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Braucht es Grenzen?

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Re: Braucht es Grenzen?

Beitrag von Bummler » Do 5. Sep 2019, 14:51

@Eule

Und wir sollten nicht darüber nachdenken, wie sich die AfD ein Deutschland ohne Grenzen vorstellt. :shock:
(Kleiner Spaß muss sein :mrgreen: )

 

Re: Braucht es Grenzen?

Beitrag von Ralf-abc » Do 5. Sep 2019, 15:10

Eule hat geschrieben:Die RWE als Tagebaubetreiber lobt die Grünen, weil diese das Bürgerrecht beschränken wollen, damit der Abbau der Braunkohle gegen den Willen der Bevölkerung besser möglich sei.
Keine Ahnung, welches Vorhaben/Äußerung der Grünen Du jetzt konkret meinst (ich kenne nicht jedes Detail der grünen Politik wähend deren Regierungsbeteiligung in NRW). Hört sich für mich zumindest nach einer eher verzerrten Darstellung an. Aber ich bin sicher, Du kannst das etwas erläutern.

 
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Re: Braucht es Grenzen?

Beitrag von Eule » Sa 7. Sep 2019, 18:36

@ Ralf
Ich habe gesagt, dass die Grünen in Koalition mit der SPD als Regierungspartei mindestens zweimal für die Laufzeitverlängerung des Braunkohletagebaus gestimmt haben. Jetzt, wo sie nicht mehr Regierungspartei sind und sie keine "Machtoption" verteidigen müssen, sind sie wieder gegen den Braunkohletagebau. Hier im Braunkohlerevier müssen sich jetzt die Grünen permanent gegen die Bergleute des Braunkohletagebaus wehren, die ihnen vorhalten, sie, die Grünen, könnten doch nicht jetzt dagegen sein, wofür sie in politischer Verantwortung selbst gestimmt hätten. Diesen Widerspruch, von den Bergleuten völlig richtig dargestellt, vermögen die Grünen nicht auszulösen.

Ich habe einen sehr lieben Freund, den es sichtbar schmerzte, als ich im sagen musste, dass die Grünen hier bei uns im Braunkohlerevier ihre Glaubwürdigkeit verloren hätten. Er ist bei den Grünen und unsere unterschiedliche politische Ausrichtung ist für uns kein Problem.

 

Re: Braucht es Grenzen?

Beitrag von Ralf-abc » Sa 7. Sep 2019, 19:54

Eule hat geschrieben:@ Ralf
Ich habe gesagt, ...
In erster Linie hast Du gesagt
Eule hat geschrieben:Die RWE als Tagebaubetreiber lobt die Grünen, weil diese das Bürgerrecht beschränken wollen,
Wo schränken die Grünen die Bürgerrechte ein und wann und wo wurden die dafür vom RWE gelobt?

 
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Re: Braucht es Grenzen?

Beitrag von Eule » Mo 9. Sep 2019, 12:56

@ Ralf
Bei einem Kohlegespräch, welches von der kath. Kirche in Herzogenrath organisiert wurde, hat der Vorstandsvorsitzende der RWE diese Aussage gemacht und erläutert, dass die Möglichkeit der Einsprüche bei Großprojekten seitens der Grünen verringert werden sollten, damit diese Großprojekte nicht durch Bürgerinitiativen immer behindert werden könnten. Hier beziehe ich mich also auf eine mündliche Aussage des Vorstandsvorsitzenden der RWE, die er bei dieser Veranstaltung gemacht hat. Ich habe diese Aussage nicht auf ihre Richtigkeit hin überprüft, ich habe diese nur zitiert.

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Re: Braucht es Grenzen?

Beitrag von BOeinNackter » Di 10. Sep 2019, 18:46

Zum Ausgangsbeitrag:
Es braucht Grenzen um in einem geschützten Bereich etwas entwickeln u können, das in der Mitte der Gesellschaft nicht möglich wäre. Leider ist dieser Rückzug ins Verborgene oft von Anfang an von Angst und Scham getrieben. Solche Gemeinschaften sind in der Gefahr, ohne Wirkung in der Welt zu bleiben, ohne Anregung von außen zu bleiben, sich immer mehr vor der Welt zu verbergen, geheimer Vorgänge verdächtigt zu werden, nicht ernst genommen zu werden, außerhalb der Grenzen mit ihrer Lebensweise nicht geduldet zu werden und irgendwann nur noch in Legenden zu existieren, die sich Andere ausgedacht haben.

