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Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

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Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Aria » Fr 12. Mai 2017, 15:11

Von dem Thread Umfrage zur Toleranz gegenüber der Nacktheit/Sexualität hierher weiter geleitet.

Bitte diskutiert hier über Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung!

Und um gleich mit einem Beispiel voranzugehen, hier meine Antwort zu den 2 der dort gemachten Beiträge:

riedfritz hat geschrieben:
Ostfriesenpaar hat geschrieben:Gelernt habe ich mal folgendes:
- Eis hat ein größeres Volumen als Wasser. Wenn dies schmilzt nimmt das geschmolzene Wasser weniger Volumen ein.
- Eisberge (und das Zentraleis in der Antarktis) sind zu 70% unter Wasser und nur zu 30% über Wasser.
Dann solltest Du auch zur Kenntnis nehmen, daß es nicht um das Schmelzen der Eisberge geht, die nur soviel Wasser verdrängen, wie sie selbst wiegen, d.h. daß deren Aggregatzustand für den Meeresspiegel unwichtig ist und . Es geht um das Abschmelzen von Gletschern, z.B. der Polkappen. Alleine der Zugspitzgletscher wird jedes Jahr um 80 cm kürzer und wird im Sommer bereits mit Plastikplanen abgedeckt.
Das ist richtig, riedfritz, aber viel größere Gefahr droht wenn der Grönlandeis komplett wegschmelzen würde: Anstieg des Meeresspeigels um 7 Meter wäre die Folge. Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natu ... 24872.html

Und wenn Antarktikeis komplett wegschmelzen würde - was möglich wäre, sollten wir alle verfügbaren Fossilen Ressourcen verfeuern -, wäre der Anstieg des Meeresspeigels um 58 Meter die Folge. Quelle: http://www.wetter.de/cms/die-antarktis- ... 47574.html

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Klaus_59 » Fr 12. Mai 2017, 20:12

Dabei muss noch die Ausdehnung des Wassers wegen höherer Wassertemperatur berücksichtigt werden. Das ist ein großer und wichtiger Faktor. Bei den Recherchen zu meinem Buch "Das Erbe der Weltenspringer" habe ich mich mit dem Thema vertraut gemacht. Dabei habe ich auch gelernt, dass der Anstieg viel schneller kommen könnte, nämlich wenn der Inlandsgletscher (Antarktis) den Halt am Untergrund verliert und sich das Schelfeis viel schneller ins Meer schiebt, aufschwimmt und abbricht. Dafür, dass das passieren könnte, gibt es klare Hinweise.
Es gibt eine Webseite, bei der man einen beliebig hohen Anstieg des Meeresspiegels simulieren und sehen kann, welche Gebiete dann unter dem Meeresspiegel liegen. Im Extremfall wäre Berlin überschwemmt. Aber schon bei 5m wäre das nicht mehr lustig.

Hier noch der Link: http://flood.firetree.net/

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von NaWa » Fr 12. Mai 2017, 20:56

Toll, dann habe ich den Ostseestrand gleich direkt vor meiner Haustür! :D

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von ostfriesenpaar » Fr 12. Mai 2017, 21:14

Merkwürdig ist nur, dass wir genau das Gegenteil beobachten.
Seit mehr als 30 Jahren kennen wir die Strände von zum Beispiel Hooksiel und Bensersiel an der ostfriesischen Nordseeküste.

Kürzlich haben wir Fotos von jetzt und damals verglichen. Inzwischen läuft das Wasser bei Flut und "normaler" Tide lange nicht mehr so weit auf, wie früher.

Dort, wo vor einigen Jahren bei Flut noch regelmäßig Wasser war, ist jetzt alles mit Queller und anderen Pflanzen bewachsen.

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Hans H. » Fr 12. Mai 2017, 23:31

Die Diskussion läuft hier teilweise auf einem Niveau, das so extrem weit entfernt vom allgemein verfügbaren Wissen ist, dass ich hier erst einmal die Lektüre dieser Seiten empfehlen würde, einschließlich der darin verlinkten Seiten mit der Diskussion um die Argumente der Klimawandel-Ablehner:
https://www.umweltbundesamt.de/themen/k ... limawandel

Ziemlich unreflektiert ist es z.B. Argumente, anhand von Einzelregionen, in denen der Meeresboden zurzeit durch Sedimente schneller ansteigt, als der Meeresspiegel, für eine globale Verallgemeinerung heranzuziehen. Tut mir leid, aber eine Aussage anhand einer Beobachtung in einem einzelnen regional begrenzten Gebiet wie "Merkwürdig ist nur, dass wir genau das Gegenteil beobachten" ist schon wirklich lachhaft.

In ganz West-Italien steigt auch der Meeresboden (und sinkt der Meeresspiegel) aufgrund der tektonischen Bewegungen. Werden wohl die Menschen dort deshalb sagen, den Anstieg des Meeresspiegels gäbe es nicht? Die brauchen nur auf die andere Seite an die Adria zu fahren, denn da steigt der Meeresspiegel deutlich - stärker, als global, auch aus tektonischen Gründen.

