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Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Ralf-abc » Do 22. Feb 2018, 19:37

Hans H. hat geschrieben:https://schillipaeppa.net/2017/12/11/der-fehler-steht-hinter-dem-kasten/

Naja, dass sich Nachrichten / Informationen nur unter das Volk bringen lassen, wenn die möglichst sensationell aufbereitet werden, dass war eigentlich schon immer so. Wobei durch die Internet-bedingte immer stärker werden Informationsflut die Informationen immer noch reißerischer aufgebaut sein müssen, um heutzutage noch wahrgenommen zu werden.
Das ist für die Information als solches natürlich nicht gut, lässt sich aber der Sache nach nicht ändern.
Insofern kann es tatsächlich gut sein, dass die Situation nicht ganz so schlimm ist, wie in den Medien dargestellt.
Aber so harmlos wie deser Typ das da schreibt - nee, das nehme ich dem nicht ab. Da muss ich mir nur im Sommer meinen eigenen Garten ansehen, die Natur auf Wanderungen und die nicht mehr insektenverschmierten PKW-Windschutzscheiben, um aus eigener Ansschauung - ganz ohne Medienberichte - zu erkennen, das bei den Insektenpopulationen etwas ganz gewaltig nicht stimmt.

Über den Ansteig des Meeresspiegels und die Klimaerwärmung wurde auch in den letzen Jahrzehnten immer möglichst reisserisch in den Medien berichtet. Und was ist jetzt - nach aktuellen Messungen (also Auswertung der Vergangenheit, nicht einfach nur Computersimulationsberechnungen für die Zukunft) liegt der aktuelle Verlauf des Klimawandels eher im oberen Bereich dessen, was vor 20 Jahren noch reisserisch als Zukunftsprognose gehandelt wurde.
Von daher glaube ich bei diesem Them eher den Pessimisten, als irgend welchen Leuten, die mir nachweisen wollen, dass das alles gar nicht so schlimm ist.

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Hans H. » Do 22. Feb 2018, 23:00

Ralf-abc hat geschrieben:Da muss ich mir nur im Sommer meinen eigenen Garten ansehen, die Natur auf Wanderungen und die nicht mehr insektenverschmierten PKW-Windschutzscheiben, um aus eigener Ansschauung - ganz ohne Medienberichte - zu erkennen, das bei den Insektenpopulationen etwas ganz gewaltig nicht stimmt.

Bitte beachten, dass der nur über die Bienen geschrieben hat und nicht über das sonstige Insektensterben. Ich denke, das ist ein ganz anderer Punkt, weil die Insekten draußen nicht wie in einem künstlichen Bienenstock geschützt werden. Da kommen ja sehr viele landschaftliche Aspekte hinzu, wie die auf riesigen Flächen er Massenlandwirtschaft fehlenden Sträucher, aufgrund derer kein Kontakt der langsamer fliegenden Insekten zwischen den Populationen der einzelnen "Sträucherinseln", die es vereinzelt gibt, mehr möglich ist. Wenn diese einzelnen Lebensräume zu klein werden (und das sind sie fast überall) und dann der Kontakt zwischen diesen aufgrund der großen Entfernungen nicht mehr möglich ist, dann gehen die Populationen schnell zugrunde. Dazu gibt es sehr viele Messungen.

Das alles trifft für die Bienen in Bienenstöcken nicht zu, da der Mensch die Vermehrung der Bienenstöcke überwacht. Dennoch wurde ja behauptet, dass auch die Bienen in Bienenstöcken einem Bienensterben unterliegen und da hat der Autor klar gezeigt, dass einige der zugrunde liegenden Experimente grundlegend falsch angelegt waren und dass die Stastistik über die tatsächlichen Bestände an Bienenstöcken der Aussage widerspricht. Er bringt daher u.a. das Fazit, dass bei den Imkern, die sich über sterbende Bienenstöcke beklagen, in der Regel selbst etwas falsch gemacht haben. Also, für mich ist das ein komplett anderes Thema, als das Sterben von in der Natur freilebenden Insektenpopulationen.

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von hajo » Fr 23. Feb 2018, 00:17

Hans H. hat geschrieben:
Ralf-abc hat geschrieben:Da muss ich mir nur im Sommer meinen eigenen Garten ansehen, die Natur auf Wanderungen und die nicht mehr insektenverschmierten PKW-Windschutzscheiben, um aus eigener Ansschauung - ganz ohne Medienberichte - zu erkennen, das bei den Insektenpopulationen etwas ganz gewaltig nicht stimmt.

Bitte beachten, dass der nur über die Bienen geschrieben hat und nicht über das sonstige Insektensterben.
...
Also, für mich ist das ein komplett anderes Thema, als das Sterben von in der Natur freilebenden Insektenpopulationen.
Mag schon sein.
Aber des Bienenexperten Aussage:
Liebig hat geschrieben:...Nur wer sucht findet sie. Wenn man nicht sucht, findet man keine. Dieser Gedankengang bietet sich auch als Erklärung an für den allgemein beklagten Rückgang der Biodiversität. Von vielen wird nur dort und wenn überhaupt nur so geguckt, dass sie sich in ihrer Haltung bestätigt fühlen.