Die bessere Lösung ist sicher, immer darauf zu achten, dass Grenzen nicht zu dicht werden. Das gilt für Staaten und FKK-Gelände gleichermaßen. Die offene Auseinandersetzung, die friedliche Bewältigung von Konflikten und die Auseinandersetzung mit allem, was in der Welt lebt, ist der einzige Weg, eigene Interessen und Ideen zum Erfolg zu führen.

Menschen, die gern nackt sind, obwohl sie schlimmes fürchten, wenn es wer erfährt, brauchen den geschützten Bereich, solange es nicht etwas weitgehend akzeptiertes ist. Darauf sollten die Naturisten aber hinarbeiten. Dazu müssen sie raus aus dem Sichtschutz.

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Re: Braucht es Grenzen?

Beitrag von Aria » Di 10. Sep 2019, 22:44

BOeinNackter hat geschrieben:Es braucht Grenzen um in einem geschützten Bereich etwas entwickeln u können, das in der Mitte der Gesellschaft nicht möglich wäre. ...
Ich zitiere jetzt nicht den ganzen Beitrag, obwohl ich allem zustimme, was du da gesagt hast.

 
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Re: Braucht es Grenzen?

Beitrag von Eule » Mi 11. Sep 2019, 21:41

@ BOeinNackter
Wie Aria stimme ich deinem letzten Beitrag voll und ganz zu. :D

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Re: Braucht es Grenzen?

Beitrag von HaJo » Do 12. Sep 2019, 20:37

BOeinNackter hat geschrieben:Menschen, die gern nackt sind, obwohl sie schlimmes fürchten, wenn es wer erfährt, brauchen den geschützten Bereich, solange es nicht etwas weitgehend akzeptiertes ist. Darauf sollten die Naturisten aber hinarbeiten. Dazu müssen sie raus aus dem Sichtschutz.
Eben.

Das "Schlimmes fürchten" ist ja zunächst eine Einbildung, weniger eine vorgefundene Tatsache.
Es zu probieren, es zu wagen, ICH zu sein - wie es der Tatauierte, der Metall-im-Gesicht-Träger, der Kahlrasierte etc ja auch "wagt", das wäre ein Anfang.
Klar - nicht im "Hohen Dom" während des Hochamtes.
Aber zu Hause?!
Vor "all den Leuten"? Also Familie, Freunde vielleicht?
Das eigene zu-Hause ist ein geschützter Bereich. Über den bestimmen allein die dort Wohnenden (GG).
Also hab ich als gelegentlich oder - wie bei mir - immer Nackter dort das Hausrecht.
Ich hab es schon vielmals erwähnt und erlebte es heute noch wieder:
Wenn ICH als Mensch mit meiner Menschlichkeit (beide Bedeutungen sind zugelassen) normal umgehe, geschieht nichts Bewegendes.
Ein kurzes Zögern - ja. Klar: ungewöhnlich. Ich zögerte wohl auch beim Anblick Ungewöhnlichem.
Doch dann:
Es geht - ohne irgendein Problem.
Es kamen nachmittags weder Polizei, noch Malteser oder andere mit der ärmellosen Jacke...

Solange wir alle nicht zu unserem Dasein stehen, wird das nichts mit der Akzeptanz.

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Re: Braucht es Grenzen?

Beitrag von Hans H. » Do 12. Sep 2019, 21:40

HaJo hat geschrieben:Das "Schlimmes fürchten" ist ja zunächst eine Einbildung, weniger eine vorgefundene Tatsache.

Nun ja, wie war das damals mit dem Bericht von P. Niehenke in seinem alten Forum, dass eine junge Frau mit ihm mit-Joggen wollte und die Drohung einer fristlosen Kündigung vom Arbeitgeber bekam, falls sie mit ihm bei seiner "Wald-FKK" gesehen würde.
Das war wohl eher eine Tatsache, als eine Einbildung.

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