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Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Aria » Do 11. Jan 2018, 12:37

Bummler hat geschrieben:Die in den letzten Jahrzehnten vorgenommenen Effektivitätsanstrengungen in der Industrie und der Energiewirtschaft sind technisch ausgereizt.
Falsch, denn die Geschichte zeigt, dass die Entwicklung auf allen technischen Gebieten immer weiter ging, obwohl die jeweiligen Zeitgenossen glaubten, das Ende der Fahnenstange sei erreicht.


Bummler hat geschrieben:Weitere Maßnahmen zur Senkung des CO2-Ausstoßes werden immer teurer und damit ineffektiv. Ein Beispiel ist das Stromnetz, mit derem Ausbau der Ökostrom steht und fällt. Die Investitionen in diesem Bereich liegen weit über irgendwelchen Rentabilitätsschwellen, müssen also politisch durchgesetzt werden.
Falsch, die Förderung der Investitionen in den Ökostrom wurde stark zurückgefahren, dennoch steigen diese Investitionen, weil manche Ökostromlieferanten bei fallenden Investitionskosten mittlerweile bei ganz normalen Strompreisen rentabel arbeiten.

Übrigens: Am 1. Januar gab es zum ersten Mal einen Tag, an dem ganz Deutschland allein mit Ökostrom versorgt wurde - Zitat:
"Niemand hat erwartet, dass wir die 100 Prozent ausgerechnet an einem Wintertag früh morgens erreichen"
[...]
Einstweilen aber exportiert Deutschland weiter fleißig Strom - nach neuen Zahlen des Berliner Thinktanks Agora Energiewende unterm Strich so viel wie nie zuvor. Demnach flossen 2017 netto 60,2 Terawattstunden ins benachbarte Ausland, sieben Prozent mehr als im Jahr davor. Parallel wuchs aber auch die Kapazität der erneuerbaren Energien - auf mittlerweile 113 Gigawatt Leistung. Allein die Hälfte davon entfällt auf Windräder an Land und auf See. "Die Ziele für 2025 werden damit womöglich schon 2020 erreicht", sagt Agora-Chef Patrick Graichen.
Nicht ganz unwichtig: Exportiert wird vor allem in die Länder, die nicht oder zu spät auf die erneuerbare Energien umgestiegen sind.


Bummler hat geschrieben:Und richtig interessant wird es, wenn politisch klar wird, das ohne eine Regulierung des Verkehrs, also Tempolimit, Fahrverbote, Leistungsbegrenzungen usw., überhaupt erst mal eine Senkung des CO2-Ausstoßes in diesem Bereich angefangen wird.
Das ist richtig, aber wer hätte es ahnen können, dass die Automobilhersteller so dreist betrügen würden. Außerdem hat sich das System des CO2-Zertifikate-Handels als ineffektiv erwiesen – dabei waren seinerzeit sogar die Grünen oder zumindest der damalige Umweltminister Jürgen Trittin dafür.


Bummler hat geschrieben:Die Sache mit den Elektroautos ist ja technisch mittlerweile auf einem guten Weg. Es gibt immer mehr Leute denen ein E-Auto völlig ausreicht und die es sogar nicht mehr hergeben würden. Nur sind die erforderlichen Anreize in diesem Sektor eben erheblich.
Was hier fehlt, sind vor allem Stromtankstellen. Immerhin bewegen sich hier die Autohersteller – haben wohl bei Tesla gesehen, dass das Tankstellennetz unabdingbar ist, um mehr Elektroautos zu verkaufen.


Bummler hat geschrieben:Wir haben hier im Osten fast 30 Jahre nach der Zerstörung der ostdeutschen Industrie immer noch keine mit dem Westen vergleichbare industrielle Struktur.
Industrie ist nicht alles – Dänemark kommt fast ohne aus und man lebt dort nicht schlechter als bei uns.


