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Aktmalerei vor 500 Jahren

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Re: Aktmalerei vor 500 Jahren

Beitrag von Eule » Do 1. Mär 2018, 18:14

@ Aria
Hast du so wenig Fantasie?
Mag sein. Ich kann diese Darstellung jedoch auch aus der Sicht eines Philosophen anders deuten, nämlich als ein Aufeinanderprallen des männlichen und weiblichen Prinzieps. Dann geht es nicht mehr um die Sexualität.
Dass der Strich den Boden darstellt, wird im diesem Bild deutlicher, wenn man sieht, was da an passender Stelle unter dem Hintern des Mannes hängt. :D
Ich kann da leider nichts erkennen. Wenn du da das männliche Genitaql erkennen willst, dann würde dieses gegen eine Darstellung der sexuellen Vereinigung sprechen. Es kann sich um eine unsaubera Ausprägung des Bodenbelages handeln, wenn du den Strich als Boden ansiehst. Der vordere stützende Arm ist aber eindeutig der Frau zugeordnet.

Wenn es sich um eine alte Münze handelt, die geschlagen wurde, dann sind Unsauberkeiten in der Ausprägung normal.

Ich habe keine Probleme damit, wenn du dieses Münzbild für die Darstellung eines Sexualaktes hältst. Wie gesagt, mir wäre es wichtig zu wissen, zu welchem Thema oder Anlass diese Münze geprägt wurde, um das Münzbild richtig einordnen zu können.

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Re: Aktmalerei vor 500 Jahren

Beitrag von Liberté 53 » Do 1. Mär 2018, 19:06

Eule hat geschrieben:@ Aria
Ich kann da leider nichts erkennen. Wenn du da das männliche Genital erkennen willst, dann würde dieses gegen eine Darstellung der sexuellen Vereinigung sprechen. Es kann sich um eine unsaubera Ausprägung des Bodenbelages handeln, wenn du den Strich als Boden ansiehst....


War auch mein Eindruck.
Außerdem, ohne mich mit den ersten drei Seiten beschäftigt zu haben, würde ja das Thema als solches - Aktmalerei zur Hoch-Zeit des katholischen Einflusses - gegen Arias Lieblingsthese sprechen, dass die Kirche Schuld an der Prüderie ist. Es gab und gibt immer Menschen, die prüde, weniger prüde oder gar nicht prüde sind- das mag anerzogen oder angeboren sein, ist aber aber sicher nicht Ausfluss der jüdisch-christlichen Religion.
Wenn die Kirche sich in das menschliche Verhalten eingemischt hat, was ich ich nicht bestreite, dann ging es genau wie heute um die Deutungshoheit und damit um die Macht. Wer anderen Vorschriften machen kann, hat diese Macht. Wer sich diesen Vorschriften nicht beugt, gilt als Anarchist und ist den Mächtigen ein Stachel im Fleisch.

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Re: Aktmalerei vor 500 Jahren

Beitrag von Aria » Do 1. Mär 2018, 20:10

Eule hat geschrieben:Ich kann da leider nichts erkennen. Wenn du da das männliche Genitaql erkennen willst, dann würde dieses gegen eine Darstellung der sexuellen Vereinigung sprechen. Es kann sich um eine unsaubera Ausprägung des Bodenbelages handeln, wenn du den Strich als Boden ansiehst. Der vordere stützende Arm ist aber eindeutig der Frau zugeordnet.

Wenn es sich um eine alte Münze handelt, die geschlagen wurde, dann sind Unsauberkeiten in der Ausprägung normal.
Du kannst da nichts erkennen?

Man sieht an den von mir geposteten Bildern (am Fr 23. Feb 2018 und am Mi 28. Feb 2018), dass es sich um 2 verschiedene Exemplare der Medaille handelt, trotzdem ist bei beiden das Gleiche zu sehen – also sind Mutmaßungen über die Unsauberkeit der Prägung oder Ähnlichem hier nicht angebracht.

Und wenn das, was an passender Stelle unter dem Hintern des Mannes hängt, für dich keine Hoden sind, dann würde ich gerne wissen, was du da siehst?

Und weil du, Liberté 53, der gleichen Meinung wie Eule bist, geht diese Frage auch an dich.

