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Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Bummler » Do 11. Okt 2018, 09:50

Ich habe mir gestern ein Buch gekauft, ja so was mache ich manchmal, verrückt nicht?
https://www.weltbild.de/artikel/buch/we ... 24515244-1

Der Typ ist genial, seine Gedankenwelt kann ich nur empfehlen. Der weiß auch warum das mit dem CO2-Ziel nicht klappen wird.

Die Vorstellung zu haben, dass, wenn man bestimmte Fakten präsentiert, daraus das erwünschte Handeln resultiert, ist eine irreale Vorstellung. So funktioniert das Leben nicht.
Insofern sind viele der Probleme, die wir im Moment haben, hausgemacht. Man muss in Rechnung stellen, dass wir eine kapitalistische Wachstumswirtschaft haben, dass Leute konsumabhängig sind, dass sie sich in vielfältigen Suchtstrukturen befinden, in denen sie sich auch befinden sollen.
Vor diesem Hintergrund kann man nicht so einen Unfug verkünden wie ein politisches 2-Grad-Limit und sich dann wundern, dass niemand darauf hört.


Ja das klingt doch schon mal ganz passabel. Zumindest ist es ein Erklärungsversuch, warum wir unser Klimaziel nicht erreichen!

Wer sagt denn, dass wir keine Möglichkeit haben, Gesellschaft zu verändern? Alles, was wir zunächst brauchen, ist eine Vorstellung davon, in welche Richtung wir sie verändern wollen.
Dann muss man sortieren: Was wollen wir von der gegenwärtigen Gesellschaft behalten und was muss dringend verändert werden?

Dazu gehört, dass wir unsere Rechts- und Zivilisationsgüter behalten. Dafür muss ich die Autoindustrie abschaffen, dafür müssen die Autos aus der Stadt raus, wir müssen Kreuzfahrten und SUVs verbieten, und so weiter.


Jetzt wird er konkret, erst die Vision und dann das Verbot.


Wenn wir uns unsere gegenwärtige Wirtschaft anschauen, stellen wir fest, dass ein weltweites Experiment stattfindet, dessen Ergebnis ganz klar ist: Das funktioniert nicht.
Dieses Experiment kann man auch abbrechen. Deshalb müssen wir mit langem Atem und viel Fantasie und Zuversicht Experimente wagen, um andere Pfade einzuleiten.
Das ist das Einzige, was wir tun können. Alles andere ist Folklore.



Das ist der Punkt. Wir wissen das unser Wirtschaftssystem nicht nachhaltig funktioniert, hoffen das aber doch irgendwie, weil wir sonst was ändern müssten.
Dann sagt er noch was zu Klimaforschern:

Ja, die sagen wahnsinnig viel, aber das ist Dünnschiss. Wie kann man denn glauben, was Herr Schellnhuber die ganze Zeit predigt, man habe nur noch so und so viele Jahre Zeit?
Das ist derselbe Fehler wie mit dem 2-Grad-Ziel: Was passiert denn, wenn diese Zeit überschritten ist?
Was passiert denn, wenn 2,1 Grad Celsius Erwärmung da sind? Dann kann man aufgeben, oder was? Politisch ist es strunzdoof, so zu argumentieren.
Statt mit der Apokalypse-Rhetorik zu kommen, müssen wir zum Beispiel fragen: Können wir uns eine Stadt ohne Autos vorstellen?
Mit einer besseren und lebenswerten Infrastruktur? Dafür brauche ich nicht mal den Klimawandel.
Das große Problem der Nachhaltigkeits- und Klimaszene ist doch, dass sie nichts anzubieten haben – kein Gegenmodell zur aktuellen Hyperkonsum-Gesellschaft.
Wir müssen an positiven Zukunftsbildern arbeiten und die Leute auf Veränderungen heiß machen.


Da hat er irgendwie recht, so gefühlsmäßig.
Und zum Schulweg hat er auch was zu sagen:

Ich verstehe nicht, warum die Millionen an Helikoptereltern, die ihre Kinder in Warnwesten über die Straße bringen, nicht jeden Tag in der Invalidenstraße vor dem Wirtschaftsministerium von Herrn Altmaier demonstrieren.
Es gab noch nie eine solche Hysterie um das Wohlergehen von Kindern.
Ja, Rufus-Theodor wird wahrscheinlich für immer leben, dem macht der Klimawandel nichts, aber dem macht es was, ohne Warnweste über die Straße zu gehen?




