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Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Aria » Fr 18. Mai 2018, 16:53

Bummler hat geschrieben:
Aria hat geschrieben:Vorgestern gab es Kirschen für 12,80 € das Kilo, weil die die ersten in diesem Jahr sind. Kaum jemand hat sie gekauft.
Wenn sie niemand kauft, warum sind sie dann so teuer? Dann müssten sie doch billig sein.
Ich habe geschrieben: „Kaum jemand hat sie gekauft.“ Es gibt also Käufer, die diesen Preis bezahlen, sonst würden sie billiger angeboten. Oder: Es gibt zwar Kirschen, aber das Angebot ist noch so beschränkt, dass sie eben diesen hohen Preis verlangen können. Die Alternativen sind in dieser Sache derzeit: Teure Kirschen oder gar keine.


Bummler hat geschrieben:Bei Autos kann man das auch schön sehen. Da gibt es eine irrsinnige Überproduktion, aber eher stehen sich die Autos die Reifen eckig, als das die Händler oder Hersteller die Autos billiger anbieten. Von wegen Markt!
Es gibt so gut wie keine Überproduktion, die meisten Autos werden nach Bestellung gefertigt. Damit man aber auch Kunden befriedigen kann, die sofort ein Auto mitnehmen wollen, hat man welche auf Lager, doch deren Zahl ist gering, und man muss in einem solchen Fall nehmen, was zufällig da ist.
Kein Hersteller kann sich heutzutage leisten, auf Halde zu produzieren, weil das übermäßig das Kapital binden würde. Deswegen gibt es auch kaum Lagerhaltung für Halbfertigprodukte – es wird just in time geliefert.

Zu Preisen lässt sich generell sagen: Auf die Produktionskosten wird ein 2-stelliger Prozentsatz draufgeschlagen. Wird der Preis von der Kundschaft akzeptiert, dann ist es okay, wenn nicht, werden hohe Rabatte gewährt, d.h. der zuvor draufgeschlagene Prozentsatz wird kleiner.

Im Endeffekt werden genau die Preise verlangt, die von Kunden noch bezahlt werden. Unter die Produktionskosten kann kein Hersteller dauerhaft verkaufen – das war ein Privileg des Ostens. Das hat ihm letztlich auch den Nacken gebrochen. Ich erinnere in diesem Zusammenhang an deine Worte – Zitat aus dem Thread Gesellschaftlicher Wandel II: „Denn das sozialistische System ist auch nicht wegen freiheitlichen Missständen untergegangen, sondern wegen materiellen.“

 
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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Blood Moors » Fr 18. Mai 2018, 20:42

Aria hat geschrieben:Kein Hersteller kann sich heutzutage leisten, auf Halde zu produzieren, weil das übermäßig das Kapital binden würde. Deswegen gibt es auch kaum Lagerhaltung für Halbfertigprodukte – es wird just in time geliefert.

Ja, und wenn der Hersteller der Handschuhfachklappen Pleite geht, stehen plötzlich zehntausende von Passats auf Halde. So geschehen im letzten Jahr im Emder VW-Werk. Die haben händeringend nach Abstellflächen gesucht.

 
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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Oscar » Sa 19. Mai 2018, 07:10


 
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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von norbert » Sa 19. Mai 2018, 09:52

Der Link zeigt Altautos, die auf Umrüstung warten (nur in USA, hier gibts neue Software). Hat also mit der Fertigung auf Bestellung nichts zu tun.

 
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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von riedfritz » Di 22. Mai 2018, 07:18

Blood Moors hat geschrieben: ..... stehen plötzlich zehntausende von .......... auf Halde.
Ist aber auch kein Wunder! Das BMW-Werk Regensburg fertigt jeden Tag 1200 Fahrzeuge, da kann sich jeder selbst ausrechnen, wie lange es dauert bis 10.000 Stück wegen eines fehlenden Teils, sei es auch noch so unbedeutend, nicht ausgeliefert werden können.

