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Wortklaubereien

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Re: Wortklaubereien

Beitrag von efkaka » So 8. Sep 2019, 17:05

Ich kann dich verstehen " drum 1608" ! Es gibt hier Leute die aus allem eine Wissenschaft machen . Egal wie dämlich die Frage auch ist , es wird alles durchgekaut . Kaum hast hier was geschrieben , da verdreht dir gleich der nächste das Wort und stellt dich in die Außenseiter - Position . Aber so ist halt die Gesellschaft . Irgendeiner will immer Seinen Stempel aufsetzten , um zu zeigen , Das Bin ICH . Und der große Geltungsdrang , ist mir aufgefallen , kommt aus dem Westen . Liege ich da falsch ? Kann mir aber auch , egal sein . Eine geeinte Gesellschaft /Nation wird das in gefühlten Jahren ( 20) wohl nicht werden . Es besteht einfach kein Interesse am Mitmenschen . Das ist die Ursache !

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Re: Wortklaubereien

Beitrag von drum1608 » So 8. Sep 2019, 17:23

Campingliesel hat geschrieben:@ drum1608; Daß der Begriff FKK nicht mehr so genutzt wird wie früher, liegt zum einen daran, daß man FKK früher mehr mit Vereinen in Verbindung gebracht hat, die es ja heute nicht mehr so viele gibt, und zum anderen, weil der Begriff häufig mißbraucht wird.
Und der andere Grund für die verschiedenen Bedeutungen bzw Schubladen, die man dafür "erfunden" hat, ist der, daß viele die Wortbedeutung nicht kennen.
Nudismus ist einfach ein Fremdwort für Nacktheit und in Deutschland gibt es dafür halt dieses altmodische Wort Freikörperkultur. Naturismus ist eine Erweiterung davon, nämlich nicht auf festen Plätzen zu bleiben, sondern raus in die Natur zu gehen. So einfach ist das.



Ja, ich weiß. Es ist nun auch so, dass sich alles verändert, moderner wird und alles einfach einen neuen Namen braucht obwohl sich Inhaltlich nichts verändert oder werden wir nun bekleidet geboren?
Oder anders... wenn ein neuer Wind wehen würde.. tut es aber nicht, er wechselt mal die Richtung, aber Wind bleibt Wind oder nackt bleibt nackt.

 
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Re: Wortklaubereien

Beitrag von Campingliesel » So 8. Sep 2019, 21:36

@drum1608 Sicher verändert sich manches, nicht alles. Mit moderner hat das aber nichts zu tun. Nur weil man manches als modern betrachtet, macht es nicht besser, wenn die Veränderung trotzdem nicht gut ist. Ein neuer Name ändert auch nichts an der Tatsache, daß der Inhalt nicht mehr stimmt. Natürlich werden wir nicht bekleidet geboren und das hat auch damit nichts zu tun. Wir müssen einfach daran arbeiten, daß die FKK nicht durch einen falsch verstandenen offenen Umgang mit der Nacktheit im Hinblick auf Tabulosigkeit bei der Sexualität kaputt gemacht wird. Nackt ist eben nicht immer gleich nackt, weil nicht alles, was man nackt macht, mit FKK zu tun hat. Der Wind, der die jungen Leute schon seit den 90ern größtenteils von der FKK fernhält, kann ja wohl nicht gut sein. Und die wenigen, die die FKK für sich entdeckt haben, fangen wieder genau da von vorne an, Gleichgesinnte ihrem Alter entsprechend zu finden, wo die ersten Nacktkulturfans vor 120 Jahren angefangen haben. Nur daß die Leute damals die gesamte Gesellschaft gegen sich hatten, es heute aber eigentlich genug Möglichkeiten gibt, wo die jungen Leute mitmachen könnten - wenn - ja wenn die ungewollte öffentliche Sexualität nicht so präsent wäre, vor allem im Internet. Und bevor heute junge Leute irgendwas tun, gucken sie eben erstmal ins Internet.

 
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Re: Wortklaubereien

Beitrag von Eule » Mo 9. Sep 2019, 00:40

@ Aria
Die Frage ist nicht nur, ob du diese liest. Die Frage ist doch, ob du diese neue Exegese in dir aufnimmst. In der Regel zitierst du die Biebel wie ein sehr konservativ denkender und empfindender Mensch. Gut, dieses ist deiner Erziehung so geschuldet. Aber du hast doch jetzt die Möglichkeit, dich aus den Fehlinformationen deiner Erziehung zu befreien. Aber hiervon merke ich bei dir nichts. Du kommst mit deiner durchaus berechtigten Kirchenkritik und argumentierst dann konservativ. Deine Kritik wäre viel besser und wirkungsvoller, wenn du aus der neuen Exegese heraus deine Kritik formulieren und vortragen würdest.