Und dann kommt ein Satz, der auch in den gesellschaftliche Wandel passt:
Soziale Bewegungen gehen immer von Minderheiten aus.

Die Gesellschaft ist bewusstseinsmäßig so aufgeteilt, dass 5 bis 10 Prozent ein Avantgarde-Denken haben, weitere 5 bis 10 Prozent sind extrem konservativ und die restlichen 80 Prozent interessieren sich einen Scheiß für irgendwas und machen alles mit.

Also ist ein Lebensstilwandel, der von 5 Prozent auf die Wege gebracht wird, effektiv.



Auch diese Zahlen scheinen stimmig zu sein und erklären manches.


Hier noch der Link für die 5 bis 10 Prozent:
https://www.huffingtonpost.de/entry/80- ... 2f47252612

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von hajo » Do 11. Okt 2018, 11:24

Bummler hat geschrieben:Ich habe mir gestern ein Buch gekauft, ...

:lol:
Erinnert mich an den vor Jahrzehnten bei uns im Kollegium verbreiteten Jungesellen-Spruch:
"Ich hab mir gestern ein Ei gekocht.
DAS tat vielleicht weh..."


Bummler hat geschrieben:Der Typ ist genial, seine Gedankenwelt kann ich nur empfehlen. Der weiß auch warum das mit dem CO2-Ziel nicht klappen wird.
Na, so was.

Ich kenne den Welzer auch.

Der ist frech, denkt oft schräg, möchte was ändern.
Klasse!
Wer sagt denn, dass wir keine Möglichkeit haben, Gesellschaft zu verändern? Alles, was wir zunächst brauchen, ist eine Vorstellung davon, in welche Richtung wir sie verändern wollen.
Dafür muss ich die Autoindustrie abschaffen, dafür müssen die Autos aus der Stadt raus, wir müssen Kreuzfahrten und SUVs verbieten, und so weiter.
(Hervorhebungen durch mich)
Aha!
DIKTATUR: "ICH"
Bestenfalls "wir" - klingt demokratischer...
VERBIETEN - Gern. Ist aber nicht nötig, wenn "wir", also die demokratische Mehrheit das so will.

Darauf müssen "wir" hinarbeiten.

Wer sagt denn, dass wir keine Möglichkeit haben, Gesellschaft zu verändern? Alles, was wir zunächst brauchen, ist eine Vorstellung davon, in welche Richtung wir sie verändern wollen.
Zum Beispiel wie in Polen.
Oder Ungarn.
Oder Österreich.
Oder Italien...

Oder?!

Das große Problem der Nachhaltigkeits- und Klimaszene ist doch, dass sie nichts anzubieten haben – kein Gegenmodell zur aktuellen Hyperkonsum-Gesellschaft.
Wir müssen an positiven Zukunftsbildern arbeiten und die Leute auf Veränderungen heiß machen.

Genau darum geht's!
Soziale Bewegungen gehen immer von Minderheiten aus.

Asoziale aber auch... (Beispiele verkneife ich mir).
Also ist ein Lebensstilwandel, der von 5 Prozent auf die Wege gebracht wird, effektiv.

Ich bemühe mal nicht die Geschichte... :roll:

Richtig an Welzers Ideen ist - und da kann JEDER von uns versuchen seinen Beitrag zu bringen - dass es an UNS, also den Menschen liegt, ob und vor allem: WAS wir verändern wollen.

In meinem persönlichen Fall:

    Möglichst keine Kleidung - Waschen erübrigt sich.
    Selten selbst Autofahren - spart Sprit und Abgase.
    Keine permanente Erreichbarkeit per Smartphone... - erspart Mitmenschen und mir Zeit, spart Strom (wenn auch minimal).
    Keine papierne Zeitungen mehr - spart Unmengen von Papierabfall/Werbung (ich bekomme die blaue Tonne so gut wie nie voll)
    Nicht "Essen gehen" - selber Kochen macht viel mehr Spaß (mir)
    Auf dem "Markt" einkaufen (zu Fuß), beim "Bio"Bauern.
    Fleischverzehr massiv reduzieren (ich frage mich schon lange, wer meine 60+ kg/a Fleisch frisst)
    Wasser aus der Leitung trinken (auch meine Frau dazu zu bringen hat wirklich gedauert... aber, es hat geklappt!)

