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Harzkurier - Harzer Naturistenstieg

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Re: Harzkurier - Harzer Naturistenstieg

Beitrag von FreshAndFree » Do 23. Jul 2026, 15:53

spannende Idee.

Allerdings sollte man vorher mit dem Forstbetrieb (das Forsthaus ist ja direkt an der Strecke, aber vielleicht doch besser anrufen) klären, ob sie die Genehmigung erteilen. Möglicherweise reicht nicht mal eine Genehmigung, sondern es muss ein Auftrag sein, damit Rechtsgültigkeit nachgewiesen werden kann. Letztendlich darf man in fremden Wäldern nicht mal einen Zweig abbrechen. Und es ist sehr wahrscheinlich, dass die Forstschneisen, die einst der N-Weg waren, nun der Natur "zurück gegeben" werden sollen, sprich man will dass es dort verwildert und überwuchert.

Weiterhin interessiert mich eigentlich auch, was hinter der Aussage der Ortsbürgermeisterin von Wippra steckt, dass man nicht nackt über die Staumauer gehen darf. Ist Wippra hier eigentlich noch zuständig, oder liegt dieses Gebiet gar nicht mehr in deren Stadtteil? Dann wäre ja der Oberbürgermeister der Stadt Sangerhausen zu befragen. Wobei die jeweiligen Gemeindesatzungen können ja auch beide kennen. Oder liegt es daran, dass speziell die Staumauer der Wasserwirtschaft von Sachsen-Anhalt gehört? Entsprechend ergibt sich, an welchen konkreten Orten man sich nackt mit den Forstbeamten unterhalten kann bzw. nicht darf. (Immerhin las man im hiesigen Forum, dass auch in Undeloh ein Verlassen des Weges ausdrücklich unerwünscht ist, vulgo verboten ist, wobei man dort viel ortsnäher unterwegs ist)

 
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Re: Harzkurier - Harzer Naturistenstieg

Beitrag von Konrad R. » Do 23. Jul 2026, 16:43

Oh oh, Bedenken über Bedenken, bevor überhaupt abzusehen ist, dass genügend Leute Interesse an so einer Aktion haben.
Wenn ja, ist sicher alles Weitere mit dem Forstbetrieb klärbar.
Das nackte Betreten der Staumauer war von der Bürgermeiserin wohl so nicht gemeint, sondern die Tatsache, dass manche Leute ihre Wanderung bereits ab dem Parkplatz an der Staumauer unerwünschter Weise nackt begonnen haben. Diese ist von dem Naturistenstieg einige hundert Meter entfernt.

 
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Re: Harzkurier - Harzer Naturistenstieg

Beitrag von Trixi » Do 23. Jul 2026, 19:15

Konrad R. hat geschrieben:Oh oh, Bedenken über Bedenken, bevor überhaupt abzusehen ist, dass genügend Leute Interesse an so einer Aktion haben.

Vielleicht bringt der Artikel etwas "Leben in die Bude" und Wanderfreunde oder Vereine nehmen sich der Sache an.

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Re: Harzkurier - Harzer Naturistenstieg

Beitrag von NaturKraxler » Do 23. Jul 2026, 21:04

Konrad R. hat geschrieben:Bleibt abzuwarten, ob der aktuelle Zeitungsartikel etwas bewirkt.

Der Artikel ist erstaunlich umfangreich und beleuchtet diese ("ehemalige") Institution Harzer Naturistenstieg umfassend - auch ist das KI-generierte Titelbild eine schöne Werbebotschaft. :)
Der Autorin könnte hier ein erhöhtes Interesse an der Sache zugesprochen werden - und damit ist auf jeden Fall die Problematik "Pflegerückstand und Streckenprobleme" in der lokalen Presse bzw. Umgebung sichtbar gemacht. An das reine "Füllen eines journalistischen Sommerlochs" (Fotos aus dem Winterhalbjahr) möchte ich nicht ganz glauben...
Wie bereits von Mehreren aufgezeigt, müßte eine "ausführende Wirkung" in erster Line von lokalen Institutionen ausgehen, wobei natürlich der reine Selbstzweck einer gewissen Motivation, z.B. etwas für Bevölkerung und Tourismus zu schaffen, untergeordnet ist. Außerdem hilft es, wenn der Grundeigentümer darin keinen Nachteil sieht (Benehmen der Besucher, keine Vermüllung, etc.).

