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Glaubwürdigkeit der Medien

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Glaubwürdigkeit der Medien

Beitrag von Mecki » Di 19. Jan 2016, 14:16

http://www.t-online.de/nachrichten/deut ... einig.html

Was muss noch passieren, um den Tatsachen ins Auge zu sehen, denen sich Teile der Spitzen-Politik in Bund und Ländern zu entziehen scheinen? Reden Spitzen-Politiker davon, dass die Belastbarkeit "bald" erreicht sei, sind die Politiker vor Ort schon sehr viel weiter, wenn diese sagen, dass die Grenzen der Belastbarkeit längst überschritten seien.
Welche Rolle spielen in diesem Zusammenhang die Medien? Bringen die Medien nur das, was sie dürfen, oder veröffentlichen sie das, was sie soll(t)en? Gibt es die Lügen-Presse (oder eher die "Verschweig"- Medien?) wirklich und handeln diese aus eigenem Antrieb heraus, oder sind sie durch die oberen Organe gehalten, Teile der Wahrheiten zurückzuhalten? Wer hält das Gängelband, was gesagt, geschrieben, gezeigt werden darf oder soll oder kann oder muss? Gibt es etwa Absprachen zwischen den offiziellen Stellen der Politik, der staatlichen Organe, den Medien?
Welche "Sprache" ist zulassen - die ehrliche mit vollem Wahrheitsgehalt, oder die zurückhaltende, die mehr verdeckt, als dass sie aufdeckt? Gibt es diese Sympomatik flächendeckend oder ist sie "nur" partiell gegeben, z. B. bei den Printmedien?
Wem kann der geneigte Leser oder Zuschauer, der ja auch Wähler ist, wirklich noch etwas abnehmen, was geschrieben, gesagt oder gezeigt wird?

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Re: Glaubwürdigkeit der Medien

Beitrag von guenni » Di 19. Jan 2016, 15:53

Mecki hat geschrieben:Was muss noch passieren, um den Tatsachen ins Auge zu sehen, denen sich Teile der Spitzen-Politik in Bund und Ländern zu entziehen scheinen? Reden Spitzen-Politiker davon, dass die Belastbarkeit "bald" erreicht sei, sind die Politiker vor Ort schon sehr viel weiter, wenn diese sagen, dass die Grenzen der Belastbarkeit längst überschritten seien.


und woher hast du die kenntnis dieser unterschiedlichen sichtweisen?

aus den medien, oder?

i.ü. wurde das thema schon hier:

viewtopic.php?f=2&t=4886&start=150

diskutiert

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Re: Glaubwürdigkeit der Medien

Beitrag von Aria » Di 19. Jan 2016, 18:29

In dem von dir, Mecki, verlinkten Artikel wird die Sendung Hart aber fair kommentiert. Ich fand die Sendung gut, weil da ziemlich objektiv und schonungslos die Medien unter die Lupe genommen wurden.

Darin besonders interessant (weil mir bisher unbekannt): Ein Video aus Ägypten vor 2 Jahren (Tahir-Platz) mit Übergriffen auf eine deutsche Journalisten wird auf youtube hochgeladen und als das aus Köln bezeichnet. Folge: Über 300.000 Leute sehen sich das Video an und kommentieren es in dem Glauben, das wäre tatsächlich in der Sylversternacht in Köln passiert. Ab 1:00:00.

Und dann noch das, wo gezeigt wird, wie Alexander Gauland (AfD) ein gefälschtes Zitat aus einer rechten Zeitschrift übernimmt und damit auf einer Kundgebung Stimmung gegen Jürgen Tritin (Grüne) macht, worauf die Menge ruft: „Volksverräter!“ und „Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen!“ Ab 1:05:00.

Ich bringe das, weil wir im Forum auch User haben, die hier gern Ungeprüftes verbreiten, wenn es ihnen in den Kram passt.

Noch interessanter der Faktencheck zu der Sendung: http://www1.wdr.de/daserste/hartaberfai ... ck482.html

Darin heißt es u.a. – Zitat:

Er sieht allerdings noch andere Gründe dafür, dass die Berichterstattung kritisch betrachtet wird: Besonders gut belegt sei in der Kommunikationswissenschaft der so genannte "feindselige Medien-Effekt" ("Hostile Media Phenomenon"), erklärt Hagen: "Demnach nehmen Anhänger von bestimmten Ansichten die Berichterstattung als entgegengesetzt zu ihren eigenen Ansichten wahr - und zwar auch dann, wenn ausgewogen berichtet wird. Je stärker jemand einer bestimmten Meinung anhängt, umso stärker fällt der Effekt aus. Es ist also plausibel, dass in Zeiten politischer Polarisierung die Unzufriedenheit mit den Medien wächst, und zwar auf allen Seiten des politischen Spektrums."

