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Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Nudi » So 6. Jan 2019, 17:06

Du meintest bestimmt das "Mindesthaltbarkeitsdatum"

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Beitrag von holgi-w » Mo 7. Jan 2019, 13:26

Aria hat geschrieben:(...)
Weiß jemand, wie die Situation bei uns ist?

Ein Verfallsdatum gibt es nach deutschem bzw. EU-Recht nicht. Hier wird nach Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) und Verbrauchsdatum unterschieden (siehe "Lebensmittelinformationsverordnung" LMIV Artikel 2 Absatz 2 (r) und weitere.
Was besagt denn das MHD überhaupt?
Das MHD gibt an wie lange ein Produkt seine spezifischen Eigenschaften beibehält, also Farbe, Geruch, Aussehen etc. (unter der Voraussetzung, dass es zu den vom Hersteller angegebenen Lagerbedingungen aufbewahrt wird). Das MHD sagt nichts darüber aus, dass nach dem angegebenen Zeitraum das Produkt nicht mehr zum Verzehr geeignet ist.
Nach Ablauf des MHD darf ein Lebensmittel weiterhin verkauft werden. Die Herstellerhaftung geht dann allerdings auf den Verkäufer über da der Hersteller ein einwandfreies Produkt nur bis zum angegebenen Datum garantiert. Der Verkäufer handelt dann auf eigenes Risiko und muss sicherstellen, dass das Produkt einwandfrei ist (erhöhte Sorgfaltspflicht, Produkthaftungsgesetz). Wie, bleibt ihm überlassen (z. B. durch eigene Verkostung). Produkte, deren MHD abgelaufen sind, sollten jedoch als sollche kenntlich gemacht sein. Eine unentgeltliche Abgabe (verschenken) dieser Produkte ist dann für einen Supermarkt eher unbedenklich da die Haftung auf die soziale Einrichtung übergeht.

Nach Ablauf des Verbrauchsdatums gilt ein Lebensmittel nicht mehr als sicher. Es ist nicht mehr verkehrsfähig und darf nicht mehr verkauft werden (Artikel 24 Absatz 1 Satz 2 LMIV). Schließt somit auch die unentgeltliche Abgabe aus.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat hierzu einen Leitfaden herausgegeben, der genau diese Aspekte beleuchtet.

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Bummler » Mo 7. Jan 2019, 14:07

Die deutsche Umwelthilfe hilft!

Die DUH forderte Kommunen mit hoher Luftbelastung auf, zentrale und professionell gestaltete Feuerwerke außerhalb dieser mit Feinstaub belasteten Zonen zu veranstalten, am besten am Stadtrand. "Ein öffentliches Feuerwerk oder eine professionelle Pyro-Show sind dabei nicht nur sicherer. Diese belasten auch die Umwelt weniger, da hier meist andere Feuerwerksbatterien zum Einsatz kommen", sagte Resch.



Sonst wird geklagt!

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natu ... ml#ref=rss


Auch auf Spiegel online:
Eigentlich wissen die meisten, dass es mit dieser Rücksichtslosigkeit längst ein Ende haben müsste. Jüngst ergab eine Umfrage, dass sich eine Mehrheit der Deutschen für ein Verbot von Feuerwerk in Innenstädten ausspricht.


http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 45648.html

Die Frage ist natürlich, ob so ein Verbot nur für Innenstädte sinnvoll und ausreichend ist.

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Re:

Beitrag von Aria » Mo 7. Jan 2019, 16:45

holgi-w hat geschrieben:
Aria hat geschrieben:Nun hat eine Australierin den Gesetzgeber dazu gebracht, Gesetze so zu ändern, dass bei geschenkten Lebensmitteln die Haftung auf den Empfänger über geht. Und schon schenken Supermärkte die nicht verkaufte Ware gern.

Weiß jemand, wie die Situation bei uns ist?
Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat hierzu einen Leitfaden herausgegeben, der genau diese Aspekte beleuchtet.
Vielen Dank für den Link auf den Leitfaden, der allerdings mit lauter Blabla viel zu lang geraten ist, so dass man die entscheidende Information lange suchen muss. Immerhin ist sie auf der Seite 14 vorhanden und lautet:

Für die Lebensmittelsicherheit ist jeweils das Lebensmittelunternehmen verantwortlich, das das Lebensmittel abgibt. Das bedeutet, dass sich die soziale Einrichtung von der Sicherheit der weitergegebenen Lebensmittel überzeugen muss, so wie auch jedes andere Lebensmittelunternehmen entlang der Wertschöpfungskette. Diese Verantwortung kann auch durch vertragliche Vereinbarungen nicht an jemand anderen übertragen werden.

Mit anderen Worten: Die Haftung kann bei uns nicht auf den Empfänger, d.h. den Endverbraucher der Ware übergehen. Das entspricht der Situation in Australien vor der Gesetzesänderung.

