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Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von ostfriesenpaar » Di 27. Nov 2018, 23:12

Aria hat geschrieben: wir aber in den letzten 10 Jahren einen heißen Sommer nach dem anderen haben.
sorry, aber dann hattest du andere Sommer als wir.
Ich kann mich nur an einen wirklich heißen Sommer erinnern...und der war 2018.
Aria hat geschrieben:Die übliche Verschwörungstheorie also
Welche Seite hat denn eine Verschwörungstheorie?
Für mich ist der angeblich durch Menschen verursachte Klimawandel die Verschwörungstheorie.

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Aria » Di 27. Nov 2018, 23:57

ostfriesenpaar hat geschrieben:Ich kann mich nur an einen wirklich heißen Sommer erinnern...und der war 2018.
Heißer Sommer – Der Planet wird wärmer und extremer – Zitat: „Für Klimaforscher relevanter ist der globale Blick. Hier zeigt sich, dass in dieser Reihenfolge 2016, 2017, 2015 und 2014 die weltweit vier wärmsten je gemessenen Jahre waren.“

Und dabei ist in dieser Aufstellung das Jahr 2018 noch gar nicht enthalten.

ostfriesenpaar hat geschrieben:Für mich ist der angeblich durch Menschen verursachte Klimawandel die Verschwörungstheorie.
Das kann man nur sagen, wenn man die von mir oben zitierten Zeilen ignoriert.

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von homo sapiens » Mi 28. Nov 2018, 00:57

So langsam geht mir der Begriff >Verschwoerungstheorie< gewaltig auf den Wecker.
Dieses "Das muss eine Verschwoerung sein..." um andere Ansichten in
Misskretik zu bringen ist einfach nur daemlich.
Wer, oder was soll sich denn aus welchen Grund gegen wen verschworen haben?

Nein, laesst man einfach mal die >Verschwoerung< weg, dann bleibt nur eine
Theorie uebrig, die man diskutieren kann ob sie nachvollziehbar, ueberpruefbar,
etc. ist. Das macht Sinn.

Nichts anderes machen andere Menschen (Forscher). Sie erstellen eine Theorie,
die das Beobachtete beschreibt. Diese Theorie ist aber nicht endgueltig, denn
wie der olle Einstein schon formulierte:
No amount of experimentation can ever prove me right; a single experiment can prove me wrong.

Dass sich das Klima veraendert - joo, hat es schon immer und wird es auch so
lange wie es diesen Erdball gibt. In welchen Masse das menschliche Handeln
dazu beitraegt - keine Ahnung. Die Frage kann auch keine noch so schoene KI
beantworten.

Es waere allerdings angebracht, auf Begriffe wie: >Klimakatastrophe< und
>Klimarettung< zu verzichten. Denn dies sind nichts weiter als Bullshit-Begriffe
ohne Sinn und Verstand.



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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Bummler » Mi 28. Nov 2018, 09:17

Auch interessant ist diese Anmerkung:

„Wir erleben, wie in anderen gesellschaftlichen Bereichen auch, eine Ideologisierung der Wissenschaft“, zog Prof. Köhler ein nachdenkliches Fazit.

https://www.lokalplus.nrw/nachrichten/v ... n-ab-25366


Aria hat geschrieben:Möglicherweise war das in der DDR anders.


Ja da wusste man, dass die Wissenschaft ideologisiert war. Das sie es jetzt ebenso ist, ist die eigentliche Überraschung, für mich. Damit hätte ich nicht gerechnet. Ich ging davon aus, dass Wissenschaft unabhängig wäre, ein Irrtum, offensichtlich. Vielleicht kein grundsätzlicher Irrtum, aber immerhin eine Möglichkeit.
Wir sind uns aber klar darüber und einig, dass damit die Wissenschaft dem Ziel der Aufklärung widerspricht, nämlich das Handeln der Vernunft unter zu ordnen. Wenn aber das, was vernünftig ist, ideologisch manipuliert wird, dann siegt nicht die Vernunft, sondern die Ideologie.

Was aber viel schlimmer wird, wenn nämlich die vorherrschende und an sich fortschrittliche Ideologie dadurch angreifbar wird, wenn sie mit falschen Zahlen und Werten argumentiert. Das ist das Problem.
Wenn also ein Lungenarzt sagt, das bei ihm noch nie ein Patient wegen Stickoxiden gestorben ist, dann sollte man das vielleicht überprüfen und nicht einfach Fahrverbote verhängen, mit der Begründung das jedes Jahr tausende Menschen wegen den Stickoxiden sterben. :roll:

Das ist so krass widersprüchlich, da finde ich gar keine Worte für.