Ich indoktriniere nicht ob meines Verhaltens.
Aber ich zeige es.
Nachbarn, Verwandten, Bekannten.

Hilft womöglich nicht.

Aber es zu diktieren - ich weiß, ich wiederhole mich:

Was wurde schon alles diktiert.
Wenn sich, wie Welzer meint, 80% einen Dreck scheren um die Probleme, so sind es auch diese Menschen, die sich leicht beeinflussen lassen.

 
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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Mecki » Do 11. Okt 2018, 11:58

Zitat Bummler:

Wir müssen an positiven Zukunftsbildern arbeiten und die Leute auf Veränderungen heiß machen.


Wer ist denn "wir" - "wir" als Gesellschaft? "Wir" als Bürger/Wähler?

"Wir" verändern doch schon lange - auf eine Weise, die in Dresden und Leipzig und Chemnitz oder auch
anderswo seit Jahr und Tag stattfindet. Weltwirtschaftsgipfel in HH - das war der Ausbund an Eskalation.
Fußballstadien ...was dort eskaliert, hat NICHTS mit dem Fußball an sich zu tun. Schul-Szenarien durch
Schüler, die jedes Maß an Respekt, Anstand, Achtung - nee...nicht verloren haben, sondern nicht anerzogen
bekommen haben. Wie lang soll die Liste werden?
Von Radikalität geprägt - von links, von rechts, von Gruppierungen gewaltbereiter Organisationen, Jugendlicher, Erwachsener, die durch Mitläufertum gestärkt wird. Die Anheizer/Hetzer sind nicht IM Mobb - den Mobb bilden die Mitläufer, die Vergessenen, die Zurückgelassenen...und die Anheizer/Hetzer finden
immer mehr Mitläufer, weil immer mehr "die Schnauze" voll haben.
Was passiert am WE in Bayern - Landtagswahlen. Es ist so gut wie sicher, dass das eine Klatsche gibt.... für wen? Für die Partei, die ohne Unterlass EIN Thema angeheizt hat. Folge - die AfD braucht NICHTS zu sagen, nichts zu machen, um einen immensen Stimmenzulauf zu haben.

Es sind die sogenannten "etablierten" Parteien - alle - die auf ganzer Linie versagt haben. "Wahrheit" ist ein Fremdwort der etablierten Parteien - aus Angst davor, nicht (wieder)-gewählt zu werden. "Maul halten und still sein!" Alle etablierten Parteien sitzen Probleme aus....nur nicht die AfD.... die spricht das an, was "Wahrheit" ist.
Nein...ich wähle nicht AfD... ich verachte diese Gruppierung. Im Grunde können ALLE "Etablierten" von der AfD lernen...und Wahrheit leben, indem den Bürgern/Wählern wirklich aufs Maul geschaut wird, ihnen wirklich zugehört wird.

Wer nicht verändern will - "wir" schon - sind die etablierten Parteien. Da ist eine andere Denke - nicht die von "wir". "Wir" Wähler/Bürger wollen schon, die ohne Gewalt auskommen wollen. Dennoch haben "wir" eine "Gewalt", üben sie aber nicht aus - auf dem Stimmzettel. Um die 30 % gehen bundesweit nicht wählen - warum nicht? In den Ländern gehen noch weniger nicht an die Wahlurnen...warum nicht. Nee... nicht nur aus Verdrossenheit, sondern auch aus Unwissenheit, wie viel Kraft jede einzelne Stimme hat, die abgegeben wird.
Wer nicht wählen geht, darf nicht mitreden? Was besagt "mitreden" - Gewaltausübung ist AUCH "mitreden". Wer will diese "Reden/Redner".... "wir" sicher nicht

Zitat Hajo

Zum Beispiel wie in Polen.
Oder Ungarn.
Oder Österreich.
Oder Italien...

Oder?!