Viele Grüße,

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Bummler » Di 22. Mai 2018, 10:22

Aria hat geschrieben:Im Endeffekt werden genau die Preise verlangt, die von Kunden noch bezahlt werden.


Da müssten die Verkäufer ja Hellseher sein. Ich habe eher das Gefühl, das sie den Rabatt, den sie dann ohnehin geben, auf den Preis draufschlagen, also "verlangt" wird der Preis zuzüglich Rabatt.
Bezahlt wird dann der Preis ohne Rabatt, aber natürlich mit Gewinn.

Interessant auch das Detail, dass nur 35 % der Käufer von Neuwagen Privatpersonen sind. Bei Gebrauchten liegt der Privatanteil bei 95 %.
Wahrscheinlich können sich die meisten Leute gar keinen Neuwagen mehr leisten. Nur diejenigen, die das Auto wieder steuerlich absetzen können, können diese horrenden Preise bezahlen.

Nur mal so, der Durchschnittspreis für Neuwagen war 2017 bei 32850 Euro. Das Durchschnittsgehalt der Deutschen beträgt 35.245,24 Euro. Da kann man sich eigentlich keinen Neuen leisten.

 
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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von riedfritz » Di 22. Mai 2018, 11:52

Bummler hat geschrieben:Das Durchschnittsgehalt der Deutschen beträgt 35.245,24 Euro. Da kann man sich eigentlich keinen Neuen leisten.
Eine komische Rechnung! Schließlich zahlst du doch für einen Neuwagen den Kaufpreis abzüglich den Preis fürs Altfahrzeug und nutzt das Auto über mehrere Jahre, sodaß der Neuwagenpreis nur eine Rechengröße ist.

Viele Grüße,

Fritz

 
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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von norbert » Di 22. Mai 2018, 12:22

Ja, aber ein drei- vier Jahre altes Auto kostet nur noch den halben Neupreis. Da lohnt es schon, über einen Gebrauchten nachzudenken.

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Bummler » Di 22. Mai 2018, 13:36

riedfritz hat geschrieben:
Bummler hat geschrieben:Das Durchschnittsgehalt der Deutschen beträgt 35.245,24 Euro. Da kann man sich eigentlich keinen Neuen leisten.
Eine komische Rechnung! Schließlich zahlst du doch für einen Neuwagen den Kaufpreis abzüglich den Preis fürs Altfahrzeug und nutzt das Auto über mehrere Jahre, sodaß der Neuwagenpreis nur eine Rechengröße ist.

Viele Grüße,

Fritz


Fritz wann hast du denn das letzte mal ein Altfahrzeug in Zahlung gegeben?
Bei mir hat ein Auto nach 5 Jahren 200000 km runter. Meinen letzten Smart habe ich dann mit Mühe für 850 Euro verkauft.
Da reicht es gerade so für die Überführungskosten.

norbert hat geschrieben:Ja, aber ein drei- vier Jahre altes Auto kostet nur noch den halben Neupreis. Da lohnt es schon, über einen Gebrauchten nachzudenken.


Lohnt nicht. Alle drei Jahre ein Gebrauchtes kostet letztendlich soviel wie alle fünf Jahre ein Neues. Habe ich alles ausprobiert in den letzten 25 Jahren. Ja, wenn man nur 3000 km im Jahr fährt, dann mag das stimmen. Aber ab 150000 km kommen solche Sachen wie das Motorsteuergerät oder so. Da gehen die Reparaturkosten steil hoch. Außerdem kommen die Pannen immer dann, wenn man es nicht braucht. Mache ich nicht mehr.

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Aria » Di 22. Mai 2018, 15:19

Bummler hat geschrieben:Bei mir hat ein Auto nach 5 Jahren 200000 km runter.
200.000 km in nur 5 Jahren? Jetzt wissen wir endlich, warum die Verringerung der klimaschädlichen Gase, zu der sich Merkel bekannte, nicht zum genannten Termin zustande kommen wird: Weil Bummler es sabotiert und hinterher noch die Stirn hat, diesen Misserfolg Merkel in die Schuhe zu schieben. :D

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