Aktuelle Zeit: Sa 19. Sep 2020, 17:03

FKK-Freunde.info

Das deutsche FKK-Forum

Coronavirus Covid 19

Kurioses, Lustiges, Aufmunterndes was unsere Forengemeinschaft interessieren dürfte
Benutzeravatar
 
Beiträge: 611
Registriert: 03.09.2008
Wohnort: Mitten in der Pampa
Geschlecht: Männlich ♂
Alter: 57

Beitrag von holgi-w » Mi 25. Mär 2020, 11:16

Bummler hat geschrieben:Tatsächlich ist zu beobachten, dass eine zunehmend jüngere Klientel von den Ausgangsbeschränkungen überhaupt nichts hält.

Und die ersten bekommen bereits die Quittung dafür:
Kontaktregeln nicht eingehalten und Zeugen angehustet
Einige Spinner lernen halt immer erst durch (finanzielle) Schmerzen.

 
Beiträge: 286
Registriert: 15.10.2008
Wohnort: Sachsen

Re: Coronavirus Covid 19

Beitrag von tommy08 » Mi 25. Mär 2020, 22:36

Shiva205 hat geschrieben:
Müssten die nicht erst ein Gesetz machen, damit die das dürfen?

Die momentane Situation kommt mir vor wie in einer Diktatur.


Ich habe in einer Diktatur gelebt (DDR), aber dermaßen eingeschränkt wie jetzt habe ich mich dort nie gefühlt. Ich konnte jederzeit zu Veranstaltungen fahren, zu Freunden, in den Urlaub oder zum FKK.
Trotzdem finde ich die jetzigen drastischen Einschränkungen notwendig. Ich hoffe, dass das normale Leben so schnell wie nur möglich wieder beginnt.

 

Re: Coronavirus Covid 19

Beitrag von guenni » Do 26. Mär 2020, 01:15

https://www.blitzrechner.de/toilettenpapier/
leider gab es denn rechner noch nicht vor ein paar wochen. vielleicht wäre der umsatz mit klopapier dann nicht um das dreifache gestiegen :D

 
Beiträge: 1733
Registriert: 17.03.2008
Wohnort: Oberpfalz

Re: Coronavirus Covid 19

Beitrag von riedfritz » Do 26. Mär 2020, 09:25

Shiva205 hat geschrieben:Die momentane Situation kommt mir vor wie in einer Diktatur.
Deshalb wurde ja gestern die Bundestagssitzung im Fernsehen übertragen und ist morgen Bundesratssitzung, damit du gleich erfährst, was die "Dikatatoren" mit uns vorhaben! :oops: Vielleicht solltest du dich mehr mit Staatsbürgerkunde befassen als mit Religionen.

Viele Grüsse,

Fritz

Benutzeravatar
 
Beiträge: 279
Registriert: 27.08.2018
Wohnort: Thüringen
Geschlecht: Männlich ♂
Alter: 57

Re: Coronavirus Covid 19

Beitrag von HTJ » Do 26. Mär 2020, 10:02

Es wird ja über eine " Exit-Strategie" nach dem Lockdown diskutiert. Wie ist eure Meinung, wie die aussehen könnte?

 
Beiträge: 1733
Registriert: 17.03.2008
Wohnort: Oberpfalz

Re: Coronavirus Covid 19

Beitrag von riedfritz » Do 26. Mär 2020, 10:41

Da noch niemand abschätzen kann, welche Ausmasse die Epidemie erreichen wird und welche Einschränkungen noch notwendig sind, glaube ich, dass es viel zu früh ist, sich über ein Ausstiegsszenario Gedanken zu machen. Das mag sinnvoll sein, wenn sicher ist, dass der Höhepunkt überschritten ist.

Viele Grüßsse,

Fritz

Benutzeravatar
 
Beiträge: 3134
Registriert: 05.12.2005
Wohnort: Lübben im Spreewald
Geschlecht: Männlich ♂
Alter: 64

Re: Coronavirus Covid 19

Beitrag von Bummler » Do 26. Mär 2020, 13:46

riedfritz hat geschrieben:Das mag sinnvoll sein, wenn sicher ist, dass der Höhepunkt überschritten ist.


Das sehe ich ganz anders.
Wann ist denn der Höhepunkt überschritten? Nach Frau Merkel, wenn 60 bis 70 Prozent infiziert sind. Nur leider wissen wir nicht wie viele infiziert sind, weil gar nicht getestet wird, also flächendeckend wie in Südkorea. Wir haben jetzt ein Kontaktverbot, was möglicherweise, wenn man sich die Zahlen anguckt schon hilft.
Wie lange aber wollen wir das Kontaktverbot aushalten? Mittlerweile gibt es in einigen Familien und Firmen richtig Stress, weil eben die Epidemie nicht ausbricht.

