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Traueranzeigen

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Re: Traueranzeigen

Beitrag von Babyboomer » Sa 18. Apr 2020, 22:45

Vor mehr als 30 Jahren fand ich zufällig eine Traueranzeige mit dem Namen eines Klassenkameraden. Ich zweifelte, weil er erst Mitte 20 war, und ging dennoch zur Beerdigung. Aus der Klasse war ich der Einzige! Einen Urlaubstag dafür zu nehmen, war MIR die letzte Ehre wert.

Zu Klassentreffen aus der Oberstufe kann man sich online anmelden. In der Liste taucht immer öfter das Wort "verstorben" auf. Wenige Monate nach einem Treffen kam ein Mitschüler bei dem Tsunami (Dez. 2004) um. Damals hatte ich eine neue Kollegin in die Software der Friedhofsverwaltung eingearbeitet. Es war ein blödes Gefühl.

Daraufhin hatte ich mich in einem Bestattungshaus informiert, wie man jemanden ohne Leiche bzw. ein Schwergewicht wie mich bestattet. Die Toten waren damals vor Ort verbrannt worden, um eine Seuche zu vermeiden. Ich war von der freundlichen Athmosphäre der Räume und geduldigen Auskunft angenehm überrascht.

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Re: Traueranzeigen

Beitrag von NaWa » Sa 18. Apr 2020, 23:08

Wesentlich schlimmer als gedruckte Traueranzeigen finde ich, wenn man auf Friedhöfen Grabsteine sehen muss, auf denen in etwa steht:

* 10.04.2001
+ 05.12.2019

Das ist dann irgendwie deutlicher, dass hier ein sehr junges Leben gehen musste, meistens unschuldig durch einen Unfall oder so!
Das beeindruckt mich schon stark, auch wenn ich diese Person niemals kannte, geschweige denn gesehen habe!

 
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Re: Traueranzeigen

Beitrag von Nico_Ahrens » So 19. Apr 2020, 19:14

Den Tod haben wir im Konfirmandenunterricht durchgenommen. Damals in dem jungen Alter, war ich halt noch sehr naiv und dachte, das mich sowas nicht betrifft; habe es verdrängt. Aber wenn man dann solche Traueranzeigen von junggebliebenen Menschen liest, sieht man auf einmal alle Menschen in einem ganz anderen Licht.

 
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Re: Traueranzeigen

Beitrag von Taxidriver1957 » Fr 22. Mai 2020, 15:24

ich bin ja nun bald mit 63 die nächste sterbende generation - aber was mich immer traurig macht, wenn auf friedhöfen die kleineeren kinder mit briefchen abschied von oma und opa nehmen ... und heftig: eltern / geschwister von ihren kindern / geschwistern. :-(

 
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Re: Traueranzeigen

Beitrag von Nico_Ahrens » Mi 27. Mai 2020, 22:28

Deshalb habe ich im Münsterland sehr viele verrückte Sachen mitgenommen in meinem "Urlaub" und lebe das Verrückte auch aus. "Normal", kann ja jeder. Bin dadurch selbstbewusster und stärker geworden. Mittlerweile bin ich in Ostfriesland das Highlight und lach mich über jüngere Damen kaputt. Also ich zieh es vor, in jeder Situation gut auszuschauen und dabei eine sexy Figur abzugeben. Da könnten sich einige jüngere Mitmenschen eine Scheibe von abschneiden. Wir leben ja alle nur einmal und NIEMAND bekommt von Gott einen Orden verliehen, für ein "normales" Leben oder für einen lückenlosen Lebenslauf oder für eine praxisbezogene Ausbildung. Wenn das Leben vorbei ist, ist es vorbei. Das gilt auch für jüngere Mitmenschen ;-)

 
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Re: Traueranzeigen

Beitrag von Campingliesel » So 12. Jul 2020, 20:45

Ich lese die Traueranzeigen auch gerne, vor allem, weil man in unserem relativ kleinen Ort immer wieder auf bekannte Namen stößt. Ich gucke auch gerne auf die Geburts- und Todestage. Und auf die Namen, vor allem seltene und außergewöhnliche Namen. Manchmal erschrecke ich auch, wenn ich Namen von Leuten lese, die ich kenne, noch leben und die genauso heißen.

Sicher macht man sich so seine Gedanken über Leben und Tod. Auch wenn ich Angst davor habe, vor allem, wenn man wegen irgendeiner blöden Krankheit oder Unfall stirbt, aber daß Geist und Seele nicht sterben, sondern weiter existieren, wo und wie auch immer, glaube ich schon.
Sonst könnte es ja sowas wie Reinkarnation nicht geben.

 

Re: Traueranzeigen

Beitrag von guenni » So 12. Jul 2020, 20:55

ist es denn sicher, dass es die reinkarnation gibt?

 
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Re: Traueranzeigen

Beitrag von Campingliesel » So 12. Jul 2020, 21:19

guenni hat geschrieben:ist es denn sicher, dass es die reinkarnation gibt?


Ich habe deswegen den gesamten Artikel in Wikipedia darüber durchgelesen. Es ist eben wie mit all diesen unerklärlichen Dingen zwischen HImmel und Erde, die sich nicht wissenschaftlich beweisen lassen, aber dennoch existieren und daß es auch Leute gibt, die fest davon überzeugt sind, irgendwann schon mal gelebt zu haben. Wissenschaftliche Beweise sind eben nicht immer der Weisheit letzter Schluß.
Der Mensch und auch die Tiere, sogar auch die Pflanzen bestehen nicht nur aus vielen Zellen und Substanzen usw, also nur Materie, sondern eben auch aus nicht greifbaren Dingen wie Seele, Geist, Gefühle und Verstand. Dadurch sind ja auch die vielen Religionen entstanden, die man nicht einfach nur als Fantasie bezeichnen kann. Abgesehen davon ist die Fähigkeit, Fantasie zu entwickeln, ja auch eine geistige Fähigkeit. Sogar Pflanzen sollen ja Gefühle haben und auch reagieren können und auch unser Wohlbefinden beeinflussen können.

Kein Volk der Welt glaubt, daß nach dem Tod auch dieses irgendwie ins Nichts zerfällt. Was nun tatsächlich damit passiert, wissen wir nicht.
Aber ohne Grund hat man nicht manchmal das Gefühl, daß die Seele oder der Geist eines verstorbenen Menschen in einem anderen oder in einer Familie weiterlebt und diese dessen Lebensweisheiten oder Erfahrungen weiterträgt. NIcht unbedingt so, daß ein Sohn oder Tochter genau dasselbe sagt oder tut wie der Vater oder die Mutter taten, aber daß sich alle noch lange daran orientieren. Jenachdem, wie bekannt dieser Mensch war.

So wie eben auch der Geist von Jesus in uns weiterleben kann, sofern man daran glaubt und es zuläßt. Wenn es das absolut nicht gäbe, hätte sich daraus keine Weltreligion entwickeln können, die noch 2000 Jahre danach lebendig ist. Auch wenn klar ist, daß in der Geschichte viele dazu gezwungen wurden, oder es ihnen verboten wurde, und viele deshalb getötet wurden, aber trotzdem hätte der Glaube nicht überlebt, wenn absolut nichts daran wahr gewesen wäre.

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