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Aktive Sterbehilfe

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Re: Aktive Sterbehilfe

Beitrag von ostfriesenpaar » So 30. Sep 2018, 05:49

Bummler hat geschrieben:Wenn jemand infolge einer Depression einen Suizid vorhat, dann sollte da doch bitte keine Sterbehilfe möglich sein, oder sehe ich das verkehrt?
zumindest keine Sterbehilfe durch die Hilfe anderer Personen.
Ansonsten bin ich der Meinung, dass jedem Menschen das Recht gegeben werden sollte, sein Leben auf humane und schmerzfreie Art beenden zu können, wenn er der Meinung ist, dass nun der richtige Zeitpunkt gekommen ist....... unabhängig von irgendwelchen Endphasen einer Erkrankung.

Jeder mag eine andere Einstellung darüber haben, ab wann er sein Leben als nicht mehr lebenswert empfindet.
Ein Außenstehender kann und darf das meiner Meinung nach nicht beurteilen.

Lee3 hat geschrieben:.....Parkinson im Endstadion.
Es wäre für alle Beteiligten eine "Erlösung". Das traurige dabei ist, sie könnte die speziellen Medikamente in diesen Moment selber nicht mehr einnehmen. Also der Entschluss aus dem Leben zu scheiden muss schon viel eher gefasst und auch durchgeführt werden....

Genau solche Fälle meine ich damit.

 
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Re: Aktive Sterbehilfe

Beitrag von Mecki » So 30. Sep 2018, 08:57

@ ostfriesenpaar
Ansonsten bin ich der Meinung, dass jedem Menschen das Recht gegeben werden sollte, sein Leben auf humane und schmerzfreie Art beenden zu können, wenn er der Meinung ist, dass nun der richtige Zeitpunkt gekommen ist....... unabhängig von irgendwelchen Endphasen einer Erkrankung.


jeder hat das recht, sein Leben zu jedem Zeitpunkt zu beenden - es gibt keine "Regelung", dies nicht
zu tun. Das schmerzfrei zu bewerkstelligen - kein Problem. Human? Wer sein Leben selbstbestimmt
zu beenden gedenkt, handelt "human"...auf sich selbst bezogen. Selbstverständlich ist es für die
Angehörigen weder human noch schmerzfrei, eine Nachricht vom Suizid zu bekommen - denn....
Angehörige haben ganz sicher eine andere "Meinung" dazu, ob sich jemand aus dem engsten Umfeld
selbst richtet.

Wie viele Suizide es in D-Land gibt - keine Ahnung. Von außen wird sicher niemand in den Suizid
getrieben. Das sind eigene Entscheidungen - warum auch immer diese Entscheidungen getroffen
wurden. Niemand kann das ergründen....und ob Abschiedsbriefe immer die wahren Gründe hergeben?

In D-Land ist eine offizielle aktive Sterbehilfe verboten. Da braucht sich niemand Gedanken zu machen,
es möge doch "bitte nicht" ermöglicht werden, wenn sich z. B. Depreessive der aktiven Sterbehilfe
zuwenden.

 
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Re: Aktive Sterbehilfe

Beitrag von Eric » Di 2. Okt 2018, 18:38

Aria hat geschrieben:
Eric hat geschrieben:Hinter Depressionen steckt auch sehr häufig ein hormonelles Problem, eine Unterfunktion der Schilddrüse.
Das ist wahr.

Eric hat geschrieben:Die wird leider, da die Ärzte in der Regel nur mechanisch analysieren und faktisch nicht logisch denken können, in den allermeisten Fällen übersehen.
Das stimmt nicht, denn dass bei Depressionen die Schilddrüse untersucht gehört, lernen während des Studiums alle Ärzte, ganz sicher aber weiß das jeder Psychiater.

Mit anderen Worten: Wer sich wegen Depressionen behandeln lässt, dessen Blut wird auf Schilddrüsenhormone untersucht, ggf. erfolgt auch eine radiologische Untersuchung der Schilddrüse.


Ok, Du weißt also genau, wie die Untersuchung abläuft. Es wird in der Regel - Ausnahmen sind selten - nur ein Wert bestimmt, dessen Obergrenze weit über dem 8-fachen!! der Untergrenze liegt. Alle Indizien sprechen dafür, dass jeder Mensch einen stabilen Wert hat, dennoch wird generell, auch beim Vorliegen von eindeutigen!!! Symptomen bei jedem Wert in der Norm entweder auf Simulant oder eben "Geisteskrank" diagnostiziert.

