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Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Free2015 » Sa 8. Jun 2019, 14:43

Ralf-abc hat geschrieben:Von daher ist zumindest bei den neueren Autos das 3-phasige Laden ganz klar der Standard.

Das sollte es sein, ist es aber nicht.
Nissan, dessen Leaf bislang als das am meisten gebaute E-Auto galt, verbaut auch für Europa immer noch Chademo und einen 1-phasigen Wechselstrom-Anschluss (Typ1 früher, heute evtl. Typ2 einphasig angeschlossen).
Der E.go Life aus Aachen hat, aus Kostengründen und weil der Chef reichlich stur ist und diesbezüglich offenbar keine Kritik annimmt, erstens keine CCS Schnellladung, und zweitens nur eine 1-phasige "Schnarchladung". Kastrierte Fehlkonstruktion ab Werk.
Beim neuen Opel Corsa e (Peugeot/Citroen/Dongfeng) soll 11kW auch nur für Aufpreis eingebaut sein.
Bei VW bekommt der kleine e-Up einen größeren Akku, und auch die Schwestermodelle Seat Mii und Skoda Citigo werden elektrisch, aber alle nur einphasig, dafür aber angeblich preisgünstig und daher evtl. in großer Anzahl.
Der neue kleine Honda kennt ebenfalls keinen Drehstrom, nur Hyundai soll als einziger asiatischer Hersteller in Zukunft dreiphasig 11kW als Option anbieten.
Tesla dagegen, auch aus einem einphasigen Land, hat für Europa seit dem Model S dreiphasig als Standard, nur der alte Roadster war/ist einphasig.
Beim Smart ist einphasig serienmäßig, obwohl der Renault Technik verwendet die dreiphasiges 22kW Laden über den Motor serienmäßig erlaubt, wofür Smart aber Aufpreis verlangt. Das ist an 22kW auch die effizienteste Ladung, an Schuko hat der große Ladeverluste, und der einphasige zusätzlich eingebaute Bordlader ist so mittelprächtig. Reichlich unausgegoren, und das als 4. elektrische Generation, die bald durch eine fünfte aus China ersetzt wird.

Hauptproblem: die ganzen Plug-in-Hybriden laden alle nur einphasig und langsam, stehen damit stundenlang an Ladesäulen. Vor allem diese sollten nur zuhause, am Arbeitsplatz, oder eben in Parkhäusern an dafür vorgesehenen "Destination chargern" laden anstatt den Batterieautos die schnellen Ladeplätze streitig zu machen.

 
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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Ralf-abc » Sa 8. Jun 2019, 17:58

Aria hat geschrieben:Klar, doch für die heutigen Tankstellen an den Autobahnen dürften 50 kW Ladesäulen kein Problem sein.
An der Autobahn ist das kein Problem. Da ist die Lademöglichkeit schon in vielen Bereichen OK. In großen Städten passt das auch. Aber im ländlichen Bereich ...

Aria hat geschrieben:Ein Problem sind eher Tankstellenpächter, die ihre Ladesäulen irgendwo hinten verstecken, weil sie mit dem Stromverkauf kaum was verdienen. Ich weiß sogar von einem Fall, in dem der Pächter behauptet hatte, die Säule sei zwar da, aber nicht betriebsbereit, obwohl die App sie als betriebsbereit anzeigte. Der Fahrer, der mir persönlich bekannt ist, ist in völliger Dunkelheit trotzdem an die Säule gefahren und ganz normal laden können – sogar für ganz wenig Geld.
Das sind dann aber Pächter, die die Ladesäule vom Konzern aufgedrückt und bezahlt bekommen haben, die aber selber nichts damit zu tun haben wollen. Denn die Grundaussage, dass die am Strom kaum was verdienen, ist völliger QUatsch. Nicht, weil die daran viel verdienen würden, sondern weil die ja am Benzin auch so gut wie nichts verdienen. Die Tankstellen verdienen am Shop. Wer Benzin tankt, der geht nach dem Tanken zum Bezahlen udn ist dann wieder weg. Wer Strom laden muss, der hängt 15 - 30 min unproduktiv an der Tankstelle rum. Die Wahrscheinlichkeit, dass der sich in dieser Zeit noch was im Shop kauft, ist höher, als bei den Benzinkunden.