Wahrnehmen heißt auch, sich mit dieser auseinander zu setzen.

@ www
Mir ist es nicht bekannt, dass Holz zu Textilfasern verarbeitet werden kann und Bestandteil der Textilfaser sein könnte. Holz spielt bei der Papierherstellung eine Rolle. Die Argumentation von Seelöwe klingt logisch, dürfte es dennoch nicht sein.

@ alle
Es sei hier noch einmal in aller Deutlichkeit gesagt, wenn ihr das Kürzel „FKK“ nutzt, um eure Aktivitäten im unbekleideten Zustand zu beschreiben, so wird dieses von keinem User hier kritisiert. Nur wenn es um die Beschreibung der Begriffsinhalte geht, dann muss man diese korrekt beschreiben und nicht sagen, das wird aber heute viel weiter gefasst. Diese undifferenzierte umgangssprachliche Nutzung von Begriffen führt zu einer Verflachung des Verständnisses bezüglich der entsprechenden Begriffe und man darf sich dann nicht wundern, wenn dieses verflachte Verständnis der Begriffe missbraucht wird.

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Re: Wortklaubereien

Beitrag von Seelöwe » Mo 9. Sep 2019, 06:12

@Eule
Es hat keiner die Verbindung von Holz zu Textilfaser hergestellt.
Ich habe nur eine Deutung von „splitterfasernackt“ versucht bzw. wiedergegeben, die sich von Splint (Kambium) und Faser (Rinde) herleitet, die, wenn sie beide entfernt werden, ein besonders „nacktes“ Holz ergeben.
War das so mißverständlich?
Grüße vom Seelöwen
PS: Es gibt auch Textilfasern, die aus Holz (Zellstoff) hergestellt werden, aber das hat überhaupt nichts mit der Redewendung zu tun...

 
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Re: Wortklaubereien

Beitrag von norbert » Mo 9. Sep 2019, 06:27

@Eule
Seelöwe hat hier Recht.

splịt|ter|fa|ser|nạckt
〈Adj., o. Steig.〉 völlig nackt [→ fasernackt, splitternackt]…

splitternackt
ganz, völlig nackt ♦ zu Splint „weiches Holz zwischen Rinde und Kern des Baumes“, also „nackt bis auf den Splint“, dazu obersächs. splinternackt, thüring. splenternackt

Quelle:
https://www.wissen.de/wortherkunft/splitternackt

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Re: Wortklaubereien

Beitrag von Bummler » Mo 9. Sep 2019, 10:06

Es gibt m.E. tatsächlich keine universelle Bestimmung der Begriffe, auch wenn es verschiedene Definitionen dafür gibt.
Vielmehr entscheidet jeder selbst, was er mit dem "nackt", "Fkk" oder so meint. Und das ist auch gut so.

Michael Schmidt-Salomon hat da ein Beispiel gebracht, das beachtenswert ist, weil es um "die Menschenwürde" geht:

..bei genauer Betrachtung zeigt sich aber, dass gerade die weitgehende Unbestimmtheit des Würde-Begriffs der eigentliche Clou unserer Verfassung ist. Warum? Nun, weil man die Würde der Bürgerinnen und Bürger nicht über deren Köpfe hinweg definieren darf! Vielmehr gilt: Die Würde des Einzelnen ist dadurch bestimmt, dass der Einzelne über seine Würde bestimmt – nicht der Staat, nicht die Familie und auch nicht ein wie auch immer geartetes religiöses, politisches oder ethnisches Kollektiv.

https://hpd.de/artikel/abschied-bevormundung-17113

In Analogie dazu, kann auch jeder selbst darüber bestimmen wie und warum er nackt sein will und wie er das dann nennt.
Ich finde diese Unbestimmtheit genial. Freilich sollte man trotzdem darüber sprechen, warum man gerne nackt ist, um FKK-Freunden, die ideologisch noch unbedarft sind, Argumente zu liefern.

