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Gesundheitswahn

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Re: Gesundheitswahn

Beitrag von Tim007 » Mo 8. Apr 2019, 18:39

Aria hat geschrieben:... und dann mit unwahrer Behauptung versucht, Leser hinters Licht zu führen.


Peinlicher geht's nicht.

Welt - GESCHICHTE 30. DEZEMBER 1967 hat geschrieben:
Die fünf Millionen Katholiken in Großbritannien dürfen am Freitag wieder Fleisch essen. Das entscheiden die katholischen Bischöfe des Vereinigten Königreichs am 30. Dezember 1967.


Seltsam.
Kommt das Zitat von Dir?

Ich hätte wetten können, dass es Hajo gebracht hatte.
Aber es passt auch zu Deinem Beitrag:

Und auf der Webpage des Bistums Augsburg, aus der ich zitiert hatte, steht: Nach dem Vorbild Jesu Christi, der vierzig Tage lang in der Wüste gefastet hat, ...


Ich bin ein großer Anhänger der Ökumene. Trotzdem bin ich, im Gegensatz zu dem Augsburger Bischof, den ich noch nicht einmal kenne, evangelisch. Guenni hatte schon versucht, Dir zu erklären, dass es kirchlicherseits keine Verbote geben kann, da alle Christen nach evangelischem Verständnis gleichberechtigt sind.

Trotzdem hat das Fasten seine Berechtigung. Es ist aber keine Verpflichtung. Insofern war Dein Argument eingangs falsch.

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Re: Gesundheitswahn

Beitrag von Aria » Mo 8. Apr 2019, 20:15

Tim007 hat geschrieben:
Aria hat geschrieben:... und dann mit unwahrer Behauptung versucht, Leser hinters Licht zu führen.
Peinlicher geht's nicht.
Ja, peinlicher geht's nicht – deinerseits.

Schau dir einfach an, was du zuletzt in diesem deinem Beitrag hajo untergeschoben hast, um Verwirrung zu stiften, damit keinem auffällt, was du angerichtet, aber mich dafür verantwortlich gemacht hast.

Aber ich bin es gewohnt von dir, nicht für Dinge einzustehen, die du verursacht hast. Man muss nur ein bisschen Nichtverstehen spielen, bis zwischen dem ursprünglichen Posting und deiner späteren Rechtfertigungen genügend andere Beiträge dazwischen kamen, um tatsächlich nicht mehr wissen zu können, wer was wann gesagt hat.

Da diese Strategie auch von Eule verfolgt wird, frage ich mich inzwischen, ob zwischen den evangelischen und katholischen Christen tatsächlich ein so großer Unterschied besteht, wie von dir gern behauptet.

 
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Re: Gesundheitswahn

Beitrag von Tim007 » Mo 8. Apr 2019, 22:41

:lol:

Aria, warum bist Du eigentlich immer so verbiestert?

Einfach mal locker sein.

Und zu Hajo:
Mir liegt nichts ferner, als ihm etwas "in die Schuhe zu schieben". Lies einfach noch einmal: seinen Beitrag von So 7. Apr 2019, 22:14, der sich nicht Unwesentlich von Deinem unterscheidet.

Und dann überlege Dir vor Deinem Abendgebet, was es bringen soll, meiner Aussage irgendein Zitat eines mir unbekannten katholischen Augsburger Bischofs entgegenzustellen.

Sonst mach Dein Versprechen wahr und schweige still.

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Re: Gesundheitswahn

Beitrag von Bummler » Di 9. Apr 2019, 09:26

Ich habe letztens Karotten-Kuchen probiert, es schmeckte gräulich.
Obwohl jede Menge Marzipan dran war.

Übrigens war ich gestern beim Arzt, der mir so eine Salbe verschrieben hat. Dem habe ich erzählt, dass ich die Salbe nach 3 Wochen abgesetzt habe, weil das in dem Beipackzettel so drin steht. Da hat er mich ausgelacht und gesagt, dass das nur drin steht, weil die Pharmahersteller die Medikamente entweder 3 Wochen testen. Länger nicht. Mit der Wirkung hat das nichts zu tun, ich kann die Salbe auch ständig nehmen, wenn ich keine Nebenwirkungen habe.

:shock:

Den Arzt kann ich übrigens nicht wechseln, habe ich schon mehrfach probiert. Hier nimmt keiner mehr neue Patienten.

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Re: Gesundheitswahn

Beitrag von popeye » Di 9. Apr 2019, 11:50

Das ist unbestritten. Aber es ging darum, dass die Menschen zunehmend dicker werden, weil ihnen alles Süße schmeckt, die Natur ihnen aber diesbezüglich keine „Bremse“ eingebaut hat, weil es in der Natur kaum Süßes gab und gibt, vor allem nicht in solcher Konzentrationen wie jetzt fast überall angeboten.