Aria hat geschrieben:
Ralf-abc hat geschrieben:Diese 22 kW-Ladesäulen sehen also unheimlich ökologisch aus und die sind auch nicht verhältnismäßig preiswert - der praktische Nutzen für die Ausbreitung der Elektromobilität ist aber eher gering.
Geringer praktischer Nutzen und nicht preiswert?
Mist, mein Satz ist völlig sinnverdreht. Das "nicht" hat da drin nichts zu suchen. Die 22 kW-Säulen sind verhältnismäßig preiswert. Ich meine ca. 20 Td€ gegenüber 100 Td€ für eine Schnelladesäule.


Aria hat geschrieben:Und wenn man die gleiche Strecke für fast die Hälfte der Kosten, die ein Benziner verursachen würde, befahren kann, dann nenne ich das schon preiswert. Dazu muss man noch wesentlich geringere Wartungskosten und gar keine Steuern aufs Auto rechnen.
Wenn man für die Hälfte des Preises fahren könnte, dann wäre das so - ist es aber nicht.
Ein mittleres Elektroauto braucht (bei sparsamer Fahrweise) im Sommer so um die 14 kWh/100 km, im Winter eher 17 kWh /100 km. Sagen wir im Jahresmittel 15,5 kWh /100 km.
Wenn man Zuhause mit billigem Strom lädt, dann kostet der ca. 27 ct/kWh, Ökostrom wird bei 29 ct/kWh liegen und wenn man an der öffentlichen Ladesäule laden muss, dann sind das mind 50 ct/kWh. Also sagen wir für eine Vergleichsrechnung 30 ct/kWh
15,5 kWh/100 km * 30 ct = 4,65 €/100 km
Einen vergleichbaren kleinen Diesel kann man bei änhlich sparsamer Fahrweise auf 5,0 ltr/100km fahren á 1,40 €/ltr = 7,00 €/100km
Preisdifferenz: 7,0-4,65 = 2,35 €/100 km
Lebensdauer eines Fahrzeuges: 200.000 km * 0.0235 = 4700,00 € Ersparnis für den Stromverbrauch gegenüber einem Diesel.
gesparte KFZ-Steuer über 10 Jahre: 2000,00 €
etwas geringere Inspektionskosten: in 10 Jahren ca. 500,00 €
Gesamtersparnis über 10 Jahre mit 200.000 km = 7200,00 €

So ein Elektroauto ist aber mehr als 10 k€ teurer, als ein vergleichbarer Verbrenner.
Im Klartext: die geringeren Betriebskosten eines Elektroautos reichen derzeit nicht aus, um die höheren Anschaffungskosten auszugleichen!
Wer sich den Kauf eines Elektroautos überlegt, weil er damit Geld spart, der kann die Sache direkt vergessen. So ein Elektroauto fährt man, weil man es will, nicht weil sch das finanzill rechnet.
Das mag sich aber in den nächsten Jahren noch änder, wenn E-Autos billiger werden.

 
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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Ralf-abc » Sa 8. Jun 2019, 18:12

Free2015 hat geschrieben:Das sollte es sein, ist es aber nicht.
Ich nehm die Aussage jetzt mal so hin. Ich habe die Entwicklung in der letzten Zeit nicht mehr für alle möglichen Fabrikate verfolgt. Ich weiß nur, dass Kia die neuen Wagen jetzt auf Wechselstrom umgestellt hat.
Dass es Typ 2-Stecker gibt, die Wagen aber trotzdem nur 1-phasig laden, das höre ich jetzt zum ersten mal (ich wll das aber nicht anzweifeln)

Free2015 hat geschrieben:Der E.go Life aus Aachen hat, aus Kostengründen und weil der Chef reichlich stur ist und diesbezüglich offenbar keine Kritik annimmt, erstens keine CCS Schnellladung, und zweitens nur eine 1-phasige "Schnarchladung". Kastrierte Fehlkonstruktion ab Werk.
Naja, das ist ein reines Stadtauto. Wer damit mehr als 100 km am Tag fährt (so dass die Batteriekapazität nicht mehr ausreicht), der ist selber Schuld.