 
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Re: Wortklaubereien

Beitrag von Campingliesel » Mo 9. Sep 2019, 11:58

@ Bummler: das sehe ich nicht so. Genau wie Eule geschrieben hat, führt die Unbestimmtheit zu Mißverständnissen und Mißbräuchen. Natürlich kann jeder selbst darüber bestimmen, ob und warum er nackt sein will. Beim wo hört es dann allerdings schon auf, weil es eben nicht immer und überall möglich ist. Wie er das bezeichnen will, ist auch nicht jedem freigestellt, weil es eindeutige Wortdefinitionen gibt. Es ist nur das typisch deutsche Schubladendenken, wo viele meinen, sie könnten dann das so machen, wie es einem am besten paßt. Und dafür verwischen sie dann auch die Wortbedeutungen, damit man dann nicht mehr sagen kann, was richtig und falsch ist.
Aber in jedem Lexikon ist zu lesen, daß "nude" ganz einfach nackt heißt und Nudismus Nacktheit. Aber trotzdem bleibt es so, daß nicht alles, was man nackt macht, auch zur FKK gehört. Auch das ist klar definiert worden:

"(Wikipedia) Die Freikörperkultur (als Abkürzung: FKK, teilweise synonym mit dem älteren Begriff Nacktkultur sowie den international üblichen Begriffen Naturismus und Nudismus) bezeichnet die gemeinschaftliche Nacktheit der Menschen in Freizeit, Sport und Alltag.

Anliegen ist dabei die Freude am Erlebnis der Natur, am Nacktsein selbst oder die Realisierung von Freiheit. Die Nacktheit der Freikörperkultur steht dabei in keinem sexuellen Bezug.[3][4] "

Nur weil diese Abgenzung manch einem nicht paßt, berechtigt es noch lange nicht, die Begriffe zu verwischen und einfach zu sagen: Jeder kann machen was er will, solange er keinen damit stört. Woher will er denn wissen, ob es keinen stört? Die meisten sagen das ja nicht so direkt zu demjenigen. Aber die Folge davon ist, daß eben dann viele Abstand von der FKK nehmen und genau das zeigt sich darin, daß Familien mit Kindern und Jugendlichen im Vergleich zu den Zeiten zwischen 1960 - '80 sehr wenig geworden sind. Und natürlich am meisten durch die falsche Darstellung, die man oft im Internet findet. Und das geschieht ja nun schon über einen langen Zeitraum, sodaß schon Leute bis zu ca 30 - 40jährigen relativ wenig geworden sind, außer sie haben das erst später angefangen und nicht schon im Jugendalter oder als Twens.

 
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Re: Wortklaubereien

Beitrag von Eule » Mo 9. Sep 2019, 13:01

@ Bumler
Was die Würde eines Menschen mit der Nacktheit zu tun hat, erschließt sich mir nicht ganz.

 
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Re: Wortklaubereien

Beitrag von Tim007 » Mo 9. Sep 2019, 13:46

Bummler hat geschrieben: (...)
Vielmehr entscheidet jeder selbst, was er mit dem "nackt", "Fkk" oder so meint. Und das ist auch gut so.


Das finde ich auch. Der Vergleich mit der Menschenwürde ist aber, nun ja, "problematisch".Noch einmal das Zitat:

..bei genauer Betrachtung zeigt sich aber, dass gerade die weitgehende Unbestimmtheit des Würde-Begriffs der eigentliche Clou unserer Verfassung ist. Warum? Nun, weil man die Würde der Bürgerinnen und Bürger nicht über deren Köpfe hinweg definieren darf! Vielmehr gilt: Die Würde des Einzelnen ist dadurch bestimmt, dass der Einzelne über seine Würde bestimmt – nicht der Staat, nicht die Familie und auch nicht ein wie auch immer geartetes religiöses, politisches oder ethnisches Kollektiv.


Was ist denn das für ein pseudointellektueller Mist?

Jeder entscheidet selbst, was "Menschenwürde" ist? Ich entscheide, dass es gegen meine Menschenwürde verstößt, wenn mir jemand untersagt, meine Katze zu grillen ...

Die Menschenwürde ist das wichtigste Grundrecht, das dem Einzelnen ein Abwehrrecht gegen den Staat gibt, im Wege der Drittwirkung vielleicht auch gegenüber anderen Bügern. Wird es verletzt, kann dagegen geklagt werden. Und wer entscheidet dann? Richtig: nicht der Bürger selbst, sondern ein Gericht.

Und dann muss man so einen Mist lesen:
"Die Würde des Einzelnen ist dadurch bestimmt, dass der Einzelne über seine Würde bestimmt – nicht der Staat, nicht die Familie ..."

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