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Re: Glaubwürdigkeit der Medien

Beitrag von Eisbär » Di 19. Jan 2016, 19:47

Mecki,
ich glaube eher der "Lügenpresse" als den zahlreichen rechten Märchenonkeln, die sich regelmäßig auf den "befreundeten Polizisten der nicht reden darf" oder den "wegen seiner hohen Position nicht genannt werden wollenden Politiker" berufen, wenn sie uns per Copy and Paste in Internetkommentaren unter 1000 fake accounts den immer gleichen Müll verkaufen.
Im Gegensatz zu diesen müssen die Vertreter der "Lügenpresse" ihren Namen unter die Artikel setzen und sich bei Nachweislich falscher Berichterstattung auch dafür verantworten. Die meisten alternativen Wahrheiten werden ja heute lieber anonym verbreitet.

Verschwörungstheorien leben davon, dass jeder Gegenbeweis zum Teil der Verschwörung erklärt wird und das Fehlen von Beweisen seitens der Theoretiker wird als Hinweis verkauft, dass eben diese fehlende Beweis unterdrückt wurde.
Erst wenn der doofe Mob verinnerlicht hat, dass Staat, Polizei, Presse und "Gutmenschen" pauschal lügen, kann man mit ruhigem Gewissen glauben, dass Merkel Weihnachten abschaffen und die Von Der Leyen unter die Burka zwingen will.
Da werden haarsträubende Geschichten erfunden und jeder Depp verbreitet sie weiter. Fragt man dann nach dem wo und wer kommt nur "darüber darf ja in diesem Land keiner mehr reden".
Fragt dann mal ein Journalist bei den angeblich betroffenen (Anwohner, Einzelhändler) nach und stellt fest, dass die von nichts wissen, dann kommt einfach wieder das "Lügenpresse" Argument.
Die breite deutsche Masse ist leider ein träges Herdentier das der Einfachkeit halber Wissen durch Bauchgefühl ersetzt und Probleme lieber mit nem Hammer als mit einem Stift löst.
Vor 80 Jahren haben sie dankbar geglaubt, dass Juden Babies opfern und heute glauben sie, dass alle Flüchtliche Weihnachten und FKK abschaffen wollen. Hauptsache sie haben irgendeine Rechtfertigung für ihre einfachen Parolen.
Land der Dichter und Denker? Schon lange nicht mehr.

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Re: Glaubwürdigkeit der Medien

Beitrag von Garfield » Di 19. Jan 2016, 20:03

Aria hat geschrieben:In dem von dir, Mecki, verlinkten Artikel wird die Sendung Hart aber fair kommentiert. Ich fand die Sendung gut, weil da ziemlich objektiv und schonungslos die Medien unter die Lupe genommen wurden.
Ich habe die Sendung gestern nicht gesehen, aber ich habe schon oft festgestellt das der Frank Plasberg ihm (oder der Redaktion?) unangenehme Meinungen abwürgt, wenn die Argumente ihm zu glaubwürdig werden.

Ich habe auch schon des öfteren festgestellt, daß Zuschauermeinungen die vorgelesen werden quantitativ so dargestellt werden wie es der Redaktion paßt. Also die Zuschauer sind mehrheitlich pro und es wird gesagt die Zuschauer seinen contra eingestellt. Das sieht man wenn man die Kommentare im Gästebuch der Sendung mitliest. Und ich spreche nicht von Themen die von älteren im allgemeinen anders gesehen werden als von jüngeren, so daß man nicht sagen kann die Telefonanrufer haben wahrscheinlich mehrheitlich eine andere Meinung geäußert als die Schreiber im Gästebuch. Die Gästebuchkommentare die vorgelesen wurden gab es, aber wenn die Kommentare 80%-90% zu 20%-10% sind spricht das mMn eine deutliche Sprache.

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Re: Glaubwürdigkeit der Medien

Beitrag von ynda » Di 19. Jan 2016, 20:11

Eisbär, Du sprichst mir aus der Seele. Genau solche Beobachtungen mache ich auch fast überall. Sowohl bei bei einem gewissen
Teil meiner Facebock Bekannten, als auch, leider, einiger meiner Bekannten im realen Leben.
Ich streite dann ganz heftig mit denen und habe, Gott sei Dank auch das eine oder andere mal Erfolg mit meiner Gegenargumentation.
Aber es ist anstrengend mit Worten zu kämpfen, wenn man doch manchmal am liebsten einen Knüppel nehmen möchte.
Der Herr verzeihe mir.

 
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Re: Glaubwürdigkeit der Medien

Beitrag von Mecki » Di 19. Jan 2016, 23:32

Was die Sendung "Hart aber fair" angeht, ist Plasberg einer der wenigen Moderatoren, der unangenehmen Themen, bzw. Fragen aus dem Weg geht. Plasberg lässt sich so gut wie nie die Butter vom Brot nehmen. Es kam allerdings schon vor, dass er ins Schleudern kam, wenn ihn etwas Unerwartetes erwischte.
Grundsätzlich sind die Recherchen der Sendung gut. Oft werden seine Gäste, das Publikum und die Zuschauer eines besseren belehrt. Was bei der meist abschließenden Meinungsbildung der TV-Zuschauer rüber kommt - meist kommen dort NUR die kritischen Zuschauer zum jeweiligen Thema der Sendung auf´s Trapez. Dass dabei gefiltert werden muss, welche Beiträge "sendefähig" sind, liegt auf der Hand.
Kürzlich war die AfD-Vorsitzende Petry in der Sendung - eine Labertasche ohne gleichen! Diese Frau hat Plasberg nicht in den Griff bekommen, was ihm am Folgetag heftige Kritiken einbrachte.
Generell gilt für Plasberg - der hakt nach, bohrt nach, würgt aber auch gelegentlich ab, wenn Gäste am Thema vorbei reden, bzw. seine Fragen "umgehen".

