mit Vernunft.

Der Schluss: "Und wo sexuelle Dinge und Handlungen angebracht sind und wo nicht." ist zwar richtig, aber mit dem Schamgefühl überhaupt nicht zu vergleichen. Das ist eher mit der Aussage zu vergleichen: "Sie wissen, wo sich ausziehen angebracht ist, und wo nicht" wobei dieses Wissen nichts mit dem Schamgefühl zu tun hat und von diesem unabhängig ist. Manche wissen ja, wo das Ausziehen angebracht ist und tun es nicht, weil sie noch nicht geschafft haben, das Schamgefühl zu überwinden.

 
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Re: Nackt zu Hause mit Kindern

Beitrag von Campingliesel » So 17. Okt 2021, 00:25

@ Hans H.

Damit ist bereits der Beginn falsch: "Auf einem FKK-Platz ist eben das Schamgefühl, daß einem normalerweise verbietet, nackt vor anderen zu sein, nicht notwendig." Das Wissen, ob irgendwo das Schamgefühl notwendig ist, oder nicht, kann nicht beeinflussen, ob es da ist.

Nein, das ist sicher nicht falsch. Ich kann das Schamgefühl sehr wohl als nötig oder unnötig empfinden, jenachdem wo es der Fall ist. Man kann das eben mit dem Verstand beeinflussen. Am FKK-Platz brauche ich mich nicht der Nacktheit zu schämen, aber woanders ist das eben nicht angebracht, z.B. nackt durch die Stadt zu laufen etc.

Natürlich ist das erlernbar. Und wenn es erlernbar ist, weiß man eben dann auch, wo es angebracht ist und wo nicht. Ist ja wohl logisch.
Und natürlich gibt es auch vernünftige Gründe, mal nicht nackt zu sein, auch wenn man es gerne wäre. Ist auch logisch.

Wenn sich mal jemand dazu überwunden hat, dann hat er eben diesen Schritt getan. Egal, wie lange es dauerte oder wie schwierig es war.

Wenn man weiß, wo sexuelle Dinge und Handlungen nicht angebracht sind, dann sagt einem das auch das gesunde Schamgefühl. EBenso, wo sich ausziehen angebracht ist und wo nicht.

Das Schamgefühl zu überwinden, wo man sich ausziehen darf, bedeutet ja nicht, daß man es ganz abschaffen muß. Es braucht einen aber nicht daran zu hindern, sich auszuziehen, wo es eben angebracht ist.

Das sagt einem dann der Verstand, das zu unterscheiden. Man kann das also nicht mit einem LIchtschalter vergleichen.
Beim Schamgefühl gibt es nicht einfach "an" oder "aus".

Auch wenn ich am FKK-Platz das Schamgefühl soweit überwunden habe, daß ich kein Problem damit habe, nackt zu sein, habe ich trotzdem noch genug Schamgefühl, wenn es um andere Dinge geht, die eben am FKK-Platz nicht erwünscht und angebracht sind, z.B. eben bei unerwünschten sexuellen Handlungen, Annmachen, Belästigugnen und das ist egal, ob ich betroffen bin oder andere. Und daß man da nicht gleichgültig drüber wegschaut und denkt: "was gehts mich an?"

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