Die Vorliebe für Süßes ist den meisten aber in die Wiege gelegt. Bereits Fruchtwasser und Muttermilch schmecken leicht süßlich. Süß ist der Geschmacksträger für nahrhaft und wird daher bevorzugt (https://www.kleinkind-ernaehrung.de/wie ... geschmack/). Man beobachtet ja oft, wie Babys und Kleinkinder meistens eindeutig Obst vorziehen gegenüber Gemüse. Lebensmittel mit industriellem Zucker sind, das stimmt, daher gefährlich, weil sie unseren natürlichen Gelüsten in die Hände spielen und zugleich verstärken.

Ah! Und noch immer wird Süßes als Belohnung eingesetzt. Das setzt sich im Erwachsenenalter ja dann gerne fort, dass man sich was Gutes gönnt.

Karottenkuchen esse ich eigentlich ganz gerne... was für ein Rezept war denn das, dass es gräuelich geschmeckt hat?

 

Re: Gesundheitswahn

Beitrag von hajo » Di 9. Apr 2019, 11:55

Tim007 hat geschrieben:Und zu Hajo:
Mir liegt nichts ferner, als ihm etwas "in die Schuhe zu schieben"...
Da ich die weitaus meiste Zeit barfuß rumlaufe (bis zu den Haarspitzen), wäre das auch gar nicht so einfach. ;)

 
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Re: Gesundheitswahn

Beitrag von Tim007 » Di 9. Apr 2019, 13:49

:D :D :D

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Re: Gesundheitswahn

Beitrag von Bummler » Di 9. Apr 2019, 13:56

popeye hat geschrieben:
Karottenkuchen esse ich eigentlich ganz gerne... was für ein Rezept war denn das, dass es gräuelich geschmeckt hat?


Keine Ahnung, war vom Bäcker.

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Re: Gesundheitswahn

Beitrag von Aria » Di 4. Feb 2020, 16:57

In Ermangelung eines passenderen Threads, poste ich dies hier:

Wenn man sieht, was derzeit in China los ist – ganze Städte und Dörfer werden abgeriegelt, einzelne Wohnungen, in denen man Reisende aus Wuhan vermutet, werden von außen zugenagelt –, dann denke ich unwillkürlich an das 14. Jahrhundert, als Pest bei uns wütete und sich Menschen in ähnlicher Weise zu schützen versuchten.

Haben wir seitdem nichts gelernt? Oder ist das nur ein Problem Chinas? Ist eine Diktatur unfähig, Fehler zuzugeben, und versucht deswegen mit einer übermäßigen Härte Handlungsfähigkeit zu demonstrieren?

Fest steht: Hätten die Behörden statt die 8 Ärzte, die als erste das neuartige Virus als SARS-ähnlich beschrieben, zu verhaften und zum öffentlichen Widerruf zu zwingen, gleich Quarantäne über die damals wenige Kranke verhangen, wäre alles unter Kontrolle geblieben, obwohl es in China einen eklatanten Mangel an Ärzten gibt: 1 Arzt auf 6000 Patienten. Zum Vergleich: In Deutschland gibt es einen Arzt auf 200 Patienten.

Die kommunistische Partei Chinas will angeblich nur Gutes für das Volk, aber an solchen Zahlen zeigt es sich, wie wenig dafür getan wird. Ich bin sicher, wenn diese Pandemie vorbei ist, werden wieder irgendwelche Provinzfürsten als Schuldige vor Gericht stehen, nicht die Partei als Ganzes und nicht ihr Führer Xi Jinping, der noch einen Tag vor der Abriegelung der Stadt Wuhan gesagt hatte: Wer nicht in die Nähe des Fischmarkts gehe, sei sicher. Das über eine 12-Millionenstadt zu sagen, aus der bis zur Verhängung der Quarantäne jeden Tag 30.000 Menschen in alle Welt flogen, war nur möglich, wenn man die wirkliche Situation nicht zur Kenntnis nahm oder nehmen wollte.

Dass sich das Virus so ausbreiten konnte, ist nur dem langen und konsequenten Verschweigen der tatsächlichen Zahlen der Erkrankungen geschuldet. Jetzt sind 50 Millionen Menschen eingesperrt, das ist mehr als Spanien Einwohner hat.

