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Braucht es Grenzen?

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Re: Braucht es Grenzen?

Beitrag von Bummler » Di 3. Sep 2019, 09:59

HaJo hat geschrieben:
Ihr dürft anders denken.


Das freut mich.

Und HaJo, ich tu es auch,

darauf kannst du einen lassen.

:mrgreen:

 
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Re: Braucht es Grenzen?

Beitrag von Eule » Di 3. Sep 2019, 12:16

@ HaJo
In der Tat bin ich kein Freund das AfD. Aber die Zuordnung der AfD
Die AfD ist keine "rechte" Partei.
entspricht nicht dem Selbstverständnis dieser Partei. Meuthen, einer der beiden Bundesvorsitzenden der AfD sagt selbst: "Das Rechte ist ein Gründungsgen der AfD." Viele AfD'ler bezeichnen sich als National-Liberal und dieses war in der Weimarer Republik eine rechte Partei.
Die AfD ist daher die exakte KOPIE der NSDAP und der SED.
Ein sehr merkwürdiger Vergleich. Obgleich der Flügel, eine Untergruppe der AfD, als rechtsradikal eingeordnet werden kann, ist die AfD keine Kopie der NSDAP. In den Linken kannst du eine Nachfolgepartei der SED sehen, auch wenn dieser Vergleich nicht mehr so genau passt.

Die Philosophie der AfD entspricht der politischen Philosophie des 19. Jahrhunderts. Wenn der rechte Flügel der AfD weiter an Zulauf und Macht in der AfD gewinnt, dann wird die Zeit kommen, wo du die AfD mit der NSDAP ihn Verbindung bringen könntest. Aber ich denke, sie würde dann vorher als verfassungswidrige Partei verboten werden.


@ Bummler
In einer Demokratie muß jede demokratische Partei mit einer anderen demokratischen Partei koalieren können. Politik geht nicht ohne Kompromisse.

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Re: Braucht es Grenzen?

Beitrag von Aria » Di 3. Sep 2019, 15:13

Eule hat geschrieben:Meuthen, einer der beiden Bundesvorsitzenden der AfD sagt selbst: "Das Rechte ist ein Gründungsgen der AfD."
AfD ist eine westliche Gründung und auch deren gegenwärtiges Führungspersonal kommt allesamt aus dem Westen. Trotzdem sprechen die immer von wir, wenn sie die Menschen im Osten der Republik meinen, was ihnen von den Politikunerfahrenen und/oder weniger Gebildeten erstaunlicherweise abgenommen wird. Offenbar betrachten sie sich mehrheitlich nicht als nützliche Idioten. :D

 
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Re: Braucht es Grenzen?

Beitrag von Ralf-abc » Di 3. Sep 2019, 15:40

Eule hat geschrieben:In einer Demokratie muß jede demokratische Partei mit einer anderen demokratischen Partei koalieren können. Politik geht nicht ohne Kompromisse.

Nein, nur weil Parteien demokratisch sind, müssen die noch lange nicht koalieren können.
Wenn die politischen, wirtschaflichen etc. Vorstellungen zu weit auseinander liegen, dann kann es nun einmal keinen für alle Seiten akzeptablen Kompromiss geben. Seine eigenen Ziele nur um des Kompromisses wegen aufzugeben - wer das fordert, hat wesentliche Grundzüge einer Demokratie nicht verstanden.

 
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Re: Braucht es Grenzen?

Beitrag von Eule » Di 3. Sep 2019, 22:57

@ Ralf
Dann sage dieses mal den Gründen in NRW. Als Regierungspartei haben sie mit der SPD mehrfach für eine Verlängerung der Braunkohletagebaue gestimmt, als Nichtregierungspartei waren und sind sie dagegen. Die RWE als Tagebaubetreiber lobt die Grünen, weil diese das Bürgerrecht beschränken wollen, damit der Abbau der Braunkohle gegen den Willen der Bevölkerung besser möglich sei. So haben die Grünen hier im Tagebaugebiet ihre Glaubwürdigkeit verloren. Dennoch kann ich nicht sagen, dass die Gründen keine demokratische Partei seien, auch hier im Braunkohletabebaurevier.

Auch wenn wirtschaftliche, ideologische, soziale und politische Ansichten weit auseinander liegen, müssen und sollten sich demokratische Parteien auf einen politischen Nenner einigen können, wenn es die politische Vernunft verlangt. Sonst erhalten wir die gleiche Situation mit der Entmachtung des Parlaments, wie wir dieses jetzt in England erleben. Demokratie verlangt auch die Fähigkeit zum Konsens. Mit Dogmatismus zerstörst du die Demokratie.