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Re: Aktmalerei vor 500 Jahren

Beitrag von Liberté 53 » Do 1. Mär 2018, 20:57

@Aria: Deine Frage kann ich nicht beantworten. Ich würde Dir empfehlen, die dargestellte Szene mit geeigneter Person nachzustellen, wenn man so gelenkig ist. Ich bezeifle, dass die Abbildung einen Realitätsanspruch erhebt.
Ich habe das Foto kopiert und vergrößert, kann die Gliedmaßen aber nicht eindeutig zuordnen.
Im übrigen spricht weder die auf der Vorderseite abgebildete Person noch der Spruch
(https://www.metmuseum.org/art/collectio ... &pos=1 in englischer Übersetzung) für die behauptete erotische Darstellung. Alles nur Kopfkino?

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Re: Aktmalerei vor 500 Jahren

Beitrag von Liberté 53 » Do 1. Mär 2018, 21:08

Was die Medaille illustrieren soll ist sicher keine erotische Szene:
https://books.google.lu/books?id=ANC8Cw ... seri+(1491–1565),&source=bl&ots=nHrf8NAzhP&sig=Zz6YF3UaXN3LHvZWs38-FUhei5c&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwioteSE58vZAhWHxxQKHUmoA5UQ6AEIVjAJ#v=onepage&q=Marcantonio%20Passeri%20(1491%E2%80%931565)%2C&f=false

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Re: Aktmalerei vor 500 Jahren

Beitrag von Liberté 53 » Do 1. Mär 2018, 21:24

Lies mal das Buch bzw. die Fundstelle, wie man diese Szene interpretierte:
2 zusammengewachsene Leiber, die auseinander streben.....
https://books.google.lu/books?id=cwtcAA ... uR&f=false

oder 1 Mann mit vier Armen...
https://books.google.lu/books?id=gYA9AQ ... uR&f=false

Die Vorstellungskraft ist unbegrenzt, lassen wir Aria die Ihre :lol:

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Re: Aktmalerei vor 500 Jahren

Beitrag von Aria » Do 1. Mär 2018, 21:42

Ich kenne diese Erklärung, Liberté 53, die allerdings nur in der Nähe meiner ist: "Marcantonio Passeri (1491-1564), Professor of philosophy and medicine at Padua university, bronze medal by Cavino, bust right, rev., a figure formed of a male and female fused together. (…) The reverse depicts the perfect human being, with both male and female anatomical parts, as described by Aristophanes in Plato's Symposium."

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Re: Aktmalerei vor 500 Jahren

Beitrag von Liberté 53 » Do 1. Mär 2018, 21:55

Schön.
Aber sie ist eben nicht in der Nähe Deiner. Es ist ein ganz anderer Ansatz, eben die Verschmelzung von Mann und Frau zu einem Wesen, das androgyne Wesen, ganz ohne Sex.

 
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Re: Aktmalerei vor 500 Jahren

Beitrag von Eule » Fr 2. Mär 2018, 19:41

@ Aria
Es mag mir ja wirklich an Phantasie fehlen. Aber dennoch vermag ich aus dem ersten Münzbild keine Abbildung des männlichen Hodens erkennen. Denn dieser wäre in einer "Brückenlage" nicht sichtbar. Aber es steht dir ja frei, dieses so zu sehen und zu deuten.

Auch der Umstand, dass du da zwei unterschiedliche Münzen zeigst, ändert nichts an meiner Aussage, weil die Abbildung bei beiden Münzen unterschiedlich ist. Präge- und Stempelfehler treten bei einem abgenutzten Stempel auf und auch damals gab es unterschiedliche Prägestempel, so dass Fehler wirklich häufiger auftreten können und auftraten. Wie schon gesdagt, ich habe kein Problem damit, wenn du diese Münzbilder so deutest, Nur ich für mich, ich kann deiner Deutung nicht folgen. Ist ja auch ok so. :D

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Re: Aktmalerei vor 500 Jahren

Beitrag von Aria » Sa 3. Mär 2018, 16:23

Eule hat geschrieben:Auch der Umstand, dass du da zwei unterschiedliche Münzen zeigst, ändert nichts an meiner Aussage, weil die Abbildung bei beiden Münzen unterschiedlich ist. Präge- und Stempelfehler treten bei einem abgenutzten Stempel auf und auch damals gab es unterschiedliche Prägestempel, so dass Fehler wirklich häufiger auftreten können und auftraten.
Ja, Fehler können auftreten, aber die Wahrscheinlichkeit, dass sie bei 2 Prägestempeln an der gleiche Stelle auftreten, ist äußerst gering. Deswegen kann das Corpus Delicti, um das es hier geht, kaum ein Fehler sein, sondern ein Detail, das der Künstler bewusst platzierte.

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