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Strand-Fkk auf Teneriffa

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Re: Strand-Fkk auf Teneriffa

Beitrag von Hans H. » Mo 30. Okt 2017, 21:52

Nun, wie angekündigt, zum Thema der Nackt-Situation an der Playa de la Tejita.

Hier im Forum wird immer wieder diskutiert, ob CO gut oder schlecht für FKK insgesamt wäre. Da gab es schließlich Argumente, dass CO zum langsamen Verschwinden der FKK führen würde, weil in CO-Bereichen die Gäste in Badekleidung die Nackten mit der Zeit verdrängen würden. Dann gab es Argumente, in CO-Bereichen gäbe es zu oft (bzw. "ständig" hieß es auch) Gaffer, die durch ihre penetranten Blicke die Nacktbader erheblich stören würden.

Die Situation an der Playa de la Tejita und in beiden Buchten an der Punta de las Gaviotas beweist allerdings ganz klar, dass solche Zustände nicht durch CO ausgelöst werden. Ich zweifle ja nicht daran, dass es an den Seen, für die das so beschrieben wurde, so vorgekommen ist, aber wenn CO dies grundsätzlich auslösen würde, dann müsste davon doch irgend etwas an diesen beiden seit vielen Jahren für CO bekannten Stellen bemerkbar sein. Aber das totale Gegenteil ist der Fall. Daher gehe ich davon aus, dass die Ursachen für die beschriebenen Probleme andere sind. Beispielsweise haben wir ja die fast totale Verdrängung der FKK hier am Mönchwaldsee und vollständige Verdrängung am Nordufer des Raunheimer Sees auch erlebt, die hier ganz andere Ursachen hatte. Aber darüber hatte ich an anderer Stelle vor längerer Zeit berichtet.

FKK an der Playa de la Tejita (zur Punta de las Gaviotas noch später):
Der FKK-Bereich war vor 20 Jahren noch ganz begrenzt auf die kleine östliche Bucht am roten Felsen (Montaña roja). In 1999 gab es hin und wieder vereinzelte Nackte außerhalb dieser kleinen Bucht, aber nur auf den ersten 100 m von der Felszunge, die diese Bucht abtrennt. Der Bereich mit Nackten hat sich in den Folgejahren kontinuierlich verbreitert und erreichte irgendwann zwischen 2000 und 2010 fast das andere Ende des ca. 700 m langen Strandes. Dann kam irgendwann (das Jahr weiß ich jetzt nicht mehr) der Versuch des FKK-Verbotes durch die Gemeinde Granadilla außerhalb der ursprünglichen Bucht, das aber von lokalen Mitgliedern des Spanischen Naturistenverbandes erfolgreich abgewehrt wurde. Man hat dann auch in der Gemeinde das FKK-Interesse einer nicht so kleinen Touristengemeinschaft wahrgenommen und einen Nackt-Wettlauf in einer Runde an diesem Strand und auf den Wegen durch das Gelände dahinter veranstaltet. Der wurde leider nicht mehr wiederholt, u.a. wegen der schlechten Zusammenarbeit mit dem Naturistenverband, der noch sauer war wegen des Verbots-Versuchs nur zwei Jahre davor.

Aber seitdem war allen Insidern klar, dass Nacktbaden an dem ganzen Strand in voller Länge jetzt auch von den Behörden toleriert wurde. Polizeistreifen gibt es da regelmäßig wegen der häufigen Autoaufbrüche auf den Parkplätzen und verdächtiger "Elemente", die sich auch an Stränden herumtummeln. Aber spätestens seit dem Nacktlauf wird niemand mehr von Polizisten angesprochen, der weit weg von der ursprünglichen FKK-Bucht sich nackt aufhält (nicht nur am Strand, sondern auch recht weit in das Gelände dahinter Richtung Straße).

Die Nackt-Quote liegt an manchen Tagen bei 20% (Meistens Fr. und Sa., wenn viele neue Touristen angekommen sind) und an manchen Tagen bei 80%. Auf jeden Fall hat die durchschnittliche Nackt-Quote hier in den vergangenen fünf Jahren ganz deutlich zugenommen.

Am Wochenende und zu Feierabend sind sehr viele Einheimische dort und von denen ziehen sich inzwischen auch recht viele aus. Am Westende ist u.a. auf einer Mauer aufgesprüht, dass ein Hotelbau (Calcit hatte weiter vorn im Thread über den Plan berichtet) dort ein Paradies zerstört. Neugierig, zu lesen was dort stand, bin ich bis ganz ans Ende geschwommen und am Strand zurückgelaufen. Auf den letzten 200 m dort sind fast nie Nackte, wahrscheinlich weil dort eine kleine Siedlung angrenzt und vielleicht viele nicht FKK-ler dort wohnen. Dennoch wurde ich beim Vorbeilaufen keinesfalls irgendwie ungewöhnlich angeschaut. Man nimmt es einfach hin und toleriert es, auch wenn man an Familien mit Kindern vorbei läuft. Es ist eben auch dort an diesem Ende des Strandes einfach normal und wird nicht weiter beachtet.