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Re: Braucht es Grenzen?

Beitrag von Zett » Di 3. Sep 2019, 22:57

efkaka hat geschrieben:Ich kann mich nicht erinnern , einen Hund in der DDR-Phase gesehen zu haben . Die Viecher können alles voll kacken , na da lege ich mich doch nie wieder hin . Und das ist jetzt meine Grenze . Der eine kommt mit Hund , der andere bringt dann seine Kuh oder das Schwein mit .
Manche bringen sogar die Familie mit - wo die Babys in den Sand pinkeln, die Teenies die Kaugummis rumrotzen und die Umwelt mit Musik verseuchen und die Alten die leeren Bierflaschen rumliegen lassen und die Bierkappen.
Nein, da geh ich lieber an den Hundestrand - da sind weniger Leute und wenn ein Hund mal wohinkackt, schauen genug zu, damit der Hundehalter das dann auch geschwind wegmacht.

Wollte nur sagen: Nacktbaden am Hundestrand ist ziemlich unproblematisch. Also ich liege trotz Hundestrand meist völlig "ungeschützt" auf dem Sand.

Aber weil mal hier die Rede davon war - und es sich natürlich keiner vorstellen kann, dass es so ist, dass Ausländerfeindlichkeit auf der durch SPD und CDU erzeugten sozialen Ungleichkeit beruht:
"Nichts beeinflusst das Wahlverhalten ... mehr als der Umstand, ob man in einer sterbenden oder boomenden Region lebt. Das geht aus einer Analyse des ARD-Experten Jörg Schönenborn sowie aus Umfragen hervor, die Infratest-dimap ... durchgeführt hat.
... Der Höhenflug der AfD in schrumpfenden Regionen ist allerdings kein rein ostdeutsches Phänomen. So schnitt die AfD zum Beispiel bei der Europawahl in der Ruhrgebietsstadt Gelsenkirchen rund viermal so stark ab wie im wenige Kilometer entfernten Münster, einer boomenden Universitätsstadt." (Regionalzeitung Freie Presse, 3.9.19, S. 3: Warum die AfD?)

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Re: Braucht es Grenzen?

Beitrag von guenni » Di 3. Sep 2019, 23:50

Zett hat geschrieben:Aber weil mal hier die Rede davon war - und es sich natürlich keiner vorstellen kann, dass es so ist, dass Ausländerfeindlichkeit auf der durch SPD und CDU erzeugten sozialen Ungleichkeit beruht:


1. haben die genannten parteien keine schuld an den strukturwandeln, schrumpfenden regionen, die zu sozialen problem führen. im gegenteil: im ruhrgebiet wurde jahrzehntelang der kohlebergbau mit unsummen von steuergeldern aufrecht erhalten.
2. im ruhrgebiet gibt es bei weitem keine so ausgeprägte ausländerfeindlichkeit wie im osten. dort lebt man seit den 60er jahren mit
unterschiedlichsten nationalitäten friedlich zusammen.
3. die afd kam in der problemstadt gelsenkirchen auf rd. 16%

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Re: Braucht es Grenzen?

Beitrag von guenni » Mi 4. Sep 2019, 00:31

nachtrag: der ausländeranteil liegt in gelsenkirchen bei rd. 36%

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Re: Braucht es Grenzen?

Beitrag von Zett » Mi 4. Sep 2019, 23:04

Ich habe nirgendwo geschrieben, dass SPD und CDU Schuld am Strukturwandel haben - bitte erst lesen, dann schreiben!
Fakt ist aber, dass bei Strukturwandel vor allem die bis dahin bereits Benachteiligten dann so richtig auf der Strecke bleiben - wie auch bei ausbleibenden Strukturwandel zum Positiven wie im Osten.
Der Zeitungsartikel zeigt auf alle Fälle, dass es nicht das Böse-Ossis-Phänomen ist, warum die AfD gewählt wird, sondern dass es die soziale Benachteiligung ist. Und das zunehmende Spalten in Arm und Reich ist in erster Linie eine - für die Oberen sehr angenehme - Folge der Politik von SPD und CDU.

 
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Re: Braucht es Grenzen?

Beitrag von Eule » Do 5. Sep 2019, 14:04

Ich denke, dass hier jetzt mehr über Politik gestritten wird, als über die Frage, ob man Grenzen brauche.

Nur zur Erklärung soviel, wie Area schon sagte, ist die AfD eine Parteigründung aus dem Westen Deutschlands. Gegründet mit dem Ziel, Deutschland aus dem Euro und der Europäischen Union heraus zu lösen. Die AfD hat sich am Anfang nicht gegen die Rechten abgegrenzt und ist von diesen schließlich übernommen worden.

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