Aber... "Hart aber fair" ist nicht die einzige Sendung, ist nicht das alleinige Medium, was zu berichten hat. Allein darum geht es, die Berichterstattung der Medien zu diskutieren, OHNE auf die Partei-Politik zurückzugreifen, die als Thema in diesem Forum nicht angesagt ist!

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Re: Glaubwürdigkeit der Medien

Beitrag von Garfield » Mi 20. Jan 2016, 00:11

Mecki hat geschrieben:... Dass dabei gefiltert werden muss, welche Beiträge "sendefähig" sind, liegt auf der Hand.

Das ist richtig, daß nicht alle Zuschauerkommentare sendefähig sind und es können auch rein zeitlich nicht alle Kommentare vorgelesen werden. Aber als ich die Sendung noch geschaut habe kam es des öfteren vor das die Zuschauerkommentare im Gästebuch pro dem Thema waren und daß beim vorlesen der Kommentare gesagt wurde die Zuschauer wären in der Mehrheit contra eingestellt oder umgekehrt, jenachdem was die Redaktion zu dem Thema für eine Meinung verbreiten möchte. Wie gesagt spreche ich nur von Themen die in allen Altersklassen gleich gedacht werden. Ich spreche z.B. nicht von Computerthemen oder Verkehr, wo ältere Leute oft anders denken als jüngere, so das nicht zu erwarten ist, daß die Anrufer sich in ihrer Meinung großartig von den Gästebuchschreibern unterscheiden.

 
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Re: Glaubwürdigkeit der Medien

Beitrag von Eule » Mi 20. Jan 2016, 02:41

@ Mecki
Bringen die Medien nur das, was sie dürfen, oder veröffentlichen sie das, was sie soll(t)en?
Mir ist diese deine Fragestellung sehr unverständlich. Willst du ausdrücken, dass wir eine Pressezensur hätten? Oder eine gelenkte Presse?
Gibt es die Lügen-Presse (oder eher die "Verschweig"- Medien?) wirklich und handeln diese aus eigenem Antrieb heraus, oder sind sie durch die oberen Organe gehalten, Teile der Wahrheiten zurückzuhalten?
Ist es dir bekannt, wer den Begriff der "Lügen-Presse" erfand und wie dieser eingesetzt wurde? Hast du wirklich den Verdacht, dass die Medien Informationen verschweigen? Welche "oberen Organe" sollen die Medien dazu veranlassen, "Wahrheiten" zurück zu halten?

Was verstehst du hier unter dem Begriff der Wahrheit? Politische Äußerungen sind immer zielgerichtet. Sich scheinbar widersprechende politische Äußerungen zeigen nicht auf einen unwahren Sachverhalt hin, sondern beleuchten ein Problem aus verschiedenen Blickwinkeln heraus. Es gibt gerade innerhalb der Politik nicht die eine Wahrheit. Politik ist immer ein Abwägen von Interessen und ein Gewichten von Sachverhalten.

In den Medien kannst du auch nicht die Wahrheit als solches erfahren. Denn jeder Bericht in den Medien ist von einem Menschen verfasst und somit von der Einstellung dieses Menschen beeinflusst. Ich habe oft erfahren, dass in der Berichterstattung viele Berichte unzulänglich sind, weil der Berichterstatter die Probleme nicht verstanden hat oder wesentliche Faktoren durch die Verkürzung in der Berichtserstattung weggefallen sind. Ist so ein unzulänglicher Bericht noch wahr?

Die Frage nach der Glaubwürdigkeit der Medien ist auch eine sehr individuell zu entscheidende Frage. Eine abstrakte Glaubwürdigkeit kann es nicht geben. Denn jeder von uns nimmt die uns dargebotenen Informationen anders auf. Was für dich glaubwürdig erscheint kann für mich fragwürdig sein oder auch umgekehrt.

Ob die Meldungen der Medien glaubwürdig sind oder nicht kannst du nur dann ermessen, wenn du mehrere unabhängig voneinander erstellte Informationen von ein und derselben Sache aus den verschiedensten Medien miteinander vergleichst und den gemeinsamen Nenner dieser Nachrichten ermittelst.

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Re: Glaubwürdigkeit der Medien

Beitrag von Bummler » Mi 20. Jan 2016, 09:02

Eule hat geschrieben:Ob die Meldungen der Medien glaubwürdig sind oder nicht kannst du nur dann ermessen, wenn du mehrere unabhängig voneinander erstellte Informationen von ein und derselben Sache aus den verschiedensten Medien miteinander vergleichst ....


Sag ich doch. Genau meine Meinung.

https://www.alternativefuer.de/2016/01/ ... genknecht/

Gruß
Bummler

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