Umgekehrt laufen viele bekleidete Gäste von der anderen Seite her zum östlichen Ende und zurück und man sieht an den Reaktionen immer wieder, dass einige nicht vorher wussten, dort zunehmend Nackte zu sehen. Das gilt ebenso für die wöchentlich erscheinenden neuen Gäste, die direkt vom östlichen Parkplatz aus an dieses Ende des Strandes kommen. Manche schauen dann einen Moment lang schon in die Runde, aber das ist kein penetrantes Gaffen, sondern das wirkt wie ein sich orientierendes Herumschauen, um zu sehen, ob man da bekleidet noch weitergehen kann. Ich habe auch solche Gespräche gehört wie: "Sieh dort, da sind auch Leute in Badekleidung, da können wir also auch weitergehen" (sowohl ein Mal auf Deutsch als auch ein anderes Mal ganz ähnlich auf Englisch).

Die Einheimischen kennen wohl nicht die sture deutsche Regel "Scannerblick nicht erlaubt". Die schauen einen, wenn sie am Strand entgegen kommen, durchaus von unten bis oben an, bevor sie einen Blick in die Augen wechseln. Aber auch das wirkt keineswegs penetrant, sondern wie ein flüchtiger Blick auf die Person als Ganzes, und das empfinde ich als normaler oder natürlicher, als so ein steifes "ja nur ins Gesicht schauen" und keineswegs an andere Stellen.

Man sieht an dem Strand alle denkbaren Kombinationen: Beide Partner unbekleidet; beide Partner bekleidet; Mann oHö (=ohne Höschen), Frau mit Badeanzug, mit Bikini oder oben ohne; Frau ganz ohne und Mann mit Badehose (immerhin 2 Mal so gesehen, nicht dieselben Personen); nicht nur verschiedengeschlechtliche Paare, und auch da unterschiedliche mit/ohne Kombinationen; bei Kindern dabei: kein, ein oder zwei Elternteile ganz ohne und Mädchen mal mit Bikini, mal oben ohne und auch manche ganz ohne (sowohl kleinere, als auch größere), bei Jungen auch beide Variationen gesehen, aber dieses Jahr bei den Gästen dort weniger mit typischer Altersabhängigkeit, die oft diskutiert wird.

Recht häufig haben Gäste, die zuerst in Badekleidung geblieben sind, sich nach einer Weile oder beim nächsten Besuch des Strandes dann auch ausgezogen. Also hatte CO klar die Wirkung auf einige, FKK auch auszuprobieren. Ein Gespräch habe ich mitbekommen, als die Kinder einer spanischen Familie, die in Badekleidung da war, schwimmen gehen wollten. Der Junge (noch etwas unterhalb des Pubertätsalters) wollte zuerst schwimmen gehen. Der Vater fragte, ob er die Badehose ausziehen wolle, wie es hier viele andere tun, denn dann wird die Badehose nicht naß. Die Antwort war "claro". Und das etwas ältere Mädchen sagte lachend "ich auch" und hatte blitzschnell den Badeanzug abgelegt. Während beide in der Brandung tobten, zog sich der Vater dann auch noch die Badehose aus.

Ähnliche Beobachtungen hatte ich ja bereits früher gemacht und immer ist es genau das Gegenteil dessen, was angeblich nach der Meinung Einiger hier im Forum CO bewirken soll, nämlich hier fördert es erst einmal den gemeinsamen Besuch des Strandes vieler Familien, deren Mitglieder sich zum Teil ausziehen wollen und zum Teil nicht und es bewirkt in nicht wenigen Fällen, dass mit Badekleidung angekommene Gäste sich nach einer Gewöhnungszeit an den Anblick auch ausziehen.

Der Bereich unter dem Steilabhang des Felsens hinter der kleinen Strand-Bucht ist seit Jahren als Schwulentreff bekannt. Da es dort zum Schnorcheln am besten ist, bin ich mehrfach dort hingegangen und dann zurück bis zum Strand geschnorchelt. Dort wird man von allein "herumlungernden" Männern intensiv gemustert und in der Erwartung angeschaut, ob es wohl eine Gegenreaktion gibt. Wenn man das weiß, ist das kein Problem, denn die sind zurückhaltend, wenn man nicht entsprechend zurückschaut, sondern gezielt seinen eigenen Weg geht.