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Beitrag von holgi-w » Di 8. Jan 2019, 10:48

Zu lang und lauter Blabla? Ja, aus Deiner Sicht weil es Dich letzlich überhauptnicht interessiert und sich gezeigt hat, dass Deine Aussage "Der Grund dafür ist das Verfallsdatum, denn selbst wenn ein Supermarkt die Lebensmittel jenseits dieses Datums verschenkte, würde der trotzdem für die ev. auftretende gesundheitliche Schäden haften." falsch ist.
In Deutschland hatten Supermärkte (oder andere "Inverkehrbringer") nie Probleme mit der kostenlosen Abgabe von Waren an soziale Einrichtungen da sie - und vor allem die Verbraucher - von vornherein rechtlich abgesichert waren.

Aria hat geschrieben:Mit anderen Worten: Die Haftung kann bei uns nicht auf den Empfänger, d.h. den Endverbraucher der Ware übergehen.
Und das ist auch gut so!
Was soll daran gut sein das die Bedürftigen nun selbst das Risiko tragen während die Bessergestellten, die ihr Essen bezahlen (können), dies nicht haben?
Aria hat geschrieben:Das entspricht der Situation in Australien vor der Gesetzesänderung.
Hast Du eine Quellenangabe zu besagter Gesetzesänderung? Aus Deinem verlinkten Artikel ist diese für mich nicht ersichlich.

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Bummler » Di 8. Jan 2019, 13:49

Dafür stehen andere interessante Sachen drin.

Australische Fakten zur Lebensmittelverschwendung:
…..
Die Hilfsorganisationen sind nicht in der Lage, der Nachfrage Herr zu werden. Fast 90% der Agenturen berichteten, dass sie nicht genug Nahrung haben, um die Gesamtnachfrage zu erfüllen. 6 von 10 Agenturen benötigen mindestens 25% mehr Essen.


Oder hier:

Zum Beispiel braucht man etwa 1000 Liter Wasser, um 1 Liter Milch zu produzieren und etwa 16 000 Liter für Kuhfutter, um einen Hamburger herzustellen. Die daraus resultierenden Treibhausgasemissionen von den Kühen selbst und in der gesamten Nahrungsmittelversorgungskette sind alle überflüssig, wenn wir die Nahrungsmittel nicht verzehren.


Das hat mir schon seinerzeit meine Mutter beigebracht, das man immer alles aufessen muss. :shock:

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Aria » Di 8. Jan 2019, 14:39

holgi-w hat geschrieben:
Aria hat geschrieben:Das entspricht der Situation in Australien vor der Gesetzesänderung.
Hast Du eine Quellenangabe zu besagter Gesetzesänderung? Aus Deinem verlinkten Artikel ist diese für mich nicht ersichlich.
Ja, habe ich: Australia's Local Hero 2010 – Zitat:

Ronni plans to go national next year. Due to the perseverance of Ronni and others, the law has been changed in NSW, ACT, QLD, SA (and soon will be in WA*) to ensure that food donors are safe from liability.**

* NSW, ACT, QLD, SA und WA sind australische Bundesstaaten.
** liability heißt in diesem Zusammenhang Haftung oder Verantwortung.

In Deutschland liegt die Haftung immer bei den Herstellern und dem Handel, aber auch bei den Organisationen, die geschenkte Lebensmittel weiter an die Endverbraucher verschenken – ich zitiere noch einmal die gleiche Stelle aus dem von dir verlinkten Leitfaden:

Für die Lebensmittelsicherheit ist jeweils das Lebensmittelunternehmen verantwortlich, das das Lebensmittel abgibt. Das bedeutet, dass sich die soziale Einrichtung von der Sicherheit der weitergegebenen Lebensmittel überzeugen muss, so wie auch jedes andere Lebensmittelunternehmen entlang der Wertschöpfungskette. Diese Verantwortung kann auch durch vertragliche Vereinbarungen nicht an jemand anderen übertragen werden.

Konkret bedeutet dies, dass jeder Joghurt-Becher, der nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum in Verkehr, d.h. an den Verbraucher gebracht wird, vorher auf Unbedenklichkeit überprüft werden muss. Und wie soll das gehen, ohne ihn zu öffnen? Deswegen werden solche Lebensmittel von Supermärkten nicht mehr verkauft. Und wenn sie sie an soziale Einrichtungen verschenken, haben diese den Schwarzen Peter.

Deswegen laut Leitfaden - Zitat: „Einige Einrichtungen nehmen Lebensmittel mit überschrittenem MHD nicht an, andere überprüfen und kennzeichnen diese Produkte entsprechend vor der Abgabe an ihre Kunden.“

Das Überprüfen geht aber, wie geschildert, nicht immer. Und wenn sie nicht überprüften, würden sie sich strafbar machen.

