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Was für ein schöner Tag heute...

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Re: Was für ein schöner Tag heute...

Beitrag von thomas8811 » Mo 22. Okt 2018, 07:24

Danke marc superschöner Bericht mit vielen tollen Bildern.
Sehr gut und flüssig geschrieben und illustriert.
Weiter so.
Mfg thomas

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FKK in Neuseeland - Rotota Sun Club

Beitrag von Waldläufer » Mi 24. Okt 2018, 01:19

Juhu,

Dankeschön! Aber immer gerne! :)

Meine kleine Zusammenfassung zu meinen Erfahrungen zu FKK in Neuseeland hat mir die schöne Zeit da wieder so in Erinnerung gerufen, dass ich motiviert war, nun doch mal einen ersten Bericht darüber zu verfassen.

Fang ich einfach mal an mit unserem einzigen Besuch in einem Naturisten Camp. Die nennen sich dort nicht FKK-, sondern Sun-Club. Unseres liegt auf der Nordinsel im geothermischen Gebiet und heisst Rotota Sun Club (Rotota reimt sich nicht auf Hakuna Matata!). Wir waren schon deutlich ausserhalb der Saison da (Ende April/Anfang Mai), und seit 3 Wochen die ersten Gäste, eigentlich hat schon niemand mehr mit welchen gerechnet.

Das Ganze ist sehr abgelegen, es gibt kein Händy, kein WLan, kein Strom (nur Licht über Solarzelle), Biotoiletten, gekocht und gekühlt wird mit Gas, alles was man braucht muss man mitbringen, und Abfall bitte auch wieder mitnehmen. Also alles sehr einfach und nett, also einfach sehr nett! :) Genau wie wir es mögen.

Bild
Auf dem Lake Ohakuri, links am Ufer steht dann der Hot Tub

Die Leute waren super freundlich, es gibt einen Gemeinschaftsraum mit Holzofen, wo wir sofort herzlich eingeladen waren. Und einem Billardtisch, den wir am nächsten Tag ausprobierten:
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Wie man sieht, Badesachen sind beim Pool genauso überflüssig wie im Pool :)

Zu der Zeit waren vielleicht noch 10 Leute auf dem Platz, und niemand offizielles mehr da, aber es wurde sich trotzdem nett um uns gekümmert. Wir haben einen Wohnwagen bekommen für 2 Nächte, kochen konnten wir in einer kleinen Küche nebenan, alles für Selbstversorger.

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Auf dem Weg zum Nachbarn (das war nicht unser)

Auf dem Gelände gibt es auch eine Menge aufregender Trails zum Nacktwandern, zum Fluss, zum heissen Wasserfall, zu Margies Pool, den Berg hinauf zu den Fumeroles, am Ufer entlang, einen anderen Berg hinauf zu einer Aussicht über den Platz. Und natürlich kann man diese völlig absurde Wanderung durch den heissen Fluss machen, und sich dort durch den Slot Canyon (The Squeeze) zwängen. Ganz oben auf der Karte hier sieht man die Stelle wo dieser Fluss in den See einmündet.

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Geothermale Naktivitäten (die Fumeroles über dem Gelände mit dem See im Hintergrund)

Über den See da unten bin ich dann des Abends auch noch einmal komplett rüber geschwommen, nachdem wir vorher mit den Einheimischen im ewigen Hottub ausführlich geplaudert hatten (manche wohnen hier ganzjährig). Dabei erfahren wir auch die Geschichte mit dem heissen Fluss und Wasserfall (kann ich alles erstmal gar nicht glauben), und The Squeeze, wo man sich nur seitwärts durchzwängen kann, und dem absoluten Geheimtipp, The Squeeze bei Nacht! mit den einheimischen Glow Worms.