Oder Amerika?
Oder Venezuela?
Oder Brasilien?

Die (politischen) "Marktschreier" sind es, die anprangern, die Massen hinter sich scharen, die Wähler auf
eine ganz leichte Art und Weise heranziehen, Versprechen geben, die sie niemals einhalten (werden/ müssen). "Volk" vergisst schnell/er!?

Alles schon mal dagewesen, weil auch damals Wahrheit keine Rolle spielte....

 
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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Mecki » Do 11. Okt 2018, 12:02

Zitat Bummler:

Wir müssen an positiven Zukunftsbildern arbeiten und die Leute auf Veränderungen heiß machen.


Wer ist denn "wir" - "wir" als Gesellschaft? "Wir" als Bürger/Wähler?

"Wir" verändern doch schon lange - auf eine Weise, die in Dresden und Leipzig und Chemnitz oder auch
anderswo seit Jahr und Tag stattfindet. Weltwirtschaftsgipfel in HH - das war der Ausbund an Eskalation.
Fußballstadien ...was dort eskaliert, hat NICHTS mit dem Fußball an sich zu tun. Schul-Szenarien durch
Schüler, die jedes Maß an Respekt, Anstand, Achtung - nee...nicht verloren haben, sondern nicht anerzogen
bekommen haben. Wie lang soll die Liste werden?
Von Radikalität geprägt - von links, von rechts, von Gruppierungen gewaltbereiter Organisationen, Jugendlicher, Erwachsener, die durch Mitläufertum gestärkt wird. Die Anheizer/Hetzer sind nicht IM Mobb - den Mobb bilden die Mitläufer, die Vergessenen, die Zurückgelassenen...und die Anheizer/Hetzer finden
immer mehr Mitläufer, weil immer mehr "die Schnauze" voll haben.
Was passiert am WE in Bayern - Landtagswahlen. Es ist so gut wie sicher, dass das eine Klatsche gibt.... für wen? Für die Partei, die ohne Unterlass EIN Thema angeheizt hat. Folge - die AfD braucht NICHTS zu sagen, nichts zu machen, um einen immensen Stimmenzulauf zu haben.

Es sind die sogenannten "etablierten" Parteien - alle - die auf ganzer Linie versagt haben. "Wahrheit" ist ein Fremdwort der etablierten Parteien - aus Angst davor, nicht (wieder)-gewählt zu werden. "Maul halten und still sein!" Alle etablierten Parteien sitzen Probleme aus....nur nicht die AfD.... die spricht das an, was "Wahrheit" ist.
Nein...ich wähle nicht AfD... ich verachte diese Gruppierung. Im Grunde können ALLE "Etablierten" von der AfD lernen...und Wahrheit leben, indem den Bürgern/Wählern wirklich aufs Maul geschaut wird, ihnen wirklich zugehört wird.

Wer nicht verändern will - "wir" schon - sind die etablierten Parteien. Da ist eine andere Denke - nicht die von "wir". "Wir" Wähler/Bürger wollen schon, die ohne Gewalt auskommen wollen. Dennoch haben "wir" eine "Gewalt", üben sie aber nicht aus - auf dem Stimmzettel. Um die 30 % gehen bundesweit nicht wählen - warum nicht? In den Ländern gehen noch weniger nicht an die Wahlurnen...warum nicht. Nee... nicht nur aus Verdrossenheit, sondern auch aus Unwissenheit, wie viel Kraft jede einzelne Stimme hat, die abgegeben wird.
Wer nicht wählen geht, darf nicht mitreden? Was besagt "mitreden" - Gewaltausübung ist AUCH "mitreden". Wer will diese "Reden/Redner".... "wir" sicher nicht

Zitat Hajo

Zum Beispiel wie in Polen.
Oder Ungarn.
Oder Österreich.
Oder Italien...

Oder?!


Oder Amerika?
Oder Venezuela?
Oder Brasilien?

Die (politischen) "Marktschreier" sind es, die anprangern, die Massen hinter sich scharen, die Wähler auf
eine ganz leichte Art und Weise heranziehen, Versprechen geben, die sie niemals einhalten (werden/ müssen). "Volk" vergisst schnell/er!?

Alles schon mal dagewesen, weil auch damals Wahrheit keine Rolle spielte....

