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Standard-Sünde der Naturisten

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Standard-Sünde der Naturisten

Beitrag von bc53 » Mo 8. Okt 2018, 22:20

Viele von uns bezeichnen sich als Naturisten, mögen Feld und Wald und Wiese und engagieren sich mindestens passiv, vielleicht sogar aktiv, im Naturschutz. Recht so, wunderbar! Nur wenn die Naturisten ihresgleichen treffen wollen, muß der Naturschutz oft leiden. Da sind meistens Autofahrten von mehreren 100 km notwendig, oft genug mit nur dem Fahrer im Wagen! In meinem Fall zum Beispiel (wobei ich selbst kein strammer Naturschützer bin): teuflische 666 km zum Rosenfelder Strand, 400 km zum TNT nach Saalfeld, 400 Km zum Sonnensee nach Hannover (leider ausgefallen wegen Mißgeschick). Da sind die 200 km zum Zieselsmaar-See ja nur ein Klacks! Auf solche Reisen zu verzichten, hilft nicht, weil nur nackt zu Hause zu sitzen, das ist kein Naturismus! Einzelne Naturisten kommen sogar mit Bus und Bahn zur Nacktwanderung. Wenn es aber darum geht, vom Wanderungs-Endpunkt zum nächsten Bahnhof zu kommen, kommt wieder der private PKW eines Mitwanderers zum Einsatz: zig Kilometer durch den Wald gurken, damit der letzte Zug in die große weite Welt erreicht wird....Und die Elektro-Autos? Für Batterie und Steuerung ist einiges an exotischer Chemie erforderlich. Keiner weiß, wieviel Hektar Regenwald umgepflügt wird,um an die Rohstoffe dafür zu kommen. Keiner weiß, welche indigenen Völker mit einem Arschtritt ins Reservat geschubst werden, wenn auf deren Land Lithium gefunden wird. Manchmal wird auch mit der geladenen Kalaschnikow "geschubst".
Ähnliches gilt natürlich für die gesamte westliche Lebensweise, aber die Bezeichnung "Naturist" beinhaltet eben einen Anspruch, der endlose
Rum-Kurverei mit dem Auto negativ wertet. Seht Ihr einen Ausweg aus diesem Dilemma? Hilft da, mit Zähnen und Klauen den Hambacher
Forst im Rheinischen Braunkohle-Revier zu verteidigen? Ich selbst glaube es nicht. Das wären immer nur Behandlung von Symptomen.
Es scheint unvermeidlich zu sein: "Der Naturist" wird unschuldig schuldig, genau wie so mancher antike Held...

 
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Re: Standard-Sünde der Naturisten

Beitrag von BareBonn » Mo 8. Okt 2018, 23:22

Hi!

Ich bezeichne mich als Nudist, denn ich bin gerne nackt.
Leider ist es (noch?) nicht möglich überall nackt zu sein, so dass ich ein bisschen fahren muss. Eigentlich gibt es aber an vielen Stellen in der Natur (hier ist sie dann …) die Möglichkeit zum Nacktsein. Und mehr als man denkt ist das auch akzeptiert.

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Re: Standard-Sünde der Naturisten

Beitrag von skyfire » Mo 8. Okt 2018, 23:26

Ein Grund mehr, der tumben Masse endlich klarzumachen, wieso Nacktheit etwas natürliches ist und überall sein darf.
Dann hast dus im wahrsten Sinne des Wortes "vor der Haustür".

 
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Re: Standard-Sünde der Naturisten

Beitrag von Free2015 » Di 9. Okt 2018, 00:01

bc53 hat geschrieben:Und die Elektro-Autos? Für Batterie und Steuerung ist einiges an exotischer Chemie erforderlich. Keiner weiß, wieviel Hektar Regenwald umgepflügt wird,um an die Rohstoffe dafür zu kommen. Keiner weiß, welche indigenen Völker mit einem Arschtritt ins Reservat geschubst werden, wenn auf deren Land Lithium gefunden wird.

:x
Ein Elektroauto enthält nur wenige Kilogramm Lithium, was z.B. aus südamerikanischen Salzsee in den Anden gewonnen wird, nicht im Regenwald. Oder aus australischen Bergwerken. Das Cobalt, das manche Afrikaner freiwillig(!) von Hand aus der Erde buddeln, ist im meistverkauften Elektroauto (Nissan Leaf) gar nicht enthalten, im Tesla nur sehr wenig.

Und das wichtigste: der komplette Akku bleibt erhalten, die Rohstoffe werden nur gebraucht, nicht verbraucht. Ein Verbrennerauto dagegen verheizt mehrere Tonnen fossiles Öl. Unwiederbringlich.

 
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Re: Standard-Sünde der Naturisten

Beitrag von Blood Moors » Di 9. Okt 2018, 00:20

Free2015 hat geschrieben:Und das wichtigste: der komplette Akku bleibt erhalten, die Rohstoffe werden nur gebraucht, nicht verbraucht. Ein Verbrennerauto dagegen verheizt mehrere Tonnen fossiles Öl. Unwiederbringlich.