Was dann zu der absurdesten Aktion wurde, die ich jemals in meinem ganzen Leben gemacht habe. Nachts um 22 Uhr splitternackt nur mit Taschenlampe erst durch einen nicht gerade kurzen Bush Trail durch den Wald, es zieht sich und zieht sich, es ist durchaus kalt, und ich denke, da hat uns aber jemand nen gewaltigen Bären aufgebunden. Dann durch den dampfenden Fluss waten, der an eine Art Mini-Amazonas erinnert, passend mit Regenwaldkulisse aussenrum, und nach langem langem so dahin waten (noch ein Bär?) verengt sich der Fluss schliesslich zu einem Slot, es ist teilweise so schmal, dass man sich quer durchquetschen muss, und teilweise so tief, dass man nicht mehr stehen kann. Was durchaus schwierig ist, denn schwimmen kann man schon mal gar nicht, da ist kein Platz, also muss man sich irgendwie an der glatten Felswand festhalten... :shock:

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Im Fluss, ein erster kleiner Slot, ein Hindernis und der Eingang zum eigentlichen Squeeze

Auf dem Video sieht das später so aus wie die Naturistenversion von Blair Witch Project. Wir haben keine Ahnung wo wir sind, stecken irgendwo mitten in einem Wald fernab jeglicher Zivisilation nackt in einer Felspalte in einem (immerhin beheiztem) Fluss fest, niemand weiss wo wir sind (vielleicht findet später jemand die Kamera mit dem Film ;) ), es ist fast Mitternacht, stockdunkel, und über einem funkelt eine Galaxie dieser Glow Worms. Was mache ich hier, wo bin ich hier? Nicht von dieser Welt!

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Im Inneren des Slotcanyon...

Das ganze war so irreal, dass ich am nächsten Morgen um halb acht in der Früh nochmal alleine losgezogen bin, um das ganze nochmal bei Tageslicht zu machen, auch diesmal mit GoPro am Selfiestick bewaffnet. Was den Schwierigkeitsgrad im Slot nochmal deutlich erhöht hat, da ich nun nur eine Hand frei hatte. Daher habe ich am Ende angekommen auch keine Lust, den wieder zurück zu gehen, und beschliesse stattdessen, durch den See zurück zum Campingplatz zu schwimmen.

Eine ganz hervorragende Idee, denn der See ist in keinster Weise beheizt, sondern so verdammt kalt wie Seen Anfang November (also unser November) üblicherweise nun mal sind, und ich bin tatsächlich 25min :shock: unterwegs, in einer Hand die Kamera. Völlig ausgepowert und mit Schüttelfrost vor Kälte stelle ich den Hottub an. Komme mir kurzzeitig doof vor, für mich alleine dieses riesige Becken vollaufen zu lassen, aber hier kommt das heisse Wasser ja einfach aus der Erde. Wenn es nicht ins Becken läuft, läuft es ja eh in den See.

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  1. Pfad durch den Wald runter zum Fluss
  2. Im Wasserfall
  3. Das Hindernis von gestern Nacht bei Tage
  4. Im Slot
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  1. Am Ausgang des Slots, es wird kalt
  2. Im kalten See!
  3. 20min schwimmen später, das rettende Ufer, ...
  4. ... mit dem rettenden Hottub :)
Eine Stunde hat die ganze Aktion gedauert, und nun brauche ich nochmal ne halbe Stunde, um wieder warm zu werden. Danach erwartet mich zum Glück ein liebevoll selbstbereites Frühstück, das mein Freund in der Zeit gezaubert hat. Hach wie ist das alles schön! 8-)

Bild
Meine Route durch den See

Die Anreise zum Platz war auf ganz andere Art auch sehr abenteuerlich. Wie gesagt, kein WLan, kein Handyempfang, keine Email vor Ort, und ausserhalb der Saison. Und wir hatten zu spät über Internet angefragt, und dann von jemandem (von ausserhalb des Platzes) auch eine Antwort erhalten, mit der Frage, um wieviel Uhr wir denn da sein möchten, und man würde uns dann den Code für die Schranke am Eingang mitteilen.