 
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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Ralf-abc » Sa 8. Jun 2019, 20:18

Ralf-abc hat geschrieben:
Free2015 hat geschrieben:Das sollte es sein, ist es aber nicht.
Ich nehm die Aussage jetzt mal so hin. Ich habe die Entwicklung in der letzten Zeit nicht mehr für alle möglichen Fabrikate verfolgt. Ich weiß nur, dass Kia die neuen Wagen jetzt auf Wechselstrom umgestellt hat.
Dass es Typ 2-Stecker gibt, die Wagen aber trotzdem nur 1-phasig laden, das höre ich jetzt zum ersten mal (ich wll das aber nicht anzweifeln)

Ei verdammt noch mal, da habe ich mich tatsächlich von den Herstellerinfos täuschen lassen.
Kia hat zwar beim Gleichstrom von Chademo auf CCS umgestellt und beim Wechselstrom von Typ-1 auf Typ-2 Stecker.
Beim CCS ist das ein Vorteill, weil jetzt mit 100 KW geladen werden kann, statt mit den 50 kW (wobei 100 kW-Ladesäulen noch selten sind). Daher bin ich dann davon ausgegangen, dass die konsequent waren und beim Typ-2 Stecker auch auf 3-phasigen Strom umgestellt haben. Aber nichts da - Typ-2-Stecker aber in der Tat nur 1-phasiges Laden, also kein Vorteil gegenüber dem alten Typ-1-Stecker. Irgend wie fühle ich mich da von den Herstellern jetz leicht verar...

 
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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Eric » Di 11. Jun 2019, 19:53

Tim007 hat geschrieben:
Hans H. hat geschrieben: Wenn dann hier Tim007, Eric und Ostfriesenpaar diese Fakten übergehen und die hier völlig korrekten Darstellungen von Ralf-abc als Halbwissen bezeichnen, dann kann mir das um die Zukunft unseres Planeten echt Sorge bereiten.


Es gibt noch weitere Argumente, die bislang völlig unberücksichtigt geblieben sind.

Darum geht es mir aber nicht.

Was stört, ist dieses arrogante Runtermachen von Leuten wie Eric, nur weil er es gewagt hat, eigene Überlegungen anzustellen. So etwas ist grob ungehörig.

Ich kenne diese Reaktion von vielen selbsternannten Umweltgurus, die meinen, die Wahrheit für sich gepachtet zu haben. Obwohl ich die Klimaentwicklung auch als besorgniserregend ansehe, stößt mich persönlich so etwas ab. Das gleiche Verhaltensmuster findet sich übrigens, wenn es um Fahradhelme, rechtsdrehende Milchsäure und Mülltrennung geht.


Danke, dass Du hier eine Lanze für mich und die anderen "Querulanten" brichst ( ich nehme an, Du hast einen Mittelalterladen in der Nähe :D ).

Leute , denen nichts anderes einfällt als Skeptiker als "Klimaleugner" zu bezeichnen, braucht man nicht wirklich ernst nehmen.

Die können ja nicht mal erklären, was Klimaleugner bedeuten soll . Dass ich die Existenz eines Klimas ( = Summer des Wetters über einen langen Zeitraum ) bestreite ? Dass ich leugne, dass es in den letzten 100-200 Jahren auch global etwas wärmer geworden ist ? Beides ist definitiv nicht der Fall.
Statt dessen verstricken sich diese Menschen in Widersprüche. Wenn es um die Wärmeabgabe des Menschen ( sicher, kein Megading, aber eben doch ein paar Watt - danke für die Berechnung, werde das ggf. bei Gelegenheit mal nachprüfen ) wird plötzlich gegen die Sonneneinstrahlung verglichen. Aber wehe man behauptet, Schwankungen in der Sonneneinstrahlung wären für einen Teil der Erwärmung verantwortlich, dann ist die Sonne plötzlich irrelevant.