Tut mit leid, aber diese Diagnostik ist "für'n Arsch" und ist mehr als fehlerbehaftet. Ich bleibe daher dabei, Schilddrüse als Ursache von Depressionen wird in der Mehrzahl der Fälle übersehen und somit die Diagnose endogene ( wie gesagt, exogene gibt es laut Ärzten eigentlich nicht ) Depression oft falsch.

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Re: Aktive Sterbehilfe

Beitrag von Aria » Di 2. Okt 2018, 20:04

Eric hat geschrieben:Es wird in der Regel - Ausnahmen sind selten - nur ein Wert bestimmt, dessen Obergrenze weit über dem 8-fachen!! der Untergrenze liegt.
Es ist richtig, dass in der Regel nur ein Wert bestimmt wird – Thyroxin (T4) –, aber das mit dem 8-fachen der Untergrenze ist einfach falsch. Richtig ist vielmehr, dass Werte zwischen 0,6 und 1,8 ng/dl differieren können, d.h. die Obergrenze ist das 3-fache der Untergrenze.

Außerdem ist T4 für ca. 3 Wochen stabil im Körper, das bedeutet, dass man im Nachhinein nicht sagen kann, die Schilddrüse hätte genau in der Zeit, als man die Depression hatte, zu wenig T4 produziert.

T3 ist das andere Hormon, das jedoch nur zu 4 % von der Schilddrüse produziert wird, die restlichen 96 % werden von allen Körperzellen aus dem T4 hergestellt. Deshalb reicht es aus, nur T4 zu messen.

Eric hat geschrieben:Ich bleibe daher dabei, Schilddrüse als Ursache von Depressionen wird in der Mehrzahl der Fälle übersehen und somit die Diagnose endogene ( wie gesagt, exogene gibt es laut Ärzten eigentlich nicht ) Depression oft falsch.
Das ist mir jetzt auch klar, aber du versteift dich da in etwas, das du als Laie wahrscheinlich nicht völlig überblicken kannst.

 
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Re: Aktive Sterbehilfe

Beitrag von Mecki » Di 2. Okt 2018, 22:42

Eric hat geschrieben:
Aria hat geschrieben:
Eric hat geschrieben:Hinter Depressionen steckt auch sehr häufig ein hormonelles Problem, eine Unterfunktion der Schilddrüse.
Das ist wahr.

Eric hat geschrieben:Die wird leider, da die Ärzte in der Regel nur mechanisch analysieren und faktisch nicht logisch denken können, in den allermeisten Fällen übersehen.
Das stimmt nicht, denn dass bei Depressionen die Schilddrüse untersucht gehört, lernen während des Studiums alle Ärzte, ganz sicher aber weiß das jeder Psychiater.

Mit anderen Worten: Wer sich wegen Depressionen behandeln lässt, dessen Blut wird auf Schilddrüsenhormone untersucht, ggf. erfolgt auch eine radiologische Untersuchung der Schilddrüse.


Ok, Du weißt also genau, wie die Untersuchung abläuft. Es wird in der Regel - Ausnahmen sind selten - nur ein Wert bestimmt, dessen Obergrenze weit über dem 8-fachen!! der Untergrenze liegt. Alle Indizien sprechen dafür, dass jeder Mensch einen stabilen Wert hat, dennoch wird generell, auch beim Vorliegen von eindeutigen!!! Symptomen bei jedem Wert in der Norm entweder auf Simulant oder eben "Geisteskrank" diagnostiziert.

Tut mit leid, aber diese Diagnostik ist "für'n Arsch" und ist mehr als fehlerbehaftet. Ich bleibe daher dabei, Schilddrüse als Ursache von Depressionen wird in der Mehrzahl der Fälle übersehen und somit die Diagnose endogene ( wie gesagt, exogene gibt es laut Ärzten eigentlich nicht ) Depression oft falsch.


@ Eric

Schilddrüsen-Hormone machen einem das leben zur Hölle, wenn diese "durcheinander" geraten.

Die relevanten Werte T3 und T4 - es gibt noch einen Wert, der sich TSH nennt.

