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Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von guenni » Fr 12. Jan 2018, 11:32

Eine Volkswirtschaft planen zu können ist illusorisch. Fehlende Leistungsanreize bzw. Gewinnorientierung führen zu Ineffizienz.

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Campingliesel » Fr 12. Jan 2018, 12:46

Zett hat geschrieben:
Aria hat geschrieben:In der DDR dagegen hat man z.B. Grundnahrungsmittel und Strom langfristig subventioniert, um mit den niedrigen Preisen die Bevölkerung ruhig zu halten und propagandistisch auszuschlachten, sprich die Überlegenheit der sozialistischen Planwirtschaft zu demonstrieren. Dass dabei die Investitionen in Infrastruktur, Gebäude, Technik, Forschung, etc. vernachlässigt werden mussten, liegt auf der Hand.
Das ist logisch und inhaltlich falsch. Eine staatliche Planwirtschaft hat im Gegenteil viel mehr Freiheit, in Infrastruktur, Gebäude, Technik, Forschung - oder wo auch immer - zu investieren als eine auf Profit angewiesene Wirtschaft. Die Planwirtschaft kann frei entscheiden, wo sie investiert. Es stehen keine Aktionäre dahinter, die schnellen Gewinn fordern.
Dass in der DDR so wenig investiert wurde, lag nicht an der Planwirtschaft, sondern am Fehlen von Geld, u.a. weil unser großer "Bruder", die Sowjetunion, bis zum letzten Tag kräftig Reperationszahlungen in Form von Devisen und Gütern eintrieb, ein Marschallplan mit negativem Vorzeichen sozusagen.


Es gab aber noch nie eine solche Planwirtwirtschaft, wo man eine erfolgreichere Infrastruktur, Modernisierung für Gebäude, Technik, Forschung, gesehen hat, als bei einer Marktwirtschaft. auch ohne dem Einfluß der Udssr nicht. Die Planwirtschaft kann zwar frei entscheiden, aber sie kennt den tatsächlichen Bedarf nicht und läßt keine Freiheit zur Kreativität zu.

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Bummler » Fr 12. Jan 2018, 15:18

Also ich will ja nicht als Meckerer dastehen, aber wenn ich jetzt mal nur so aus Spaß den Finanztransfer aus dem Westen in den Osten Deutschlands wegdenke, dann würde hier wohl alles kontrolliert verwildern.
Die "Marktwirtschaft" nimmt den Osten als Markt und solange (dank Soli, Förder- und EU-Geld und dergleichen) noch Geld zu verdienen ist, ist der Osten auch interessant. Falls nicht mehr, dann gnade Gott.
Dann passiert hier gar nichts mehr, dann können wir Safran anbauen und Windmühlen und Wölfe züchten.

Deswegen krakeelen die ostdeutschen Ministerpräsidenten auch lauthals nach einem neuen Solidarpakt ab 2019, obwohl ja nun die "Marktwirtschaft" im Osten schon ein viertel Jahrhundert eingeführt ist. Wenn ich da mal die Zeitspanne der DDR von 1949 bis 1974 betrachte, dann tut das schon weh. Immerhin hat die DDR seinerzeit eine komplette Schwerindustrie aufgebaut, Stahlwerke, Kraftwerke, die ganzen Kombinate mit Millionen Arbeitsplätzen. Die Frauen mussten mit ran, wegen dem Fachkräftemangel, was ja auch irgendwie ganz gut gelungen ist.

Aber genug davon, das ist alles Schnee von gestern, wir sollten hier im Rückblick auch nichts verklären.

Fakt ist jedenfalls auch, das die "Marktwirtschaft" gnadenlos sein kann, wie das Beispiel Siemens wieder belegt. Und infrastrukturell eben an ländlichen Gebieten desinteressiert ist, wie die Beispiele Internet und Mobilfunk oder die Bahn zeigen. Ohne politische Steuerung geht also gar nichts. Das ist dann zwar keine Planwirtschaft, aber eben doch eine politische Einflussnahme, ohne die auch die Energiewende nicht gelingen wird!

Überhaupt die Energiewende und die Marktwirtschaft, ein Kapitel für sich. Nur mal ein Beispiel: Ich habe vor zwei Jahren einen Kühlschrank gekauft mit A+++, also das Beste was es damals gab. Das Ding kostete 850 Euro, aber ich hätte auch einen mit A+ für 280 Euro haben können. So kann die Energiewende nicht gelingen, wenn die Hersteller nicht die veralteten Geräte vom Markt nehmen. Denen ist das mit dem Klima egal. Das ist nicht gut.

Wobei es natürlich auch Regionen gibt, die sich über den Klimawandel nicht ärgern, z.B. Grönland. Da gibt es jetzt nicht nur immer mehr Acker- und Weideland, sondern auch die vorhandenen Bodenschätze werden jetzt attraktiv und es ist abzusehen das Grönland vom Klimawandel wirtschaftlich profitiert. Stand gestern in der Süddeutschen. Die verkaufen schon Konzessionen.

Vielleicht sollte man auch einfach die Realität des Klimawandels anerkennen und dann das Beste draus machen.

Ein schönes Wochenende allen.

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Zett » Fr 12. Jan 2018, 18:08

Bummler hat geschrieben:Vielleicht sollte man auch einfach die Realität des Klimawandels anerkennen und dann das Beste draus machen.
Wenn das stimmt, was dieser Superwissenschaftler im Rollstuhl (Hawkins oder wie er heißt) gesagt hat, dann ist die Erde in 600 Jahren ein glühender Feuerball, wenn die gegenwärtige Entwicklung so weitergeht. Klar können alle Generationen bis zum bitteren Ende immer nur das Beste für sich selber herausholen, nach dieser Devise: "Nach uns die Sintflut!" Auf den Osterinseln hat das ein kleiner Teil der Menschheit ja schon mal "gut" probiert. Jetzt machen wir es im Großen.