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Re: Gesundheitswahn

Beitrag von Aria » So 19. Apr 2020, 16:15

In der heutigen Süddeutschen Zeitung gibt es ein Interview mit Michael Pollan, einem Journalisten und Professor, in dem er Interessantes über Kaffee sagt. Leider ist das Interview hinter der Bezahlschranke, deswegen hier ein paar Zitate daraus:

Drogen sind Werkzeuge, sie können nützlich sein oder schädigen, je nachdem, wie man sie nutzt. Aber Koffein ist zweifellos eine Droge. Es ist die am meisten gebrauchte psychoaktive, also bewusstseinsverändernde Substanz der Welt. Etwa 90 Prozent der Menschheit greifen regelmäßig zu dieser Droge, meistens täglich, sei es in Form von Kaffee, Tee oder koffeinhaltigen Softdrinks.
(…)
Das ist eine merkwürdige Sache, denn diese Softdrinks geben wir unseren Kindern. So gesehen ist Koffein die einzige psychoaktive Droge, die wir unseren Kindern verabreichen. Und warum ist Koffein in Coca-Cola und in Pepsi? Um Leute davon abhängig zu machen und mehr davon zu verkaufen, auch wenn die Hersteller das natürlich nie zugeben würden.
(…)
Zuerst einmal verhindert es [Koffein], dass wir Entzugserscheinungen haben. Ein großer Teil der Freude, die uns Koffein verschafft, ist gar nicht so sehr die belebende oder euphorisierende Wirkung dieser Droge, sondern einfach der Umstand, dass eine Einnahme die beginnenden Entzugserscheinungen beendet. Die Aussage, dass man vor dem ersten Kaffee morgens nicht ansprechbar ist, ist nichts anderes als das Beschreiben von Koffeinentzug. Man wacht auf, fühlt sich benommen, braucht eine neue Dosis. Das ist also schon mal das Erste, das Kaffee für uns tut. Deshalb bringt der erste Schluck auch ein solches Gefühl von Erleichterung. Außerdem können wir uns auf Koffein besser konzentrieren. Zu viel Kaffee kann einen natürlich nervös machen, aber eine gewisse Menge kann es einem auch erleichtern, sich auf eine Sache zu konzentrieren.
(…)
Tee hat etwa halb so viel Koffein wie Kaffee, aber es ist im Prinzip dasselbe. Deshalb erfährt Tee etwa in Zen-Klöstern eine so hohe Wertschätzung. Man sagt, dass er das Meditieren verbessere.
(…)
Kaffee und Tee haben insofern einzigartigen Status, als ihre psychoaktiven Substanzen neu waren für die westliche Welt, in die sie kamen, für unsere Zivilisation. Bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts kannte man sie in Europa nicht. Wir haben also eine ziemlich gute Idee vom Vorher und Nachher. Und mit dem Erscheinen von Kaffee und Tee gingen große Veränderungen einher, kam das Zeitalter der Vernunft, die Aufklärung. Und Kapitalismus. Ich will nicht sagen, dass Kaffee Kapitalismus geschaffen hat, aber diese beiden Dinge passen schon sehr gut zusammen.
(…)
Kaffee ermöglicht es, die Produktivität zu erhöhen. Zumal wenn man weiß, was in Europa vorher getrunken wurde. Nämlich Alkohol, in rauen Mengen, morgens, mittags und abends. Der Grund dafür war, dass dies durch den Fermentationsprozess sicherer war als das oft verunreinigte Wasser. Aber Kaffee und Tee wurden gekocht, und das war noch hygienischer. Zudem ist Arbeit, die man unter Alkoholeinfluss leisten kann, stark limitiert. Man ist dabei weder sonderlich präzise noch mental fokussiert. Schnell wurde bemerkt, dass Kaffee und Tee ein viel effizienteres Arbeiten ermöglichten. So hat Koffein sicherlich zum Übergang von körperlicher zu geistiger Arbeit zumindest beigetragen.
(…)
Marxistisch ausgedrückt: Koffein hilft dem Kapital, Wert aus dem Arbeiter herauszuschlagen. Unternehmen haben irgendwann gemerkt: Wenn sie den Angestellten Kaffee geben und etwas Freizeit, ihn zu trinken, sind diese produktiver. Und das rentiert sich, die gesteigerte Produktivität macht das Geld für den Kaffee locker wett.
(…)
Wenn du süchtig nach etwas bist, das deinem Körper nicht schadet, das dein Leben nicht unterbricht, das legal ist und von dem du genug Nachschub hast, was soll daran verkehrt sein?


Wegen der Bemerkung über den Kapitalismus wird Bummler das Interview gut finden, Zett aber wird nach wie vor der Meinung sein, sein Eisjoggen sei für ihn keine Droge, obwohl er süchtig danach ist, und obwohl ihm hier im letzten Satz attestiert wird, dass eine Droge auch Gutes bewirken kann.

Nebenbei: Ich bin süchtig nach Kaffee, denn auch für mich gilt – Zitat aus dem Interview: vor dem ersten Kaffee morgens nicht ansprechbar :D

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