Und darum geht es: Dass sie die Lebensmittel nach MHD nicht mehr überprüfen müssen, sondern lediglich nur noch darauf hinweisen, dass MHD überschritten ist. Das hat diese Ronni Kahn in Australien durch Gesetzesänderung schon vor Jahren erreicht. Und Australier leben immer noch. Und ich auch, obwohl ich z.B. Joghurt oder Käse auch nachdem MHD 2 oder mehr Wochen überschritten ist, esse.


Bummler hat geschrieben:(…)
Zum Beispiel braucht man etwa 1000 Liter Wasser, um 1 Liter Milch zu produzieren und etwa 16 000 Liter für Kuhfutter, um einen Hamburger herzustellen. Die daraus resultierenden Treibhausgasemissionen von den Kühen selbst und in der gesamten Nahrungsmittelversorgungskette sind alle überflüssig, wenn wir die Nahrungsmittel nicht verzehren.
Das stimmt. Allerdings ärgern mich diese Angaben über Wasser – z.B. 1000 Liter Wasser gegenüber 1 Liter Milch –, weil sie damit suggerieren, dass das Wasser vernichtet wird.

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Bummler » Fr 18. Jan 2019, 10:38

So, jetzt haben wir es schwarz auf weiß: 43 Gramm Fleisch am Tag sind genug.

Jedenfalls wenn wir die Ernährung umweltfreundlich machen wollen.

https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/ ... -1.4291259

Der Menschheit bleibt etwa eine Generation Zeit, ihre Ernährungsweise und die Landwirtschaft entsprechend anzupassen.


Und ich dachte schon, dass ich sofort auf mein 250 Gramm Schnitzel verzichten müsste. Wobei es natürlich gesunder wäre sofort den Fleischkonsum zu reduzieren.

Bis zu 11,6 Millionen ernährungsbedingte Todesfälle sollen sich mit dem globalen Ernährungsplan vermeiden lassen.


Man stirbt später und der Umwelt hilft es auch. Na wenn das nicht Gründe genug sind.
Um das zu erreichen, schlagen die Experten fünf Strategien vor:
- Die Bevölkerung dazu bringen, sich für die gesunde Ernährungsweise zu begeistern.
...


Ja, na klar.
Aber was macht die Merkel?
Nichts, das ist wieder typisch. Erst mal abwarten... bis es wieder zu spät ist.

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von hajo » Fr 18. Jan 2019, 11:15

Bummler hat geschrieben:
...Die Bevölkerung dazu bringen, sich für die gesunde Ernährungsweise zu begeistern.
...


Ja, na klar.
Aber was macht die Merkel?
Nichts, das ist wieder typisch. Erst mal abwarten... bis es wieder zu spät ist.

Naja.

Ich bin zu blöd zu verstehen, dass der Bezug zur Bevölkerung nur über Merkel laufen kann.








Ach jaaa!

JETZT hab ich es!

Die Leute sind zu BLÖD, SELBST zu entscheiden.

Die brauchen Mutti, die sie an die Hand nimmt und sagt:
"Nee, nee, nee! DAS nicht!"
Oder:
"Super, Schatz! Nur Wasser getrunken und kein Rotfleisch gegessen. Jetzt wirst du 100 Jahre alt! Das schont die Umwelt, verbraucht weniger Rohstoffe (deutsch: Ressourcen)..."


Daher fährt man dann mit dem SUV (2018 soviel Neuzulassungen in D wie nie zuvor) zum Biobauern und Homöopathen, um schließlich 100 zu werden und noch länger diese Welt zu belasten.

Ach Quatsch!
Um länger zu LEBEN!

... und länger zu konsumieren.
Was auch immer.

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von homo sapiens » Fr 18. Jan 2019, 12:43

Bis zu 11,6 Millionen ernährungsbedingte Todesfälle sollen sich mit dem globalen Ernährungsplan vermeiden lassen.
Ups, hat man jetzt Angst, dass die deutsche Bevoelkerung ausstibt?

Es gaebe da noch eine andere Loesung:

Die Deutschen behalten ihren Fleischkonsum bei und oeffnen dafuer im Gegenzug
die Grenzen fuer 11,6 Millionen "Fluechtlinge".

Und schon hat man eine schoene Win-Win-Situation geschaffen. :wink:

Die Deutschen koennen weiter ihr geliebtes Fleisch vertilgen, den "Fluechtlingen"
bietet man ein neues Zuhause mit allen Drum und Dran und last but not least,
die Deutschen sterben nicht aus. Und schon ist die Welt gerettet. Juchu!


Btw... Fuer welchen Zeitraum werden denn die 11,6 Millionen Toten angenommen?

Fuer ein Jahr?
Fuer 100 Jahre?

Egal, "wir" schaffen das.



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