Nun gehe ich davon aus, dass Ralf in seinem Garten schon sich umsieht. Ich vermute auch, dass er in früheren Jahren mehr Insekten gesehen hat als z.B. im letzten Jahr.
Eine Erfahrung, die ich - einer der sucht und eben nicht mehr findet - auch gemacht habe.
Ralfs Hinweis auf die Autofront entspricht auch meiner Beobachtung.
Noch vor einigen Jahren konnte eine Sonntagsfahrt die Reinigungsbemühungen des Vortages am Fahrzeug völlig zunichte machen, da die Front von Insektenleichen nur so klebte. Damals habe ich manchmal gedacht, wie vielen potentiellen Insektenessern allein mein Auto die Nahrung geraubt hat.
Im letzten Sommer waren selbst nach 3000 km langer Urlaubsfahrt buchstäblich keine Leichen am Auto zu finden.
Klar, es hatte auch mal geregnet...
Das kam jedoch auch in früheren Sommern vor.
Aber - meist sehr mühevoll - Abwaschen musste ich die Insekten damals schon selbst.

 
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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Ralf-abc » Fr 23. Feb 2018, 09:56

hajo hat geschrieben:Nun gehe ich davon aus, dass Ralf in seinem Garten schon sich umsieht. Ich vermute auch, dass er in früheren Jahren mehr Insekten gesehen hat als z.B. im letzten Jahr.

Eben. Früher musste man die Insekten - auch Bienen - nicht suchen. Die waren gar nicht zu übersehen.
Heutzutage kann man die suchen, aber findet keine.

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Bummler » Mo 26. Feb 2018, 14:40

Auch mir ist aufgefallen, dass es im Spreewald kaum noch Mücken gibt.
Das war früher ganz anders.
Allerdings scheint mir, und da bin ich mit dem Bienenexperten einig, die Reduzierung auf den Schuldigen - die Landwirtschaft - zumindest unwissenschaftlich.
Zumal es hier mit dem Biosphärenreservat große Flächen gibt, die überhaupt nicht mit Chemikalien bearbeitet werden und ich an derem Rand wohne.

 
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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Ralf-abc » Mo 26. Feb 2018, 17:21

Bummler hat geschrieben:Zumal es hier mit dem Biosphärenreservat große Flächen gibt, die überhaupt nicht mit Chemikalien bearbeitet werden und ich an derem Rand wohne.

Haben wir vor ein paar Monaten hier in diesem Thread alles schon mal durchgekaut (darfst Du Dir selber raussuchen)

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Bummler » Di 27. Feb 2018, 09:54

Ja schon. Aber die Sache mit den Neonicotinoiden rückt doch wieder in den Fokus, nach der Aussage des Bienenforschers.
Also wenn diese Wirkstoffe nicht die Ursache für das "Insektensterben" sein können, was ist es dann?
Der NABU fordert ein Verbot der Insektizide. Wenn aber die Insektizide nicht das Problem sind, dann nützt das Verbot nichts.
Die Insekten sterben weiter und die Bauern haben geringere Erträge. Die Preise steigen und die Menschen verhungern.
Ob das dann den Insekten nützt?

 
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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Ralf-abc » Di 27. Feb 2018, 12:49

Bummler hat geschrieben:Also wenn diese Wirkstoffe nicht die Ursache für das "Insektensterben" sein können, was ist es dann?

Ich denke nicht, dass es die eine Ursache gibt, vielmehr liegt an der Summe von vielen Ursachen. Neonicotinoide, Varoa-Milbe, verändertes Pflanzen- = Nahrungsangebot, Klimawandel = veränderte Wetterbedingungen. Dazu noch jede Menge andere Schadstoffe in der Luft, bei denen Wechselwirkungen noch gar nicht untersucht sind. Plastik-Mikro-Partikel finden sich z.B. überall in der Luft (die sind inzwischen sogar im arktischen Eispanzer nachweisbar). Es gibt inzwischen viele Untersuchungen darüber, wie sich das Mikroplastik im Meer auf die Fische etc. auswirkt, aber welche Auswirkungen das Mikroplastik auf Insekten hat - das ist noch komplett unerforscht.
Von daher bringt es in der Tat nichts, wenn der NABU nur die Insektizide verbietet - davon alleine wird das Insektensterben nicht aufhören. Aber irgend wo muss ja mal angefangen werden. Einfach gar nichts machen, weil das Problem so groß ist, dass man die genauen Zusammenhänge eh nicht versteht, das ist mit sichehreit keine Lösung.

 
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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von riedfritz » Di 27. Feb 2018, 13:11

Bummler hat geschrieben:Die Insekten sterben weiter und die Bauern haben geringere Erträge. Die Preise steigen und die Menschen verhungern.
Ob das dann den Insekten nützt?
Da werden sich die Insekten wohl am wenigsten Gedanken machen! Schließlich gibt es beim Getreide die Windbestäubung.

Viele Grüße,

Fritz

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Bummler » Di 27. Feb 2018, 13:39

Ralf-abc hat geschrieben:Ich denke nicht, dass es die eine Ursache gibt, vielmehr liegt an der Summe von vielen Ursachen.


Vermutlich. Feinstaub, Stickoxyde usw. sind ja nicht nur für Menschen ungesund.
Oder der Straßenverkehr. Insekten fliegen auf Licht und werden dann nachts auf der Autobahn zu Milliarden massakriert. Irgendwann ist eine Populationsschwelle überschritten (bzw. unterschritten) und die Insekten finden sich nicht mehr zur Paarung.
Da könnte ein Nachtfahrverbot helfen. Oder alternativ nachts nur ohne Licht fahren.
Oder so langsam fahren, das Insekten ausweichen können.

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