Dann noch das leidige Thema "Fotos": An der Playa de la Tejita wird viel fotografiert. Es waren aber immer Eltern mit Kindern, die ihre Kinder anvisiert haben oder Paare, die sich gegenseitig auf das Bild gebannt haben. Dabei kann man nicht vermeiden, auch mal im Hintergrund mit drauf zu kommen. Aber immer wenn ich näher "an der Szene" war, hatte ich den Eindruck, dass die Leute darauf achten, keinen Fremden in der Nähe auf dem Bild zu haben. So hatte ich also auch damit kein Problem.

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Re: Strand-Fkk auf Teneriffa

Beitrag von dieter_gli » Mo 30. Okt 2017, 23:01

Passt ja eigenlich nicht in diesen Teneriffa-Thread, aber zum Thema des letzten Beitrags von Hans H. :
Ich bin seit Samstag auf Fuerte, und auch noch nicht weit rumgekommen. Hier in Esquinzo, wie auch an viele anderen Stränden, ist schon immer CO. Es gibt Abschnitte, in denen die Nackten überwiegen, andere mit Textilern, aber es geht durcheinander, ohne Probleme. Auch gestern am Sonntag, als viele einheimische Familien am Strand waren. Auch nicht, wenn man nackt durch einen "textilen" Strandabschnitt läuft. Wenn mal jemand meckert, dann auf Deutsch!
Die Beobachtungen von Hans hab ich auch gemacht, die (spanisch sprechenden) Kinder wollten nackt ins Wasser, der Vater zog sich auch aus, die Mutter immerhin das Oberteil. Paare auf Strandwanderungen, Frauen nackt, Mann mit Badehose, hab ich auch schon gesehen, passt so gar nicht zur deutschen Nacktwanderszene.
Das Foto-Verhalten hab ich auch so beobachtet, nicht nur dieses Jahr. Wenn ein Fremder durch´s Bild zu laufen droht, wird gewartet, bis er weg ist, egal on mit oder ohne Hose.

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Endlich: Das ende der "FKK"!

Beitrag von Puistola » Mi 1. Nov 2017, 18:24

Lieber Hans

Deine teilweise auch gemeinsam gewonnenen Beobachtungen bedeuten
nichts anderes als das langersehnte Ende der "FKK*.
Statt Anspruch zu erheben auf textilfreie zweitklassige Strandabschnitte mischt
sich die oHö-Fraktion mit derselben Selbstverständlichkeit unter die Bekleideten,
wie dies Träger von roten und blauen Badehosen tun. Es ist einfach egal,
wer was trägt oder auch nicht. Das ist nicht mehr "Freikörkerkultur" sondern
die Befreiung davon.
Bild
Champagner! oder auch eine Flasche Cava!
Puistola

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Re: Strand-Fkk auf Teneriffa

Beitrag von Hans H. » Mi 1. Nov 2017, 18:38

Puistola hat geschrieben:... wie dies Träger von roten und blauen Badehosen tun. ...

Und was ist mit den schwarzen, gelben und grünen Badehosen?
(Jamaika - die gehen in die Regierung :lol: )

@dieter_gli: als Antwort auf meinen Beitrag passte das durchaus und war richtig, hier zu erwähnen. Zu Teneriffa passte es nur deshalb formell nicht, weil es auf Fuerte war, aber da die Inseln doch in Bezug auf Kultur und Gewohnheiten eng zusammengehören, sind Abschweifungen auf andere Inseln des Archipels in so einem Zusammenhang meiner Ansicht nach voll passend.

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Re: Strand-Fkk auf Teneriffa

Beitrag von Hans H. » Di 16. Jan 2018, 01:36

Per P.N. erhielt ich eine Frage, die ich offen hier im Forum beantworten möchte, weil ich nichts Privates darin erkenne, das eine P.N. erforderte. Gefragt wurde zur Planung eines Urlaubs auf Teneriffa: "... La Tejita ist fest eingeplant. Nur wo wohnen? Wir suchen ein Apartment/Bungalow ohne Verpflegung. Anlagen mit AI und Animation sind uns ein Greuel." Erwähnt wurde: "... sind motorisiert".

Dazu meine Antwort:
Wir suchen uns immer ein Appartement mit Schlaf- und Wohnzimmer und einer Kochnische, mit der auch mal Selbstversorgung möglich ist. Hotels mit AI, HP oder VP sind für uns auch deshalb nichts, weil wir öfter im Land, außerhalb der Touristenzentren essen gehen (sehr viel preisgünstiger, meistens besser und Landes-typisch). Los Cristianos/Playa Americas sind für uns absolut abstoßend, auch an den Stränden, die zwar schön angelegt, aber total überbevölkert sind und voll von Nepp-Strandverkäufern.