Diesen Code bekamen wir aber nie. War wohl alles zu knapp. Insofern standen wir dann um 17 Uhr irgendwo im Nirgendwo vor einer verschlossenen Schranke mitten im Wald. So ein Mist aber auch. Nun gut, zu Fuss kommt man durch, also denke ich mir, gehe ich halt mal rein, und schaue ob ich jemanden finde.

Nur, der Weg nimmt und nimmt einfach kein Ende, immer kommt noch eine Kurve, und weiter hinten noch eine, das gibt's doch gar nicht, mehrmals überlege ich, einfach umzudrehen, bis ich dann schliesslich doch auf einem verwaist aussehenden Campingplatz herauskomme (1km waren es, habe ich später auf der Karte nachgesehen). Niemand zu sehen, ich klopfe an ein kleines Häuschen, das wie ein Büro aussieht, aber da ist auch niemand. Ich wandere noch etwas hilflos über den Rasen, denke mir, wie schade, und will gerade aufgeben, da kommt ein Nackter aus einem anderen Gebäude und winkt. :)

Ich erkläre unsere Situation, dass wir gebucht hätten, was ihn überrascht, denn sie wüssten überhaupt nix von irgendwelchen Gästen, aber ich kann die Email vorzeigen, und so kamen wir dann doch schlussendlich zu unserem Wohnwagen. Uff! ;)

Ach ja, der Code für das Vorhängeschloss an der Schranke.... Den wissen sie nämlich alle nicht, und müssen erst das Büro danach durchsuchen. Schliesslich finden sie einen Zettel, mit dem (hoffentlich aktuellen, der ändert sich nämlich manchmal, aber wir sind eigentlich sehr sicher, dass dies der richtige ist) Code, und ich mache mich auf meine 12minütige Wanderung zurück zum Auto, inzwischen ist bestimmt über eine Dreiviertelstunde vergangen, in der mein Freund im Auto hockt, und sich wundert, wo ich abgeblieben bin.

Zurück an der Schranke, und das verdammte Schloss geht nicht auf. :shock: Da ist sogar eine kleine Anleitung auf dem Zettel, wie das Schloss zu bedienen sei (nämlich anders, als man intuitiv erwartet), aber ich probiere alles, und es klappt nicht.

Nun gut, hilft nix, ich muss wieder zurück und Bescheid sagen. Zum Glück bin ich ja ein Waldläufer, also reisse ich mir alle Klamotten vom Leib (Berufsehre!), und renne nackt die ganze Strecke wieder zurück, um die Situation zu erklären. Das ganze endet dann damit, dass mich der erste Nackte mit seinem Auto zurück zur Schranke fährt (und mir dazu auch noch ein Handtuch leihen muss, dann so splitternackt habe ich natürlich kein eigenes bei), und solange an dem Schloss rumreisst und zerrt, bis es aufgeht. Hat nur geklemmt... :o

Danach Sachen auspacken und Wohnwagen beziehen, inzwischen wurde es dunkel und kalt, so freue ich mich auf den heissen Bullerofen im Gemeinschaftsraum:
Bild
Sogar ein Gläschen Wein gibt es.

Ja, soviel zu Rotota. Schön war es da. Und mit dem Wetter hatten wir auch Glück.Es gibt noch viel mehr über FKK in Neuseeland zu berichten, ein paar Nacktwanderungen, und ein schöner Geheimtipp (Karekare Beach), aber nicht mehr heute, vielmehr, nicht mehr, bevor ich geschlafen habe.

Gute Nacht,
Marc

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Re: Was für ein schöner Tag heute...

Beitrag von Paddler » Mi 24. Okt 2018, 13:23

Danke Marc für den Bericht.
War wieder schön zu lesen und anzuschauen.
Das macht wirklich spaß zu lesen.

 
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Re: Was für ein schöner Tag heute...

Beitrag von thomas8811 » Mi 24. Okt 2018, 13:35

Hallo marc woher hast du die zeit und das geld soweit rumzukommen. Lg Thomas

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Was für ein schöner Sonnen-Vormittag gestern!