"Wir".... überlassen das Denken den Politiker! "Wir" warten darauf, dass daraus was erwächst? Politik/er
"lassen" denken durch Berater, Fachleute, Spezialisten .... und was passiert...

"Wir" denken sicher innovativer - nur können "wir" nicht das bewegen, was Politik zu bewegen hat. Doch - es geht IMMER um den schnöden Mammon... DER ist die "Einheit", in der gemessen wird.... ;-)

 
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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Blood Moors » Do 11. Okt 2018, 12:09

Bummler hat geschrieben:Ich habe mir gestern ein Buch gekauft ...

Wieso, hattest du noch keins :?: :?
:lol: :lol: :lol:

 
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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Mecki » Do 11. Okt 2018, 12:47

https://www.t-online.de/finanzen/boerse ... ungen.html

@

das EU-Vorhaben, die klimaziele anders zu stecken. löst bei VW eine Reaktion aus...Abbau jedes 4. Arbeits-platzes. Das sind "nur" 25 % der Belegschaft....ist aber, in Zahlen ausgedrückt, so zwischen 50.000 und
60.000 gelegen.

Drohgebärden? Umsetzbar? Abwarten der "Entscheider" über Klimaziele? Poker um die klimaziele?

Das politische "Aussitzen".... das gab es schon mal.

Welche europäischen Konzerne schwingen sich noch auf die Aussage des VW-Bosses? Welche Schwellenländer werden sich bemerkbar machen?

Wer möchte jetzt Politiker sein, um dem Klima gerecht zu werden?

 
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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Ralf-abc » Do 11. Okt 2018, 13:19

Mecki hat geschrieben:"Wir" verändern doch schon lange - auf eine Weise, die in Dresden und Leipzig und Chemnitz oder auch
anderswo seit Jahr und Tag stattfindet. Weltwirtschaftsgipfel in HH - das war der Ausbund an Eskalation.
Fußballstadien ...was dort eskaliert, hat NICHTS mit dem Fußball an sich zu tun. Schul-Szenarien durch
Schüler, die jedes Maß an Respekt, Anstand, Achtung - nee...nicht verloren haben, sondern nicht anerzogen
bekommen haben. Wie lang soll die Liste werden?


Deine Beispiele sind alle zutreffend. Aber dabei nicht vergessen:

Hambacher Forst: ca. 40 Tausend Demonstranten gegen Kohleverstromung. Der Friedliche Verlauf wurde von der Polizei ausdrücklich gelobt.
In den vergangenen Wochen gab es mehrere in München mehrere absolut friedliche Proteste gegen das neue Polizeiaufgabengesetz
https://www.muenchen.de/aktuell/2018-07/grossdemo-muenchen-fluechtlingspolitik.html
https://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.demo-jetzt-gilts-heute-muenchen-news-blog.72bd8e92-32c1-4a79-8b68-6f278a510bc6.html
und für den kommenden Samstag ist wieder eine Großdemo in Berlin angesagt http://www.maz-online.de/Nachrichten/Politik/Demo-unteilbar-rechnet-mit-40000-Teilnehmern

Von daher: es geht durchaus auch anders, als in Deinen Beispielen. Und das gilt gerade für die richtigen Großdemos mit Zehntausenden von Teilnehmern

 
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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Ralf-abc » Do 11. Okt 2018, 13:29

Mecki hat geschrieben:das EU-Vorhaben, die klimaziele anders zu stecken. löst bei VW eine Reaktion aus...Abbau jedes 4. Arbeits-platzes.

Die Reaktion der Autokonzerne auf die EU-Klimaziele sind einfach nur lächerlich, denn die EU sind für die von den europäischen Firmen produzierten PKW doch gar nicht der Maßstab. Wer im Automobilbereich international mitspielen will, der muss sich an China orientieren und dort interessiert man sich für die Vorstellungen von Mercedes, BMW, VW, Audi & Co. einen Dreck. Wenn China wg. der katastrophalen Luftverschmutzung in den großen Städten verstärkt auf Elektroautos setzt, dann haben die Europäischen Hersteller genau zwei Möglichkeiten: die passenden Autos anbieten oder den chinesischen Markt verlassen. Und wenn die die nötigen Autos anbieten, um den chinesischen Markt abzudecken, dann haben die hier in Europa auch kein Problem mehr mit den Grenzwerten.