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Aria » Mi 28. Nov 2018, 12:56

homo sapiens hat geschrieben:So langsam geht mir der Begriff >Verschwoerungstheorie< gewaltig auf den Wecker.
Dieses "Das muss eine Verschwoerung sein..." um andere Ansichten in
Misskretik zu bringen ist einfach nur daemlich.
Wer, oder was soll sich denn aus welchen Grund gegen wen verschworen haben?
Wir haben hier lang und breit diskutiert, dass es Lobbyismus gibt, also den Versuch der interessierten Wirtschaftsunternehmen oder auch nur Gruppen von Menschen, auf die Gesetzgebung Einfluss zu nehmen. Das ist legitim, wenn es offen geschieht. Nicht legitim ist aber, dies verdeckt zu tun, zum Beispiel, indem man sich Wissenschaftler „kauft“ oder „wissenschaftliche“ Institute*, die keine sind, mit Geld unterstützt.

Um die wissenschaftlichen Konsens über den gegenwärtigen Klimawandel in Misskredit zu bringen, ist es zum Beispiel der Mineralölindustrie nichts zu teuer. So werden „Institute“ mit Geld versorgt, um Studien zu veröffentlichen, die konträre Meinungen äußern, aber bei näheren Hinsehen, den Namen Studie nicht verdienen.

Ein Beispiel dafür ist EIKE, ein „Europäische Institut für Klima und Energie e. V. (EIKE e. V.)“, das trotz des Namens kein wissenschaftlicher Institut ist, sondern lediglich ein Verein, der sich so nennt. In dem verlinkten Wikipedia-Artikel ist schön dokumentiert, was der Zweck des Vereins ist, mit welchen Methoden dort gearbeitet wird und wer das finanziert (u.a. ExxonMobil).

* der Begriff Institut ist nicht geschützt, d.h. es kann ihn jeder verwenden. Ist ein wenig so wie mit dem Begriff FKK – bitte jetzt nicht wieder eine Diskussion darüber.

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von homo sapiens » Do 29. Nov 2018, 14:21

Aria hat geschrieben:Wir haben hier lang und breit diskutiert, dass es Lobbyismus gibt, also den Versuch der interessierten Wirtschaftsunternehmen oder auch nur Gruppen von Menschen, auf die Gesetzgebung Einfluss zu nehmen. Das ist legitim, wenn es offen geschieht. Nicht legitim ist aber, dies verdeckt zu tun, zum Beispiel, indem man sich Wissenschaftler „kauft“ oder „wissenschaftliche“ Institute*, die keine sind, mit Geld unterstützt.

Ach so, das sind also die Verschwoerer und daher die Abneigung gegen die "boesen"
Lobbyisten...

Legitim sind Pateispenden, selbst wenn wie seinerzeit bei Helmut Kohl ein
"Ehrenwort" reicht um ein Gesetz zu ignorieren, nur um nicht die Spender
benennen zu muessen.
Wenn aber jemand einen Wissenschaftler mit Auftrag und Geld bestueckt ist es
nicht mehr legitim und damit zu verurteilen.
Wie sind denn die ganzen Studien, also die von den Auswirkungen des Klimawandels
sprechen, finanziert worden und von wem? Oder machen die Forscher das aus
Eineninitiative und aus eigener Tasche?

Ist kritisches Hinterfragen nur gestattet wenn es sich um eine gegnerische
Position handelt?

Dazu noch ein nettes Bild:
Bild
Das Viech muss doch ein Opfer des Klimawandels sein. Da werden sich doch
alle einig mit den vielen Nutzern auf Facebook und Co. sein, oder?

Der Link zu dem Artikel:
http://lifestyledezine.com/photographer-of-horribly-thin-polar-bear-hopes-to-inspire-climate-change-fight/


Im uebrigen Danke fuer den Hinweis auf EIKE e.V. bei Wikipedia. Witzig da eine
Referenz auf eine Webseite zu finden, deren Herausgeber der Ehemann von einer
Beisitzern im AfD-Bundesvorstand, und zwar Beatrix von Storch, ist.
Und das bei Wikipedias Anspruch auf neutrale Quellen... :roll:

Aber es gibt noch einen anderen >von Storch<. Dessen Klimaberichte sind da
schon eine andere Nummer (und lesenswert :!: ).