Bummler hat geschrieben:Es gibt vielleicht Konzepte zum CO2-Ausstieg, aber das sind technische einseitige Expertisen, die sich um die Folgen der wirtschaftlichen Kahlschläge keine Gedanken machen. Nur werden diese Konzepte auf den erbitterten Widerstand der Betroffenen stoßen. Das ist ja auch klar, wenn man weiss, dass ein Servicetechniker für Windmühlen ungefähr die Hälfte von einem Arbeiter in einem Kraftwerk verdient.
Die Löhne in herkömmlichen Kraftwerken waren und sind aus historischen Gründen die höchsten: Sie stammen größtenteils aus der Zeit vor der Deregulierung des Strommarktes, als die Stromkonzerne Monopol hatten und fast nach Belieben die Preise diktierten.


Bummler hat geschrieben:Es gab ja etliches Schlechtes in der DDR, aber mit den Jahren habe ich gemerkt, was eigentlich der EVP für ein Segen war, jedenfalls für den Verbraucher.(https://de.wikipedia.org/wiki/Einzelhan ... kaufspreis).
Auch die Endverbraucherpreise in der DDR haben ihren Preis gehabt – Zitat:
Da jedoch die Verbraucherpreise staatlich festgeschrieben waren, führte dies oft zur Verschwendung von Ressourcen. Beispielsweise wurden Grundnahrungsmittel gedankenlos an Kleintiere verfüttert und mit der zur Verfügung gestellten Energie wurde sorglos umgegangen.
Wenn etwas billiger verkauft wird als es tatsächlich kostet, muss jemand diesen Verlust ausgleichen. Das ist eigentlich jedem klar - ausgenommen natürlich Menschen, die nur an sich selbst denken und deswegen so ein System gut fanden und finden.

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Bummler » Do 11. Jan 2018, 13:22

Campingliesel hat geschrieben:Also wer bestimmt nun die Energiepreise von Strom und Wasser?


Der Strompreis setzt sich laut https://www.stromauskunft.de/strompreis ... ensetzung/
wie folgt zusammen:

Stromsteuer 7,0 %
Konzessionsabgabe 5,7 %
KWK - Umlage 1,4 %
EEG - Umlage 23,6 %
§ 19 Umlage 1,4 %
Umsatzsteuer 16,0 %
Erzeugung / Vertrieb 19,3 %
Netzentgelte, Messung, Abrechnung 25,6 %

Zur Hälfte sind also Abgaben und Steuern für den Preis verantwortlich.

Bei Wasser sieht die Situation völlig anders aus, das sind grundsätzlich Monopolisten und die sollten ohnehin nicht privatisiert sein.

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Bummler » Do 11. Jan 2018, 13:45

Aria hat geschrieben:Nicht ganz unwichtig: Exportiert wird vor allem in die Länder, die nicht oder zu spät auf die erneuerbare Energien umgestiegen sind.


Auch falsch, der Überschuss an Strom führt an der Börse zu Negativpreisen:


Welt hat geschrieben:Profiteure dieses Negativpreis-Paradoxes sind regelmäßig die Nachbarländer der Bundesrepublik. „Sie nehmen unseren überschüssigen Strom gern ab und fahren gleichzeitig ihre eigenen Kraftwerke runter“, sagt Branchenexperte Struck. Vor allem in Ländern wie der Schweiz und Österreich funktioniert diese Methode prächtig. Betreiber von sogenannten Pumpspeicherbecken im Hochgebirge füllen mit dem deutschen Umsonst-Strom ihre Stauseen. Zum perfekten Geschäft wird diese Praxis dann, wenn der Strom aus diesen Kraftwerken später zu lukrativen Preisen nach Deutschland zurückverkauft wird.


https://www.welt.de/wirtschaft/energie/ ... wende.html

Aria hat geschrieben:Wenn etwas billiger verkauft wird als es tatsächlich kostet, muss jemand diesen Verlust ausgleichen. Das ist eigentlich jedem klar - ausgenommen natürlich Menschen, die nur an sich selbst denken und deswegen so ein System gut fanden und finden.


