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Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Bummler » Mo 14. Mai 2018, 09:30

Aria hat geschrieben:
Nein – zumindest die Preise für landwirtschaftlichen Erzeugnisse beim Endkunden richten sich im Endeffekt nach realen Angeboten und Nachfragen, egal auf welche Preise vorher spekuliert wurde.


Das sieht Oxfam anders. Auch von den großen Ketten hört man gelegentlich, das sie die Priese diktieren.
Eigentlich müssten sich die Preise ja nach Angebot und Nachfrage richten. Tun sie aber nicht.

Mir selbst ist es z.B. noch nie gelungen einen Preis zu drücken, indem ich auf ein Produkt verzichte.
Wer es nicht glaubt soll es doch selbst versuchen.

 
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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von hajo » Mo 14. Mai 2018, 15:36

Bummler hat geschrieben:Mir selbst ist es z.B. noch nie gelungen einen Preis zu drücken, indem ich auf ein Produkt verzichte.
Wer es nicht glaubt soll es doch selbst versuchen.
Hab ich.

Und ob des Verzichtes tatsächlich weniger bezahlt als zuvor kalkuliert.

Was auch immer ich da gedrückt habe...
ICH hab auf Nichts verzichtet und dennoch weniger verschwendet.

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Aria » Di 15. Mai 2018, 22:52

Bummler hat geschrieben:
Aria hat geschrieben:Nein – zumindest die Preise für landwirtschaftlichen Erzeugnisse beim Endkunden richten sich im Endeffekt nach realen Angeboten und Nachfragen, egal auf welche Preise vorher spekuliert wurde.
Auch von den großen Ketten hört man gelegentlich, das sie die Priese diktieren.
Klar, es wird immer der billigste Produzent gesucht. Warum? Weil wir Verbraucher möglichst dort einkaufen, wo die Lebensmittel billig sind, d.h. bei Ketten wie Aldi und Lidl.

Bummler hat geschrieben:Eigentlich müssten sich die Preise ja nach Angebot und Nachfrage richten. Tun sie aber nicht.
Doch, das tun sie. Wenn es von einem Lebensmittel von den Produzenten weniger angeboten wird als gebraucht wird, steigen die Preise. Gibt es ein Überangebot, sinken sie. Das hat man schon oft erlebt, zuletzt bei der Milch. Dort gab es 2016 ein Überangebot, so dass der Preis die Herstellungskosten nicht mehr deckte und viele Produzenten zwang, aus der Produktion von Milch auszusteigen. In der Folge sank die Milchproduktion und der Erzeugerpreis stieg innerhalb eines Jahres von 26 Cent auf 40 Cent pro Kilogramm Milch.

Ähnliches hat man zuerst und immer wieder bei Schweinefleisch beobachtet, deshalb spricht man in der Wirtschaft in diesen Fällen generell von Schweinezyklen.

 
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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von hajo » Mi 16. Mai 2018, 06:46

Aria hat geschrieben:Weil wir Verbraucher möglichst dort einkaufen, wo die Lebensmittel billig sind, d.h. bei Ketten wie ....
Das ist gelebte Biologie.
Weniger Aufwand ermöglicht längeres Auskommen mit vorhandenen Resourcen.
Eines der Prinzipien der Evolution.
Verschafft Vorteile.
Zum Beispiel mehr Nachkommen.

Wir Menschen sind da jedoch bisweilen seltsam.
Die "Ökos", meist begütert, leisten sich den Luxus der "Biowaren" - obwohl auch die Billiglebensmittel per Biologie entstanden sind -
und vermehren sich seltener.

Biologie.

Wir wähnen uns oft, darüber zu stehen.
Sind aber einfach.

Lebewesen.

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Bummler » Mi 16. Mai 2018, 10:11

Aria hat geschrieben:
Bummler hat geschrieben:Eigentlich müssten sich die Preise ja nach Angebot und Nachfrage richten. Tun sie aber nicht.
Doch, das tun sie. Wenn es von einem Lebensmittel von den Produzenten weniger angeboten wird als gebraucht wird, steigen die Preise. Gibt es ein Überangebot, sinken sie.


Nun gibt es aber bei allen Lebensmitteln ein Überangebot, so das wir eine ganze Menge davon wegschmeißen und trotzdem steigen die Preise für Lebensmittel. Ist doch komisch. Einerseits gibt es volle Regale und Tonnen von weggeschmissenen Lebensmitteln und andererseits werden die steigenden Preise mit Missernten usw. begründet.

Sehr komisch.

hajo hat geschrieben:
Bummler hat geschrieben:Mir selbst ist es z.B. noch nie gelungen einen Preis zu drücken, indem ich auf ein Produkt verzichte.
Wer es nicht glaubt soll es doch selbst versuchen.
Hab ich.