Dass Hausärzte sich mit der Schilddrüse nicht explizit auskennen ... dafür gibt es Fachärzte - Endokrinologen - die sich mit dem "Motorsteuer-Gerät Schilddrüse" beschäftigen. Es wird kein Facharzt sagen, dass es sich um Simulanz herrscht, wenn ein Patient mit großer Problematik aufkreuzt.
Dass Blutwerte genommen werden, dass CT, dass Unterschall, dass Szintigramme gemacht werden, wenn ein Anhalt dafür besteht, weiß ich aus eigener Erfahrung.
Dass sogar Diabetes Auswirkungen auf die Funktion der Schilddrüse hat... Diabetes kann da für große Unruhe sorgen. Alles was mit Stoffwechsel zu tun hat...

Dass im Ausschlussverfahren untersucht und diagnostiziert wird, ist so neu nicht. Es ist aber nicht immer möglich, mit internistischen Untersuchungen Aufschluss zu bekommen....und dann muss auch auf die Psyche hin gedacht und ggf. therapiert werden. Wenn es sich um Depression handelt....welche Form ist es dann.

Wie du behandelnde Ärzte einschätzt, ist deine Sache. Dass du Ärzten damit Unrecht tun kannst - ganz sicher sogar. Vorbehalte Ärzten gegenüber zu haben - das Ergebnis dazu bekommst du selbst zu spüren. Mit Vorurteilen Ärzten und Untersuchungsmethoden gegenüber tust du niemand einen Gefallen - dir selbst am allerwenigsten. Wenn du Zweifel an Untersuchungsmethodik hast, Ärzten etwas absprichst, was nicht zu deren Fachgebiet gehört, liegt es an dir selbst, dich aus deinen Problemen selbst zu befreien.

Seit 20 Jahren wird meine Schilddrüse auf T3, T4 und TSH untersucht...früher sehr engmaschig, jetzt jährlich. Durch das Ersatz-Hormon (in Tablettenform und ohne spürbare Nebenwirkungen) bin ich bestens eingestellt. Wenn es mir mal nicht gut geht, ist es meistens der TSH-Wert, der aus dem Ruder gelaufen ist - Ursachen dafür...vielfältig.

Zitat:

Tut mit leid, aber diese Diagnostik ist "für'n Arsch" und ist mehr als fehlerbehaftet.


Wenn Ärzte Fehler machen - egal ob bei der Untersuchung oder in der Diagnostik - hat das Konsequenzen.

 
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Re: Aktive Sterbehilfe

Beitrag von Eric » Di 9. Okt 2018, 18:46

Aria hat geschrieben:
Eric hat geschrieben:Es wird in der Regel - Ausnahmen sind selten - nur ein Wert bestimmt, dessen Obergrenze weit über dem 8-fachen!! der Untergrenze liegt.
Es ist richtig, dass in der Regel nur ein Wert bestimmt wird – Thyroxin (T4) –, aber das mit dem 8-fachen der Untergrenze ist einfach falsch. Richtig ist vielmehr, dass Werte zwischen 0,6 und 1,8 ng/dl differieren können, d.h. die Obergrenze ist das 3-fache der Untergrenze.

Außerdem ist T4 für ca. 3 Wochen stabil im Körper, das bedeutet, dass man im Nachhinein nicht sagen kann, die Schilddrüse hätte genau in der Zeit, als man die Depression hatte, zu wenig T4 produziert.

T3 ist das andere Hormon, das jedoch nur zu 4 % von der Schilddrüse produziert wird, die restlichen 96 % werden von allen Körperzellen aus dem T4 hergestellt. Deshalb reicht es aus, nur T4 zu messen.

Eric hat geschrieben:Ich bleibe daher dabei, Schilddrüse als Ursache von Depressionen wird in der Mehrzahl der Fälle übersehen und somit die Diagnose endogene ( wie gesagt, exogene gibt es laut Ärzten eigentlich nicht ) Depression oft falsch.
Das ist mir jetzt auch klar, aber du versteift dich da in etwas, das du als Laie wahrscheinlich nicht völlig überblicken kannst.


Ich bezog mich auf das von Mecki erwähnte TSH. Das ist der EINZIGE Wert der in einer normalen Praxis standardmäßig ( wenn überhaupt ) ermittelt wird und eben mechanisch interpretiert wird. Wenn du das nicht glaubst, dann halt nicht. Dann steht dein Wort gegen das meine, ich habe das mehr als ein Dutzend mal erlebt !

