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FKK und Sex

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Re: FKK und Sex

Beitrag von riedfritz » Sa 10. Okt 2026, 20:41

Auch dieses (Ur)Bedürfnis wurde den meisten von uns im Laufe des Lebens "abtrainiert"!
Wie kommst du darauf, Nacktheit als (Ur)Bedürfnis zu bezeichnen?
Die Menschen haben sich dank Kleidung für sie eigentlich nicht geeignete Gebiete als Lebensräume erobert. Warum sind die Inuit nicht einfach in wärmere Gegenden umgezogen? Wie groß wären denn die Gebiete in denen Neugeborene ohne Schutz durch Kleidung überleben könnten? Ist nicht eher das Gefühl von Schutz und Wärme, das durch Felle oder wärmende Textilien geboten wird, ein (Ur)Bedürfnis?
Ich glaube nicht, dass sich die Menschen aus Langeweile damit beschäftigt haben, ihre Körper durch Kleidung zu schützen, sondern weil es einfach die Umwelt erforderte.

 
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Re: FKK und Sex

Beitrag von Konrad R. » Sa 10. Okt 2026, 21:20

Hannes 2.0 hat geschrieben:Viele Bedürfnisse, die Kinder haben werden von ihnen spontan und direkt mehr oder weniger verständlich artikuliert.... Später, wenn der Mensch heranwächst und damit auch seine Sexualität erkennt
und die Bedürfnisse auf diesem Gebiet, muss er erkennen, dass er nicht so wie damals als Kind einfach direkt und spontan seinen Bedürfnissen entsprechend reagieren kann.

Will er es denn? Entsteht diese Erkenntnis nicht von selbst in der Pubertät mit persönlicher Reifung?
Ich zumindest habe nicht unter dieser Erkenntnis gelitten.

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Re: FKK und Sex

Beitrag von Hannes 2.0 » Sa 10. Okt 2026, 21:26

@riedfritz
Ich möchte es schon als eine Art Urbedürfnis bezeichnen, sich als Erwachsener (besonders in Extremsituationen) hin und wieder zu entkleiden.
Das kann auch den symbolischen Charakter beinhalten, in der Form von: Ich lege die gesellschaftlichen Traditionen ab,
um mir selbst wieder näher zu kommen und mich frei(er) zu fühlen.
Bei kleinen Kindern ist das häufig zu beobachten: die ziehen sich sehr gerne aus wenn es die Temperaturen erlauben.
Sie sind noch nicht so "verdorben" von der Gesellschaft und ihren Ansprüchen.

Ich denke, wenn Menschen in kühleren Klimazonen leben müssen/wollen, ist es eher eine Notwendigkeit sich
mit wärmenden Schutzschichten zu bedecken, allein um zu überleben. Das hat aber nichts mit dem eigentlichen Bedürfnis
nach körperlicher Freiheit, bzw. Nacktheit zu tun. Es ist schlicht und einfach dort nicht möglich!

Kleidung ist für mich heute in erster Linie eine Art Statement in der dazu passenden Gesellschaft und dann natürlich auch ein Schutz
in dafür passende Situationen. Alles andere wäre ja unvernünftig, aber das ändert nichts daran, dass wir Menschen,
wenn wir auf die Welt kommen und auch in den ersten Jahren danach den ursprünglichen, natürlichen Drang verspüren,
uns von unserem Ballast an Kleidung zu entledigen.
Zu beobachten ist das auch immer dann, wenn Menschen in Extremsituationen geraten, auf ihre ursprünglichen Bedürfnisse
zurück geworfen werden; dann reißen sie sich häufig die Kleidung vom Körper um sich freier zu fühlen und sinnbildlich den Ballast
des Alltags abzuwerfen.

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Re: FKK und Sex

Beitrag von Hannes 2.0 » Sa 10. Okt 2026, 21:38

@Konrad R.
Ich habe Menschen immer beneidet und bewundert, die ihren Bedürfnissen entsprechend direkt und unmittelbar
agieren konnten. Es hat lange gebraucht, bis ich es halbwegs auch konnte und dazu musste ich vieles von dem,
was mir die Gesellschaft "beigebracht" hat, wieder mühevoll loswerden. ;)

Manchmal gelingt es mir auch heute noch nicht.

 
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Re: FKK und Sex

Beitrag von riedfritz » So 11. Okt 2026, 07:24

Hannes 2.0 hat geschrieben:was mir die Gesellschaft "beigebracht" hat,
Das ist sicher nicht "die Gesellschaft" sondern "dein Umfeld" und dieses Umfeld ist für andere Personen ein ganz anderes. Es mag ähnlich sein, ist aber trotzdem nicht vergleichbar.

 
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Re: FKK und Sex

Beitrag von efkaka » So 11. Okt 2026, 10:10

Hannes 2.0 hat geschrieben:@riedfritz

Bei kleinen Kindern ist das häufig zu beobachten: die ziehen sich sehr gerne aus wenn es die Temperaturen erlauben.
Sie sind noch nicht so "verdorben" von der Gesellschaft und ihren Ansprüchen..


