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Ganzes Dorf in Brandenburg zu verkaufen!

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Re: Ganzes Dorf in Brandenburg zu verkaufen!

Beitrag von hajo » Mi 29. Nov 2017, 15:30

Bummler hat geschrieben:Das scheint mir nach Aktenlage klar.
Du kennst die Akten?!
Ach so.
Dann kannst du ja näheres berichten.

Auf der anderen Seite:
Dieses "ganze Dorf" umfasst erheblich weniger Wohnraum als ein Hochhaus in Berlin-Marzahn. Dort wurde übrigens erheblich renoviert und teils rekonstruiert.

Dieses Grundstück zu dem lächerlichen Preis zu erwerben und entsprechend - auch naturistisch - auszubauen, wäre mehr als interessant.
Ich hab leider das Geld nicht (mehr) und hier wegzuziehen, kann ich meiner geliebten Geliebten nicht antun. Die schafft nämlich noch, damit es mir bis zum endgültigen Ende genehm sei.

 
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Re: Ganzes Dorf in Brandenburg zu verkaufen!

Beitrag von Evi » Mi 29. Nov 2017, 18:19

Ralf-abc hat geschrieben:
Evi hat geschrieben:Für Deinen Eindruck bist Du selbst verantwortlich.

So ist es.
Allerdings bist nur Du in der Lage, einen falsch entstandenen Eindruck zu bemerken und dann ggf. zu korrigieren.
Da Du nichts der gleichen tust, liegt hier wohl offensichtlich auch kein falscher Eindruck vor.
Suche den Fehlschluss.

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Re: Ganzes Dorf in Brandenburg zu verkaufen!

Beitrag von ad peter » Do 30. Nov 2017, 06:07

Hier ein verwandtes Thema: Herrenlose Immobilien.

 
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Re: Ganzes Dorf in Brandenburg zu verkaufen!

Beitrag von Ralf-abc » Do 7. Dez 2017, 09:49

Evi hat geschrieben:Das sind doch nur Mieter, soweit ich das verstanden habe.
Gute Nachrichten für Dich, Evi. Mit den Mietern wird offensichtlich genau so verfahren, wie Du das für angemessen hältst.
https://www.n-tv.de/panorama/Wer-will-ein-ganzes-Dorf-kaufen-article20170352.html

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Re: Ganzes Dorf in Brandenburg zu verkaufen!

Beitrag von Bummler » Fr 8. Dez 2017, 10:00

Jetzt steht es auch in der Süddeutschen:
http://www.sueddeutsche.de/leben/brande ... -1.3782197
Anfang dieses Jahres hätten sie und ihr Ehemann dann beschlossen, die 750 Euro Miete für die zwölf Zimmer und 250 Quadratmeter Wohnfläche nicht mehr zu überweisen.


Wie ich schon oben schrieb...

 
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Re: Ganzes Dorf in Brandenburg zu verkaufen!

Beitrag von Ralf-abc » Fr 8. Dez 2017, 10:08

Bummler hat geschrieben:Wie ich schon oben schrieb...
Ja, aber die Geschichte des Dorfes ist schon hefitg.
Die Besitzer haben das Dorf zu einem symbolischen Preis von 1,00€ gekauft, dann die ganzen Jahre nicht einen Cent investiert, alles verfallen lassen und die ganze Miete eingesackt. Und die wollen jetzt einen Mindestpreis von 125 Td€ haben.
Solche asozialen Schmarotzer gehören entschädigungslos enteignet und dann wird das Grundstück wieder für einen Euro jemandem übergeben, der sich vertraglich dazu Verpflichtet, hier auch zu investieren.
Im Grundgesetz Art. 14 steht ausdrücklich, dass Eigentum verpflichtet. Und wer dieser Verpflichtung nicht nachkommt, der muss auch mal Konsequenzen spüren.

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Re: Ganzes Dorf in Brandenburg zu verkaufen!

Beitrag von Bummler » Fr 8. Dez 2017, 10:34

Ralf-abc hat geschrieben:
Ja, aber die Geschichte des Dorfes ist schon hefitg.
....
Im Grundgesetz Art. 14 steht ausdrücklich, dass Eigentum verpflichtet. Und wer dieser Verpflichtung nicht nachkommt, der muss auch mal Konsequenzen spüren.


Das ist doch pillepalle. Guckst Du hier: https://www.amazon.de/Raubzug-Ost-Wie-T ... 3360018087

 
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Re: Ganzes Dorf in Brandenburg zu verkaufen!