Und ob des Verzichtes tatsächlich weniger bezahlt als zuvor kalkuliert.



Diese Methode (Verzicht) wende ich auch an.

Nur bei meiner Frau und den Enkeln ist diese Möglichkeit noch nicht so richtig durchgedrungen.

 
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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von hajo » Mi 16. Mai 2018, 10:20

Bummler hat geschrieben:Nun gibt es aber bei allen Lebensmitteln ein Überangebot, so das wir eine ganze Menge davon wegschmeißen und trotzdem steigen die Preise für Lebensmittel. Ist doch komisch. Einerseits gibt es volle Regale und Tonnen von weggeschmissenen Lebensmitteln und andererseits werden die steigenden Preise mit Missernten usw. begründet.
Na ja.
Jeder - auch wir beide - suchen Begründungen, um unsere Entscheidungen zu rechtfertigen...
Also:
Wir schmeißen nichts weg.
Wirklich nicht. Na ja, wenn mal was schiefgeht beim "Anbraten" oder so, kann das passieren, aber wir werfen auch die Hähnchenknochen weg und die Gräten aus dem Butt. Sogar die Schalen der Haselnüsse...

Ansonsten kaufen wir nur, was wir ernsthaft zu verzehren gedenken.
Geht.

Ob es da ein "Überangebot" gibt, weiß ich nicht. Ich erlebe es nicht.

 
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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Mecki » Mi 16. Mai 2018, 13:25

@

Lebensmittel sind z. T. "börsennotiert"- Getreide und vieles andere mehr. Da wird mit Ware gehandelt,
die gar nicht existiert. Da werden riesige Gewinne generiert...aber auch riesige Verluste eingefahren?
Wer bekommt die Gewinne - die Börsianer....und wer zahlt die Zeche für die riesigen Verluste....der
Verbraucher...wir alle!

 
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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von hajo » Mi 16. Mai 2018, 13:36

Mecki hat geschrieben:Lebensmittel sind z. T. "börsennotiert"- Getreide und vieles andere mehr.
Weiß ich.
Hab ich schon vor gut 30 Jahren im Unterricht thematisiert.

Aber:
Konsequenz?
Soll ich deswegen verhungern?
Oder baust du alles, was du verzehrst, selber an?
Züchtest du - ohne Fremdzufuhr - jedes Tier (falls du solche verzehrst - kommt ja aus der Mode) - selbst.
Schlachten, verarbeiten, einkochen...
Entsteht jede Möhre, jede Kartoffel (Import aus Peru), jedes Getreidekorn und jeder Kohl bei und durch dich?
Falls nicht:
Kaufst du?
Wo?

Ich weiß, wo ich kaufe. Sogar - im wesentlichen, denn ich muss auch vertrauen - wie es angebaut wird.

Kann ich mehr machen.


Sicher.
Sterben.

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Aria » Do 17. Mai 2018, 16:24

Bummler hat geschrieben:Nun gibt es aber bei allen Lebensmitteln ein Überangebot, so das wir eine ganze Menge davon wegschmeißen und trotzdem steigen die Preise für Lebensmittel. Ist doch komisch.
Das ist nicht komisch, das ist Markt: Vorgestern gab es Kirschen für 12,80 € das Kilo, weil die die ersten in diesem Jahr sind. Kaum jemand hat sie gekauft. Aber bald werden größere Mengen angeboten und der Preis wird sukzessive fallen – bis auf 6 € und wahrscheinlich noch darunter. Und wenn ein Supermarket am Samstag befürchten muss, sie nicht alle verkaufen zu können, werden sie gegen Abend noch billiger angeboten – als sog. Aktionsware, wird der Verkaufspreis nur geringfügig über den Einkaufspreis liegen. So funktioniert Markt – ob mit oder ohne Spekulanten.

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Bummler » Fr 18. Mai 2018, 15:08

Ich kaufe nur eingeweckte Kirschen, da sind die Maden schon tot.

Vorgestern gab es Kirschen für 12,80 € das Kilo, weil die die ersten in diesem Jahr sind. Kaum jemand hat sie gekauft.


Wenn sie niemand kauft, warum sind sie dann so teuer? Dann müssten sie doch billig sein.
Erst wenn die Nachfrage da ist und das Angebot nicht ausreicht, dürften sie teurer werden.
Da das Angebot aber heutzutage, wegen der Überproduktion immer über der Nachfrage liegt,
müsste es eigentlich zu einer Deflation kommen. Kommt es aber nicht.

Bei Autos kann man das auch schön sehen. Da gibt es eine irrsinnige Überproduktion, aber eher stehen sich die Autos die Reifen eckig, als das die Händler oder Hersteller die Autos billiger anbieten. Von wegen Markt!

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