Wie verdorben ist denn die Gesellschaft?
Verdorben, sind doch Verluste einer Gesellschaft. Was siehst Du Hannes als so verdorben?

Kinder haben damit nichts zu tun , sie werden in dieser Gesellschaft nur groß, einfach nur so, vielleicht mit verdorbenen Gedanken?

 
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Re: FKK und Sex

Beitrag von FkkHamburger » Mi 14. Okt 2026, 11:14

Verdorben ist manchmal Obst im Korb.
:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

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Re: FKK und Sex

Beitrag von Hannes 2.0 » Sa 17. Okt 2026, 00:54

riedfritz hat geschrieben:...und dieses Umfeld ist für andere Personen ein ganz anderes...


Wie meinst Du das?

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Re: FKK und Sex

Beitrag von ynda » Sa 17. Okt 2026, 01:37

Jedes "Umfeld" ist anders, es ist zuerst mal deine Familie, es ist aber auch deine Straße oder das Viertel in dem du lebst,
welches wieder anders ticken kann wie deine Familie. Dann kommt die Schule usw usw. Und aus diesem, ich nenn es mal
"Gemisch an Umfeldern", also einem größeren 'Gesamtumfeld', entsteht deine Sozialisation die dich erst mal prägt.
Was wir dann daraus machen, ob wir diese Prägung mal hinterfragen und evt auch korrigieren, das liegt an jedem Einzelnen
und daran was wir in unserem weiteren Leben gelernt und erfahren haben.

 
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Re: FKK und Sex

Beitrag von Spitzbart » Sa 17. Okt 2026, 22:52

Gut und Gerne mein Kommentar.
Ich frage weiter, wer steht über der Gesellschaft, wer versucht sie mit welchen Zielen zu lenken um auch Verhaltensweisen zu prägen, die der eigenen Persönlichkeit selten entsprechen. Macht euch frei, nicht nur von der Bekleidung!
Literatur online der 20er Jahre und früher:
https://archive.org/details/edward-bern ... 7/mode/2up - Edward Bernays 1928 EA Propaganda die Kunst Der Public Relations
https://www.getabstract.com/de/zusammen ... nung/33781 - Die öffentliche Meinung
Wie sie entsteht und manipuliert wird
https://www.textlog.de/le-bon-psychologie.html - Gustave Le Bon - Psychologie der Massen

Hannes 2.0 hat geschrieben:Hallo Konrad,
es ist etwas schwierig, hier ein so sensibles und komplexes, individuell geprägtes Thema zu behandeln...
Aber ich versuche es nochmal: Dazu verlasse ich mal den sexuellen Bereich und begebe mich in die Kindheit zurück.
Viele Bedürfnisse, die Kinder haben werden von ihnen spontan und direkt mehr oder weniger verständlich artikuliert
um den Wunsch nach Nähe, Zärtlichkeit, Nahrung, Bewegung....erfüllt zu bekommen. Eine Art Überlebensgarantie in den ersten Jahren
und die Garantie für eine gesunde Entwicklung. Später, wenn der Mensch heranwächst und damit auch seine Sexualität erkennt
und die Bedürfnisse auf diesem Gebiet, muss er erkennen, dass er nicht so wie damals als Kind einfach direkt und spontan seinen
Bedürfnissen entsprechend reagieren kann. Die Gesellschaft in der er gerade lebt mit all ihren Regeln und Normen lässt das nicht zu!
Ich möchte das völlig wertfrei verstanden wissen, denn es geht mir nicht darum etwas zu kritisieren oder in Frage zu stellen, sondern
lediglich darauf hinzuweisen, dass wir in vielen Dingen (um nicht wiedder das Wort Bedürfnisse zu verwenden), geprägt sind von der
Gesellschaft, in der wir gerade (zufällig) leben. Ob es unseren elemtaren Gefühlen und Wünschen entspricht,
steht dabei häufig nicht an erster Stelle.
Das betrifft natürlich sehr vielfältige Lebensbereiche aber eben auch den sexuellen.
Mir sind einige Beispiele bekannt, bei denen Menschen gezwungen sind, ihre sexuellen Bedürfnisse heimlich auszuleben,
weil die Gesellschaft in der sie leben es auf direktem und ehrlichem Weg nicht zulässt. Das sind dann in meinen Augen
die ungesunden Auswüchse, resultierend aus dem "Trainingsprogramm" der Gesellschaft.

Über dieses Thema ließe sich sicher noch sehr lange und ausgiebig diskutieren...
Und wenn ich mich (für dich) immer noch nicht klar genug ausgedrückt habe, tut es mir leid, aber damit kann ich dann auch leben. ;)

P.S. der Gewaltakt mit Kinnhaken kam von "regenmacher" (nur so zum Verständnis ;)

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