Konrad R. hat geschrieben:Ehrenamtliches Engagement muß ja nicht nur von Ortsansässigen kommen. ... Wie wäre es mit einem nackten "Aufräumevent" oder auch mehrere.

:lol: Hier mußte ich schmunzeln - denn diese Idee ist nicht "neu". Warum erläutere ich euch gleich an (m)einem Beispiel.
Zuerst verlinke ich beispielhaft drei (textile) Adressen (aus "Bayern"), die als Quelle für mögliche Anfragen zu verstehen sind, ob es Vergleichbares auch im Harz, oder wenn interessiert, in eurer Umgebung gibt. Eine Zusammenarbeit mit "dem Staatsforst" ist dabei oft elementar:
- Aktion Schutzwald (DAV)
- Bergwaldprojekt (Verein)
- Schutzgemeinschaft Deutscher Wald

Dann komme ich zu (m)einem nackten(!) Beispiel:
Es betrifft die Idee, eine Nacktwander-Möglichkeit "Kaltenbachteiche" fernab von Harz und Heide bei "Out of Rosenheim" zu initiieren.
Mit der publizierenden Beschreibung und der umfassenderen Erkundung ist mir am Südufer des östlichen Teichs (vgl. OSM) eine alte, aufgegebene Spur aufgefallen, die mitunter aufgrund von umgestürzten Bäumen zunehmend von der Natur vereinnahmt wurde. Nun, anstatt irgendwo nackt herum zu spazieren, habe ich an mehreren Tagen im verg. Jahr dort etappenweise - und nackt(!) - mit der Handsäge etwas aufgeräumt, so dass zumindest in der vegetationsarmen Zeit diese Spur wieder als "Trampelpfad" (barfuß) zu begehen ist. Er ist natürlich nicht "kinderwagentauglich" bzw. "rollatorgerecht", die großen Stämme sind zu überkraxeln... Meine "Hoffnung" besteht darin, dass mit der Zeit dieser Pfad wieder deutlicher ausgetreten wird - und dann vielleicht auch die Stämme durchschnitten werden...

Der Harzer Naturistenstieg ist durch das weitläufigere Gelände natürlich eine andere Klasse, doch "Kleinigkeiten" lassen sich durch etwas Eigeninitiative - das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden - sicher auch in eurer Wohn-Umgebung beseitigen. Mit der Zeit wird ein (noch nicht zu stark verfallener) Pfad zunehmend (naturnah) begehbar - und quasi euer ganz persönlicher "Nacktwanderweg" (es liegt an euch, den Zugangsbereich nicht "aufzuräumen" und so die textilen Begegnungen außen vor zu halten).
In gewisser Weise ist es so etwas wie eine Patenschaft, die sich wohnortnah durchaus als Ort der Entspannung und Freude "lohnen"' kann.
Einen von mir eher lange Zeit unbeachteten Berg in Tagesausflug-Distanz näher erkundend, habe ich dieses Frühjahr zufällig einen (alten) Steig entdeckt, der von einem Einheimischen während der letzten Jahre in durchaus liebevoller Arbeit wieder hergerichtet wurde. Bei einer selbstgezimmerten Rastbank mit viel Aussicht gibt es ein "Steigbuch", aus dem etwas die "Arbeitsfrequenz" und die seltene Begehungshäufigkeit anderer Bergwanderer hervor geht - ich war dort natürlich nackt unterwegs und habe ihm dies darin ergänzend zu meinem Dank auch so mitgeteilt... ;)