Und selbst bei deinem T4 ( keine Angst, so Laie wie du sagt bin ich in der Thematik nicht ) habe ich sogar eine enge Norm von 0,8-1,8 . Dennoch, gerade wenn der Wert nämlich nachweislich kaum schwankt, wie kann man dann behaupten ( auch hier vielleicht mein Wort gegen deines ) das JEDER Wert in der Norm IMMER mit 100000%iger Sicherheit auf eine gesunde Schilddrüse deutet, auch wenn einschlägige Symptome vorhanden sind ?

 
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Re: Aktive Sterbehilfe

Beitrag von Eric » Di 9. Okt 2018, 18:49

Mecki hat geschrieben:
@ Eric


Dass Hausärzte sich mit der Schilddrüse nicht explizit auskennen ... dafür gibt es Fachärzte - Endokrinologen - die sich mit dem "Motorsteuer-Gerät Schilddrüse" beschäftigen. Es wird kein Facharzt sagen, dass es sich um Simulanz herrscht, wenn ein Patient mit großer Problematik aufkreuzt.



Ok, dein Wort gegen meines. Ich habe es erlebt, am kranken Leib !!


Tut mit leid, aber diese Diagnostik ist "für'n Arsch" und ist mehr als fehlerbehaftet.


Wenn Ärzte Fehler machen - egal ob bei der Untersuchung oder in der Diagnostik - hat das Konsequenzen.[/quote]

Ja, der Patient leidet weiter. Ansonsten hat es keine Konsequenzen.

 
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Re: Aktive Sterbehilfe

Beitrag von Mecki » Di 9. Okt 2018, 22:25

@ Eric

deine negativen Erfahrungen sind bitter - du hast die Folgen zu tragen. Es nutzt dir aber gar nichts,
ALLE Ärzte über einen Kamm zu scheren, für die die Schilddrüse ein Spezialgebiet darstellt.
Endokrinologie ist ein separates Feld, was sich NUR auf die Schilddrüse bezieht....aber auch mit
zu berücksichtigen hat, wenn andere Einflüsse - z. B. weitere Erkrankungen die ggf. im Körper
schlummern - einwirken.

Wenn die nicht einen kleinen Funken Vertrauen in die Ärzte und deren Untersuchungen und Diagnostik
hast - wie willst du deiner Problematik zu Leibe rücken? Die Ärzte werden NICHTS verändern, weil diese
sich an die vorgegebenen Standards zu halten haben....und wenn ggf. mehrere Indikationen bei dir
vorliegen, gilt es, nach dem Ausschlussverfahren zu einer triftigen Diagnostik zu kommen. Es gibt
Leitlinien, an die sich Ärzte zu halten haben. Du kannst diese Leitlinien im Internet einsehen.

Wie komplex die Schilddrüse ist - seit 21 Jahren betrifft mich das Thema ... und es ist NICHT nur
die Schilddrüse allein, die mir Probleme bereitet. Ich kann nur von mir reden...wenn meine Schilddrüse
bockig ist....das ist der Horror. Aber.... ich stelle mich den Untersuchungen - egal was für Ergebnisse
dabei rauskommen. Dafür braucht es Ärzte.

Ach so.... wenn du sicher bist, dass die Probleme wirklich von der Schilddrüse ausgehen - ist eine
Sonografie gemacht worden? Das ist die einfachste Untersuchungsform, die Veränderungen an
der Schilddrüse aufzeigt...bildgebend. Entzündungen werden sichtbar. Knoten werden sichtbar - die
nicht bösartig sein müssen. Es gibt kalte und warme Knoten. Und wenn du dir sicher bist, dass es
die Schilddrüse ist.....dann frage doch nach, ob sie entfernt wird. Ohne Schilddrüse zu leben, ist gut
möglich. Die lebenslange Einnahme eines Hormons die Folge. Es dauert, bis die erforderliche Dosierung
gefunden ist.

Haben Ärzte bei dir konkret Fehler begangen? Hast du die jeweiligen Arztberichte mit der Befundung?
Hole dir eine Zweit- oder gar Drittmeinung. Spreche das mit deiner Krankenkasse ab!

Und sei dir sicher - es kommt kein Arzt auf dich zu, um dir zu helfen....da musst du selbst vorstellig werden.

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