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Dokumente des Gesellschaftlichen Wandels II

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Dokumente des Gesellschaftlichen Wandels II

Beitrag von Kartunger » Fr 13. Apr 2018, 09:03

Ich mache hier mal einen neuen Thread auf, nachdem das Thema einfach zu gut passt:

Wie der Toilettengang zum Tabu-Thema wurde - Film in Odysso, SWR.

Anfang des 20. Jahrhundert liesen die Damen es unter ihren langen Röcken noch einfach auf der Straße laufen - heute undenkbar.
Innerhalb kürzester Zeit ist hier ein Wandel in der Gesellschaft eingetreten.

https://swrmediathek.de/player.htm?show ... 5056a12b4c
Verfügbar bis: 12.4.2023, 9.00

Grüße
Kartunger

 
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Re: Dokumente des Gesellschaftlichen Wandels II

Beitrag von Campingliesel » Fr 13. Apr 2018, 09:42

Das war sogar auch schon bei den Römern so: Da gab es Bedürfnisanstalten, meist in ihren Gemeinschaftsbädern:


http://www.myimg.de/?img=220pxOstiaBedr ... lf8303.jpg

Zur allgemeinen Geschichte gibt es in wikipedia diesen Link:

https://de.wikipedia.org/wiki/Bed%C3%BCrfnisanstalt
und besonders:


https://de.wikipedia.org/wiki/Stuhlgang

Abschnitt Privatsphäre und Öffentlichkeit

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Re: Dokumente des Gesellschaftlichen Wandels II

Beitrag von Aria » So 15. Apr 2018, 13:30

„Der Mann ist ein Neandertaler. Sieht er Arsch und Titten, dreht er durch.“

Das sagte die Zugbistro-Chefin Ina Gorobez, 36, aus Potsdam anlässlich einer Umfrage unter Frauen in Bezug auf „MeToo“-Debatte in der Süddeutschen vom 7./8. April 2018.

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Re: Dokumente des Gesellschaftlichen Wandels II

Beitrag von nordnackt » So 15. Apr 2018, 16:42

Aria hat geschrieben:„Der Mann ist ein Neandertaler. Sieht er Arsch und Titten, dreht er durch.“


Müssen Arsch und Titten kumulativ (und) oder alternativ (oder) für die Hormonmutation erkannt werden?

 
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Re: Dokumente des Gesellschaftlichen Wandels II

Beitrag von Eule » Di 17. Apr 2018, 14:45

@ Aria
Heute habe ich in der Zeitung einen Artikel mit dem Titel: "Kreisverwaltung verbietet Aktbilder" gelesen und sofort an dich gedacht. Deine Sorge bezüglich einer neuen Prüdewelle scheint doch berechtigter zu sein, als ich es jemals wahrhaben wollte. Die konservativ katholisch-dörfliche Prüderie scheint jetzt auch die Grenzen der Industrieregion zu erreichen. Für eine Ausstellung im Weseler Kreishaus mussten jetzt eine Künstlerin zwei Bilder entfernen, weil nach Meinung der Kreisverwaltung "Nackte Menschen zu Objekten auf Bildern zu reduzieren - gehört nach Ansicht der Verwaltung nicht in eine öffentliche Verwaltung."Aus Rücksicht auf die Besucher lehnt die Kreisverwaltung ab, Aktbilder oder Aktfotos zur Schau zu stellen.

Aria, ich bin :o und :shock:, aber auch :evil: . So eine Haltung hier in NRW, also, ich hätte dieses wirklich nicht für möglich gehalten. Ich will jetzt wirklich nicht die Frage stellen, ob wir unsere Plastiken in öffentlichen Anlagen jetzt bekleiden müssen, wenn es sich um die Darstellung unbekleideter menchlicher Körper handelt.

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Re: Dokumente des Gesellschaftlichen Wandels II

Beitrag von Aria » Di 17. Apr 2018, 15:10

Eule hat geschrieben:Ich will jetzt wirklich nicht die Frage stellen, ob wir unsere Plastiken in öffentlichen Anlagen jetzt bekleiden müssen, wenn es sich um die Darstellung unbekleideter menchlicher Körper handelt.
Keine Sorge, Eule, das kommt noch.

 
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Re: Dokumente des Gesellschaftlichen Wandels II

Beitrag von Mecki » Di 17. Apr 2018, 15:45

@

kann es nicht auch sein, dass wegen ganz anderer Ursachen, Skulpturen, Bilder oder oder oder, nicht
(mehr) ausgestellt werden (sollen), um etwas vermeiden zu wollen, was sich ein "Normalo" nicht
vorzustellen wagt? Vorsicht der Behörden? Rücksichtnahme auf etwas?
Bevor das Wort Prüderie fällt - übrigens ... viel zu schnell verwendet, wäre wohl eher zu klären, warum
etwas nicht (mehr) "gern gesehen" wird. Diese "Warum" - Frage wird sicher nie wahrheitsgemäß beantwortet
werden.
Es sind nicht alle Menschen "cool" und so freiheitsliebend, dass Nacktheit KEINE Probleme bereitet.
Und wenn behördlich etwas beanstandet wird....das soll dann mit Prüderie der Entscheider zu tun haben?
Das soll dann ein "Dokument des gesellschaftlichen Wandels II" sein?

