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FKK voll im Trend ?

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Re: FKK voll im Trend ?

Beitrag von Mecki » Di 28. Aug 2018, 17:39

@

die Realität der Negativ-Entwicklung der FKK-Bewegung kann nicht geleugnet werden. Punktuell soll es
ja anders aussehen....in der breite allerdings nicht. Das Forum gibt Ausdruck darüber, wie sich Vereine
in der Breite entwickeln - nämlich zurück.

Was ist denn in Thermen/Saunen los, wo mehr und mehr ein Einhüllen von Frauen wie Männern, egal
welcher Generationen, Gang und Gäbe ist. FKK-Zeiten werden radikal reduziert, bzw. ganz aus dem
Programm genommen. Berichte im TV weisen darauf hin, dass ehemalige FKK-Bereiche an Seen, Küsten,
usw. geschlossen werden, bzw. mehr und mehr reduziert werden.

Phänomene? Zwischenzeitige Krisen? Streit in den eigenen Reihen der FKK-Bewegung/en? Streit in den
FKK-Vereinen? Wenn sich selbst die Köpfe in den FKK-Bewegungen, in den Vereinen nicht mehr grün
sind....was erwarten FKK´ler denn dann noch aus den Bewegungen und Vereinen heraus?

Der Fisch stinkt vom Kopf...

...und ja, der schnöde Mammon bestimmt mit, wenn Kommerzialisierung dazu beiträgt, dass FKK-Bereiche
wegfallen, bzw. kleiner werden und ein Nischendasein führen muss.

Realität? Fakten? Tatsachen? Im Forum quer zu lesen, lässt Schlüsse zu....

 
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Re: FKK voll im Trend ?

Beitrag von Sachsenrheini » Mi 29. Aug 2018, 11:50

Campingliesel hat das sehr gut auf den Punkt gebracht. Allen Köpfständen die man bei "gendergerechter Sprache" macht zum Trotz, es gibt einen ganz erheblichen Unterschied zwischen Studenten (ein Status) und Studierenden (eine Tätigkeitsbeschreibung).
Manche Studenten haben viele Zeit, das sind in aller Regel dann aber keine Studierenden. ;)

 
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Re: FKK voll im Trend ?

Beitrag von Nacktfrosch » Mi 29. Aug 2018, 12:04

Sachsenrheini hat geschrieben:Manche Studenten haben viele Zeit, das sind in aller Regel dann aber keine Studierenden. ;)

Das ist absolut richtig, vor allem seit der Bologna-Reform - da ist nichts mehr jahrelang so tun als ob. Was allerdings auch der einzige Vorteil ist, aber das ist ja nicht das Thema.

Dazu kommt noch, dass die meisten Studenten außerhalb studieren und bis auf Ausnahmen wirklich mit dem Geld haushalten müssen, da ist eine Therme nicht gerade die günstigste Wahl. Meine Erfahrung in Thermen ist, dass die jüngeren meist Berufsanfänger sind, die bereits ganz ordentlich verdienen und wenig Ausgaben haben. Das ergibt sich zumindest aus deren Gesprächen ;)

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Re: FKK voll im Trend ?

Beitrag von hajo » Mi 29. Aug 2018, 13:45

Sachsenrheini hat geschrieben:...es gibt einen ganz erheblichen Unterschied zwischen Studenten (ein Status) und Studierenden (eine Tätigkeitsbeschreibung).
Manche Studenten haben viele Zeit, das sind in aller Regel dann aber keine Studierenden. ;)

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Re: FKK voll im Trend ?