 
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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von John Do » Sa 13. Mai 2017, 00:45

Klaus_59 hat geschrieben:Dabei muss noch die Ausdehnung des Wassers wegen höherer Wassertemperatur berücksichtigt werden. Das ist ein großer und wichtiger Faktor. Bei den Recherchen zu meinem Buch "Das Erbe der Weltenspringer" habe ich mich mit dem Thema vertraut gemacht. Dabei habe ich auch gelernt, dass der Anstieg viel schneller kommen könnte, nämlich wenn der Inlandsgletscher (Antarktis) den Halt am Untergrund verliert und sich das Schelfeis viel schneller ins Meer schiebt, aufschwimmt und abbricht. Dafür, dass das passieren könnte, gibt es klare Hinweise.


Die Albedo, ( ein Mass für das Reflexionsvermögen einer Oberfläche) ist ein weiterer wichtiger Faktor.
Von Eis werden etwa 80% der Sonneneinstrahlung reflektiert ( Albedo 0,8 ), bei Wasser und Felsen liegt der Wert bei 10%
(Albedo 0,1 )
Je niedriger die Albedo, desto stärker die Erwärmung der Fläche. Ein Teufelskreis, durch weniger Eis gesteigerte Erwärmung,
je wärmer die Umgebung, desto schneller schmilzt das Eis.
Schon eine geringe Erderwärmung reicht aus, um auch Permafrost Böden immer tiefer auf zu tauen und riesige Mengen an Methan frei zu setzen.
Methan hat laut dem Artikel im Link ein 86 mal höheres Erwärmungspotential gegenüber CO2.


http://globalmagazin.com/themen/klima/m ... ller-nr-1/

 
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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von norbert » Sa 13. Mai 2017, 06:33

Fkk-Igel hat geschrieben:
ostfriesenpaar hat geschrieben:Dagegen ist der kleine Haufen Atommüll Peanuts.

Politik und Wissenschaft zerbrechen sich seit Jahrzehnten den Kopf über das Problem Endlagerung und ihr habt die Lösung :?:

Unverständlich ist auch, das man erst mal AKW´s baut und Jahrzehnte später immer noch nicht weiß, wohin mit dem strahlenden Abfall.

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Zett » Sa 13. Mai 2017, 07:53

Ich vermute mal, eine Endlagerstätte wird es schon theoretisch nicht geben können, weil nichts Millionen von Jahre dicht hält, der Atommüll-Abfall aber so lange strahlt.
Wieviel Millionen Tonnen radioaktiven Abfall aus Atomkraftwerken gibt es eigentlich inzwischen auf der Erde? Ich befürchte, das der "kleine Haufen" einen recht großen "Peanut" abgeben dürfte.

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Klaus_59 » Sa 13. Mai 2017, 08:05

ostfriesenpaar hat geschrieben:Merkwürdig ist nur, dass wir genau das Gegenteil beobachten.
Seit mehr als 30 Jahren kennen wir die Strände von zum Beispiel Hooksiel und Bensersiel an der ostfriesischen Nordseeküste.

Kürzlich haben wir Fotos von jetzt und damals verglichen. Inzwischen läuft das Wasser bei Flut und "normaler" Tide lange nicht mehr so weit auf, wie früher.

Dort, wo vor einigen Jahren bei Flut noch regelmäßig Wasser war, ist jetzt alles mit Queller und anderen Pflanzen bewachsen.

Ich habe neulich einen Bericht gesehen, da war über Nacht der ganze Strand weggespült worden, und nach der nächsten Nacht war er wieder da. Kein Scherz.

Ansonsten stimme ich dem bisher Gesagten zu.

 
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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Campingliesel » Sa 13. Mai 2017, 12:49

Um das alles richtig beurteilen zu können, muß man eben die gesamten Zusammenhänge der Natur kennen, nicht bloß einzelne Beobachtungen als allgemeingültig betrachten. z.b Nur weil es mal in Ägypten schneit, hervorgerufen durch seltsame Wetterkapriolen, heißt das noch lange nicht, daß die nächste Eiszeit anrollt. Oder nur weil mal ein Sommer ziemlich verregnet ist, heißt das auch nicht, daß die allgemeine Klimaerwärmung nicht stattfindet.
Ich denke, wer nicht gerade als Wissenschaftler, Meteorologe oder wer sich sonst noch mit diesen Dingen beschäftigt, auf der ganzen Welt unterwegs ist und das untersucht, kann da nur schwer mitreden.
Das wäre genauso falsch, wie wenn man vor seiner Haustüre steht, feststellt, daß es regnet, und dann glaubt, daß es überall regnet, auch da, wo man vlt gerade hin will, obwohl das Ziel etliche km weg ist. Es kann ja schon nach 5 km anders sein. oder so.

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