Beitrag von Ralf-abc » Fr 8. Dez 2017, 10:41

Bummler hat geschrieben:Das ist doch pillepalle. Guckst Du hier: https://www.amazon.de/Raubzug-Ost-Wie-T ... 3360018087

Schwarz-Gelbe Wirtschaftspolitik halt.
Da kann man fast schon ein gewisses Verständnis dafür aufbringen, dass die AFD im Osten so stark ist. Wie Ihr damals von Schwarz-Gelb abgezockt wurdet...

 
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Re: Ganzes Dorf in Brandenburg zu verkaufen!

Beitrag von hajo » Fr 8. Dez 2017, 12:14

Ralf-abc hat geschrieben:
Bummler hat geschrieben:Das ist doch pillepalle. Guckst Du hier: https://www.amazon.de/Raubzug-Ost-Wie-T ... 3360018087

Schwarz-Gelbe Wirtschaftspolitik halt...

Wichtig bei der Pflege der Vorurteile ist vor allem
MEINUNG ÜBER RECHERCHE zu stellen.
Am 12. Februar 1990 legte die Oppositionsgruppe Demokratie Jetzt (DJ) eine Vorlage für die Sitzung des Runden Tisches mit dem „Vorschlag zur umgehenden Bildung einer ‚Treuhandgesellschaft‘ (Holding) zur Wahrung der Anteilsrechte der Bürger mit DDR-Staatsbürgerschaft am Volkseigentum der DDR“ vor. Erarbeitet worden war diese Vorlage von einer Gruppe mit dem Namen Freies Forschungskollegium Selbstorganisation für Wissenskatalyse an Knotenpunkten um den Theologen Wolfgang Ullmann, den Ingenieur Matthias Artzt und den Physiker Gerd Gebhardt. Der Entwurf sah ein System von an die DDR-Bürger auszugebenden Anteilsscheinen vor (vgl. Coupon-Privatisierung); dies wurde im Staatsvertrag zur Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion nur noch als Kann-Bestimmung aufgeführt und letztlich nicht umgesetzt.
Am 1. März 1990 beschloss der Ministerrat der DDR (Modrow-Regierung) die Gründung der „Anstalt zur treuhänderischen Verwaltung des Volkseigentums“.

 
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Re: Ganzes Dorf in Brandenburg zu verkaufen!

Beitrag von Ralf-abc » Fr 8. Dez 2017, 12:34

hajo hat geschrieben:Wichtig bei der Pflege der Vorurteile ist vor allem
MEINUNG ÜBER RECHERCHE zu stellen.

Das mit dem Recherchieren musst Du aber noch ein wenig üben. Die DDR-Regierung hat als einer der letzen Amtshandlungen die Gründung der Treuhand beschlossen, aber gearbeitet hat die Treuhand im vereinigen D-Land unter einer Schwarz-Gelben Regierung.
Mit diesem Ergebnis:
Im Jahr 1998 schätzte der Untersuchungsausschuss des Bundestages DDR-Vermögen den Schaden, der durch Veruntreuung, Betrug und andere kriminelle Handlungen im Zusammenhang mit der Privatisierung der DDR-Volkswirtschaft verursacht wurde, auf drei bis zehn Milliarden DM.

Insbesondere in den Anfangsjahren sorgten fehlende Organisationsstrukturen und damit einhergehend fehlende effektive Kontrollmechanismen und -maßnahmen für eine hohe kriminelle Angreifbarkeit der Anstalt. Häufig kamen Fälle von Bilanzfälschung und Unterwertverkauf vor, insbesondere bei nicht betriebsnotwendigen Grundstücken. In vielen Fällen wurde auch durch Insider-Wissen ein persönlicher Vorteil erzielt. Ausschreibungsbetrug in Verbindung mit Bestechung (beispielsweise die „Ganoven GmbH Halle“[76][77]) kam ebenfalls vor. Hierzu gehören auch Fälle von Preisabsprachen im Zusammenhang mit Auftragsvergaben durch die Treuhandanstalt.

Auf Unverständnis trafen die Fälle mangelnder Überprüfung der Handelspartner der Treuhand, insbesondere in Bezug auf deren Bonität. Der Treuhandanstalt mangelte es sowohl an personeller Kapazität wie Kompetenz, um eine wirksame Kontrolle auszuüben. Sie war bei ihrer Kontrolle auf Wirtschaftsprüfungsgesellschaften angewiesen.