Zurück zum Thema: Der Harzer Naturistenstieg ist also noch nicht "verloren", er benötigt "lediglich" (lokale) Initiative, die (nackte) Gemeinschaft zum "Aufräumen" zu mobilisieren, ergänzende Unterstützung von Eigentümer und Institutionen zu organisieren, und - solange die Natur nicht allzu sehr "wütet" - eine jährliche Unterhaltungskontrolle.
Auch Begeher dieser "fast vergessenen Strecke" können "im Vorbeigehen" einen kleinen Betrag des Aufräumens leisten, z.B. eine Klappsäge im Rucksack dabei haben und "als Gegenleistung" nebenbei herein hängende Äste entfernen (Schlauberger kommen nun ganz sicher mit dem Argument der Sachbeschädigung...). Wenn dies entsprechend häufig gemacht wird, "pflegt" sich der Harzer Naturistenstieg quasi selbst. 8-)

 
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Re: Harzkurier - Harzer Naturistenstieg

Beitrag von Trixi » Fr 24. Jul 2026, 11:34

NaturKraxler hat geschrieben:Zurück zum Thema: Der Harzer Naturistenstieg ist also noch nicht "verloren", er benötigt "lediglich" (lokale) Initiative, die (nackte) Gemeinschaft zum "Aufräumen" zu mobilisieren, ergänzende Unterstützung von Eigentümer und Institutionen zu organisieren, und - solange die Natur nicht allzu sehr "wütet" - eine jährliche Unterhaltungskontrolle.
Auch Begeher dieser "fast vergessenen Strecke" können "im Vorbeigehen" einen kleinen Betrag des Aufräumens leisten, z.B. eine Klappsäge im Rucksack dabei haben und "als Gegenleistung" nebenbei herein hängende Äste entfernen. Wenn dies entsprechend häufig gemacht wird, "pflegt" sich der Harzer Naturistenstieg quasi selbst. 8-)


Ein sehr gutes Fazit. Dem kann ich nur zustimmen.

 
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Re: Harzkurier - Harzer Naturistenstieg

Beitrag von FreshAndFree » Fr 24. Jul 2026, 14:19

bzgl des Bildes stimme ich @Bingo zu. Und siehe da. Die aktuelle Fassung unter https://www.harzkurier.de/niedersachsen ... recke.html hat ein neues Bild. Ein nackter Hintern, total unscharf, was ein Fotograf!

zur Frage, was man dort darf, Staumauer, etc. Hat die Zeitung gestern Abend einen neuen Artikel geschrieben. https://www.harzkurier.de/niedersachsen ... nicht.html . Leider wieder gesperrt. Vielleicht kann den nochmal jemand sichtbar machen?

Der erste Artikel selbst wäre es Wert, mal Satz für Satz intensiv zerlegt zu werden. Gleich am Anfang liest man nur "soll, soll, soll, ..." also Hypothesen über die Veränderung des Weges über die Jahre. Und dass sich niemand dort erinnern kann, dass der Weg jemals anders war als heute. Auch die Ortsbürgermeisterin nicht. u.a. "Verbesserungsvorschläge, wie Waldamsel sie eigenen Angaben zufolge an die Gemeinde übermittelt hat, seien bei ihr ebenso wenig angekommen". Dagegen schreibt Waldamsel (der bearbeitet die OSM an dieser Stelle) in der OSM Historie: "In Absprache mit einem Mitglied des Ortschaftsrates Wippra sollen die südliche Schleifen bis Silberbornhütte aufgrund des Zustandes der Wege entfallen". So, Frau Bürgermeisterin. Da fehlt etwas die Kontrolle über den Laden.

Leider gelang es mir nicht ein Werkzeug zu finden, welches alte Stände der OSM rendern kann. Das gab es wohl, wurde aber weggeworfen. Weiß jemand mehr? siehe https://www.openstreetmap.org/relation/1709747/history

@Arno Nühm: "Also auf Waymarkedtrails ist schon einiges eingezeichnet ..." (als Antwort auf meine Bemerkung, dass es da kaum Wanderwege gibt). Meine OSM App zeigt dasselbe wie Waymarked Trails. Und demnach gibt es den Rundwanderweg unmittelbar am Seeufer unter Vermeidung jeglicher Anstiege in den Wald, weder nördlich, noch südlich. Dann gibt es den Luther-Weg, ein Fernwanderweg, der das Gebiet auf schnellste und einfachste Weise passiert auf der Forststraße am Nordufer. Und zuletzt die Wege des Harzvereins, die alle auch als Fernverbindungswege ein Netz im Harz spannen. Sie dienen auch nur dazu dieses Gebiet auf schnellste und einfachste Weise zu queren. Und zuletzt noch der "Verbindungsweg Dankerode Wippra", der die bereits erwähnten Abschnitte nutzt, jedoch nicht einmal vollständig durchgehend markiert zu sein scheint. Außer dem N-Weg gibt es keine Rundwege abseits des Seeufers.