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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Aria » Fr 30. Nov 2018, 13:31

homo sapiens hat geschrieben:Ist kritisches Hinterfragen nur gestattet wenn es sich um eine gegnerische Position handelt?
Nein - kritisches Hinterfragen ist immer gestattet, aber wenn dieses finanziert wird mit dem Ziel, öffentliche Anliegen zu sabotieren, ist das zu Hinterfragen und ggf. zu verurteilen.

Siehe z.B. die schon erwähnte Finanzierung durch das Unternehmen ExxonMobil, das natürlich daran interessiert ist, dass die Menschheit so lange wie möglich die fossilen Quellen als Energiehauptquelle nutzt, und zu diesem Zweck Wissenschaftler bezahlt, die dann „Studien“ produzieren, die den Namen Studie nicht verdienen und daher auch zurecht von keiner namhaften wissenschaftlichen Zeitschrift zur Veröffentlichung angenommen werden.

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Bummler » Do 6. Dez 2018, 14:10

Geoengineering: Wie künstliche Vulkanausbrüche den Klimawandel begrenzen könnten!

Also anscheinend sind die Menschen wirklich sehr erfinderisch dabei, wenn es ein Problem zu lösen gilt:

Historische Daten belegen: Vulkanausbrüche hatten in der Vergangenheit Auswirkungen auf das Klima. Konkret sorgten die Partikel in der Atmosphäre dafür, dass Wärme zurück ins Weltall reflektiert wurde. Auf der Erde sank dadurch die Temperatur. Schon seit einiger Zeit gibt es daher die Idee, diesen Effekt künstlich zu erzeugen und so die Erderwärmung zu begrenzen.



Was mir völlig neu ist, davon habe ich noch nie gehört oder es sofort wieder vergessen.

Forscher der Harvard University probieren im Rahmen des „Stratospheric Controlled Perturbation Experiments“ daher nun einen anderen Ansatz aus: Zwei große Ballons sollen zwanzig Kilometer oberhalb der Vereinigten Staaten rund ein Kilogramm Calciumcarbonat verteilen.


Gut das sie das in Amerika ausprobieren. Falls die Sache ein Erfolg wird, haben sie dann zwar die technologische Führerschaft, aber so ein Amerikaner eignet sich als Versuchskaninchen einfach besser, als ein Deutscher, finde ich. Kann ja auch schief gehen.

Tatsächlich sind die künstlichen Vulkanausbrüche vergleichsweise günstig: Forscher rechnen mit Kosten in Höhe von bis zu zehn Milliarden Euro pro Jahr.


Und weil Geiz geil ist sollten die Amis nicht lange rumtrödeln, sondern die Welt retten. Machen sie ja sonst auch.

Der Link: https://www.trendsderzukunft.de/geoengi ... -koennten/

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Aria » Mi 12. Dez 2018, 11:27

Eine schöne Zusammenstellung über die Klimaleugner hat vor ein paar Tagen die Süddeutsche gebracht: Kohle, Kohle, Kohle – Zitat:

Die Leugner beraten als Wissenschaftler den Bundestag, sie sitzen als konservative und liberale Abgeordnete im EU-Parlament, sie führen neoliberale Wirtschaftsverbände und beeinflussen die Klima-Politik aller rechtsextremen Parteien in Europa.

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Bummler » Fr 14. Dez 2018, 10:10

Was hast du anderes erwartet? Das ist doch klar, dass sich die Interessengruppen, die vom Klimaschutz benachteiligt werden, wehren. Das sie das mit den üblichen Mitteln machen, die in unserem politischen System verankert sind, kann man ihnen nicht vorwerfen. Also die Methode ist nicht das, was moralisch zu verurteilen wäre. Das Ziel, Geld zu verdienen ist es auch nicht.

Jetzt ist also nur noch die Begründung, also womit sie argumentieren, moralisch angreifbar. Da sie aber auch gute Argumente haben, ist nicht ihre Einflussnahme zu bewerten, also zu verurteilen, sondern die Argumente, also die Klimawandelleugnung. Da aber tatsächlich der Klimawandel ein soziales Problem ist, der viele Arbeitsplätze und Wohlstand vernichtet und Komfort einschränkt usw. werden diese Kreise auch Erfolg haben.

Witzig ist ja, das die Süddeutsche auf die rechtsextremen Parteien hinweist. Meines Erachtens ist Frau Merkel mit ihrem Verhältnis zu den Automobilherstellern auch nicht unempfänglich für Lobbyarbeit. Die aber wird nicht kritisiert.

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