Und wissenschaftlich ist es schon lange erwiesen, dass die Automobilindustrie technisch auch noch deutlich strengere Schadstoffgrenzwerte einhalten könnte, als jetzt geplant. Das Problem dabei: das geht nicht mit den ganzen Oberklasse-Dickschiffen, sondern nur mit deutlich kleineren Autos und die bedeuten für die Hersteller geringere Gewinnmargen. Es geht bei diesen Drohungen der Konzernbosse also weder um technische Probleme, noch um Arbeitsplätze, sondern rein um die Gewinne für die Großaktionäre.

 
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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Mecki » Do 11. Okt 2018, 14:43

@ Ralf-abc

richtig....die Reaktion von VW auf die EU-Klimaziele ist lächerlich - aber nicht nur das...sie ist verbrecherisch erpressend dargelegt. VW als Vorreiter....und neben dem Diesel-Gate kommt das jetzt auch noch hinzu.
Da alle KFZ-Hersteller "gediesel-gatete" haben, aber sich ausschließlich auf VW eingeschossen wird, toppt
der Flow gerade alles, was VW als DIE bösen Buben aussehen lässt.
Hardware-Nachrüstung - VW sagt nein. Wer zieht nach - Mercedes, BMW, Opel, Ford. Alle anderen europäischen Auto-Konzerne? Renault macht derzeit ein 10.000-Euro-Prämien-Paket ....um alte Diesel vom
Markt zu bekommen, nur noch Euro-6 Diesel anzubieten (natürlich auch Benziner und andere Varianten, sagt aber, dass Renault-Diesel der Euro 4 und 5-Norm "sauber" arbeiten würden, Normen immer erfüllt hätten.

Wer sind die "Gekniffenen"...im Grunde ALLE Beteiligten - wer zahlt die Zeche ...alle, die unter dem Weltklima zu leiden haben.

Klar geht es allen Konzernen um "Rendite"... NUR um Rendite. Ist doch logisch! Wer Aktien hält, wird sich einen Kehricht um Beschränkungen/Auflagen etc. kümmern.... der will hohe Rendite sehen - wie diese zustande kommt, ist ihm völlig egal.

Und was macht "Politik" dagegen - das ist die Frage aller Fragen. Wessen Interessen hat Politik wirklich zu vertreten - der Gesellschaft? Nur der Gesellschaft? Was macht Gesellschaft aus? Gesellschaft ohne Industrie funktioniert nicht...umgekehrt aber auch nicht. Dass Politik sich gängeln lässt...vor allem in D-Land, ist nicht neu. Und da macht Politik viel zu viel mit....nicht mal allein durch Posten in Aufsichtsräten.

Den Nerv von Politikern zu treffen - die meisten drehen sich rum und gehen. Stellt sich wirklich jemand, sind das meist nicht mehr als Lippenbekenntnisse. Bei welchen Politikern das anfängt.... GANZ oben....von der Kanzlerin (bei einem Kanzler wäre es nicht anders)...bis in die Niederungen der Kommunal-Politik! Politiker schauen nicht mehr aufs Maul, wissen nicht, dass "wir" sehr wohl mit Wahrheiten umzugehen verstehen.

Dass "aufs Maul schauen" etwas anderes ist, als nach dem Mund zu reden... :mrgreen:

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Bummler » Fr 12. Okt 2018, 09:20

Ralf-abc hat geschrieben:Es geht bei diesen Drohungen der Konzernbosse also weder um technische Probleme, noch um Arbeitsplätze, sondern rein um die Gewinne für die Großaktionäre.


Wobei ich das nicht als Drohung einstufen würde. Beim Umstieg auf Elektromobilität sind zur Fertigung von Autos tatsächlich weniger Arbeitsplätze notwendig. Es ist also nur ein Frage der Zeit, wann das passiert mit den Arbeitsplätzen, genau wie bei den Kohlekraftwerken.

Womit wir wieder beim Grundsätzlichen sind, nämlich das der Klimawandel ein soziales Problem ist und kein technisches.

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