Beitrag von Waldläufer » Sa 27. Okt 2018, 14:40

Ui wie toll!

Heute Nacht gab es das erste Mal Frost. Stelle ich fest, als ich heute früh das Fenster öffne, und draussen funkelt der Raureif von allen Gräsern und Blättern im Sonnenschein. Was für eine schöne Überraschung!

Das Wetter soll den ganzen restlichen Tag grau und bewölkt werden, sagt die Wettervorhersage. Mag ich gar nicht glauben, denn es ist strahlend blauer Himmel, und keine Wolke weit und breit. So mache ich mich nach dem Frühstück sofort auf zu einem kleinen nackten Verdauungslauf, -spaziergang und -gymnastik oben auf dem Klint.

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In der Morgensonne auf dem Klint

Ein bisschen Raureif liegt noch im Schatten, denn obwohl gerade mal 6ºC sind, hat die Sonne bereits das meiste weggeschmolzen.

Aber irgendwie ist mir gerade gar nicht gross nach Laufen, lieber geniesse ich in Ruhe die Natur, streife geruhsam durch die Landschaft und lausche dem Zwitschern der Vögel in den Bäumen:
Bild
Da oben sind schon mal keine

Da wieder rauszukommen war gar nicht so einfach:
Bild
Der will mich piksen! :o

Die Landschaft lässt keine Langeweile aufkommen:
Bild
Die sind leider nicht essbar

Ein Stück weiter finde ich diesen hübschen Sitzplatz:
Bild
Gemütliche Felsplatte in der Sonne

Das ist so angenehm, das Wechselspiel zwischen der wärmenden Sonne, und dem manchmal aufkommenden leichten Windhauch, der einen kühl umschmeichelt. So könnte ich noch ne ganze Zeit da sitzen bleiben.

Ein klein bisschen Gymnastik muss aber trotzdem noch sein, bevor ich weitergehe:
Bild
Wackelnder Engel im Sturzflug

Es ist wirklich faszinierend, dieses direkte Erleben von Kälte und Wärme. Wie warm es trotz der nur 6ºC in der Sonne ist, aber wie kühlend bereits der "Fahrtwind" ist, der nur vom Spazierengehen erzeugt wird. Jede Schatten werfende Baumgruppe bemerkt man deutlich, und Wärmen tut die Sonne natürlich immer nur eine Seite von mir, also muss ich beim Umherwandern öfter mal die Richtung ändern, damit ich schön rundum warm bleibe.

So toll es hier auch ist, alles Schöne muss leider mal ein Ende haben, denn ich muss langsam zurück nach Hause, dort wartet noch eine Menge Arbeit im Garten:
Bild
Zuhause gibt's jede Menge Äpfel aufzusammeln, Juchuh ;)

Doch dann entdecke ich diese wundervolle Moosbank, super weich, warm, im völligen Windschatten, und direkt in der Sonne:
Bild
Ich glaube, die Äpfel müssen noch etwas warten :)

Hier liege ich tatsächlich 20min so rum, bis sich der Wetterbericht bewahrheitet, und innerhalb von Minuten nicht nur die Sonne verschwindet, sondern auch der komplette Himmel sich mit einer einzigen riesigen grauen Wolkenschicht zuzieht. Faszinierend!

Faszinierend, und kalt! Rumliegen ist nicht gerade als schweisstreibende Sportart bekannt, also rupfe ich mein Handy von dem als improvisierten Stativersatz in den Boden gesteckten Stock (sieht man da als Schatten im Bild), und mache mich nun wirklich auf den Rückweg. Und zwar schnell.