Und wenn jetzt jemand meint, ich würde die Gegend nicht kennen: ich bin 2023 mit Kenntnis der damaligen OSM in dem Gebiet gewandert. Mit Zeltgepäck, wie die Frau auf dem KI-Bild. Nach Busanfahrt von Ortsmitte Wippra. Ab Rückhaltebecken am Südufer der Wipper nackt, schräg rauf zum Weiher mit der Schutzhütte. Ab dort auf dem N-Weg (der eigentlich sich als Netzwerk darstellte), jedoch meist per OSM App und GPS, weil Markierungen, na ja. Laut Trackaufzeichnung, heute nochmal nachgeschaut, auch mal in Schneisen umgekehrt, wahrscheinlich weil nicht passierbar. Im Bogen Richtung Staumauer an der Ostseite des Sees auf dem N-Weg und diesem am Seeufer folgenden Richtung Westen. Dabei auch die versteckte Badestelle mit Anglerhütte genutzt. Weiter südlich des Flusses bleibend den N-Weg verlassend an der Westflanke leicht aufsteigend, und dann durch ein Gestrüppfeld zickzack zum Fluss, um diesen Richtung Dankerode zu queren. Dort gezeltet. Am zweiten Tag in südlicher Richtung das N-Gebiet gequert und an der Straße vom Forsthaus entlang (ging auch nackt, die Fahrzeuge fahren dort mit Höllentempo und Staubwirbel) und schließlich weiter bis Sangerhausen. Von dort mit dem Zug weiter. 20 bzw. ca 30 km pro Tag mit Zeltgepäck.

Würde ich den Weg als Wanderweg empfehlen? Das ist nix anderes als in jedem anderen abgelegenen Waldstück in Deutschland. Und da gebe ich wieder @Bingo recht, dafür muss man nicht 600 km anreisen. Na ja, ich habe mehr gemacht, weil es die Gelegenheit zum Campen gab, und man den Weg ja wenigstens einmal gesehen haben muss. Aber tatsächlich war der Weg im südlichen Bereich, oben auf der Höhe definitiv kein Premium-Wanderweg. In anderen Wäldern würden sich die meisten hier im Forum da nicht durch trauen. Viel Matschepampe, Gestrüpp, Äste. Ich gehe in meinem Heimatgebiet auch solche Wege, kein Thema. Anekdote: als ich einmal aus so einer Schneise auf einer befestigte Waldstraße traf, begegnete ich tatsächlich dem ersten Nacktwanderer. Dieser fragte mich nach der Beschaffenheit des Weges aus dem ich kam. Ich sah mir seine weißen Turnschuhe an und verwies dann auf meine Barfüße, die tief dunkelbraun mit verkrustetem Schlamm bedeckt waren. Ich war froh, dass meine Barfußschuhe im Rucksack steckten und nicht leiden mussten, wobei die auch hinterher einfach mit unter die Dusche kommen.

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Re: Harzkurier - Harzer Naturistenstieg

Beitrag von NaturKraxler » Fr 24. Jul 2026, 15:42

FreshAndFree hat geschrieben:...
Zur Frage, was man dort darf, Staumauer, etc. hat die Zeitung gestern Abend einen neuen Artikel geschrieben. https://www.harzkurier.de/niedersachsen ... nicht.html . Leider wieder gesperrt. Vielleicht kann den nochmal jemand sichtbar machen?
...