Wenn man mobil ist, und nicht zu Fuß den Strand erreichen können will, gibt es viele Möglichkeiten. Wer häufiger wandert, als den Strand besucht, fühlt sich in Vilaflor oder Guía de Isora gut aufgehoben. Wir waren mehrfach in Golf del Sur, ca. 10 Autominuten vom Playa de la Tejita, aber da ist tatsächlich der Fluglärm gelegentlich störend.

In El Médano (Surfer-Ort) hört man den kaum noch, aber schön ist der Ort nicht gerade, dafür aber nahe des Tejita-Strandes. Der vom Montaña roja nördliche Strand, abschnittsweise auch FKK-geeignet, ist sogar zu Fuß erreichbar und Abendessen kann man im Ort recht günstig.

Wir waren auch mal in Poris de Abona direkt an der Ost-Küste (z.B. Apartementos Alegro über booking.com zu finden), aber das ist ziemlich weit weg vom Playa de la Tejita. FKK-geeignete steinige Badestellen hatte ich dort (zu Fuß erreichbar) auch gefunden und mal einen in Sichtweite des Nachbarortes Las Eras nackt an einem Ministrand gesehen, aber insgesamt muss man es derart abgelegen mögen. Wir waren da nicht wieder. Aber frischen lokalen Fisch essen gehen (recht günstig) konnte man gut in San Miguel de Tajao

Zuletzt (2016+2017) waren wir in der Nähe von Adeje, zwar in Sichtweite von Las Americas, aber nicht damit zu vergleichen, da deutlich oberhalb der Autobahn am Berghang (sehr schöne Aussicht nach Gomera). Von dort ist eine der schönsten FKK-Buchten von Teneriffa in 10 Min zu erreichen: der Strand hinter der Punta de las Gaviotas bei La Caleta.

Ein Kollege war auch direkt in La Caleta an der Costa Adeje (es gibt noch einen anderen Ort La Caleta!) und war dort sehr zufrieden. Eine ganz andere Alternative wäre Bajamar ganz im Norden: recht ruhige Region, überwiegend deutsche Urlauber und sehr schöne Wanderregionen im Anaga-Gebirge in der Nähe. Ein recht ruhiger FKK-Strand ist beim Nachbarort Punta del Hidalgo. Nur auf die Brandung und Strömungen muss man achten (unbedingt vor Ort nach Gefahren erkundigen), da die gesamte Nord-Westküste gefährlicher ist, als die Ost-, Süd- und Westküste. Letztere ist am schönsten bei Playa de Santiago / Los Gigantes, aber da ist weit und breit keine FKK-Bademöglichkeit.

 
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Re: Strand-Fkk auf Teneriffa

Beitrag von oheja » Di 16. Jan 2018, 12:47

Hans H. hat geschrieben:Zuletzt (2016+2017) waren wir in der Nähe von Adeje, zwar in Sichtweite von Las Americas, aber nicht damit zu vergleichen, da deutlich oberhalb der Autobahn am Berghang (sehr schöne Aussicht nach Gomera). Von dort ist eine der schönsten FKK-Buchten von Teneriffa in 10 Min zu erreichen: der Strand hinter der Punta de las Gaviotas bei La Caleta.


Danke. Genau so haben wir es zwischenzeitlich recherchiert und gebucht. Werden hier berichten.

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Re: Strand-Fkk auf Teneriffa

Beitrag von Hans H. » Di 16. Jan 2018, 16:39

Einen nicht ganz unwesentlichen Punkt habe ich da unterschlagen:
Die 10 Minuten beziehen sich auf die Fahrzeit bis zur Parkmöglichkeit am Straßenrand vor dem Golfplatz, hier: 28.1119, -16.7554. Die Gehzeit von dort hinunter bis an den Strand beträgt dann noch zusätzlich ca. 15 Minuten, von denen ich allerdings immer 2/3 des Weges textilfrei gegangen bin (sobald man um die erste Kurve außer Sicht der Wohnhäuser hinter der Straße ist). Die Meisten, denen man begegnet, ziehen sich am Strand an und aus, aber niemand hat etwas Negatives gesagt. Manchmal kam ich sogar ins Gespräch über ganz andere Dinge, wie die aktuellen Brandungs- und Strömungsverhältnisse, weil ich immer sichtbar die Schnorchelausrüstung in einem Beutel dabei hatte. Ein Mal bin ich dort auf dem Weg aber auch einer recht jungen Frau begegnet, die dort ebenso nackt entlanglief, wie ihr Hund, der sie wohl bewachte. Wie ich später sah, wohnte die in einer dieser Aussteiger-Hütten in extremer Lage am Steilhang.