Nur wird dieses von dir kritisierte Prinzip auch heutzutage gerne angewendet, z.B. bei der Förderung der Elektromobilität. Diese Förderung hat also durchaus Sinn, wenn man anders bestimmte Ziele nicht erreichen kann. Die finanzielle Förderung ist genauso wie die steuerliche Belastung ein Steuerungsinstrument der Politik, also auch heute nicht ungewöhnlich.

 
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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Blood Moors » Do 11. Jan 2018, 13:50

Bummler hat geschrieben:Umsatzsteuer 16,0 %

Ist wohl schon ziemlich alt, diese Zusammenstellung. :? Seit dem 01.01.2007 beträgt die USt. 19%.

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Bummler » Do 11. Jan 2018, 13:51

Achso, einen Nachtrag zu den Klimazielen 2020 muss ich ja noch bringen:

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte im September im Wahlkampf in einer Fernsehdebatte zugesichert, dass Deutschland sein Klimaschutzziel bis 2020 schaffen werde. „Wir werden Wege finden, wie wir bis 2020 unser 40-Prozent-Ziel einhalten. Das verspreche ich Ihnen“, hatte sie damals gesagt.


http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/u ... 80326.html

Versprochen ! ?

Oder wie sagt man so schön von den Wahlversprechen....

 
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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Campingliesel » Do 11. Jan 2018, 14:40

Bummler hat geschrieben:
Campingliesel hat geschrieben:Also wer bestimmt nun die Energiepreise von Strom und Wasser?


Der Strompreis setzt sich laut https://www.stromauskunft.de/strompreis ... ensetzung/
wie folgt zusammen:

Stromsteuer 7,0 %
Konzessionsabgabe 5,7 %
KWK - Umlage 1,4 %
EEG - Umlage 23,6 %
§ 19 Umlage 1,4 %
Umsatzsteuer 16,0 %
Erzeugung / Vertrieb 19,3 %
Netzentgelte, Messung, Abrechnung 25,6 %

Zur Hälfte sind also Abgaben und Steuern für den Preis verantwortlich.

Bei Wasser sieht die Situation völlig anders aus, das sind grundsätzlich Monopolisten und die sollten ohnehin nicht privatisiert sein.


Natürlich sind diese Abgaben dabei, aber die kommen erst nach der Produktion drauf, wenn sie an den Verbraucher weitergegeben werden. Genauso wie du bei allem Mehrwertsteuer zahlen muß. Die Steuern und Abgaben bekommt der Staat. Deswegen tut er ja auch nichts gegen die Grundpreise der Herstellerfirmen, weil er davon profitiert.
Bei den Mieten ist das genauso. Jeder Immobilienbesitzer kann Miete verlangen wie er will. Deswegen kann der Staat ja auch so schwer was gegen die überhöhten Mieten machen.

 
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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Ralf-abc » Do 11. Jan 2018, 15:17

Bummler hat geschrieben:Weitere Maßnahmen zur Senkung des CO2-Ausstoßes werden immer teurer und damit ineffektiv. Ein Beispiel ist das Stromnetz, mit derem Ausbau der Ökostrom steht und fällt. Die Investitionen in diesem Bereich liegen weit über irgendwelchen Rentabilitätsschwellen, müssen also politisch durchgesetzt werden.
Solche Aussagen sind lediglich das Ergebnis einer völlig veralteten und in Zukunft nicht mehr akzeptablen Denkweise.
Die Rentabilitätsschwelle ist nur deshalb nicht gegeben, weil die ökologischen Schäden der CO2-intensiven Energieerzeugung (Folgeschäden des Klimawandels) nicht den Energiepreisen zugerechnet werden. Würde man diese Schäden (z.B. steigende Kosten für Hochwasserschutz) auf die verantwortlichen Energieträger umlegen, wäre die Rentabilität sofort wieder ersichtlich.
Das einzige Problem (oder besser die riesengroße Sauerei) ist, dass die Kosten für die Energiewende zum gößten Teil auf die Bevölkerung abgewälzt werden und die Industrie verschont wird. Dabei ist die Industrie nachher der größte Pofiteur der Energiewende, weil die durch die dann sinkenden Stromkosten und die komplett neue Strom-Infrastruktur am meisten sparen.