Beitrag von HTJ » Di 4. Sep 2018, 13:12

Ich bin ja relativ neu in diesen Forum, trotzdem habe ich mir so meine Gedanken gemacht. Die junge Generation, die Probleme mit FKK hat, wird auch als Generation Y bezeichnet. Diese wird als sehr angepasst und prüde beschrieben. Manche sagen sogar,daß erinnert an die 1950er Jahre. Gibt es da Parallelen? Was ging den 1950er Jahren voraus? Genau, der 2. Weltkrieg. Wer das Trauma des 2.Weltkrieges erlebt für den ist es normal sich nach Angepasstheit und Sicherheit zu sehnen. Erst die nachfolgende Generation, die den 2. Weltkrieg nicht bewußt erlebt hatte und der es materiell ganz gut ging konnte dagegen aufbegehren.
Wie ist das heute? Nach dem Sieg des Kapitalismus über den Sozialismus bestimmt das Kapital die Spielregeln. Dies gipfelte in den Beschluß der Harz-4-Gesetze. Die Botschaft: Auflehnung gegen das herschende Wirtschaftsystem gibt es nicht. Weiterhin sind die Jahre ab 2000 von viel Unsicherheit geprägt. 11/9, Bankenkrise, Flüchtlingskrise, eine Krise jagt die nächste. Die 1990er Jahre hat man eher als Spassgesellschaft bezeichnet. In unsicheren Zeiten suchen die Leute mehr die Sicherheit.
Was hat das alles mit FKK zu tun. FKK heißt ersteinmal ausbrechen aus herschenden Regeln. Auch wenn manche in diesen Forum das nicht verstehen, das Schamgefühl ist der Grundzustand am Ende der Pubertät. Man muß es sich leisten Können mal auszubrechen und zu sagen: Ich möchte mal probieren wie es sich fühlt mal nackt zu baden. Daraus entwickelt sich dann oft eine gewisse Gruppendynamik.
Auch wenn es den Menschen objektiv nicht schlecht geht, subjektiv wird die Zeit als sehr unsicher empfunden. Auch Menschen mit Hochschulabschluß hangeln sich oft von Befristung zu Befristung. Und das alles wo die Fallhöhe durch die Harz-4-Gesetze sehr hoch ist.

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Re: FKK voll im Trend ?

Beitrag von Cronewcleus » Di 4. Sep 2018, 13:50

HTJ hat geschrieben:Ich bin ja relativ neu in diesen Forum, trotzdem habe ich mir so meine Gedanken gemacht. Die junge Generation, die Probleme mit FKK hat, wird auch als Generation Y bezeichnet. Diese wird als sehr angepasst und prüde beschrieben.

Ich denke, dass daran die jeweilige Erziehung schuld ist und nicht irgendwelche Umstände. Findest Du nicht?

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Re: FKK voll im Trend ?

Beitrag von hajo » Di 4. Sep 2018, 13:55

HTJ hat geschrieben:Ich bin ja relativ neu in diesen Forum, trotzdem habe ich mir so meine Gedanken gemacht.

Tja, aber was für welche...

Für's Nacktsein braucht es - meiner Meinung nach - keine Ideologie, keine Bankenkrise - die aufgrund mangelnden Vermögens, mich sowieso nicht tangiert hat - , selbst Flüchtlinge haben wir hier nicht (die letzten sind 1960 hier ausgezogen - da war ich schon nackt, da so geboren).
Was das mit dem "Sieg des Kapitalismus" zu tun hat, muss ich erst noch ergründen.

Zudem bin ich überzeugt, dass das Schamgefühl KEIN "Grundzustand" an welchem Ende auch immer ist.
Es ist anerzogen.
Besser: Aufgezwungen.
Wer jemals sich auf einem Nacktgebiet aufgehalten hat, weiß, wie problemlos dort das nackte Auskommen ist.
Grundzustand Scham?
Nein.
Zwang!

Wenn Menschen nicht sie selbst sind - und DA bin ich bei dir - dann suchen sie die "Gemeinschaft".
Lassen sich reihenweise tätowieren, tragen die "kurzen" Hosen, die bis unter die Knie reichen, haben - als Männer - den Hipster-Look (Gesicht auf schmal getrimmt, mit langem Bart), sind also Individuen.
Wer WIRKLICH sich selbst bewusst ist und nicht bei der nächsten Mode wieder mal den rechten (oder auch linken) Arm ausstreckt, der hat eine Chance, sich seiner selbst bewusst auch mal nackt zu machen, weil und wann er es möchte.

Wer das nicht mag, soll es sein lassen.

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Re: FKK voll im Trend ?

Beitrag von Aria » Di 4. Sep 2018, 15:07

HTJ hat geschrieben:Weiterhin sind die Jahre ab 2000 von viel Unsicherheit geprägt. 11/9, Bankenkrise, Flüchtlingskrise, eine Krise jagt die nächste. Die 1990er Jahre hat man eher als Spassgesellschaft bezeichnet. In unsicheren Zeiten suchen die Leute mehr die Sicherheit.
Du scheinst vergessen zu haben, dass wir in den 1990 Jahren den Bosnienkrieg hatten und allein bei uns eine halbe Million Flüchtlinge aus dieser Region, die aber inzwischen fast alle wieder zurückgekehrt sind.


HTJ hat geschrieben:Auch wenn manche in diesen Forum das nicht verstehen, das Schamgefühl ist der Grundzustand am Ende der Pubertät.
Nicht am Ende, sondern eher am Anfang der Pubertät. Und selbst das ist abhängig davon, in welcher sozialen Umgebung man aufwächst.