Nach Meinung des Bundesrechnungshofes war die Controling-Praxis der Treuhandanstalt und ihrer Nachfolgeinstitution BvS mangelhaft. In ihrem Bericht an den Bundestag beanstandete die Behörde, dass die Investitionszusagen nicht angemessen überwacht werden. Überhaupt sei das gesamte Berichtswesen der BvS (und der Treuhandanstalt) „mit erheblichen Mängeln behaftet“. Anhand von Stichproben – die Rechnungsprüfer nahmen sich 100 Privatisierungsverträge aus den Jahren 1993 und 1994 vor – stellt der Rechnungshof fest:

„Erhebliche Investitionszusagen wurden bereits als eingehalten und überprüft angesehen, wenn die schriftlichen oder telefonischen Meldungen der Vertragspartner den vertraglichen Abreden entsprachen.“ Und weiter: „Sogar vertraglich vereinbarte Wirtschaftsprüfertestate über durchgeführte Investitionen wurden nicht immer verlangt“, heißt es in dem Bericht.[15][78]

Auch liegt eine Ursache manchen Betruges gegenüber der THA sicher in dem Umstand begründet, dass sich die Treuhandanstalt im Regelfall am Ertrags- und nicht am Substanzwert der von ihr zu privatisierenden Unternehmen orientierte. Dieser wiederum war oftmals sehr gering, weil die Unternehmen keine Chance hatten, im Wettbewerb zu bestehen, wenn nicht ein Investor erhebliche (kostenintensive) Umstrukturierungen vornehmen würde. Des Weiteren sind Betrugsfälle gehäuft bei der Privatisierung kleinerer, mittelständische Betriebe zu beobachten, da die Täter offensichtlich davon ausgingen, dass hier wegen des geringeren Medieninteresses und der nur lokalen Bedeutung des Unternehmens die Entdeckungsgefahr geringer sei. Zudem kam den Tätern zugute, dass die schon unter normalen Bedingungen schwierige Aufklärung von Korruption und Untreue während des Umbruchs zusätzlich erschwert sein könnte, und dass der Zeitdruck bei der Privatisierung eine effektive Kontrolle erschwert hat.[79]

Zur Unterstützung der Treuhand wurde im Frühjahr 1991 beim Vorstand eine "Stabsstelle für besondere Aufgaben" eingerichtet, die mit den Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeitete. Die Stabsstelle war zunächst mit nur einem Volljuristen und drei Kriminalbeamten besetzt, sodass zahlreiche „Vorgänge“ liegen blieben, und die Stabsstelle zunächst im Wesentlichen nur in Fällen von besonderer Schadenshöhe oder von persönlicher Bereicherung aktiv wurde.[80]

Die Stabsstelle „Besondere Aufgaben“ der Treuhandanstalt war seit ihrem Bestehen ab Februar 1991 bis September 1993 in über 1400 Fällen dem Vorwurf strafrechtlich relevanten Verhaltens nachgegangen. In diesem Zeitraum wurden 586 Ermittlungsverfahren der staatlichen Strafverfolgungsbehörden registriert; 188 dieser Ermittlungsverfahren wurden aufgrund von Strafanzeigen der Treuhandanstalt eingeleitet. Von diesen 586 Ermittlungsverfahren betrafen 292 Verfahren Privatisierungsvorgänge; 56 dieser Ermittlungsverfahren sind eingestellt worden, in 64 Fällen liegen Urteile vor, und in 7 weiteren Fällen ist Anklage erhoben worden.[81]

Bis Ende 1996 wurde gegen 180 Personen eine Strafanzeige wegen Veruntreuung gestellt, 6 wurden verurteilt. 1801 Fälle von Wirtschaftskriminalität im Bereich der Treuhand und 357 Aushöhlungsverfahren zwischen 1991 und 1994 wurden registriert.[39]

Neben dem eindeutig kriminellen Bereich der Aushöhlung, des Betrugs und der Bilanzfälschung gab es noch eine Grauzone, in der auch von der Treuhand beauftragte Unternehmensberater, Liquidatoren, Anwälte und Wirtschaftsprüfer die Ahnungslosigkeit ihrer Opfer oder die Kooperationsbereitschaft großzügiger Treuhänder ausnutzten und überzogene Honorare kassierten oder für die Treuhandanstalt oder deren Betriebe nachteilige Entscheidungen trafen.[39] Die Betrugsfälle bei der Tätigkeit der Treuhandanstalt waren Gegenstand mehrerer Untersuchungsausschüsse des deutschen Bundestages und auch der betreffenden Bundesländer.

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