Bummler hat geschrieben:Die andere Geschichte, also die mit den Arbeitsplätzen ist ebenfalls Augenwischerei. Wir haben hier im Osten fast 30 Jahre nach der Zerstörung der ostdeutschen Industrie immer noch keine mit dem Westen vergleichbare industrielle Struktur. Wo also soll dann diese Struktur nach der Energiewende herkommen?
Selten so ein dämliches Argument gelesen. Was hat denn der Strukturwandel im Industriellen Bereich mit der Energiewende zu tun?
Ob mit oder ohne Industrie - Strom braucht Ihr trotzdem. Und ein paar Hundert PV-, Windkraft- und Biomasseanlagen benötigen für die Errichtung sowie Wartung und Instandhaltung eindeutig mehr (regional verteilte) Handwerker, als 2 oder 3 Braunkohle-Großkraftwerke.

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Aria » Do 11. Jan 2018, 15:36

Bummler hat geschrieben:
Aria hat geschrieben:Nicht ganz unwichtig: Exportiert wird vor allem in die Länder, die nicht oder zu spät auf die erneuerbare Energien umgestiegen sind.
Auch falsch, der Überschuss an Strom führt an der Börse zu Negativpreisen:
Welt hat geschrieben:Profiteure dieses Negativpreis-Paradoxes sind regelmäßig die Nachbarländer der Bundesrepublik. „Sie nehmen unseren überschüssigen Strom gern ab und fahren gleichzeitig ihre eigenen Kraftwerke runter“, sagt Branchenexperte Struck. Vor allem in Ländern wie der Schweiz und Österreich funktioniert diese Methode prächtig. Betreiber von sogenannten Pumpspeicherbecken im Hochgebirge füllen mit dem deutschen Umsonst-Strom ihre Stauseen. Zum perfekten Geschäft wird diese Praxis dann, wenn der Strom aus diesen Kraftwerken später zu lukrativen Preisen nach Deutschland zurückverkauft wird.
https://www.welt.de/wirtschaft/energie/article170189224/Strompreis-Kollaps-durch-Herwart-offenbart-Wahnsinn-der-Energiewende.html
Wie man aus der gleichen Quelle sieht, ist das Abrutschen ins Minus ziemlich selten:

Bild

Und:
Seit 2012 kam es an 16 Tagen zu einem negativen Durchschnittspreis an der EEX, allein sieben Mal in den vergangenen beiden Jahren. Legt man Tagesschwankungen und nicht die Durchschnittsnotierungen zugrunde, drifteten die Preise deutlich häufiger ins Negative. „Für die Betreiber von konventionellen Kraftwerken lohnt es nicht, in Zeiten der Stromschwemme die Anlagen runterzufahren. Die zahlen lieber Minuspreise“, heißt es bei der EEX.
Profiteure dieses Negativpreis-Paradoxes sind regelmäßig die Nachbarländer der Bundesrepublik. „Sie nehmen unseren überschüssigen Strom gern ab und fahren gleichzeitig ihre eigenen Kraftwerke runter“, sagt Branchenexperte Struck.
Fragt sich, warum sich für unsere Kraftwerksbetreiber nicht lohnt, die Anlagen runterzufahren, für die in den Nachbarländern das aber anscheinend kein Problem darstellt.


Bummler hat geschrieben:
Aria hat geschrieben:Wenn etwas billiger verkauft wird als es tatsächlich kostet, muss jemand diesen Verlust ausgleichen. Das ist eigentlich jedem klar - ausgenommen natürlich Menschen, die nur an sich selbst denken und deswegen so ein System gut fanden und finden.
Nur wird dieses von dir kritisierte Prinzip auch heutzutage gerne angewendet, z.B. bei der Förderung der Elektromobilität.
Das stimmt, doch solche Förderung ist in der Regel zeitlich begrenzt – siehe Förderung der erneuerbaren Energien, die bereits etwas zurückgefahren wurde und weiter zurückgefahren wird, weil die neu errichteten Anlagen billiger und gleichzeitig technisch besser sind, so dass sie bereits jetzt kostendeckend arbeiten – Zitat aus der Süddeutschen:
Die Betreiber mehrerer geplanter Windparks in der Nordsee wollen in Zukunft ganz ohne Subventionen auskommen. Ihnen reichen die Erlöse durch den Verkauf des Stroms an der Börse, heute sind das wenige Cent pro Kilowattstunde. Der Preisverfall in der Windkraft ist spektakulär, und dahinter steht vor allem eine technische Neuerung: Die Anlagen werden immer größer.