Nehmen wir jetzt mal an, dass die Infektionszahlen so weiter gehen wie bisher, das ganze Jahr, obwohl klar ist, dass die Wirtschaft das nur ca. 3 Monate durchhält, dann haben wir ein neues Problem. Also wir brauchen auf jeden Fall eine Orientierung. Das wir Zeit brauchen, um die Kliniken auf den Ausbruch vorzubereiten, ist richtig. Aber spätestens dann, wenn die Kliniken in der Lage sind, den Ausbruch zu bewältigen, dann sollte das Kontaktverbot wieder schrittweise aufgehoben werden. Und das schon vor Ostern!

Anschließend müssen alle die im Verdacht stehen getestet und bei positivem Test isoliert werden. Aber Quarantäne bei ungetesteten Menschen, die Kontakt hatten, müssen aufgehoben werden. Klar, sollte es eine Region stärker treffen, dann ist diese Region auch unter Quarantäne zu stellen. Aber so wie jetzt, dass alle einkaufen dürfen und zum Arzt und da eben Kontakte überhaupt nicht zu verhindern sind, andererseits aber nicht mal mehr die Enkel zu den Großeltern dürfen, dass ist rational nicht nachvollziehbar.

Genauso, dass ich verpflichtet bin homeoffice zu machen, weil ich das kann, aber auf Baustellen muss, weil es nicht anders geht. Im Büro habe ich immer mit dengleichen Leuten Kontakt, auf Baustellen immer mit anderen. Das hat doch keinen Sinn? Aber egal, auch sinnlose Maßnahmen hält man ja eine weile durch, das geht schon. Aber man muss den Leuten eine Orientierung geben und wenn sie nur darin besteht, das man einen Plan aufstellt, ob der dann wie geplant ausgeführt werden kann, oder wieder geändert werden muss, dass ist eine ganz andere Geschichte.

Aber so geht das nicht. Es gibt sicherlich viele Leute, bei denen sich in der Lebenssituation momentan überhaupt nichts geändert hat. Die sowieso zuhause sitzen und reichlich Klopapier und Katzenfutter im Vorrat haben. Aber Leute, denen jetzt die Existenz wegbricht hoffen jeden Tag darauf, dass sich die Situation wieder normalisiert. Und die anderen, die Arbeiten müssen, dürfen nicht feiern, wie die auf'm Bau.

Benutzeravatar
 
Beiträge: 4905
Registriert: 24.01.2012
Wohnort: München
Geschlecht: Weiblich ♀

Re: Coronavirus Covid 19

Beitrag von Aria » Do 26. Mär 2020, 13:48

guenni hat geschrieben:https://www.blitzrechner.de/toilettenpapier/
leider gab es denn rechner noch nicht vor ein paar wochen. vielleicht wäre der umsatz mit klopapier dann nicht um das dreifache gestiegen :D
Weil Menschen in Krisensituationen nicht rational denken, hätte das das Hamstern nicht verhindert.

Wir bilden uns viel auf unseren Verstand ein, aber wenn es darauf ankommt, kühl zu handeln, folgen wir dem Herdentrieb und tun mitunter Dinge, für die wir uns später schämen. Gut, manche werden sich für ihr Hamstern nicht schämen, sondern rationale Gründe für ihr Tun vorgeben oder sich hinter so „Weisheiten“ verstecken wie: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.

Sollte jemand mit einem solchen Spruch kommen, werde ich ihm mit der gleichen Münze heimzahlen – z.B. mit: Die Mutter der Dummheit ist immer schwanger. :D

PS:
Bummler hat geschrieben:Nur leider wissen wir nicht wie viele infiziert sind, weil gar nicht getestet wird, also flächendeckend wie in Südkorea.
Du hast wohl diesen meinen Beitrag nicht gelesen, sonst würdest du solchen Schmarrn nicht erzählen.

Benutzeravatar
 
Beiträge: 3134
Registriert: 05.12.2005
Wohnort: Lübben im Spreewald
Geschlecht: Männlich ♂
Alter: 64

Re: Coronavirus Covid 19

Beitrag von Bummler » Do 26. Mär 2020, 13:53

Aria hat geschrieben:Weil Menschen in Krisensituationen nicht rational denken, hätte das das Hamstern nicht verhindert.


Ach so?
Ich denke jetzt mal rational...Nehmen wir an, ich infiziere mich. Dann muss ich 14 Tage in Quarantäne. Damit meine Frau das Virus nicht weiter verbreitet dürfen wir nicht mehr raus, also einkaufen.

Wir brauchen für 14 Tage:
...
...

Zusammengerechnet macht das, dass Dreifache des normalen Einkaufs. Das ist doch rational oder?

