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FKK-Trend rückläufig?

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Re: FKK-Trend rückläufig?

Beitrag von Bummler » Di 13. Aug 2019, 10:40

Aria hat geschrieben:
Immer diese Verallgemeinerungen.


Das muss ich jetzt nicht weiter kommentieren.

Aria hat geschrieben:
..., was mit der gesellschaftlichen Entwicklung als Solche zusammenhängen könnte."

Das dokumentiere ich in diesem und Vorgängerforum seit Jahren, aber erst allmählich begreifen es auch andere.


Ja die gesellschaftliche Entwicklung. Es geht wohl bergab oder wie muss man den rückläufigen Trend der FKK sonst gesellschaftlich bewerten?

 
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Re: FKK-Trend rückläufig?

Beitrag von Eule » Mi 14. Aug 2019, 14:20

Aria vertritt die Meinung von einem gesellschaftlichen Wandel. Ich hingegen spreche nur vom Ende einer Modewelle. Um von einem gesellschaftlichen Wandel sprechen zu können, müsste die FKK in der Gesamtgesellschaft verankert gewesen sein. Dieses war sie nicht und dieses ist sie auch jetzt nicht.

 
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Re: FKK-Trend rückläufig?

Beitrag von Delfin » Mi 14. Aug 2019, 16:13

Ich erlebe es eigentlich nicht so, dass FKK rückläufig ist. Eher im Gegenteil. Es gibt immer mehr junge Paare und Familien die das machen.
Sogar die Altersgruppe "Teens" ist langsam wieder mehr vertreten. Allerdings nicht im Vereinswesen sondern "frei". Das ist wahrscheinlich ein Grund, warum es so aussieht. Aber das ist glaube ich eher ein Problem von Vereinen insgesamt.

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Re: FKK-Trend rückläufig?

Beitrag von Aria » Mi 14. Aug 2019, 18:46

Eule hat geschrieben:Aria vertritt die Meinung von einem gesellschaftlichen Wandel. Ich hingegen spreche nur vom Ende einer Modewelle.
Erstens: Modewellen wechseln sehr schnell, mit der FKK-Bewegung geht es aber schon seit min. 30 Jahren bergab.

Zweitens: Nicht nur ich rede vom gesellschaftlichen Wandel, der DFK denkt inzwischen auch so - siehe Zitat, das ich hier gebracht habe. Auch die Süddeutsche (gedruckte Ausgabe) brachte das heute auf der ersten Seite – Zitat: „Was bleibt vom Sommer ´69? Die Hippie-Bewegung erwuchs aus der Ekstase und dem Schlamm des Woodstock-Festivals. 50 Jahre später weht der Zeitgeist in eine andere Richtung.“

Und drittens: FKK war in den 1920er und 1970er Jahren in allen gesellschaftlichen Schichten anerkannt als gleichberechtigte Freizeitgestaltung neben den anderen, denn niemand, außer natürlich die Kirchenoberen und die davon beeinflussten Ewiggestrigen, hatte damals etwas dagegen gehabt. Das kannst du in jedem Buch nachlesen, das sich mit der FKK-Geschichte beschäftigt.

 
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Re: FKK-Trend rückläufig?

Beitrag von Eule » Fr 16. Aug 2019, 15:33

Aria
Modewellen haben sehr unterschiedliche Verfallzeiten. Mal sind diese kurz, mal lang. Nur aufgrund eines Zeitverlaufes kann nicht zwischen einem gesellschaftlichen Wandel und einer Modewelle unterschieden werden.

Ob der DFK oder andere Personen und Institutionen etwas einem Zeitgeist zuordnen, spielt bei der Frage des gesellschaftlichen Wandels keine Rolle. Der Zeitgeist ist ehr einer Modewelle zuzuordnen als einem gesellschaftlichen Wandel.

Auf den von mir benannten Sachverhalt:
Um von einem gesellschaftlichen Wandel sprechen zu können, müsste die FKK in der Gesamtgesellschaft verankert gewesen sein.
bist du nicht eingegangen. Aber zu einem gesellschaftlichen Wandel gehört nach meiner Ansicht zwingend die Verankerung des bestreffenden Gegenstandes in der Gesamtgesellschaft.

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Re: FKK-Trend rückläufig?

Beitrag von Aria » Fr 16. Aug 2019, 18:38

Nacktheit ist wegen der Verbindung mit Sex nach wie vor nicht gesellschaftsfähig. Und weil dem so ist, ist auch FKK nicht gesellschaftsfähig. Aber der Umgang der Mehrheitsgesellschaft mit der Nacktheit und Sex änderte sich in den letzten 100 Jahren 2 Mal: In den 1920er und 1970er Jahren. In den genannten Jahrzehnten wehte der Zeitgeist in die Richtung Liberalität, davor, dazwischen und danach in die entgegengesetzte Richtung. Das war keine Mode, das war eine sexuelle Revolution - bis die Kontrarevolution wieder beinahe alles zunichtemachte.

Das ist der Stand heute und wir können nur warten, bis eine neue Generation heranwächst, die der vielen Gebote und Verbote überdrüssig wird und wieder mit frischer Luft den Muff der letzten Jahrzehnte wegfegt.