Dies scheint wohl jeder via der Startseite archive.today (webpage capture) ausführen zu können:

Naturismus im Harz
Nacktwandern im Harz: Was am Harzer Naturistenstieg erlaubt ist

Wippra. Beim Wandern an der Wippertalsperre begegnet eine Frau Nackten – und beschwert sich. Was rund um den Harzer Naturistenstieg wirklich gilt.
Von Katharina Franz, Redakteur (23.07.2026, 19:00 Uhr)

Eine Frau behauptet, dass eine Begegnung mit Nacktwanderern an der Wippertalsperre im Harz sie zutiefst erschreckt hat. ...
Quelle: https://archive.ph/ZylJN

Vgl. auch Kommentar(e) von "leb_das_leben_echt" bei HarzKurier@Insta

PS: Die Diskussion ist eröffnet... :P

 
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Re: Harzkurier - Harzer Naturistenstieg

Beitrag von FreshAndFree » Fr 24. Jul 2026, 16:09

danke für den Link

Die Bürgermeisterin wiederholt, dassman deren Karte kaufen soll, und ihr Mitarbeiter Römer sagt, die kannste knicken, weil die Wege längst unpassierbar sind. Vielleicht ist der sogar der Ortsvorstand mit dem Waldamsel sprach.

Aber was jetzt verboten ist und was nicht, ist jetzt eher noch widersprüchlicher

 
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Re: Harzkurier - Harzer Naturistenstieg

Beitrag von Trixi » Mo 27. Jul 2026, 12:12

FreshAndFree hat geschrieben: Es zeigt auch, dass an Bingos These was dran ist, dass jeder Wanderweg ein Nacktwanderweg ist.

Dann soll er doch mal den Lutherweg nackt wandern und quer durch Leipzig laufen. Bin mal gespannt wie das ausgeht.

FreshAndFree hat geschrieben:... dass jeder Wanderweg ein Nacktwanderweg ist.

Wunschdenken eines Utopisten. Völlig unrealistisch.

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Re: Harzkurier - Harzer Naturistenstieg

Beitrag von regenmacher » Mo 27. Jul 2026, 14:59

FreshAndFree hat geschrieben:jeder Wanderweg ein Nacktwanderweg ist.
Ganz sicherlich nicht jeder. Es sind - nach jetzigem Stand - Örtlichkeiten, Umstände und Anderes ist zu beachten, wenn jemand - ohne mit dem Ordnungsrecht in Konflikt zu geraten - nackt einen Weg wandern will. Vermutlich gibt es den einen oder den anderen, der dies bedauern wird, aber zur Wahrheit gehört es auch, dass man den "Bogen überspannen" kann und das dies dann aufgrund von Missverständnissen von zufälligen Passanten ganz, ganz falsch verstanden wird.

FreshAndFree hat geschrieben: Das beweist, dass letzterer [gemeint ist der - wie du es nennst - "historische" Naturistenstieg] tatsächlich nicht mehr attraktiv ist.
Ich kenne den aktuellen Verlauf der forstwirtschaftlichen Wege dort nicht mehr, aber der "historische" Naturistenstieg hat ja sogar seine, ihm von uns zugedachte eigentliche Rolle bereits erfüllt: Er sollte das Nacktwandern "ins öffentlich rechtliche TV", in die "anerkannte" Presse, "auf den Tisch" bringen. Überspitzt formuliert: Einfluss auf die öffentliche Meinung ausüben. Denn diese öffentliche Meinung steuert die Anwendung von §118 OwiG.
Das hat er auch geleistet. Bedenkt, dass zur damaligen Zeit selbst wohlgesinnte Personen ernsthaft befürchteten, fürs Nacktwandern irgendwie ins Gefängnis zu kommen. Da war es für den einen oder andern eine Überraschung, zu sehen, dass so etwas erlaubt sei.

Und es wäre gut, wenn die Bürgermeisterin von der Aktion nicht erfährt.
Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, dann hatte die Ortsbürgermeisterin von Wippra (ein - im Gegensatz zum Bürdermeister von Sangerhausen - unbezahltes Ehrenamt) die Nutzer sogar expliziet aufgefordert, bei der Erhaltung des Weges mitzuwirken. Hier würde ich also zum Gegenteil raten: Die Ortsbürgermeisterin sollte unbedingt expliziet darüber informiert werden.

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