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Eine Frage der Auslegung?

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Eine Frage der Auslegung?

Beitrag von Grimnir » Sa 14. Dez 2019, 01:56

Wenn es um das Thema Nacktbaden geht, gibt es den Konflikt zwischen folgenden Auffassungen:

,,Wo es nicht verboten ist, ist es erlaubt"

,,Wo es nicht erlaubt ist, ist es verboten"

Was ist eure Meinung dazu?
Ich möchte keinen großen innerdeutschen West-Ost-Konflikt heraufbeschwören, aber empirisch muß ich feststellen, daß ich auf erstere Aussage eher im Osten, auf zweitere eher im Westen getroffen bin.

 
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Re: Eine Frage der Auslegung?

Beitrag von Oscar » Sa 14. Dez 2019, 09:12


 
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Re: Eine Frage der Auslegung?

Beitrag von Naturpaar6568 » Sa 14. Dez 2019, 11:06

Hallo grimnir,

innerdeutsch sehe ich da nicht unbedingt einen Konflikt. So oder so ähnlich heißt es doch, dass "Nacktheit in der Öffentlichkeit erlaubt ist, solange sich niemand gestört fühlt". (Mehr Gummiparagraf kann es nicht geben!!!). Auf jeden Fall gibt es gesamtdeutsch kein ausdrückliches Verbot, außer beispielsweise in bescheuerten Hausordnungen, wie ich sie hier im Forum schon bezüglich des Heide Spa Bad Düben veröffentlicht habe.

Anders sehe ich das im Ausland, beispielsweise auf Korsika. Dort ist FKK überall verboten, wo sie nicht durch Hinweisschilder freigegeben ist. Meine Schwägerin + Mann mussten schon mal Bußgeld bezahlen, weil sie von der Miliz erwischt wurden, als sie in einer gottverlassenen Bucht nackt gebadet hatten. Es waren keine weiteren Badegäste anwesend. Das erschien mir eher wie Auflauern.

LG Wolfgang von Naturpaar6568

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Re: Eine Frage der Auslegung?

Beitrag von ad peter » Sa 14. Dez 2019, 11:58

Naturpaar6568 hat geschrieben:
Anders sehe ich das im Ausland, beispielsweise auf Korsika. Dort ist FKK überall verboten, wo sie nicht durch Hinweisschilder freigegeben ist. Meine Schwägerin + Mann mussten schon mal Bußgeld bezahlen, weil sie von der Miliz erwischt wurden, als sie in einer gottverlassenen Bucht nackt gebadet hatten. Es waren keine weiteren Badegäste anwesend. Das erschien mir eher wie Auflauern.
Das erinnert mich an den Film mit Louis de Funes Der Gendarm von Saint Tropez von 1964. :D

 
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Re: Eine Frage der Auslegung?

Beitrag von riedfritz » So 15. Dez 2019, 09:38

Grimnir hat geschrieben:Ich möchte keinen großen innerdeutschen West-Ost-Konflikt heraufbeschwören, aber empirisch muß ich feststellen, daß ich auf erstere Aussage eher im Osten, auf zweitere eher im Westen getroffen bin.
Keine Ahnung wo du deine "Umfrageergebnisse" her hast, aber die Aussage ,,Wo es nicht erlaubt ist, ist es verboten" entspricht in keinem Punkt der Rechtslage und gilt im Drunde für die gesamte Gesetzgebung in Deutschland!

Viele Grüße,

Fritz

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Re: Eine Frage der Auslegung?

Beitrag von Grimnir » So 15. Dez 2019, 23:15

@Oscar @riedfritz

Ich meine hierbei nicht unbedingt die gesetzliche Lage, denn diese ist (auch dank deines Links) ziemlich eindeutig. Mir geht es eher um die Akzeptanz an den Badestellen. Es gibt durchaus Orte, wo FKK nicht ausdrücklich erlaubt ist, und es trotzdem toleriert wird - und umgekehrt eben auch Orte, wo man schief angeguckt wird.
Mir persönlich ist eben dieses unterschiedliche Selbstverständnis schon öfters aufgefallen. An den Steinbrüchen in meiner sächsischen UMgebung gibt es keine Regularien, jeder badet wie er will, und es gibt keine Konflikte. Am Strand von Eckernförde habe ich mich zB nicht getraut, als einziger FKK zu betreiben, obwohl ich kein Verbotsschild gesehen habe.

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Re: Eine Frage der Auslegung?

Beitrag von NaWa » Di 17. Dez 2019, 00:10

Am Strand von Eckernförde habe ich mich zB nicht getraut, als einziger FKK zu betreiben, obwohl ich kein Verbotsschild gesehen habe.

und woher willst du dann wissen, dass Deine Aussage zutrifft?

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Re: Eine Frage der Auslegung?

Beitrag von Grimnir » Mi 18. Dez 2019, 22:12

@Nawa

Ich habe sich dort eine Frau mittleren Alters darüber aufregen sehen, daß ein Kind (vielleicht 10 Jahre) nackt war. Das hat mich ziemlich ernüchtert, und ich bin nicht der konfrontative Typ, als daß ich es darauf angelegt hätte, dann selbst bei der Frau und ihresgleichen anzuecken.

 
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Re: Eine Frage der Auslegung?

Beitrag von riedfritz » Do 19. Dez 2019, 11:26

Grimnir hat geschrieben:Ich habe sich dort eine Frau mittleren Alters darüber aufregen sehen, daß ein Kind (vielleicht 10 Jahre) nackt war.
Ist natürlich ein repräsentativer Schnitt durch die Gesellschaft und ein Nachweis für den Ost-/ Westgegensatz. :shock:

Viele Grüße,

Fritz

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Re: Eine Frage der Auslegung?

Beitrag von nordnackt » Fr 20. Dez 2019, 21:53

Die Wahrheit liegt wie so oft genau in der Mitte. Um es juristisch wasserdicht zu formulieren: Es kommt darauf an.

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