Mein bevorzugter Weg läuft über diese Punkte: 28.10919, -16.75728; 28.10607, -16.76033; 28.10831, -16.76012
Andere gehen auch direkt am Zaun des Golfplatzes entlang und über den Pfad von hier: 28.10976, -16.75968 nach hier: 28.10997, -16.76161 und dann den in Google-Earth hell zu sehenden Abhang hinunter.
Dieser Strand, Playa de Diego Hernandez, ist zum Baden besser geeignet, als die südöstliche Nachbarbucht auf der anderen Seite der Punta de las Gaviotas (Playa los Morteros), der sehr steinig ist. Zum Schnorcheln ist es aber am besten unterhalb der Felsen beidseitig der Landzunge Punta de las Gaviotas, da dort was Wasser viel klarer ist, als an den Stränden. Nur muss die Brandung ruhig sein, um dort gefahrlos ins Wasser und vor Allem wieder hinaus zu kommen. Es gibt vereinzelt große Seeigel an den Steinen, die man schon bei mäßiger Brandung im Schaum nicht mehr sieht. Dann schnorchelt man besser vom Sandstrand kommend unter den Felsen entlang und zurück zum Strand.

Was allerdings zum Schnorcheln zu sagen ist: das beste Revier dafür (in Bezug auf die Vielfalt der Fische, die man sieht) ist am Montaña roja neben dem Strand Playa de la Tejita, wahrscheinlich, weil da seit vielen Jahren Naturschutzgebiet mit Fischfang-Verbot ist.

Unser Blick von der Terasse auf Gomera bei den Aufenthalten 2016 und 2017:
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und an der Punta de las Gaviotas:
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Das letzte Bild ist aus einer Reihe von Handy-Bildern zusammengesetzt! Deshalb die starke Überstrahlung um die Sonne herum.

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Re: Strand-Fkk auf Teneriffa

Beitrag von Hans H. » Di 16. Jan 2018, 16:51

Der Satz über den Bildern könnte missverständlich sein: "Unser Blick von der Terasse auf Gomera ...". Besser ausgedrückt: "Unser Blick von der Terasse in Richtung Gomera."

 
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Re: Strand-Fkk auf Teneriffa

Beitrag von oheja » Di 16. Jan 2018, 20:23

Danke für die Bilder und die Info. Ich hätte vom Parkplatz am Golfplatz aus auf knappe 5-10 Minuten Fußweg getippt, aber die 5 extra sind uns dann auch egal, zumal man den Weg überwiegend nackt laufen kann.

Frage zur Beschaffenheit des Weges: Ist festes Schuhwerk ratsam oder reichen Flip-Flops/Sandalen? Was trägst Du dort an den Füßen?

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Re: Strand-Fkk auf Teneriffa

Beitrag von Hans H. » Di 16. Jan 2018, 23:00

Wenn man gut trittsicher ist, dann geht es mit Trekking-Sandalen, die aber fest am Fuß sitzen sollten und nicht so locker wie Flip-Flops. Ich habe die besten Erfahrungen mit den Teva Terra-fi, zuletzt mit dem Modell "light", das für das Fluggepäck etwas Gewicht spart und noch angenehmer sitzt, als die anderen. Wenn die Sandale dafür wegen "light" nicht so lange hält, macht das nichts, denn die sind ohnehin viel haltbarer, als alle anderen, die ich je hatte (und haben die beste Sohle in Bezug auf Rutschsicherheit).

Man bekommt natürlich mit Trekkingsandalen immer wieder Steinchen unter die Fußsohle. Deshalb sieht man auch andere mit geschlossenen Sportschuhen den Weg gehen. Auch mit Bergschuhen hatte ich ein Paar gesehen, aber das ist wohl nur dann nötig, wenn man recht unsicher über steiniges, unebenes Gelände geht. Aufpassen muss man vor allem auf schrägen glatten Steinflächen, auf denen sich mit dem Wind Sand abgelagert hat. Wie leicht man auf so einer hauchdünnen Sandschicht abrutscht, unterschätzen immer wieder die Leute. Auch am Playa de la Tejita kommt es immer wieder vor, dass jemand mit dem Krankenwagen abgeholt wird, der nur am Ende des Strandes zur kleinen Bucht am roten Felsen hinübergehen wollte, und ausgerutscht ist.

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