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Zett » Fr 12. Jan 2018, 18:14

Campingliesel hat geschrieben:Es gab aber noch nie eine solche Planwirtwirtschaft, wo man eine erfolgreichere Infrastruktur, Modernisierung für Gebäude, Technik, Forschung, gesehen hat, als bei einer Marktwirtschaft. auch ohne dem Einfluß der Udssr nicht. Die Planwirtschaft kann zwar frei entscheiden, aber sie kennt den tatsächlichen Bedarf nicht und läßt keine Freiheit zur Kreativität zu.
Na, dann schau mal nach China. Die machen gerade die westliche Marktwirtschaft platt.
Wieso soll eine Planwirtschaft weniger gut die Bedürfnisse analysieren können? Und wenn in der DDR Kreativität unterdrückt wurde, dann wegen dem Verfolgungswahn der Herrschenden und weil es eine Diktatur des Kremels war, nicht weil es eine Planwirtschaft war.

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Campingliesel » Fr 12. Jan 2018, 20:40

Zett hat geschrieben:
Campingliesel hat geschrieben:Es gab aber noch nie eine solche Planwirtwirtschaft, wo man eine erfolgreichere Infrastruktur, Modernisierung für Gebäude, Technik, Forschung, gesehen hat, als bei einer Marktwirtschaft. auch ohne dem Einfluß der Udssr nicht. Die Planwirtschaft kann zwar frei entscheiden, aber sie kennt den tatsächlichen Bedarf nicht und läßt keine Freiheit zur Kreativität zu.
Na, dann schau mal nach China. Die machen gerade die westliche Marktwirtschaft platt.
Wieso soll eine Planwirtschaft weniger gut die Bedürfnisse analysieren können? Und wenn in der DDR Kreativität unterdrückt wurde, dann wegen dem Verfolgungswahn der Herrschenden und weil es eine Diktatur des Kremels war, nicht weil es eine Planwirtschaft war.


Dann solltest du mal genau nachlesen, welches Wirtschaftssystem in China ist.

z.b. https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q= ... bcMFTtxPuM

oder noch etliche andere Beiträge in google.

Nur weil es sozialistische Marktwirtschaft heißt, ist es noch lange nicht mit dem Sozialismus der DDR vergleichbar.

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Zett » Sa 13. Jan 2018, 22:01

Es ist eine Planwirtschaft, in der Marktwirtschaft integriert ist. Außerdem wird der marktwirtschaftliche Anteil als Übergangslösung verstanden, dem eine Vollsozialistische Phase folgen soll. Es ist damit vor allem etwas völlig anderes als die Marktwirtschaft des Westens, die noch dazu zunehmend dem Attribut »soziale...« abschwört.

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von guenni » Sa 13. Jan 2018, 22:43

wenn es so sein sollte, eine chinesische traumtämzerei!

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Aria » Sa 13. Jan 2018, 23:04

Bummler hat geschrieben:Immerhin hat die DDR seinerzeit eine komplette Schwerindustrie aufgebaut, Stahlwerke, Kraftwerke, die ganzen Kombinate mit Millionen Arbeitsplätzen.
Das war aber falsch. In Ostdeutschland existierte auch vor dem Krieg keine Schwerindustrie, aber weil die Sowjetunion es vormachte, wofür damals Millionen des Hungers sterben mussten, hatte die DDR es nachgemacht, allerdings ohne Hungertote, die auch den Chinas „Großer Sprung nach vorn“ begleiteten.

Ohne Wissen und ohne ausgebildete Facharbeiter eine Schwerindustrie aufzubauen ist schwer. Dann erfolgte nach dem Vorbild der Sowjetunion auch noch die Zwangskollektivierung des Bauernlandes mit den sog. Neubauern, die keine Ahnung von der Landwirtschaft hatten und sich daher kaum selbst ernähren, geschweige denn Lebensmittel für die städtische Bevölkerung liefern konnten.

Das waren keine wirtschaftspolitische Entscheidungen, sondern nur politische: Alles sollte so sein, wie in der Sowjetunion. Und jetzt kommst du und willst uns diese Entscheidungen, die das Land wirtschaftlich bremsten, als Erfolg verkaufen.

Ich wiederhole: Ostdeutschland könnte heute so prosperieren wie Dänemark, wenn damals die richtigen Entscheidungen getroffen worden wären: Sich besinnen auf eigenen Stärken, wäre der bessere Weg gewesen. Aber ich gebe zu, die DDR-Führung war nicht ganz frei in ihren Entscheidungen, insofern gibt es da mildernde Umstände.

PS: Planwirtschaft benötigt sehr viele detaillierte Daten aus dem realen Leben. Selbst wenn diese da wären, gäbe es die Schwierigkeit, sie schnell genug zu verarbeiten, um die Produktion von Gütern zu steuern. Das mag für einige Produkte gelingen, aber nicht für Abertausende, die von Millionen Menschen benötigt werden. Das Kaufverhalten oder den Bedarf von so vielen Menschen vorauszusagen, ist nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich, selbst mit heutigen Computern nicht, geschweige denn damals, als man noch größtenteils per Hand rechnete.

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von guenni » Sa 13. Jan 2018, 23:29

dazu kommt, dass die ddr industrie in vielen fällen veraltet und somit außerhalb des rgw nicht wettbewerbsfähig war. nach der wende wurde das sehr schnell deutlich. einige firmenbesuche erinnerten mich eher an museumsbesuche. dass das die leute in ostdeutschland mit den damit verbundenen folgen verbittert ist verständlich.

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