HTJ hat geschrieben:Auch wenn es den Menschen objektiv nicht schlecht geht, subjektiv wird die Zeit als sehr unsicher empfunden.
Ja, weil ihnen das eingeredet wird von Leuten, die damit politisch profitieren zu können glauben.


HTJ hat geschrieben:Auch Menschen mit Hochschulabschluß hangeln sich oft von Befristung zu Befristung.
Ja, aber das gilt nur für diejenigen, die sich in dieser befristeten Zeit nicht genug engagieren – guten Leuten werden aber während oder nach der Befristung in der Regel unbefristete Verträge angeboten. Aber an diesen mangelt es ebenso wie an Lehrlingen und Lehrern.

Die Bunderepublik hat die niedrigste Arbeitslosenquote seit Jahrzehnten, wer heute als Akademiker arbeitslos ist hat wohl einen Beruf gewählt, für die es generell nur ganz wenige Stellen gibt – Beispiel: Politologie oder Philosophie.

Fazit: Wer nach Gründen für die um sich greifende Prüderie in der Wirtschaft oder in der politischen Lage sucht, der wird dort nichts finden. In verschiedenen Threads habe ich bereits darauf hingewiesen, dass sich die Gesellschaften in Wellen von einer restriktiven Gesellschaftsordnung zu permissiven und umgekehrt bewegen. Die Phasen der verhältnismäßig höheren Permissivität scheinen dabei aber jedes Mal wesentlich kürzer als das Gegenteil zu sein: Die Mehrheit verträgt offenbar nicht allzu viel Freiheit, will lieber geführt werden. Deswegen wird es noch einige Jahrzehnte dauern, bis wir wieder zu den Laissez-faire-Zuständen der 1970er Jahre kommen, in denen die FKK-Bewegung ihre größte Ausdehnung hatte.

 
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Re: FKK voll im Trend ?

Beitrag von riedfritz » Di 4. Sep 2018, 15:44

Aria hat geschrieben:Fazit: Wer nach Gründen für die um sich greifende Prüderie in der Wirtschaft oder in der politischen Lage sucht, der wird dort nichts finden. In verschiedenen Threads habe ich bereits darauf hingewiesen, dass sich die Gesellschaften in Wellen von einer restriktiven Gesellschaftsordnung zu permissiven und umgekehrt bewegen. Die Phasen der verhältnismäßig höheren Permissivität scheinen dabei aber jedes Mal wesentlich kürzer als das Gegenteil zu sein: Die Mehrheit verträgt offenbar nicht allzu viel Freiheit, will lieber geführt werden. Deswegen wird es noch einige Jahrzehnte dauern, bis wir wieder zu den Laissez-faire-Zuständen der 1970er Jahre kommen, in denen die FKK-Bewegung ihre größte Ausdehnung hatte.
(Fettschrift durch mich!)

Nicht zu vergessen, daß mit der Wiedervereinigung ein Bevölkerungszuwachs stattgefunden hat, mit Bürgern, die in völlig anderen Gesellschaftsordnungen groß geworden sind und die sich z.T. bis heute nicht verstehen oder verstehen wollen.

Viele Grüße,

Fritz

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Re: FKK voll im Trend ?

Beitrag von BOeinNackter » Di 4. Sep 2018, 15:48

Da ist aber nicht nur einfach eine Welle, die mal hoch und wieder runter geht. Was mit Freiköperkultur gemeint ist, hat sich verändert. Ob es zum Guten oder Schlechten war, kann mann lange diskutieren. Es hift nicht viel bei der Suche nach Ideen, wie die nächste Welle aussehen sollte. Wollen wir werben und einladen? Womit können Vereine z.B. werben und was bringt die FKK voran. Dass man damit wirbt, man sei nur manchmal nackt, kann vielleicht Mitglieder bringen, die dann aber auch nicht freiwillig aus den Klamotten rauswollen. Auch die behauptete Distanz von allem Sexuellen war nicht so toll. Manche nehmen FKK-Vereine als prüder wahr als die katholische Kirche.
Mit der totalen Anpassung ist man in eine falsche Richtung geprescht. Es gilt, zu erkunden, ob und wie sich diese Richtung umlenken lässt.
Vereine sind schwer von ihrem Kurs abzubringen. Neue bleiben nur, wenn sie ähnlich denken, wie die Alten.
Die Nackten, die was Neues probieren machen meist es nicht von einem Verein aus.

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