Dabei mache ich zwei Feststellungen:
  • Die Bäume haben im Sommer deutlich mehr Blätter als im Herbst. Was heisst, dass ich nun, im Gegensatz zum Sommer, von meinem Weg oben am Klint einen tollen Blick habe auf die Häuser unten. Na hoffen wir mal, dass da nicht jetzt gerade jemand aus dem Fenster guckt. ;)
  • Man sollte niemals niemals seine Kleidung woanders hinlegen, als gewohnt. Ich bin zu Anfang etwas anders gegangen als sonst, und alle meine Sachen liegen auf einem deutlich zu erkennenden Busch, der jetzt spurlos verschwunden ist...
Ich renne also mehrmals da oben hin und her, und komme mir etwas hilflos vor, so offen in deutlicher Sicht der Nachbarn, und völlig ohne Plan der Kälte ausgesetzt. Ich überlege, wie ich wohl im Notfall so splitternackt da unten ungesehen über die Strasse kommen soll, denn lange will ich hier nicht mehr rum stolpern. Schliesslich rettet mich tatsächlich nur wieder mal mein Handy, das treu meinen kompletten Weg aufgezeichnet hat, und der Busch ist schliesslich, sehr sichtbar, aber einfach an einer komplett anderen Stelle, den Hang entlang.

Zuhause dann drei Stunden lang im Garten Erde schaufeln, und Äpfel auflesen. Ein paar kann man sogar noch verwerten:
Bild
Morgen gibt's "Ebbas Äppelpaj"

So, genug Spass gehabt, jetzt muss ich erstmal weiterarbeiten....

Was macht ihr denn alle so? FKK Saison ist doch nicht etwa vorbei? :o

Marc :)

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Re: Was für ein schöner Sonnen-Vormittag gestern!

Beitrag von Zett » Sa 27. Okt 2018, 15:42

Waldläufer hat geschrieben:Was macht ihr denn alle so? FKK Saison ist doch nicht etwa vorbei? :o
War heute draußen wie jeden Tag, heute mit Ledersportschuhen (+Söckchen) und dickeren Handschuhen, dazwischen nichts. 6 Grad, keine Sonne aber angenehm wenig Wind. Ca. 8 km gLauf-Eisjoggen, das Zauberlaufen. Keine Insekten mehr angetroffen, nur Fischreier, Silberreier, Mäusebussard und Krähen.

Und eine Frau hab ich gehört, die sagte: "Was war denn das jetzt" als ich in einigen Metern Entfernung an ihren Blickfeld vorbeihuschte.

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Was für ein schöner Regen-Sturm-Lauf heute!

Beitrag von Waldläufer » Sa 27. Okt 2018, 19:07

thomas8811 hat geschrieben:Hallo Marc woher hast du die zeit und das geld soweit rumzukommen. Lg Thomas
Na, in Schweden wohne und arbeite ich ja, wenn ich nicht in Berlin bin. Und Neuseeland war halt Urlaub, und das Geld ist jetzt weg... ;)
Zett hat geschrieben:..., nur Fischreiher, Silberreiher, Mäusebussard und Krähen.
Oh wie schön. Das habe ich hier leider nicht. Ein einziges Mal bisher habe ich ein Reh gesehen, das hat sich sogar richtig Zeit gelassen mit weglaufen, und manchmal hoppeln Kaninchen über den Weg.

Nach der romantischen Wohlfühlwanderung gestern habe ich es heute auch mal wieder etwas sportlicher angehen lassen. Heute ist wettermässig voll der krasse Gegensatz zu gestern, bisschen kälter, und es regnet und stürmt schon den ganzen Tag.

Nach mehreren Stunden am Computer wollte ich aber trotzdem noch raus. So ein Wetter hat man ja auch nicht alle Tage. Also kurze Hose und Windjacke an, für die ersten 500m, und raus in den Sturm.

Keine 8, aber immerhin 3km sind es geworden, nur mit Schuhe, und statt Handschuhe lieber eine Wollmütze. Der Hinweg ging noch prima, ich hüpfte wie der Wind durch den Wald und über die Felsen, und wunderte mich, wo der Sturm hin ist. Der Rückweg war dafür umso krasser, gnadenlos peitschte der Gegenwind, ich musste richtig dagegen ankämpfen, und so klatschnass (vom Regen) spürt man die Kälte nochmal so richtig bissig.