In der DDR dagegen hat man z.B. Grundnahrungsmittel und Strom langfristig subventioniert, um mit den niedrigen Preisen die Bevölkerung ruhig zu halten und propagandistisch auszuschlachten, sprich die Überlegenheit der sozialistischen Planwirtschaft zu demonstrieren. Dass dabei die Investitionen in Infrastruktur, Gebäude, Technik, Forschung, etc. vernachlässigt werden mussten, liegt auf der Hand.

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Bummler » Fr 12. Jan 2018, 09:42

In der DDR dagegen hat man z.B. Grundnahrungsmittel und Strom langfristig subventioniert, um mit den niedrigen Preisen die Bevölkerung ruhig zu halten und propagandistisch auszuschlachten, sprich die Überlegenheit der sozialistischen Planwirtschaft zu demonstrieren. Dass dabei die Investitionen in Infrastruktur, Gebäude, Technik, Forschung, etc. vernachlässigt werden mussten, liegt auf der Hand.


Aria bist du mal wieder beim Rundumschlag? Propaganda, Planwirtschaft, Investitionen ....

Natürlich sind bei den damaligen niedrigen Mieten Investitionen in Gebäude vernachlässigt worden. Na klar.
Aber heutzutage haben wir ein Problem mit zu hohen Mieten, obwohl es reichlich Investitionen in Gebäude gibt. Das Ergebnis ist, das sich einkommensschwache Familien keine Wohnung mehr leisten können. Was ist DARAN so gut? Ist das die Überlegenheit der Marktwirtschaft?
Die Politik versucht Mietpreisbremsen einzubauen, die allesamt nicht funktionieren. Findest du DAS schön?

Apropos "Investitionen in ... Forschung". Hast du gestern die Süddeutsche gelesen, mit dem Bericht über die Automobilmesse in Las Vegas?

Was da an Milliarden in die Forschung für autonomes Fahren gesteckt wird, 400 Firmen beschäftigen sich angeblich nur damit.

Was man mit dem Geld alles Gutes und Vernünftiges machen könnte...

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Zett » Fr 12. Jan 2018, 09:58

Aria hat geschrieben:In der DDR dagegen hat man z.B. Grundnahrungsmittel und Strom langfristig subventioniert, um mit den niedrigen Preisen die Bevölkerung ruhig zu halten und propagandistisch auszuschlachten, sprich die Überlegenheit der sozialistischen Planwirtschaft zu demonstrieren. Dass dabei die Investitionen in Infrastruktur, Gebäude, Technik, Forschung, etc. vernachlässigt werden mussten, liegt auf der Hand.
Das ist logisch und inhaltlich falsch. Eine staatliche Planwirtschaft hat im Gegenteil viel mehr Freiheit, in Infrastruktur, Gebäude, Technik, Forschung - oder wo auch immer - zu investieren als eine auf Profit angewiesene Wirtschaft. Die Planwirtschaft kann frei entscheiden, wo sie investiert. Es stehen keine Aktionäre dahinter, die schnellen Gewinn fordern.
Dass in der DDR so wenig investiert wurde, lag nicht an der Planwirtschaft, sondern am Fehlen von Geld, u.a. weil unser großer "Bruder", die Sowjetunion, bis zum letzten Tag kräftig Reperationszahlungen in Form von Devisen und Gütern eintrieb, ein Marschallplan mit negativem Vorzeichen sozusagen.

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