Moment mal! Das sind jetzt aber zwei paar Schuhe. Der Akku des Autos ist irgenwann nach x Ladezyklen erschöpft und muss dann erneuert werden, wobei der alte dann recycelt wird. Auch der Motor eines Verbrennerautos wird am Ende seines Lebens recycelt. Und wenn der Strom des E-Autos nicht zufällig aus erneuerbarer Energie stammt, wird genau so gut fossile Energie, im schlimmsten Fall sogar Atomkraft verbraucht.

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Re: Standard-Sünde der Naturisten

Beitrag von NaWa » Di 9. Okt 2018, 00:21

OK, da streue ich mir Asche auf mein Haupt.
Denn ich fliege jedes Jahr nach London zum WNBR, der ja eigentlich mal angedacht war als Demo gegen den Ölverbrauch!
Da tröstet mich nur die Tatsache, dass der Flieger auch ohne mich geflogen wäre.

Ansonsten stimme ich den Vorschreibern zu. Gäbe es viel mehr offizielle Nacktwanderwege, bräuchte man nicht so sehr weite Anfahrtswege in Kauf nehmen. Mal abgesehen davon, dass dennoch jeder mal aus reiner Neugierde, zu jeden Wanderweg fahren würde.

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Re: Standard-Sünde der Naturisten

Beitrag von Tursiops » Di 9. Okt 2018, 15:06

Ich denke soo umweltfreundlich sind Elektroautos gar nicht. Es sei denn der Strom kommt aus Solarenergie und Ortsnah denn die Leitungsverluste sind nicht zu unterschätzen. Dann kommen noch diverse Umsetzerverluste und der Wirkungsgrad beim laden hinzu. Die Stromerzeugung geht auch nicht mit hundert Prozent Wirkungsgrad einher. Wenn man die ganzen Verluste aufaddiert sieht es fast so schlimm aus wie mit unseren Steuern. Wenn man den Bruttolohn sieht und den Wert der Ware dann ist die Differenz eheblich.

 
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Re: Standard-Sünde der Naturisten

Beitrag von Free2015 » Di 9. Okt 2018, 20:23

Blood Moors hat geschrieben:Der Akku des Autos ist irgenwann nach x Ladezyklen erschöpft und muss dann erneuert werden, wobei der alte dann recycelt wird.

In vielen Fällen ist bereits das Auto am Ende (Unfall, Modellwechsel oder Verschleiß bei Mietflotten etc.), aber der Akku wird weiter genutzt als stationärer Stromspeicher.
Daimler hat in Norddeutschland insgesamt drei Batteriekraftwerke in Betrieb, eines davon mit 1000 Akkus (13 MWh) aus Carsharing-Smarts des Typs ED2 (2009-2012). Audi hat den Stadtwerken in Wendelstein bei Nürnberg Akkus aus 84 verschrotteten Hybrid-Prototypen zur Verfügung gestellt (1 MWh). BMW, Renault, Nissan haben ähnliche Projekte mit alten und neuen Traktionsbatterien von E-Autos.

Dagegen sind mir fast keine Fälle bekannt in denen ein E-Auto ohne Batterie dasteht oder gar reumütig auf Diesel umgerüstet wird. Allerdings hat ein Gebrauchtwagenhändler ehemalige Carsharing-Smarts aus Amerika monatelang herumstehen lassen so dass Experten vom Kauf abraten.

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Re: Standard-Sünde der Naturisten

Beitrag von hajo » Di 9. Okt 2018, 21:11

BareBonn hat geschrieben:Hi!

Ich bezeichne mich als Nudist, denn ich bin gerne nackt.
Leider ist es (noch?) nicht möglich überall nackt zu sein, so dass ich ein bisschen fahren muss. Eigentlich gibt es aber an vielen Stellen in der Natur (hier ist sie dann …) die Möglichkeit zum Nacktsein. Und mehr als man denkt ist das auch akzeptiert.
Du beschreibst das so wie ich es auch getan hätte.
Ich bin auch Nackter, auf fremd: Nudist.
Um nackt zu sein, muss ich nicht fahren, denn dann bin mehr bekleidet als nackt.
Dennoch fahre ich auch zu Gegenden oder lasse auch schon mal einen fahren. .. ;)

Warum diese Diskussion, bevor sie richtig begonnen hat, in einen Streit über Sinn oder Unsinn momentaner oder künftiger Elektromobilität ausartet, entzieht sich mir. Schließlich fehlt dann noch Hambach oder Gorleben, selbst Fukushima könnte man herbei zerren...
Hab ich was vergessen?

Ach JA!

Tschernobyl. ..

 
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Re: Standard-Sünde der Naturisten

Beitrag von Blood Moors » Di 9. Okt 2018, 21:24

@ free2015
Trotzdem verbraucht ein E-Auto Strom = Energie, die irgendwie produziert werden muss. Und soweit, dass der benötigte Strom kpl. aus erneuerbaren Energien stammt, sind wir noch lange nicht. Hambacher Forst läßt grüßen.

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