Benutzeravatar
 
Beiträge: 3341
Registriert: 29.06.2013
Wohnort: Ostfriesland
Geschlecht: Paar
Alter: 55

Re: Coronavirus Covid 19

Beitrag von ostfriesenpaar » Do 26. Mär 2020, 14:04

Bummler hat geschrieben:Aber spätestens dann, wenn die Kliniken in der Lage sind, den Ausbruch zu bewältigen, dann sollte das Kontaktverbot wieder schrittweise aufgehoben werden. Und das schon vor Ostern!
Bummler hat geschrieben:Aber so geht das nicht. Es gibt sicherlich viele Leute, bei denen sich in der Lebenssituation momentan überhaupt nichts geändert hat. Die sowieso zuhause sitzen und reichlich Klopapier und Katzenfutter im Vorrat haben.

und genau diese Leute, für die sich nichts ändert, machen mir am meisten Angst.

Hier ein Bericht aus der heutigen Tageszeitung, den ich z ziemlich treffend finde:

"Strategie in der Corona-krise

Wir müssen über den Weg reden

Leitartikel

Alexander Will

Wer runter fährt, muss irgendwann wieder hoch fahren. Deswegen gibt es keinen falschen Zeitpunkt, um darüber nachzudenken, wie das am besten geschehen soll – und wenn man schon einmal dabei ist auch darüber, ob wir noch auf dem richtigen Weg sind.

Die Kosten für die weitgehende Stilllegung des gesellschaftlichen Lebens drohen außer Kontrolle zu geraten – ökonomisch, sozial und politisch. Das zeichnet sich bereits wenige Tage nach dem Inkrafttreten der ersten Maßnahmen ab. Der ökonomische Einbruch ist massiv. Die Wirtschaftsweisen rechnen mit Wachstumseinbrüchen von bis zu 20 Prozentpunkten. Das hält kein Land aus. Der Ökonom Clemens Fuest hat recht: „Debatten, die zwischen der wirtschaftlichen Erholung und der Bekämpfung der Epidemie einen unauflöslichen Zielkonflikt sehen, führen in eine Sackgasse.“

Sozial versinken wir im schwarzen Loch der Autoritätshörig- und -gläubigkeit. In einer Gesellschaft, in der die grundlegendsten Freiheitsrechte per Dekret massiv beschnitten werden und das auch noch breit gefeiert wird, läuft etwas schief. Die Aggressivität manch selbst ernannten Quarantäne-Wächters steigt proportional zur Dauer der Beschränkungen. Da beginnt ein Prozess, der die Fundamente einer freiheitlichen Ordnung untergräbt. Das hält sie auf Dauer nicht aus.

Diejenigen, die per Dekret ein Land in Hausarrest schicken, versuchen unterdessen mit Geld Versagen des Staates zu kaschieren – und richten mit monströser Verschuldung, Gießkannensubvention auch für selbst ohne Corona nicht lebensfähige Unternehmen, Eingriffe in Eigentumsrechte sowie Ideen für Verstaatlichungen möglicherweise irreparable Schäden an der Marktwirtschaft an. Im unmittelbaren Krisenmanagement – einer der Kernaufgaben des Staates – ist dagegen vieles in die Grütze gegangen: Nicht nur, dass materiell keine Notvorsorge getroffen war, nicht einmal ein versuchter Import von Schutzmasken via Kenia bekamen staatliche Stellen hin. Zu Beginn der Krise blieben Grenzen offen, und noch heute landen Flugzeuge aus Corona-Brennpunkten. Grundlegende hoheitliche Aufgaben wurden und werden versäumt.

Im Vietnamkrieg sagte vor rund 50 Jahren ein US-Offizier zynisch nach einer Operation: „Wir mussten das Dorf zerstören, um es zu retten.“ Sind wir auf dem Weg dorthin? Die Frage mindestens stellt sich. Das Ziel ist doch: Möglichst wenig Menschen sterben, und die freiheitliche Demokratie bleibt erhalten. Wenn das so ist, sollte man genau die Frage stellen, wie es Carsten Linnemann (CDU), der Präsident der Bundesärztekammer oder der Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) tun: Müssen wir die Strategie ändern? Brauchen wir anstatt eines allgemeinen Einfrierens des Lebens nicht vielmehr gezielte Isolation der Risikogruppen? Und dazu noch: Sollten wir nicht endlich von Ländern wie Taiwan oder Korea lernen?

Angesichts der sich auf allen Ebenen türmenden Kosten des „Lockdowns“ scheint das mindestens ein plausibler Vorschlag zu sein.

Den Autor erreichen Sie unter Will@infoautor.de"

VorherigeNächste

Zurück zu Sonstiges

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 9 Gäste