Um der sommerlichen Hitze im Tiefland zu entkommen, zog es uns am Samstag 26. Oktober in die angenehme Höhe des Schwarzwaldes.
Mit dabei waren Bruno, Gabriel, Johannes, Manfred, Musa und ich, Heinz. Gabriel, Johannes und Musa reisten mit der Bahn an und wurden am Bahnhof Zell im Wiesental abgeholt. Gemeinsam ging es zum Wanderparkplatz Oberblauen, wo unsere Tour um 11:20 startete.
Das Wetter meinte es gut mit uns: wolkenloser Himmel, kaum Wind und angenehme Temperaturen.

Beste Voraussetzungen für eine Wanderung im Naturkleid. Die Kleidung wanderte deshalb schon bald in den Rucksack und hatte dort für den Rest des Tages frei. Wir natürlich auch.

Auf sanft ansteigenden Waldwegen gewannen wir langsam an Höhe. Eile war nicht angesagt. Wir hatten schliesslich keinen Termin beim Gipfel. Der Weg war das Ziel. Und der hatte einiges zu bieten.

Immer wieder öffneten sich grandiose Ausblicke. Im Süden die Schweizer Alpen, im Westen Hochblauen und Köhlgarten, dahinter die Vogesen. Im Norden der Belchen und im Nordosten der Feldberg. So viele Gipfel auf einmal. Da wusste die Kamera kaum noch, wo sie zuerst hinschauen sollte.

Bald erreichten wir den Hirschkopf auf 1057 Metern. Im Schatten einiger Bäume machten wir Pause und verzehrten unsere mitgebrachten Brote. Nach dem Aufstieg schmeckten sie besonders gut. Wandern macht eben hungrig. Auch im Naturkleid.
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Danach kam der schönste Abschnitt der Tour. Auf grasbedeckten Wegen ging es mit sanftem Auf und Ab weiter zum Zeller Blauen auf 1077 Metern.


Auch hier erwartete uns eine prächtige Aussicht. An unserem Dresscode hatte sich inzwischen nichts geändert. Die Rucksäcke blieben leicht und die Kleidung blieb darin, wo sie inzwischen offenbar ihren Stammplatz gefunden hatte.
Der anschliessende Abstieg führte uns in weiten Schleifen zurück zum Parkplatz.


Nach 3 Stunden und 34 Minuten war die Runde beendet. Die Strecke war geschafft, die Pausenbrote waren Geschichte und die Kleidung durfte wieder aus dem Rucksack.
Begegnungen gab es erstaunlich wenige. Auf der gesamten Strecke trafen wir genau einen einzigen Biker. Er dürfte sich über unsere ungewöhnliche Wandergruppe vermutlich ebenso gewundert haben wie wir über die Tatsache, dass er die einzige Person war die wir auf unserer Wanderung angetroffen haben.
Ein herrlicher Wandertag also: sechs Wanderer, jede Menge Aussicht, kaum Wind und genau ein Biker. Mehr Publikum hätte es für unsere Naturkleidung auch nicht gebraucht.