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Re: Dokumente des Gesellschaftlichen Wandels II

Beitrag von hajo » Di 17. Apr 2018, 16:19

Mecki hat geschrieben:Es sind nicht alle Menschen "cool" und so freiheitsliebend, dass Nacktheit KEINE Probleme bereitet.
Und wenn behördlich etwas beanstandet wird....das soll dann mit Prüderie der Entscheider zu tun haben?
Das soll dann ein "Dokument des gesellschaftlichen Wandels II" sein?
Ja.

Denn eine angeblich offene Gesellschaft muss(!) auch zulassen und aushalten, dass es diverse Ansichten gibt.

Wo bleibt denn die "Freiheitsliebe" derjenigen Menschen, die Nacktheit gern sehen?
Wo bleibt denn die "Freiheitsliebe" derjenigen Menschen, die Nacktheit gern leben?

Gilt nur die Freiheit derjenigen, die sie immer weiter und weiter eingeschränkt sehen wollen?

Ich erinnere mich nur zu gern ca. 30 Jahre zurück...

Junge Frauen mit BH?
"Kurze" Männer-Hosen bis über die Knie?

Kaum.

Heute?
BHs bei Frauen, bei denen es nichts zu halten gibt (da brauchte ich bald eher einen).
"Kurze" Hosen, die mindestens bis zur Kniemitte reichen...

Dazu die neue "Freiheit":
Kahlrasierte Köpfe mit seltsamen Tatauierungen darauf.

Oder Texte, wie:
«Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen» «Mache wieder mal 'nen Holocaust, komm' an mit dem Molotow».

Dafür gibt's sogar nen Preis.

Natürlich kein "gesellschaftlicher Wandel".
War ja schon früher so...


Puuuh...

 
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Re: Dokumente des Gesellschaftlichen Wandels II

Beitrag von Mecki » Di 17. Apr 2018, 18:07

@ Hajo

wo das Thema "Toleranz" wieder ein THEMA wäre, was immer wieder die Runde macht. Frau/Mann
selbst sieht sich "auf jeden Fall" tolerant - Andere sind es nicht, weil sie fordern, wünschen, haben
wollen, weil es "so sein sollte", "so sein müsste"!

Toleranz - das ist eher ein Thema der "Dokumente des Gesellschaftlichen Wandels II"...und zwar
fehlende Toleranz, wo sie angebracht wäre und vorhandene Toleranz, wo es unangebracht ist....

....alle Bereiche des Lebens betreffend - vor allem das eigene!

Ja...es gibt Bereiche, wo NULL-Toleranz ....besser, sinnvoller, hilfreicher wäre... jeder wird davon
einige auf dem Kasten haben.

 
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Re: Dokumente des Gesellschaftlichen Wandels II

Beitrag von Eule » Di 17. Apr 2018, 19:09

@ Mecki
Hast du dir mal Gedanken darüber gemacht, dass das Bildnis von bekleideten Menschen ebenfalls eine Reduzierung des Menschen zu einem Objekt darstellt? Dieses wäre in der Tat die logische Schlussfolgerung der Gedanken der Verwaltung im Kreishaus von Wesel. Also müssten alle Bilder und Fotos im Kreishaus entfernt werden, auf dem Menschen zu sehen sind. Denn der Mensch wird nicht dadurch zu einem Objekt der bildgebenden Kunst, wenn es sich hier um eine Darstellung/Abbildung eines unbekleideten Menschens handelt.

kann es nicht auch sein, dass wegen ganz anderer Ursachen, Skulpturen, Bilder oder oder oder, nicht
(mehr) ausgestellt werden (sollen), um etwas vermeiden zu wollen, was sich ein "Normalo" nicht
vorzustellen wagt? Vorsicht der Behörden? Rücksichtnahme auf etwas?
Dann nenne mal solche Gründe, die nichts mit Prüderie zu tun haben sollen. Solltest du die Meinung vertreten, dass der Anblick eines unbekleidete Menschens einen Angriff auf die "Guten Sitten" darstellt und moralisch zu verurteilen sei, dann sei dir gesagt, der unbekleidete Mensch ist ein Mensch in seiner Ursprungssituation. Moralisch verwerflich könnte da höchstens die Bekleidung des Menschen sein, weil die Kleidung zu einer Entfremdung des Menschen von seinem So-Sein führen kann.

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