Der Schock beim Umkehrpunkt war mental sehr interessant, mein erster Gedanke war, Oh verdammt, ich will hier weg, und dann kam der rationale Teil, und sagte, Ja, genau, und die schnellste Art dafür ist, genau das zu tun, was du eh machen wolltest, nämlich die ganze Strecke wieder zurückzulaufen. Es gibt keine bessere und schnellere Art hier wegzukommen!

Diese Alternativlosigkeit war irgendwie einerseits beängstigend, und gleichzeitig motivierend.

Nun ja, wie auch immer, ich habe es geschafft, und meine Hände waren am Ende der Strecke so eingefroren, dass ich meine Sachen gar nicht erst versucht habe wieder anzuziehen, sondern so mit den Klamotten in der Hand bis zur Haustür bin.

Drinnen sofort in die Sauna, und habe 10min gebraucht, bis die Hitze dort meinen Kälteschild durchbrochen hat, und ich wieder aufgetaut war.

Nun muss ich mir erstmal was zu Essen machen, habe tierischen Hunger.

Marc :)

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Re: Was für ein schöner Tag heute...

Beitrag von Zett » So 28. Okt 2018, 05:43

Du solltest es doch mal mit Handschuhen versuchen! Es lohnt sich sowohl für die Hände selber (Erfrierungen der Fingerspitzen gehen bei absinkender Körpertemperatur recht schnell) als auch insgesamt für das Wohlfühlen beim Rennen.
Wobei ich beizeiten auch zusätzlich noch Armstulpen trage, weil Handschuh allein zu wenig Körperfläche abdecken und die Hände trotzdem schnell kalt werden.

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Re: Was für ein schöner Tag heute...

Beitrag von Waldläufer » Do 8. Nov 2018, 11:56

Juhu,

hach war das toll heute früh. Zum ersten Mal ne lange Strecke, 8km, und ich hab mich auch gar nicht verlaufen! :)

Der Herbst hat nun ernsthaft zugeschlagen, schon seit Tagen keine Sonne mehr, und so um die 5ºC, und irgendwie habe ich mich drauf gefreut, ich hatte vom letzten Jahr so schöne Erinnerungen daran. Ist das nicht absurd?

Heute war es wärmer, da brauchte ich nicht mal ein Stirnband, aber vor ein paar Tagen hatte ich noch ne Mütze dabei:
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Über Stock und Stein

Es hat nach dem extrem trockenen Sommer hier nun endlich auch mal ordentlich geregnet, ich muss einigen Pfützen ausweichen, und das Gras ist schön feucht:
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Workout im Gras

Das ist tatsächlich wirklich sehr angenehm, der Boden ist weich und bequem, und ich bin gut aufgeheizt. Habe meine üblichen Übungen gemacht, und zum ersten Mal zumindest den Ansatz einer Brücke hinbekommen. Das übe ich nun schon eine ganze Weile, und bisher fehlte mir dafür die Armkraft in dieser ungewohnten Position:
Bild
1cm über dem Boden! :)

Wenn ich dran denke, wie schön der Sport da draussen in der Natur ist. Neulich hat mich jemand mitgenommen in einen Fitnessraum hier, und ich war nach kürzester Zeit völlig verschwitzt und mir war viel zu heiss, und die blöden Sachen kleben am Körper... Hier draussen ist mir angenehm warm, und ich komme gerade so ansatzweise ins Schwitzen.

Und das Schönste dann zum Schluss, unter der kalten Dusche so richtig kräftig mit einer Bürste abrubbeln, das fördert die Durchblutung:
Bild
Herrlich!

Danach gab es lecker Müsli und grünen Tee, und nun wird gearbeitet.

Schönen Tag euch,
Marc

 
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Re: Was für ein schöner Tag heute...

Beitrag von thomas8811 » Do 8. Nov 2018, 12:49

Wieder ein super Beitrag von dir.
Bin unterwegs zur Arbeit.
Mach weiter so freue mich 0ber deine Beiträge.
Lg Thomas gunzenhausen

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