 
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Re: FKK-Trend rückläufig?

Beitrag von tommy08 » Fr 16. Aug 2019, 21:33

Delfin hat geschrieben:Ich erlebe es eigentlich nicht so, dass FKK rückläufig ist. Eher im Gegenteil. Es gibt immer mehr junge Paare und Familien die das machen.
Sogar die Altersgruppe "Teens" ist langsam wieder mehr vertreten.


Teens am FKK? Wäre mir neu. Wo soll denn das sein? Klar gibt es Teens am FKK, aber ausschließlich in Badekleidung (oder noch mehr Kleidung darüber) - und gaffend und rumnörgelnd ("Schämen sie sich nicht?").

 
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Re: FKK-Trend rückläufig?

Beitrag von Eule » Sa 17. Aug 2019, 11:54

@ Aria
Nacktheit ist wegen der Verbindung mit Sex nach wie vor nicht gesellschaftsfähig.
Gegen diese unzulässige Vereinfachung musst du sofort angehen und diese nicht als so gegeben akzeptieren.
Und weil dem so ist, ist auch FKK nicht gesellschaftsfähig.
Mir ist es nicht bekannt, dass FKK nicht gesellschaftsfähig ist. FKK ist eine Haltung, die jedoch von einer kleinen Gruppe der Bevölkerung ausgeübt wird.

Werfe deine bürgerliche und konservativ kirchliche Erziehungshaltung in Bezug auf die Aussage, dass die Nacktheit stets in Verbindung mit der Sexualität zu sehen sei, auf den Müllhaufen der Geschichte. Die Nacktheit und die Sexualität sind zwei unterschiedliche Gegenstände und als solche auch zu betrachten und zu bewerten.

Aber der Umgang der Mehrheitsgesellschaft mit der Nacktheit und Sex änderte sich in den letzten 100 Jahren 2 Mal: In den 1920er und 1970er Jahren.
Das kann man so sehen, wenn man die Problemlage nur oberflächlich betrachtet. Wenn du dir die Kontroversen in der Kunstgeschichte bezüglich der Nacktheit ansiehst, wirst du diesen deinen Blick erweitern.
In den genannten Jahrzehnten wehte der Zeitgeist in die Richtung Liberalität, davor, dazwischen und danach in die entgegengesetzte Richtung. Das war keine Mode, das war eine sexuelle Revolution - bis die Kontrarevolution wieder beinahe alles zunichtemachte.
Im Gegensatz zu dir sehe ich keine Konterrevolution. Der alte Moralbegriff hat sich immer wieder neu durchgesetzt und eine Liberalisierung ist insofern dauerhaft eingetreten, da der alte konservative Moralbegriff sich nach jeder Welle der Liberalisierung in einem Teil der Bevölkerung nicht wieder herstellte. Wir leben heute in einer Situation, in der sich der Moralbegriff weiter liberalisieren und dem Stand der Wissenschaft anpassen kann. Bezüglich der Nacktheit als solches, also dem Nudismus, kann ich noch keine Bereitschaft zur Liberalisierung in der allgemeinen Bevölkerung erkennen. Da herrschen noch die alten Ängste und Vorurteile.

Das ist der Stand heute und wir können nur warten, bis eine neue Generation heranwächst, die der vielen Gebote und Verbote überdrüssig wird und wieder mit frischer Luft den Muff der letzten Jahrzehnte wegfegt.
Nein, wir dürfen nicht nur warten und auf die nächste Generation hoffen. Wir müssen hier und heute die thematische Auseinandersetzung führen und mit unseren Argumenten überzeugen bzw. die gegenteilige Haltung erschüttern.

 
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Re: FKK-Trend rückläufig?

Beitrag von tommy08 » Sa 17. Aug 2019, 20:31

Eule hat geschrieben:Bezüglich der Nacktheit als solches, also dem Nudismus, kann ich noch keine Bereitschaft zur Liberalisierung in der allgemeinen Bevölkerung erkennen. Da herrschen noch die alten Ängste und Vorurteile.


Es herrschen nicht nur die alten Ängste und Vorurteile, sondern auch neue: Das Fotohandy zum Beispiel.

Auch sollte man die Frage stellen, warum Ängste und Vorurteile schon mal nahezu verschwunden waren. Ich denke da an die DDR der 80er Jahre, als FKK die Normalität und Textil etwas für prüde Außenseiter war. Wenn unser Jugendclub oder unsere Seminargruppe am Badesee war, badeten 80% nackt, Männlein und Weiblein. Die Badehosenträger wurden belächelt und schämten sich. Heute unvorstellbar, da würde sich keiner ausziehen.

 
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Re: FKK-Trend rückläufig?

Beitrag von PundV » So 18. Aug 2019, 00:24

tommy08 hat geschrieben:
Teens am FKK? Wäre mir neu. Wo soll denn das sein? Klar gibt es Teens am FKK, aber ausschließlich in Badekleidung (oder noch mehr Kleidung darüber) - und gaffend und rumnörgelnd ("Schämen sie sich nicht?").


Ich habe viele gesehen: nackt, ohne Badekleidung, ohne Nörgelei.

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