Auslegung der Dinge je nach gusto immer so , dass die eigene Theorie immer stimmt - eindeutiges Zeichen von dogmaitsch-religöser Einstellung zum Thema.

 
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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von norbert » Di 11. Jun 2019, 21:02

Eric hat geschrieben:...
Auslegung der Dinge je nach gusto immer so , dass die eigene Theorie immer stimmt - eindeutiges Zeichen von dogmaitsch-religöser Einstellung zum Thema.


Und du gehst also das Thema streng wissenschaftlich an...

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von hajo » Di 11. Jun 2019, 23:45

Sicherlich nicht so sachlich wie du jetzt...
:roll:

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Aria » Mi 12. Jun 2019, 11:42

Eric hat geschrieben:Auslegung der Dinge je nach gusto immer so , dass die eigene Theorie immer stimmt - eindeutiges Zeichen von dogmaitsch-religöser Einstellung zum Thema.
Wer, wie die Klimawandelleugner, nicht sehen will, dass der vor Millionen Jahren eingelagerte Kohlestoff, den wir in den letzten fast 200 Jahren als Kohle, Erdöl und Erdgas verbrannt und damit Unmengen von CO2 in die Atmosphäre geblasen haben, ein entscheidender Faktor für die Klimaerwärmung ist, der ist dogmatisch-religiös verblendet wie jene, die meinen, dass Gott uns Menschen diese Brennstofflagerstätten zur Verfügung gestellt hatte, damit wir seinen Auftrag erfüllen können, die da heißt: „Seid fruchtbar und mehrt euch, füllt die Erde und unterwerft sie und waltet über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die auf der Erde kriechen!“ (Genesis, 1,28)

 
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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Ralf-abc » Mi 12. Jun 2019, 16:27

Aria hat geschrieben:[Wer, wie die Klimawandelleugner, nicht sehen will, d ... , der ist dogmatisch-religiös verblendet wie jene, die meinen, dass Gott uns Menschen diese Brennstofflagerstätten zur Verfügung gestellt hatte, damit wir seinen Auftrag erfüllen können

Das sehe ich nicht so.
Den größten Teil der Klimawandelleugner halte ich eher für Hedonisten, die einfach so weiter leben wollen, wie bisher und die nicht die geringste Lust haben, ihre alten Verhaltensweisen auch nur ein kleines bißchen zu verändern oder sich gar einzuschränken.
Um das aber trotz der erdrückenden wissenschaftlichen Faktenlage vor sich selber rechtfertigen zu können, müssen die Fakten halt geleugnet werden.

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Aria » Mi 12. Jun 2019, 17:42

Ralf-abc hat geschrieben:
Aria hat geschrieben:[Wer, wie die Klimawandelleugner, nicht sehen will, d ... , der ist dogmatisch-religiös verblendet wie jene, die meinen, dass Gott uns Menschen diese Brennstofflagerstätten zur Verfügung gestellt hatte, damit wir seinen Auftrag erfüllen können
Das sehe ich nicht so.
Den größten Teil der Klimawandelleugner halte ich eher für Hedonisten ...
Die gibt es natürlich auch. Aber man darf die Evangelikale nicht vergessen, wovon es ca. 400 Millionen weltweit gibt, und hier vor allem die Kreationisten - Zitat aus einer christlichen und daher wohl, zumindest diese Sache betreffend, unverdächtigen Quelle:

Weiße Evangelikale unterstützen US-Präsident Donald Trump bei seiner Politik gegen das Pariser Klimaabkommen stärker als jede andere religiöse Gemeinschaft in den USA.
(…)
… Evangelikale neigten dazu, die Heilige Schrift wortwörtlich zu nehmen. "Sie glauben, dass die Erde dem Willen der Menschen überlassen wurde", sagte Mitautor Philip Schwadel dem "Religion News Service".
(…)
… sehen sich Evangelikale keineswegs zum Handeln gegen die Erderwärmung aufgefordert. Gott, der Schöpfer, werde sich schon kümmern, wenn es ein Problem gebe …

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